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Interview | Beitrag vom 08.03.2016

Making Heimat Flüchtlingsarchitektur auf der Biennale

Oliver Elser im Gespräch mit Christopher Ricke und Anke Schaefer

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Dreifach übereinandergestapelt stehen bunte Wohncontainer im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Dort sollen noch im Dezember Flüchtlinge unterkommen.  (dpa / picture alliance / Paul Zinken)
So sollte es eher nicht sein: Übereinander gestapelte Wohncontainer für Flüchtlinge im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick (dpa / picture alliance / Paul Zinken)

Am Donnerstag stellen die Kuratoren vor, was im Deutschen Pavillon bei der diesjährigen Architekturbiennale Venedig zu sehen sein wird. Das Thema lautet: Flüchtlingsarchitektur. Kurator Oliver Elser gibt uns vorab schon einige Einblicke, was geplant ist.

"Making Heimat" - das wird das Motto des deutschen Pavillons auf der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig sein, die am 28. Mai beginnt. Es geht dabei um Flüchtlingsarchitektur - aber nicht nur, sagt Oliver Elser vom Deutschen Architekturmuseum Frankfurt und einer der beiden Kuratoren des Biennale-Auftritts.

Es gebe auch sonst eine Wohnungskrise. "In diesem Zusammenhang versuchen wir auch durch die Projekte, die wir auswählen, ein Zeichen zu setzen: Wie könnten eigentlich Wohnungsbauten aussehen, die günstig sind, die sich aber wirklich auch an alle richten?"

Über Möglichkeiten für Mischkonzepte nachdenken

Elser warnt gleichzeitig davor, die Flüchtlinge nur als Gäste zu sehen. Angesichts der Verhältnisse in den Herkunftsländern dürfe man nicht davon ausgehen, dass der Aufenthalt der Flüchtlinge nur vorübergehend sei.  "Es geht wirklich darum, eine Form von neuer Heimat zu schaffen."

"Viele Städte denken auch sehr bewusst darüber nach, was gibt es für Möglichkeiten, dort Mischkonzepte herbeizuführen, das also zusammen mit Studenten-Wohnen zu kombinieren und auch entsprechende Nachnutzungskonzepte zu haben. Viele Dinge, die jetzt entstehen, sind temporär. An vielen Orten wird aber auch dauerhaft geplant."

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