Seit 16:05 Uhr Echtzeit
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 16:05 Uhr Echtzeit
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 31.12.2014

Lebensführung Glücksforscher empfiehlt Perspektivwechsel

Karlheinz Ruckriegel im Gespräch mit Elke Durak

Feuerwerk 2015 (picture alliance / dpa / Carmen Jaspersen)
Jeder kann etwas tun für sein persönliches Glück (picture alliance / dpa / Carmen Jaspersen)

Der Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel empfiehlt zum neuen Jahr 2015 einen positiven Blick auf das eigene Leben. Dabei könne ein Dankbarkeitstagebuch hilfreich sein.

"Glück im Sinne von subjektiven Wohlbefinden kann man schon bewusst anstreben", sagte der Volkswirtschaftsprofessor von der Technischen Hochschule Nürnberg im Deutschlandradio Kultur. Dafür empfehle es sich, Ziele zu setzen, die einerseits realistisch seien und andererseits werthaltig. "Hier denke ich insbesondere an Dinge wie persönliches Wachstum, wie zwischenmenschliche Beziehungen, aber auch wie Beiträge zur Gesellschaft."  Außerdem sei es wichtig, in seinem täglichen Lebens die Art zu denken zu verändern und mehr in Sinne der Dankbarkeit zu leben. Es sei gut, sich bewusst zu machen, was im Leben alles Positives geschehe.

Zufriedene Mitarbeiter sind in Unternehmen produktiver

Für die Volkswirtschaft ist die Glücksforschung ein wichtiger Forschungszweig. "Wenn man das auf die Unternehmen bezieht, dann ist es natürlich auch klar, dass belegen mittlerweile eine Vielzahl von Studien und es ist eigentlich gesunder Menschenverstand, dass zufriedene, glückliche Mitarbeiter natürlich auch im Unternehmen gern sind, sich engagieren, loyaler sind, kreativer sind, produktiver sind", sagte Ruckriegel.

Weg von einem "Negativ-Bias"

Der Glücksforscher empfiehlt, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. "Dann werden Sie sehen, dass im Lauf der Zeit, wenn Sie das zwei, drei mal die Woche so über zwei, drei Monate machen, dass sich im Laufe der Zeit auch ihre Sichtweise des Lebens realistischer darstellt", sagte er. Die Menschen lebten zu stark mit einem "Negativ-Bias", was bedeute, dass sie negative Dinge stärker wahrnähmen als die positiven. "Durch dieses Dankbarkeitstagebuch kann man das einigermaßen geraderücken." Ruckriegel sagte, er führe selbst so ein Tagebuch, wenn auch virtuell. Da er sich mit diesen Themen schon seit 2005 beschäftige, habe das auch in seiner persönlichen Art des Lebens seinen Niederschlag gefunden. "Und ich bin damit sehr gut gefahren", so der Glücksforscher.

Mehr zum Thema:

Astrologie - Verantwortung abschieben an die Sterne
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 31.12.2014)

Die guten Vorsätze - Neues Jahr, neues Glück
(Deutschlandradio Kultur, Nachspiel, 28.12.2014)

Interview

Hofer provoziert Van der BellenDie Kunst der Lüge
Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen vor dem TV-Duell. (AP / Ronald Zak)

Radikalisierung und Verrohung der Sprache - so analysiert der Kulturwissenschaftler und Ökonom Walter Ötsch den Wahlkampf um das Bundespräsidentenamt in Österreich. FPÖ-Kandidat Norbert Hofer habe mit seiner "Crash-Rhetorik" und absurden Vorwürfen dazu beigetragen. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur