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Kulturnachrichten

Freitag, 1. Januar 2016

MDR-Intendantin Karola Wille übernimmt ARD-Vorsitz

Neue Vorsitzende betont Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Demokratie

MDR-Intendantin Karola Wille (56) ist neue Vorsitzende der ARD. Sie löste mit dem neuen Jahr den NDR-Intendanten Lutz Marmor (61) an der Spitze des Senderverbundes ab. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) wird nun zwei Jahre lang federführende Anstalt sein. "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kann und muss der soziale Kitt für eine immer komplexer werdende Gesellschaft sein: Er muss erklären, was ist, Werte vermitteln und Meinungen widerspiegeln", sagte Wille in Leipzig. Die Rolle der ARD für das Funktionieren der Demokratie in Deutschland und das Zusammenleben in der Gesellschaft nehme in ihrer Bedeutung zu. Dieses Profil mit Online, Fernsehen und Radio solle weiter geschärft werden.

George Lucas kritisiert neuen "Star Wars"-Film

"Das Erwachen der Macht" sei nicht neu, sondern ein "Retro"-Film, so Lucas

Der Kassenschlager "Star Wars: Das Erwachen der Macht" hat ein vernichtendes Urteil von seinem wohl wichtigsten Kritiker erhalten. "Star Wars"-Schöpfer George Lucas, der sein Imperium vor drei Jahren an Disney verkauft hatte, bezeichnete die Entwickler als "weiße Sklavenhändler", die ihn nicht ausreichend am Entstehungsprozess beteiligt hätten. Herausgekommen sei ein "Retro"-Film, statt mit neuen Planeten und Raumschiffen ein wirklich neues Werk zu schaffen, sagte Lucas im Interview mit PBS-Journalist Charlie Rose. Das Weltraummärchen auf seine Weise fortzusetzen, hätte Lucas zufolge vermutlich zehn Jahre gedauert, weshalb der heute 71-jährige Regisseur die Aufgabe abgetreten habe. Lucas entschuldigte sich später für den Begriff "weiße Sklavenhändler". "Ich habe mich versprochen und einen sehr unangebrachten Vergleich bemüht", teilte der Star-Regisseur der "New York Times" zufolge mit.

Wiener Neujahrskonzert eröffnet mit UNO-Marsch

Rund 50 Millionen Zuschauer in 90 Ländern verfolgten das Konzertereignis

Im Dreivierteltakt ins neue Jahr: Die Wiener Philharmoniker haben mit ihrem traditionell walzerseligen Neujahrskonzert eine weltumspannende musikalische Grußbotschaft gesendet. Rund 50 Millionen Zuschauer in 90 Ländern verfolgten am Freitag das gut zweistündige Konzert aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat es gefallen: Mit Lächeln und Beifall quittierte er als Gast des Neujahrskonzerts die politisch-musikalische Geste der Wiener Philharmoniker. Unter Dirigent Mariss Jansons spielte das Orchester am Freitag zum Auftakt den UNO-Marsch von Robert Stolz als Verbeugung vor
der friedensstiftenden Rolle der Vereinten Nationen. In einer von Krisen und Kriegen geprägten Zeit setzten die Philharmoniker mit ihrem Neujahrsgruß ein Signal. Es war zugleich das 75. Jubiläum des populären Konzertreigens, in dessen Mittelpunkt die Walzer und Polkas aus der Feder der österreichischen Musiker-Dynastie Strauss stehen. Der lettische Dirigent Mariss Jansons, Chef des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, stand nach 2006 und 2012 zum dritten Mal am Pult.

400. Todestag: 2016 wird wieder ein Shakespeare-Jahr

2014 begingen die Briten den 450. Geburtstag Shakespeares, 2016 zelebrieren sie seinen 400. Todestag

Shakespeare ist eine mächtige britische Marke. Kein Wunder, dass nur zwei Jahre nach den aufwendigen Feierlichkeiten zu seinem 450. Geburtstag auch der 400. Todestag gebührend begangen werden soll. Der ist am 23. April, doch die Kampagne "Shakespeare Lives" läuft ein ganzes Jahr. "Die Gelegenheit ist einfach zu gut", sagt Ciarán Devane vom British Council, der britische Kultur ins Ausland exportiert. Im Falle Shakespeares eine denkbar einfache Aufgabe. Wenn Benedict Cumberbatch "Hamlet" spielt, macht das weltweit Schlagzeilen, Lars Eidinger als Richard III. oder auch als Hamlet erntet enthusiastische Kritiken. Shakespeare ist sowieso überall, aber sein Heimatland will ihn trotzdem ehren. Eine besondere Rolle wird dabei - wie schon 2014 - wieder das Globe Theater spielen. Der Nachbau eines Theaters aus dem 16. Jahrhundert direkt an der Themse, bis hin zu den Stehplätzen ohne Überdachung und den harten Holzbänken originalgetreu, ist seit seiner Eröffnung 1997 eine Art Pilgerstätte für Shakespeare-Verehrer geworden. Der Künstlerische Direktor Dominic Dromgoole, der nach dieser Saison geht, nennt es im "Guardian" das "letzte große Abenteuer meiner Zeit hier am Globe": 37 Kurzfilme, einer für jedes Shakespeare-Stück, die am 23. und 24. April über vier Kilometer die Themse entlang auf 37 Bildschirmen gezeigt werden, in streng chronologischer Reihenfolge.

