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Lesart / Archiv | Beitrag vom 03.02.2013

Lektüretipp

Der Buchhistoriker und Publizist Uwe Jochum empfiehlt "Pnin" von Vladimir Nabokov

Vladimir Nabokov (1899-1977) (AP)
Vladimir Nabokov (1899-1977) (AP)

Vladimir Nabokov erzählt die Geschichte eines Exilrussen, der sowohl privat, als auch beruflich scheitert. Der Roman "Pnin" ist Uwe Jochums Lektüretipp - trotz der tragischen Geschichte, die er erzählt. Aus einem einfachen Grund.

"Ich lese im Augenblick von Vladimir Nabokov den Roman "Pnin", der unmittelbar nach "Lolita" erschienen ist. Vladimir Nabokov selbst meinte, "Lolita" sei sein bestes Buch, ich persönlich finde, "Pnin" ist sein schönstes Buch.

Es ist deshalb so ungeheuer schön, weil es ihm gelingt, in diesem Buch von einem Exilrussen zu erzählen, der an einem amerikanischen College als Hochschullehrer Russisch lehrt und im Grunde ein komplettes Scheitern erleben muss, sowohl als Hochschullehrer, als auch privat. Und es ist wunderbar an diesem Buch, wie es Nabokov gelingt, warmherzig zu sein – in keinem anderen seiner Bücher ist er warmherzig, in "Pnin" ist er es –, und man kann dort lesen, wie es schön ist, zu scheitern im Leben!"

Cover Vladimir Nabokov "Pnin" (Rowohlt Verlag)Cover Vladimir Nabokov "Pnin" (Rowohlt Verlag)Vladimir Nabokov: "Pnin"
Übersetzt von Dieter E. Zimmer
Rowohlt Verlag, Reinbek 1999
300 Seiten, 8,99 Euro

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