Seit 20:03 Uhr In Concert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr In Concert
 
 

Literatur | Beitrag vom 30.10.2016

Manfred Krug und Brechts Geschichten vom Herrn Keuner"Herr K. vertritt die Leute"

Von Sigried Wesener

Schauspieler Manfred Krug in den 1980er-Jahren im Berliner Zoo vorm Elefantengehege. (imago/Rolf Hayo)
Manfred Krug in den 1980er-Jahren im Berliner Zoo. (imago/Rolf Hayo)

Anlässlich des Todes Manfred Krugs wiederholen wir einen Beitrag über den Schauspieler und Musiker, über seine Liebe zu Bertolt Brecht. Und wir wiederholen eine Lesung Manfred Krugs, in der er Brechts bekannte Geschichten von Herrn K. vorträgt.

Herr Keuner schätzt Freundlichkeit sehr. Er mag kleine Späße, verliert sich in große philosophische Gedanken, hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl und manchmal "vertritt er die Leute". Vor 90 Jahren erfand Bertolt Brecht die Figur des Keuner, der auch mal Herr K., der Denkende oder H. K. genannt wird. Eine Auswahl von 39 Texten für die 1949 veröffentlichten Kalendergeschichten machten Herrn Keuner weltberühmt. In Spruchweisheiten, Aphorismen, Parabeln, Dialogen nimmt Brecht menschliche Schwächen und Fehlbarkeiten aufs Korn, wirft er scheinbar Belangloses aufs Papier, das beim Lesen und Wiederlesen geistige Widerhaken offenbart. Mit seiner Keuner-Figur, die Brecht ein halbes Jahrhundert beschäftigt hat, führt er mal menschelnd, mal belehrend dialektisches Denken vor.

In der Wiederholung der Sendung "WortSpiel" aus dem Jahr 2004 gibt der verstorbene Schauspieler und Musiker Manfred Krug, dessen Karriere einst bei Brecht am Berliner Ensemble begann, Herrn Keuner seine Stimme.

Literatur

Über den Schriftsteller Johannes BobrowskiDer sarmatische Traum
Blick über die Landschaft am ehemaligen Friedrichsgraben, heute Polesskij Kanal, bei Polessk, früher Labiau, am 02.09.2002. Pollesk liegt heute im zu Russland gehörenden Kaliningrader Gebiet - im früheren Ostpreußen. (picture alliance / dpa / Tom Schultze / Transit)

Anfang der 60er-Jahre pilgerten junge Wilde aus der Gruppe 47 zu Johannes Bobrowski - vor 100 Jahren geboren - in die DDR. Die Heimatregion Bobrowskis - vom früheren Ostpreußen bis zum Baltikum - war für den Schriftsteller ein Sehnsuchtsraum, für den er das alte Wort Sarmatien benutzte.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur