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Kulturnachrichten

Freitag, 31. Juli 2015

Lukas Bärfuss erhält Nicolas-Born-Preis für Literatur

Schweizer Autor und Dramaturg erhält 20.000 Euro

Lukas Bärfuss wird mit dem Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Der 43- jährige erhalte die bedeutendste Literatur- Auszeichnung des Landes am 24. September, teilte das Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit. Mit dem Nicolas-Born-Debütpreis und 10.000 Euro wird die Schriftstellerin und Filmemacherin Daniela Krien aus Leipzig geehrt. "Beide Autoren eint ein unbestechlicher Blick auf soziale und politische Realitäten unserer Zeit", sagte Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). "Das verbindet sie zugleich mit dem literarischen Schaffen Nicolas Borns." Lukas Bärfuss lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Von 2009 bis 2913 war er Dramaturg am dortigen Schauspielhaus. Stücke wie "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" werden weltweit aufgeführt. Zudem hat er Essays und Romane wie "Hundert Tage" über den Völkermord in Ruanda veröffentlicht.

Ai Weiwei bekommt doch 6-Monats-Visum für Großbritannien

Innenministerium rudert zurück

Der chinesische Künstler Ai Weiwei wird nun doch ein sechsmonatiges Geschäftsvisum für Großbritannien bekommen. Er möchte im September zu seiner Ausstellung in der Royal Academy of Arts nach London reisen. Das britische Innenministerium wollte ihm zunächst nur ein dreiwöchiges Visum gewähren, bat aber heute um Entschuldigung. Innenministerin Theresa May sei bei der ursprünglichen Entscheidung nicht zurate gezogen worden. Kommentatoren hatten zuvor kritisiert, dass Großbritannien seine Außenpolitik den wirtschaftlichen Interessen unterordne. Derzeit reist Ai Weiwei mit neuem Pass durch Deutschland - nach München folgt Berlin, wo seit 3 Jahren eine Gastprofessur an der Universität der Künste auf ihn wartet. Ohne Reisefreiheit hatte er sie nicht antreten können.

Nobelpreisträger spendet für Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche

Biochemiker Günter Blobel engagiert sich

Der deutsch-amerikanische Nobelpreisträger Günter Blobel hat 10.000 Euro für den geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche gespendet, wie die Garnisonkirchenstiftung in Potsdam mitteilt. Blobel ist seit 2005 Mitglied der Fördergesellschaft für die Garnisonkirche. Der Biochemiker hatte 1999 bereits das Preisgeld seines Nobelpreises für Medizin für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche gespendet und in den USA die Stiftung "Friends of Dresden" gegründet. Außerdem unterstützte er den Angaben zufolge auch den Bau der Dresdner Synagoge, den Wiederaufbau der Leipziger Paulinerkirche und den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses mit Spenden. Der Wiederaufbau der 1945 zerstörten und 1968 abgerissenen Garnisonkirche ist vor allem wegen der Geschichte der einstigen preußischen Militärkirche umstritten. Die Gegner weisen unter anderem auf die Nutzung der Kirche durch die Nazis zur Inszenierung der Reichstagseröffnung am "Tag von Potsdam" im Jahr 1933 hin. Bisher konnten nicht genügend Spenden für den Wiederaufbau der Garnisonkirche eingeworben werden.

Drei deutsche Regisseure für Studenten-Oscar nominiert

Filmhochschüler reisen nach Los Angeles

Drei deutsche Nachwuchsregisseure haben es in die Endrunde der Studenten-Oscars geschafft. Wie die Oscar-Akademie in Beverly Hills mitteilt, handelt es sich um die Filme "The Last Will" von Regisseur Dustin Loose, "Everything Will Be Okay" von Patrick Vollrath und "Fidelity" von Ilker Çatak in der Kategorie "Bester Ausländischer Film". Loose kommt von der Filmakademie Baden-Württemberg, Vollrath von der Filmakademie Wien und Çatak von der Hamburg Media School. Die Trophäen in Gold, Silber und Bronze werden am 17. September in Los Angeles vergeben. Mit den Studenten-Oscars ehrt die Akademie seit 1972 Auslands- Regisseure und junge Talente von Filmhochschulen in den USA.

