Fazit / Archiv /

Max Ophüls' Arbeit "war eine Erleuchtung"

Auszeichnung für den Kameramann Michael Ballhaus

Michael Ballhaus arbeitet seit Jahren erfolgreich als Kameramann in Hollywood.
Michael Ballhaus arbeitet seit Jahren erfolgreich als Kameramann in Hollywood. (Deutschlandradio / Bettina Straub)

In Saarbrücken wird dem deutschen Kameramann Michael Ballhaus der Max Ophüls Preis verliehen. Inspiriert wurde der heute 77-Jährige, der in Hollywood mit Martin Scorsese und Robert Redford zusammengearbeitet hat, von Max Ophüls selbst.

Kennengelernt hat Michael Ballhaus Max Ophüls zu den Dreharbeiten von "Lola Montez". Er war damals 18 Jahre alt und war von der Kameraarbeit so begeistert, dass er wusste, "ich will Kameramann werden".

Damals gab es aber keine Schule für Kameraleute, deshalb absolvierte er nach dem Abitur eine Lehre bei einem Fotografen in Würzburg.

Mittlerweile unterrichtet Michael Ballhaus seit vielen Jahren selbst als Dozent in München Filmstudenten. Auch deshalb wird ihm jetzt der Max Ophüls Preis verliehen. "Die Arbeit mit Studenten hat mir insofern immer eine große Freude gemacht, weil ich wollte auch so nah dran sein an dem Puls der Zeit", sagte Ballhaus im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Er wollte wissen, was die jungen Studenten bewegt und welche Geschichten wollen sie erzählen.

Auch als sich Techniken und die Ästhetik in den Filmen veränderten, ist Michael Ballhaus mit der Zeit gegangen. "Ich bin auf jeden Fall ein Lehrer nah dran an der Zeit", sagt er, "ich habe sogar jetzt noch einmal einen Film mit einer Digitalkamera gedreht, was ich vorher nicht gemacht habe."

Hören Sie das vollständige Gespräch mit Michael Ballhaus mindestens bis zum 21. Juni 2013 als mp3-Audio.

Lesen Sie hier das ausführliche Interview mit Michael Ballhaus im Wortlaut, das wir im Radiofeuilleton geführt haben.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsÜber den "Volkswagen unter den Shakespeare-Zitaten"

Ein bislang unbekanntes Portrait des englischen Lyrikers William Shakespeare, das im Februar 2014 in Mainz präsentiert wurde. 

Anlässlich des 450. Geburtstages von William Shakespeare interpretiert die "Berliner Zeitung" Zitate des Dramatikers. "Sein oder Nichtsein" vergleicht sie mit einem VW. Und wie sähe dann ein Mercedes unter Zitaten aus?

 

Fazit

SchönheitsoperationenSchnitt ins Fleisch

Popstar Michael Jackson am 13.11.2002 vor einem Gericht im kalifornischen Santa Maria. Dort muss er sich gegen Vorwürfe von Vertragsbruch verteidigen. Der Münchner Konzertveranstalter Marcel Avram hat den «King of Pop» wegen Betrugs und Vertragsbruchs auf über 21 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. 

Nasen-OP, Falten wegspritzen, Fett absaugen - die Möglichkeiten der körperlichen Verschönerung sind umfangreich. Regisseurin Angela Richter hat für ihr Theaterstück auch mit Michael Jacksons ehemaligen Hausarzt gesprochen.

Neu im KinoHochglanz-Biografie eines Modeschöpfers

Pierre Niney als Yves Saint Laurent mit Charlotte Le Bon als seine Muse Victoire Doutreleau

Jalil Lesperts Porträt des Modemachers Yves Saint Laurent hat den hochglanzpolierten Look eines Werbemagazins – selbst Drogenexzesse wirken seltsam clean. Die Chance, etwas mit Gehalt über den Künstler zu erzählen, vergibt er.

Neu im KinoParabel über den Krieg

Der Belgrader Regisseur Srdan Golubovic auf dem Sundance Festival 2013

In "Circles" werden mehrere Serben von ihrer Vergangenheit im Balkankonflikt eingeholt. Der Film zeigt, welche seelischen Wunden ein Krieg reißen kann und wird zur parabelhaften Reflexion über Schuld, Sühne und Vergebung.