Mittwoch, 22. Oktober 2014MESZ11:32 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

Plakat-KunstDie Sprache der Straße
Wolf Vostell, Ihr Kandidat, von 1961, Plakatabriss auf Hartfaserplatte

Das Museum Tinguely widmet fünf Akteuren der "Affichisten" - darunter der Deutsche Wolf Vostell - eine große Schau. Sie rissen Werbeplakate von den Wänden der Großstädte und machten daraus Kunst von eigenwilliger Schönheit.Mehr

Kunsthalle BremenViele Lücken in den Beweisketten
Die Aufnahme vom 20.08.2011 zeigt die Rückseite der Kunsthalle Bremen am Tag ihrer Wiedereröffnung mit beiden Anbauten. Damit vergrößerte sich die Nutzfläche um 3750 auf insgesamt 7820 Quadratmeter. Nach der zweijährigen Schließung präsentierte sich damit die Kunsthalle der Hansestadt deutlich erweitert und modernisiert.

Bundesweit lagert in den Museen noch von den Nazis geraubter Besitz. Denn wenn der Etat kaum für Museumsarbeit reicht, kommt auch die Provenienzforschung zu kurz. Die Kunsthalle zeigt erste Ergebnisse eines dreijährigen Projekts.Mehr

Brasiliens KulturszeneZerrissen wie nie
Blick auf die Stadt Rio de Janeiro und die Bucht, rechts ist die Christusstatue zu sehen 

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt streiten die Kulturschaffenden in Brasilien über die Frage, für wen sie ihr Kreuz machen sollen. Die Auseinandersetzung wird emotional geführt - und verursachte sogar das Aus einer Filmfirma.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 21.01.2013

Max Ophüls' Arbeit "war eine Erleuchtung"

Auszeichnung für den Kameramann Michael Ballhaus

Michael Ballhaus arbeitet seit Jahren erfolgreich als Kameramann in Hollywood.
Michael Ballhaus arbeitet seit Jahren erfolgreich als Kameramann in Hollywood. (Deutschlandradio / Bettina Straub)

In Saarbrücken wird dem deutschen Kameramann Michael Ballhaus der Max Ophüls Preis verliehen. Inspiriert wurde der heute 77-Jährige, der in Hollywood mit Martin Scorsese und Robert Redford zusammengearbeitet hat, von Max Ophüls selbst.

Kennengelernt hat Michael Ballhaus Max Ophüls zu den Dreharbeiten von "Lola Montez". Er war damals 18 Jahre alt und war von der Kameraarbeit so begeistert, dass er wusste, "ich will Kameramann werden".

Damals gab es aber keine Schule für Kameraleute, deshalb absolvierte er nach dem Abitur eine Lehre bei einem Fotografen in Würzburg.

Mittlerweile unterrichtet Michael Ballhaus seit vielen Jahren selbst als Dozent in München Filmstudenten. Auch deshalb wird ihm jetzt der Max Ophüls Preis verliehen. "Die Arbeit mit Studenten hat mir insofern immer eine große Freude gemacht, weil ich wollte auch so nah dran sein an dem Puls der Zeit", sagte Ballhaus im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Er wollte wissen, was die jungen Studenten bewegt und welche Geschichten wollen sie erzählen.

Auch als sich Techniken und die Ästhetik in den Filmen veränderten, ist Michael Ballhaus mit der Zeit gegangen. "Ich bin auf jeden Fall ein Lehrer nah dran an der Zeit", sagt er, "ich habe sogar jetzt noch einmal einen Film mit einer Digitalkamera gedreht, was ich vorher nicht gemacht habe."

Hören Sie das vollständige Gespräch mit Michael Ballhaus mindestens bis zum 21. Juni 2013 als mp3-Audio.

Lesen Sie hier das ausführliche Interview mit Michael Ballhaus im Wortlaut, das wir im Radiofeuilleton geführt haben.