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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 19.04.2010

Leicht gesagt, schwer getan

Erziehung zur Demokratie

Von Hannegret Biesenbaum

In der Schule sollten Kinder lernen, was Demokratie bedeutet. (AP)
In der Schule sollten Kinder lernen, was Demokratie bedeutet. (AP)

Alle vier Jahre sind Bundestagswahlen, und immer weniger Menschen gehen hin. Höchste Zeit also, um über die Zukunft der Demokratie nachzudenken. Denn die ist ohne Demokraten nicht zu machen. Die Demokraten von morgen, das sind die Kinder von heute, - Kinder, die heute noch in die Kita oder in die Schule gehen. Dort also müssen die Kompetenzen gelegt werden, die sie später, im Alltag der Demokratie, brauchen.

Doch das deutsche Schul-Modell hat viel mit Hierarchie und Pauken zu tun und wenig mit Begeisterung. Unter diesen Umständen wird politische Bildung zum passiven, trägen Zuschauerwissen. Wie können Kinder lernen, was zum Kern der Demokratie gehört: das friedliche und respektvolle Aushandeln von Meinungsverschiedenheiten und Interessengegensätzen? Und bringen Kinder aus bildungsfernen Familien, die zu Hause womöglich nur autoritäre Verhaltensweisen kennen lernen, die geeigneten Fähigkeiten für demokratische Aushandlungsprozesse mit?


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