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03.05.2015, 00:05 Uhr Literatur
Richtige Literatur im Falschen?
Lässt sich literarisch über den globalen Kapitalismus schreiben?
Von Jörg Plath

Bericht über ein öffentliches Symposium am 17./18.04.2015 im Berliner Literaturforum im Brecht-Haus
Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise, der zunehmend ungleich verteilte Reichtum, der Klimawandel, die Endbarkeit der Ressourcen, die globalen Handelsbeziehungen mit Sklaven- oder Kinderarbeit, die steigende Belastung derer, die in Lohn und Brot sind, und die Ausgrenzung derer ohne Arbeit - all das sind eher selten Themen von Romanen, Erzählungen und Gedichten. Woran liegt das? Wollen Schriftsteller heute keine politische Literatur schreiben? Oder verstehen sie die hoch komplexen Probleme gar nicht (womit sie nicht allein wären)? Lässt sich von ökonomischen und gesellschaftlichen Abstrakta überhaupt literarisch ambitioniert erzählen? Eine Tagung in Berlin fragt nach der Rolle von Schriftstellern und Literatur im globalen Kapitalismus.

Buchkritik

Erzählungen von Ismail KadareParabeln über den albanischen Alltag
Die Flagge von Albanien (dpa / picture-alliance / Tim Brakemeier)

Um die Atmosphäre der Denunziation und Gewalt im kommunistischen Albanien darzustellen, wich der Schriftsteller Ismail Kadare oft in andere Epochen aus. In den drei unter dem Titel "Schleierkarawane" neu aufgelegten Erzählungen aus den 1980er-Jahren ist es das Osmanische Reich, zu dem Albanien bis 1912 gehörte.Mehr

Neuer Roman von Siri HustvedtIm Korsett Frau fast erstickt
Die US-amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt posiert am 15. November 2011 in Barcelona. (picture alliance / dpa / Alejandro Garcia)

Der neue Roman von Siri Hustvedt "Die gleißende Welt" spielt in der New Yorker Kunstwelt. Im Fokus eine begabte Künstlerin, die Ehefrau eines Kunsthändlers ist, lange ihr Licht unter den Scheffel stellt, sich versucht daraus zu befreien, scheitert und zerbricht. Mehr

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Literatur

Sendung am 10.05.2015 um 00:05 UhrSendung am 03.05.2015 um 00:05 UhrSendung vom 26.04.2015
Andromedagalaxie, aufgenommen am 27.10.2010 (picture alliance / dpa  / Nasa)

Ein literarischer RaumflugWort und Weltall

Rainer Maria Rilke und Vladimir Nabokov haben über Sterne und Schwerelosigkeit geschrieben, bevor sie erkundet wurden, William Carlos Williams und Allen Ginsberg sind mittels Sprache zum Mond gereist. Was passiert bei der Begegnung mit dem Weltall? Und: Wie drückt der Mensch das aus?

Sendung vom 19.04.2015Sendung vom 12.04.2015
Der russische Schriftsteller Jewgeni Jewtuschenko bei einem Vortragsabend 1963 in München (dpa / picture alliance / Gerhard Rauchwetter)

SystemkonkurrenzRussische Literatur im Kalten Krieg

Die Rezeption der russischen Literatur im deutschsprachigen Raum war von Anfang an mehr durch politische als durch ästhetische Erwägungen geprägt. Mit der Teilung Europas verschärfte sich dies noch einmal.

Sendung vom 05.04.2015Sendung vom 29.03.2015Sendung vom 22.03.2015
Die Kathedrale der Heiligen Maria in der spanischen Hafenstadt Palma, der Hauptstadt der Baleareninsel Mallorca. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)

Schriftsteller im Exil auf MallorcaDer Tod im Inselgarten

Viele deutsche Schriftsteller und Künstler flohen vor Hitler nach Mallorca und wähnten sich hier in Sicherheit. Anhand von literarischen Texten, Interviews und bislang unbekannten Archiv-Dokumenten erzählen Daniel Guthmann und Christian Buckard deren bewegende Geschichte.

