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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 09.03.2016

MaledivenParadies der Angst

Sandra Petersmann im Gespräch mit Isabella Kolar

Tropenparadies Malediven (ARD / Sandra Petersmann)
Tropenparadies Malediven (ARD / Sandra Petersmann)

Partnerland der Reisemesse ITB sind in diesem Jahr die Malediven. Noch nie habe sie so viele Menschen getroffen, die Angst hatten, mit ihr als Journalistin zu reden, sagt ARD-Korrespondentin Sandra Petersmann. Das Land kehre zurück zu einer Diktatur.

Partnerland der weltweit größten Reisemesse, der ITB, die heute begonnen hat, sind in diesem Jahr die Malediven. Sandra Petersmann, ARD-Korrespondentin in Neu Delhi, ist gerade von den Malediven zurückgekehrt, wo sie zur politischen Lage in dem Taucherparadies recherchiert hat, das immer mehr zur Diktatur zurückkehrt.

Sie sagt, dass sie in ihrem ganzen Leben als Korrespondentin noch kein Land bereist hat, in dem sie so viele Menschen getroffen hat, die wirklich Angst hatten, mit ihr als Journalistin persönlich zu sprechen. Die Leute hätten sich spontan weggedreht und seien grußlos weggegangen.

Der ARD-Fernsehkollege von Sandra Petersmann, Markus Spieker, ist mit seinem Team im Dezember ausgewiesen worden, weil er sich der religiösen Radikalisierung auf den Malediven gewidmet hat. Dadurch war Sandra Petersmann vorgewarnt und versuchte, sich dort unauffällig und weniger offen zu bewegen.

Sie ist der Meinung, dass ein Reiseboykott die maledivische Bevölkerung als Ganzes treffen würde, die sehr abhängig sei vom Tourismus. Aber Touristen, die sich für die Malediven und ihre Einwohner und nicht nur für ihre Fische interessierten, sollten in Resorts gehen, in denen sie auch in Kontakt zu Einheimischen treten können.

Die Korrespondentin hält es für falsch, in ein solches Land wie die Malediven zu reisen und so zu tun, als würde einen die politische und soziale Lage in dem Land nichts angehen.

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