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Literatur

Französische RevolutionTugend, Terror, Traumfabriken
Johannes Willms , aufgenommen am 09.10.2014 auf der 66. Frankfurter Buchmesse in Frankfurt am Main (Hessen). (picture alliance / dpa-Zentralbild)

Ein deutsch-französisches Gespräch über Freiheit und Blut, über Tragödie und Farce, über Politik und Gedächtnisräume. Gäste sind der Historiker Johannes Willms, Autor des Buchs "Tugend und Terror", sowie die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy.Mehr

Abgründe der LiteraturLob der Angst
Stephen King zeigt bei einer Lesung in Hamburg sein Buch "Doctor Sleep"  (picture alliance / dpa / Maja Hitij)

Der moderne Horror hockt in den Rissen des Lebens. Er spielt sich nicht mehr − wie noch bei "Dracula" − in beruhigender Ferne ab, sondern im Alltag. Wir machen Ausflüge zu den Nachtseiten der Literatur mit Elfriede Jelinek, Georg Klein, Stephen King, Paul Auster und Doris Lessing.Mehr

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Literatur / Archiv | Beitrag vom 22.07.2012

Meine Armut kotzt mich an

Literatur über das prekäre Leben

Von Elke Brüns und Ralph Gerstenberg

Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an.  (picture alliance / dpa)
Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an. (picture alliance / dpa)

Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung - immer häufiger nehmen sich Schriftsteller sozialer Themen an, die in den 90er-Jahren im Zeichen von Pop-Literatur, Generationen- und Wenderomanen vernachlässigt wurden. Clemens Meyer, Katharina Hacker, Annett Gröschner oder Thomas Melle beteiligen sich mit ihren Schilderungen sozialer Schieflagen an aktuellen Debatten um neue Armut, Prekariat, Exklusion.

Dabei wird deutlich, dass Armut nicht nur eine soziale, sondern auch eine kulturelle Dimension besitzt. Was Armut ist und wer als arm gilt, hängt davon ab, wie die jeweilige Mangellage wahrgenommen und empfunden wird. So steht die materielle Misere von Underdogs, Losern und Kleinkriminellen neben der kalten, immateriellen, seelischen Armut Wohlsaturierter oder dem Mangel an Sinn und Individualität in der Szene sogenannter Hippster. Wer heute noch angesagt ist, kann morgen schon abgeschrieben sein. Ein Feature über eine Literatur, die sich der prekären Existenz stellt, die für viele Menschen längst Realität geworden ist.


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