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01.02.2015, 00:05 Uhr Literatur
"Rache tut not!"
Wilhelm Busch gegen den Strich
Von Dagmar Just

"Max und Moritz" - der Kinderbuchklassiker des Großvaters der Graphic Novel und Namensgeber des begehrten deutschen Comic-Preises wird 150.
Alle Welt kennt ihn: Wilhelm Busch. Er ist der "große deutsche Humorist". Seine Verse gehören zum goldenen Zitatenschatz, seine Bildergeschichten sind zum Hausschatz von uns Deutschen geworden, allen voran 'Max und Moritz'. Das Buch kam schon zu Lebzeiten des Autors auf 56 Auflagen, 1937 wurde die Auflagenzählung eingestellt. Jetzt feiert es sein 150. Jubiläum, ist inzwischen in über 280 Sprachen und Dialekte übersetzt. Ein internationaler Kinderbuchklassiker, Großvater der Graphic Novel und Namensgeber des begehrten deutschen Comic-Preises. Wieso? Was erklärt diese schon anderthalb Jahrhunderte anhaltende Popularität? "Buschs Figuren leben etwas aus, was man als Kind oder manchmal auch als Erwachsener gern täte, aber sich nicht traut" - dies die gemütliche Antwort der Direktorin des Wilhelm-Busch-Museums. Die ungemütliche: Seine Geschichten sind Laboratorien des Horrors, überzuckert mit einem infernalischen Humor. Exkursion durch seinen Dschungel der Grausamkeiten in sieben Streichen.

Buchkritik

Winston Churchill Porträt eines ehrgeizigen Exzentrikers
Der britische Staatsmann Sir Winston Churchill (1874-1965) grüßt aus einem Fahrzeug heraus mit der für ihn typischen Geste, dem Victory-Zeichen.

Winston Churchill gilt nicht nur als bedeutendster britischen Politiker des 20. Jahrhunderts. Er konnte auch geschickt mit Worten umgehen und bekam 1953 den Literaturnobelpreis. Thomas Kielinger hat eine amüsante Biografie über ihn geschrieben.Mehr

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Egon Erwin KischSo nah, so fern, so funkelnd

"Der Rasende Reporter", das war in den 1920er Jahren der berühmte Prager Journalist Egon Erwin Kisch. Seine Nachfolger: Karl-Markus Gauß, P.J. O'Rourke und Marie-Luise Scherer zeigen anhand ihrer Reportagen aus nahen Städten und unbegreiflichen Orten in aller Welt, wie viel Kunst dazu gehört, nackte Realität in literarische Wahrheit zu verwandeln.

Sendung vom 02.01.2015
Der Schriftsteller Max Brod am 27. Juni 1964 in Prag.

Max BrodGeschäftige Goethenatur

Man kennt ihn als Kafkas Freund, weniger als erfolgreichen Autor von fast hundert Büchern: Max Brod. Nun liegt im Wallstein Verlag eine neue, umfangreiche Auswahlausgabe vor. Eine gute Gelegenheit, Max Brod wiederzuentdecken.

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