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Mediziner: Alzheimer-Forschung nicht nur auf Medikamente begrenzen

Patienten dürfen Diagnose nicht "als vernichtende Niederlage vermittelt bekommen"

Alzheimer-Patientin mit Pflegerin
Alzheimer-Patientin mit Pflegerin (AP)

Der Palliativmediziner Christoph Gerhard hat gefordert, neben der biomedizinischen Forschung nach Alzheimer-Medikamenten die psychosoziale Betreuung der betroffenen Patienten stärker in den Fokus zu rücken.

"Unsere gegenwärtige Medizin ist eben sehr auf dieses Körperliche zentriert", erklärte der Herausgeber des Buches "Mythos Alzheimer". Allerdings würden auch von der Bevölkerung in erster Linie Medikamente zur Behandlung der Erkrankung gefordert.

Gerhard betonte, dass er die biomedizinische Forschung nach Medikamenten nicht ablehne, dass dieser Ansatz derzeit aber nicht funktioniere: "Solange die Medikamente so einen begrenzten Erfolg haben, müssen wir einfach viel tun, dass wir mit den Betroffenen gut umgehen – dass sie die Diagnose nicht als vernichtende Niederlage vermittelt bekommen, als Gehirnzerstörung, sondern als etwas, das im Alter sozusagen normal ist."

Sie können das vollständige Gespräch mit Christoph Gerhard mindestens bis zum 02.12.2011 in unserem Audio-on-Demand-Angebot als MP3-Audio hören.

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