Neujahrsfeiern unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen

Weltweit erhöhte Sicherheitsvorkehrungen, Terrorwarnung in München

Unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen haben Millionen Menschen weltweit in der Silvesternacht das neue Jahr begrüßt. In Berlin feierten hunderttausende Menschen friedlich und ausgelassen auf der zwei Kilometer langen Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. In München war die Lage dagegen angespannt. Wie die Behörden am Donnerstagabend mitteilten, plante die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu Silvester ein Selbstmordattentat in der bayerischen Landeshauptstadt. Eine halbe Stunde vor Mitternacht räumte die Polizei den Hauptbahnhof und den Bahnhof im Stadtteil Pasing, die Polizei warnte vor größeren Menschenansammlungen. Die Bahnhöfe wurden nach einigen Stunden wieder geöffnet. Weltweit fanden die Feiern unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt, teils wurden sie aus Furcht vor Anschlägen sogar abgesagt. In Brüssel annullierten die Sicherheitsbehörden angesichts einer akuten Bedrohungslage das Feuerwerk und alle anderen öffentlichen Feierlichkeiten. Auch in Frankreich herrschte eineinhalb Monate nach den Anschlägen von Paris Sorge vor weiteren Attentaten. 100.000 Polizisten waren landesweit im Einsatz. In Moskau blieb der berühmte Rote Platz in der Silvesternacht erstmals für die Öffentlichkeit geschlossen. In New York waren am Times Square 6000 Polizisten im Einsatz, um für Sicherheit in der Silvesternacht zu sorgen. Zuvor hatten die Behörden einen 25-Jährigen festgenommen, der offenbar einen Anschlag am Silvesterabend im Bundesstaat New York geplant hatte. Im Golfemirat Dubai wurden die Feierlichkeiten von einem Großbrand überschattet. 16 Menschen wurden bei einem Feuer in dem 63-stöckigen Hotel "The Address Downtown" verletzt. Über mehrere Stockwerke schlugen riesige Flammen an dem Gebäude hoch, doch konnten laut der Polizei alle Hotelgäste in Sicherheit gebracht werden. Das spektakuläre Feuerwerk mit Lasershow am nahe gelegenen Burdsch Chalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, fand trotz der lodernden Flammen statt.

Neustart für Dokumentationszentrum DDR-Alltagskultur

Die Zukunft des Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt ist gesichert

Von der Amiga-Schallplatte bis zum Zekiwa-Kinderwagen: Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt gehört vom 1. Januar 2016 an zum Landkreis Oder-Spree. Das Land werde künftig jährlich bis zu 150 000 Euro zusteuern, teilte die Kreisverwaltung als neue Betreiberin mit. Zur Sammlung gehören unter anderem Geschirr, Kleidung, Bücher und Medaillen. Das Museum hat eine bundesweit einmalige Sammlung von rund 160 000 Alltagsgegenständen aus DDR Zeiten. Anfang Dezember hatte der Kreistag für die Übernahme des Dokumentationszentrums zum 1. Januar votiert. Nach langwierigen Verhandlungen ging damit die Sammlung als Schenkung an den Kreis über, wie es hieß. Zuvor hatten Land, Kreis und Stadt die Einrichtung finanziert. Mit dem Ausstieg der klammen Kommune drohte die Schließung.

Schauspieler Wayne "Trapper" Rogers gestorben

Rogers wurde bekannt als Arzt in der 70er Jahre Serie "M.A.S.H."

Der Schauspieler starb nach Angaben des "Hollywood Reporters" vom Freitag am Tag zuvor im Alter von 82 Jahren an einer Lungenentzündung. Rogers hatte sich vor etwa 15 Jahren aus dem Filmgeschäft zurückgezogen. Aufgewachsen in Alabama, ging Rogers nach seiner Zeit bei der Marine nach New York. Der junge Mann, mit dem er sich eine Wohnung teilte, überredete ihn zur Schauspielerei: Peter Falk ("Columbo"). Es reichte aber lange nur zu kaum nennenswerten Nebenrollen. Bis 1972 dann "M.A.S.H." kam. An der Seite von Alan Alda spielte Rogers in der Kriegssatire den zynischen, ernüchterten Arzt John "Trapper" McIntyre. Er stieg allerdings nach drei Jahren aus, weil ihm die Entwicklung der Rolle nicht gefiel.

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