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Lesart | Beitrag vom 01.02.2016

Lesetipps der LiteraturredaktionFünf Bücher, die Sie nicht verpassen sollten

Plastiken von Martin Luther des Künstlers Ottmar Hörl stehen 2010 auf der Kunstmesse St-Art in Straßburg am Stand der Berliner Galerie Maisenbacher. (dpa / picture alliance / Rolf Haid)
Martin Luther empfahl die Bibel - unsere Literaturredaktion lobt fünf neuere Bücher. (dpa / picture alliance / Rolf Haid)

Jeden Monat veröffentlicht Deutschlandradio Kultur eine Liste mit fünf Buchempfehlungen. Eine Auswahl der besten Neuerscheinungen, zusammengestellt von unserer Literaturredaktion. Dieses Mal dabei: Navid Kermanis Reportage über den Flüchtlingstreck "Einbruch der Wirklichkeit".

Sam Hawken: "Kojoten"
Übersetzt von Karen Witthuhn, Polar Verlag/Hamburg 2015, 390 Seiten, 14,90 Euro
Ein namenloser Toter im Grenzland zwischen Mexiko und den USA, eine junge Frau aus El Salvador, die auf dem Weg in den Norden ist, und ein Schleuser, der verzweifelt ein neues Leben anfangen will: Der Amerikaner Sam Hawken erzählt eine atmosphärisch dichte Geschichte über eine wüste Landschaft, in der jeder Mensch ein Flüchtling ist. Spannend. Berührend. Und sehr aktuell.

Navid Kermani: "Einbruch der Wirklichkeit. Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa"
C. H. Beck/München 2016, 96 Seiten. 10,00 Euro
Zu Fuß, auf Booten und in Bussen: Tausende von Menschen ziehen auf der "Balkanroute" Richtung Deutschland und nehmen Unmenschliches auf sich. Navid Kermani ist den Spuren der Flüchtlinge gefolgt, gegenläufig, von Nord nach Süd. Gegen den Strom! So fallen auch seine Beobachtungen aus: konkret, unaufgeregt, ganz nah an den Menschen.

Rick Riordan: "Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen"
Übersetzt von Gabriele Haefs, Carlsen/ Hamburg 2016, 496 Seiten, 16,99 Euro
Hier plaudert ein Halbgott – und das so gelungen, unterhaltsam und frech, dass es eine wahre Freude ist. Percy Jackson, Held der erfolgreichen Jugendbuchserie, macht damit Gustav Schwab ernsthafte Konkurrenz. Spätestens wenn er den Mord an Uranos als fiesen Low-Budget-Horrorfilm beschreibt, ist klar: Die griechischen Götter sind im Heute angekommen.

Miek Zwamborn: "Wir sehen uns am Ende der Welt"
Übersetzt von Bettina Bach, Nagel & Kimche/Zürich 2015, 271 Seiten. 22,90 Euro
Ein Mann verschwindet nach einem Ausflug in die Alpen. Seine Freundin sucht nach ihm, wandert gemeinsame Lieblingsrouten ab, erforscht die Schichten seiner Persönlichkeit – und entdeckt dabei einen anderen Menschen. Ein wunderbares Buch über Berge und über die Kunst der Erinnerung: innig und tröstend.

Randall Munroe: "Der Dinge-Erklärer. Thing Explainer. Komplizierte Sachen in einfachen Worten"
Übersetzt von Ralf Pannowitsch und Benjamin Schilling, Knaus/München 2015, 72 Seiten, 24,99 Euro
Ein Buch für alle, die wissen wollen, wie das Innenleben eines Computers oder einer Geschirrspülmaschine aussieht. Denn keiner kann Technik und Naturwissenschaft verständlicher erklären als dieser ehemalige NASA-Roboter Ingenieur. Das liegt an seiner kruden Mischung aus Wort, Witz und Wissenschaft – und an seinen liebevollen Zeichnungen. 

Unsere Buchempfehlungen als PDF zum Download

Mehr zum Thema

Navid Kermani - Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa
(Deutschlandfunk, Kulturfragen, 31.01.2016)

Navid Kermani: "Einbruch der Wirklichkeit" - Aus Thesen werden Menschen
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 25.01.2016)

Sam Hawken: "Kojoten" - Tote, die meist namenlos bleiben
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 06.01.2016)

"Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen" - Antike trifft Jugendsprache
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 26.01.2016)

Miek Zwamborn: "Wir sehen uns am Ende der Welt" - Das Gebirge als Suchbild
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 23.01.2016)

Randall Munroe: "Der Dinge-Erklärer" - Komplizierte Dinge einfach erklärt
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 08.01.2016)

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Yves Petry: "In Paradisum"Mann beißt Mann
US-Schauspieler Anthony Hopkins als Dr. Hannibal Lecter trägt im Film "Roter Drache" eine Gesichtsmaske mit Beißschutz (undatiertes Szenenfoto). Der Kannibale Hannibal Lecter führt die Liste der Film-Bösewichte an. Insgesamt 100 «Heroes» (Helden) und «Villains» (Bösewichte) Hollywoods sind am 3.6.2003 im US-Fernsehen vorgestellt worden. Das American Film Institute präsentierte das Ergebnis einer Umfrage unter 1500 Schauspielern, Regisseuren und Kritikern, die aus einer Liste von 400 Filmcharakteren ihre Wahl treffen konnten. (picture alliance/dpa/dpa-film Uip)

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