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Literatur

Schriftsteller im Exil auf MallorcaDer Tod im Inselgarten
Die Kathedrale der Heiligen Maria in der spanischen Hafenstadt Palma, der Hauptstadt der Baleareninsel Mallorca. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

Viele deutsche Schriftsteller und Künstler flohen vor Hitler nach Mallorca und wähnten sich hier in Sicherheit. Anhand von literarischen Texten, Interviews und bislang unbekannten Archiv-Dokumenten erzählen Daniel Guthmann und Christian Buckard deren bewegende Geschichte.Mehr

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Literatur / Archiv | Beitrag vom 22.07.2012

Meine Armut kotzt mich an

Literatur über das prekäre Leben

Von Elke Brüns und Ralph Gerstenberg

Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an.  (picture alliance / dpa)
Autoren nehmen sich der Themen Armut, Prekariat und Exklusion an. (picture alliance / dpa)

Armut, Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung - immer häufiger nehmen sich Schriftsteller sozialer Themen an, die in den 90er-Jahren im Zeichen von Pop-Literatur, Generationen- und Wenderomanen vernachlässigt wurden. Clemens Meyer, Katharina Hacker, Annett Gröschner oder Thomas Melle beteiligen sich mit ihren Schilderungen sozialer Schieflagen an aktuellen Debatten um neue Armut, Prekariat, Exklusion.

Dabei wird deutlich, dass Armut nicht nur eine soziale, sondern auch eine kulturelle Dimension besitzt. Was Armut ist und wer als arm gilt, hängt davon ab, wie die jeweilige Mangellage wahrgenommen und empfunden wird. So steht die materielle Misere von Underdogs, Losern und Kleinkriminellen neben der kalten, immateriellen, seelischen Armut Wohlsaturierter oder dem Mangel an Sinn und Individualität in der Szene sogenannter Hippster. Wer heute noch angesagt ist, kann morgen schon abgeschrieben sein. Ein Feature über eine Literatur, die sich der prekären Existenz stellt, die für viele Menschen längst Realität geworden ist.


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