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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 18.04.2012

"Meine Woche mit Marilyn"

Ein Blick hinter die Kulissen des Ruhms

Von Anke Leweke

Szene aus "My week with Marilyn" mit Michelle Williams als Marilyn Monroe und Eddie Redmayne als Colin Clark. (picture alliance / dpa / Ascot Elite Filmverleih)
Szene aus "My week with Marilyn" mit Michelle Williams als Marilyn Monroe und Eddie Redmayne als Colin Clark. (picture alliance / dpa / Ascot Elite Filmverleih)

Der Regieassistent Colin Clark hatte eine Woche mit einer der berühmtesten Schauspielerinnen der Welt, Marilyn Monroe. Die Zuschauer sehen mit ihm das Faszinierende, das Selbstzerstörerische, das Chaotische, das vom Mythos Monroe ausgeht.

Man kann es nicht erklären, dieses besondere Leuchten, diese einmalige Ausstrahlung. Doch gibt es Schauspieler, die, wenn das Scheinwerferlicht angeht, die Kamera läuft, plötzlich von einer ganz besonderen Aura umgeben werden. Die plötzlich seltsam entrückt, bigger than life erscheinen. Marilyn Monroe hat diese Gabe.

Durch ihren frühen, tragischen Tod wurde ihr Mythos noch größer, sie noch weniger greifbar. Simon Curtis’ Film "Meine Woche mit Marilyn" basiert auf den tagebuchartigen Aufzeichnungen von Colin Clark, der der dritte Regieassistent während der Dreharbeiten zu der Komödie "Der Prinz und die Tänzerin" war.

Mit der Ankunft von Marilyn Monroe 1957 in London beginnt der Film. Er wirft einen Blick hinter die Kulissen des Ruhms und setzt die andere Seite des Glamourwesens Marilyn ins Rampenlicht: ihre Ängste, ihre Unsicherheiten, ihr mangelndes Selbstwertgefühl. Schließlich waren es Monroes Minderwertigkeitskomplexe, die die Dreharbeiten mit ihr immer wieder zur Katastrophe werden ließen.

Aus der Perspektive des Regieassistenten, der ihr Vertrauter werden sollte, geraten wir mit ihm mitten in das Chaos, das die Monroe stets anrichtete. Mit Clark holen wir sie morgens aus dem Bett, räumen die Schlaftabletten und Alkoholflaschen vom Nachttisch weg, kommen so auch ihrem verletzten und selbstzerstörerischen Wesen näher. Dabei zitiert Michelle Williams Marilyn Monroe eher als dass sie sie verkörpert oder imitiert.

Und so kann sich der Zuschauer sein Bild von Marilyn Monroe selbst machen. Es ist Michelle Williams' zurückhaltendem Spiel zu verdanken, dass Marilyn Monroe das bleibt, was sie stets war: Eine Projektionsfläche, ein Mythos, ein Mysterium.

USA/ Großbritannien 2011: Darsteller: Michelle Williams, Judi Dench, Kenneth Branagh, 99 Minuten, ab 6 Jahren

Weitere Informationen:
Filmhomepage Meine Woche mit Marilyn

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