Opernsängerin Ludmila Dvorakova gestorben

92-jährige Sopranistin kam bei Hausbrand ums Leben

Die Opernsängerin Ludmila Dvorakova ist am Donnerstag bei einem Brand in ihrem Prager Haus ums Leben gekommen. Sie wurde 92 Jahre alt. Dvorakovas Schwerpunkt waren die großen Wagner- und Strauss-Opern. Im Jahr 1960 folgte die dramatische Sopranistin einem Ruf an die Staatsoper Berlin, gastierte in der Folgezeit auch in London, New York, München und Paris. Zwischen 1965 und 1971 sang die Tschechin bei den Bayreuther Festspielen unter anderem die Brünnhilde in der "Walküre" und die Venus im "Tannhäuser". 1972 wurde sie mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. 2012 erhielt sie den Antonin-Dvorak-Preis.

Märchenhafte Lebensgeschichte: J.K. Rowling wird 50

Heute schreibt Harry Potter-Erfinderin auch für Erwachsene

Ihr Leben als Sozialhilfe-Empfängerin hat J.K. Rowling schon lange hinter sich gelassen. Mit den Harry Potter-Romanen ist sie steinreich geworden. Heute feiert die britische Autorin ihren 50. Geburtstag. Auf mehr als 800 Millionen Euro schätzte die "Sunday Times" Rowlings Vermögen im Frühjahr. Ein Dutzend Verlage hatten das Manuskript zunächst abgelehnt. Doch dann wurden die sieben Bücher zum globalen Phänomen, die Verfilmungen zu Kassenschlagern. Nebenbei schreibt J.K. Rowling auch für Erwachsene. "Ein plötzlicher Todesfall" erschien unter ihrem echten Namen, die Detektiv-Krimis "Der Ruf des Kuckucks" und "Der Seidenspinner" unter dem Pseudonym Robert Galbraith. Nebenbei meldet sich die Britin gern zu politischen Fragen, positioniert sich gegen die schottische Unabhängigkeit und wirbt für ihre Wohltätigkeitsorganisation Lumos, die rund acht Millionen Kindern in Heimen rund um die Welt helfen will. J.K. Rowling lebt mit ihrem zweiten Mann und drei Kindern in Edinburgh.

Broadway-Debut für Kenianerin Lupita Nyong'o

Oscarpreisträgerin auf New Yorker Bühne

Die kenianische Schauspielerin Lupita Nyong'o (32) gibt in diesem Herbst ihr Broadway-Debüt. Sie wird in dem Kriegsdrama "Eclipsed" mitspielen, teilte das Public Theater in New York mit. Das Stück spielt in Liberia und handelt von einer Gruppe Frauen, die von Rebellen festgehalten werden, die gegen die Regierung kämpfen. Die Premiere ist für Ende September geplant. Nyong'o hatte im vergangenen Jahr für ihre Nebenrolle in dem Sklavendrama "12 Years a Slave" einen Oscar gewonnen.

Techno-Festival "Nature One" auf ehemaliger Raketenbasis

Ausverkauftes Spektakel im Hunsrück

Mitten auf der einstigen Raketenbasis Pydna im Hunsrück findet von Freitag bis Sonntag das ausverkaufte Technofestival "Nature One" statt. Geplant sind mehr als 300 DJs und Live-Acts in Bunkern, Zelten und unter freiem Himmel in der Nähe von Kastellaun. Die Veranstalter haben nach eigenen Angaben 65 000 Tickets vor allem an junge Besucher verkauft.

"Der fliegende Holländer" erstmals mit Dirigent Axel Kober

Ablösung für Thielemann

Der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, Axel Kober, steht heute Abend am Pult der Bayreutehr Festspiele. Er übernimmt die musikalische Leitung von Christian Thielemann, der von 2012 bis 2014 den "Fliegenden Holländer" dirigiert hatte, in diesem Jahr aber die Produktion "Tristan und Isolde" verantwortet. Gezeigt wird die "Holländer"-Inszenierung von Jan Philipp Gloger aus dem Jahr 2012. Am Samstag erwartet das Publikum dann das große "Ring"-Finale mit der "Götterdämmerung". Die Bayreuther Festspiele enden am 28. August.

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