Dienstag, 28. Juli 2015MESZ17:31 Uhr

Klangkunst

UrsendungEngler sieht Roth #11
Die Installation "Grosse Tischruine" (Atelier des Künstlers), ist am 11.12.2014 im Kunstmuseum in Stuttgart (Baden-Württemberg) in der Ausstellung "Balle Balle Knalle" von Dieter Roth ausgestellt. Die Ausstellung fand vom 13.12.2014 bis zum 12.04.2015 statt. (picture alliance / dpa / Gioia Forster)

Seit 2007 setzt sich Martin Engler mit dem Aktionskünstler Dieter Roth auseinander. Die jüngste Auflage seiner Reihe präsentierte er am 22. April 2015 im Rahmen der Ausstellung "Und weg mit den Minuten". Mehr

Geburtstagsgeschenke10 Jahre EBU Art's Birthday
Das Kunstwerk "Eins.Un.One." von Robert Filliou (1926 - 1987) aus dem Jahr 1984 wird am 24.7.2003 im Düsseldorfer museum kunst palast ausgestellt. Rund 180 Werke des Fluxus-Künstlers, für den die Kreativität allemal wichtiger war als das beeindruckende Kunstwerk werden vom 26. Juli bis 9. November 2003 gezeigt. (picture-alliance / dpa / DB Daniel Löb)

Aus einer Utopie des Fluxuskünstlers Robert Filiou wurde Tradition: Seit über 50 Jahren feiern Menschen weltweit den 17. Januar als Geburtstag der Kunst. Seit zehn Jahren ist die Ars Acustica Gruppe ein fester Bestandteil dieser "Fête permanente".Mehr

UrsendungA Treatise Remix
Ausschnitt der Partitur von Christopher Williams

In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die klassische Notenschrift für einige Komponisten zu starr und sie begannen, mit dem Notenbild zu experimentieren. Ein Pionier der graphischen Notation ist der britische Komponist Cornelius Cardew. Mehr

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Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 02.11.2012

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Reihe "Formatwandel" (Ursendung)

Von Johannes S. Sistermanns

Blick auf ein Mischpult (Stock.XCHNG)
Blick auf ein Mischpult (Stock.XCHNG)

"Wir übertragen ein Wissen auf etwas, sprechen ihm Sein und Bedeutung zu: Damit wird alles degradiert zu Bedeutungsträgern, Stoffen, bloßen Materialien und Projektionsflächen."

(Franz Xaver Baier)

"loshören" ist eine Absage an den Sinn, die Bedeutung und an die motivierte Form. Der Musiker und Komponist Johannes S. Sistermanns will nicht vermitteln und nicht erzählen. Sein akustisches Ausgangsmaterial hat er ohne konkretes Ziel zusammengesucht und mit automatisierten Verfahren bearbeitet. Für ihn liegt jenseits vom Sinn nicht etwa der Unsinn, sondern die Mehrdeutigkeit.

Ein Stück, das in der Schwebe bleibt und gerade dadurch unmittelbar und in all seinen Facetten erfahrbar ist.


Fello-Sensor Technik: Andi Otto
Soundalike-Design: Michael Iber
Produktion: DKultur 2012
Länge: ca. 50"


Johannes S. Sistermanns, wurde 1955 in Köln geboren und ist Komponist und Klangkünstler. Er gewann zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Karl-Sczuka-Förderpreis 1997 und den deutschen Klangkunst-Preis 2008. Er realisierte über 50 Hörstücke. DKultur produzierte zuletzt "im klangrand"(2009).

Reihe "Formatwandel" - Kunst mit UKW:LP:CD:mp3 - <br> Hörspielreihe im Deutschlandradio Kultur