Sendung vom 14.03.2015Sendung vom 08.03.2015Sendung vom 01.03.2015Sendung vom 22.02.2015
Johannes Willms , aufgenommen am 09.10.2014 auf der 66. Frankfurter Buchmesse in Frankfurt am Main (Hessen). (picture alliance / dpa-Zentralbild)

Französische RevolutionTugend, Terror, Traumfabriken

Ein deutsch-französisches Gespräch über Freiheit und Blut, über Tragödie und Farce, über Politik und Gedächtnisräume. Gäste sind der Historiker Johannes Willms, Autor des Buchs "Tugend und Terror", sowie die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy.

Sendung vom 15.02.2015
Stephen King zeigt bei einer Lesung in Hamburg sein Buch "Doctor Sleep"  (picture alliance / dpa / Maja Hitij)

Abgründe der LiteraturLob der Angst

Der moderne Horror hockt in den Rissen des Lebens. Er spielt sich nicht mehr − wie noch bei "Dracula" − in beruhigender Ferne ab, sondern im Alltag. Wir machen Ausflüge zu den Nachtseiten der Literatur mit Elfriede Jelinek, Georg Klein, Stephen King, Paul Auster und Doris Lessing.

Sendung vom 08.02.2015Sendung vom 01.02.2015
Das erste Bild der sieben Streiche von Max und Moritz, erdacht und gezeichnet von Wilhelm Busch, aufgenommen am 11.09.2014 in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen (Nordrhein-Westfalen). Die Ausstellung "Streich auf Streich" "150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz". (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)

"Max und Moritz" wird 150Rache tut not!

Wilhelm Busch ist der "große deutsche Humorist". Seine Bildergeschichten sind zum Hausschatz von uns Deutschen geworden, allen voran "Max und Moritz". Eine Exkursion durch seinen Dschungel der Grausamkeiten in sieben Streichen.

Sendung vom 25.01.2015Sendung vom 18.01.2015Sendung vom 11.01.2015Sendung vom 04.01.2015
Egon Erwin Kisch (1885-1948) (imago/CTK Photo)

Egon Erwin KischSo nah, so fern, so funkelnd

"Der Rasende Reporter", das war in den 1920er Jahren der berühmte Prager Journalist Egon Erwin Kisch. Seine Nachfolger: Karl-Markus Gauß, P.J. O'Rourke und Marie-Luise Scherer zeigen anhand ihrer Reportagen aus nahen Städten und unbegreiflichen Orten in aller Welt, wie viel Kunst dazu gehört, nackte Realität in literarische Wahrheit zu verwandeln.

Sendung vom 02.01.2015
Der Schriftsteller Max Brod am 27. Juni 1964 in Prag. (dpa / picture alliance / )

Max BrodGeschäftige Goethenatur

Man kennt ihn als Kafkas Freund, weniger als erfolgreichen Autor von fast hundert Büchern: Max Brod. Nun liegt im Wallstein Verlag eine neue, umfangreiche Auswahlausgabe vor. Eine gute Gelegenheit, Max Brod wiederzuentdecken.

Sendung vom 01.01.2015
Stewart O'Nan (picture alliance / dpa / Zucchi)

Stewart O'NanEine zweite Chance

"Die Chance" heißt der jüngste Roman des Amerikaners Stewart O'Nan. Es ist eine Erzählung über die Liebe und über das Glück, über die Hoffnung und über zweite Chancen.

Sendung vom 31.12.2014
Undatierte Aufnahme des deutschen Schriftstellers Uwe Johnson. Am 23. Februar 1984 starb der Autor in Großbritannien.  (picture alliance / dpa )

Korrespondenz"Mit herzlichen Grüßen, euer Ossian"

Seit dem Erscheinen seines Debüts "Mutmaßungen über Jakob" 1959 gehört Uwe Johnson zu den bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren. In seinen Briefen begegnet man ihm von einer unbekannten Seite.

Die Schriftsteller Uwe Johnson, rechts, und Max Frisch, links.  (AP Archiv)

"Mit herzlichen Grüßen, euer Ossian"

Ossian wurde Uwe Johnson im Leipziger Freundeskreis genannt. Mit diesem Spitznamen unterschrieb er Mitte der 70er-Jahre einen Brief an das "Haus Baumgärtner", in dem er von seiner Reise in jene deutsche Republik berichtet, die er 1959 verlassen hatte, weil sein in Leipzig geschriebener Roman "Mutmassungen über Jakob" nur in Frankfurt am Main gedruckt wurde.

Sendung vom 28.12.2014
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