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Feiertag / Archiv | Beitrag vom 04.12.2011

Lara, Maxi, Johannes und Jesus

Vom Wert und Zauber des Namens

Von Otmar Schulz

Welche Bedeutung hat die Namensgebung für ein Kind? (Skf Krefeld)
Welche Bedeutung hat die Namensgebung für ein Kind? (Skf Krefeld)

Anders als es die Bibel bei der Namensgebung von Johannes oder Jesus erzählt, dürften die wenigsten unserer Namen direkt göttlichen Ursprungs sein. Aber einen erheblichen Wert und eine große Bedeutung, ja einen regelrechten Zauber haben alle unsere Namen, meint Otmar Schulz – ganz gleich ob Lara und Maxi oder Johannes und Jesus.

Bei jedem unserer Kinder haben wir lange überlegt, wie es denn wohl heißen soll, wenn es erst einmal auf der Welt ist. Da wir damals nicht wussten, ob wir ein Mädchen oder einen Jungen erwarten, haben wir uns doppelt vorbereitet. Vielen Eltern ist es ganz ähnlich ergangen. Wesentlich leichter scheint die Namenswahl heute immer noch nicht geworden zu sein, obwohl werdende Eltern wissen können, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen erwarten. Die Beratungsstellen für Vornamen an der Universität Leipzig und bei der Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden sind mehr als ausgebucht, wie die Eltern sich intensiv Gedanken machen.

Früher standen die Namen von Heiligen und bedeutenden Herrschern Pate bei der Wahl der Namen. Das spielt heute kaum noch eine Rolle. Aber wichtige Verwandte sollten schon berücksichtigt werden, meinen manche. Oder die Vornamen der auserkorenen Taufpatinnen und Taufpaten. Wenigstens der zweite Name sollte von ihnen stammen.

Andere Eltern kümmern solche Überlegungen wenig. Sie greifen nach den Namen von Filmstars oder Pop-Größen, von prominenten Sportlern oder beliebten Musikern.
Wohl kaum jemand hat es mit dem Namensuchen so leicht wie die Cousinen Maria und Elisabeth; zwei Frauengestalten der Bibel, die in der Adventszeit eine besonders herausragende Rolle spielen. Ihnen ist der Erzengel Gabriel höchst persönlich behilflich beim Namensuchen. Elisabeths Mann Zacharias arbeitet als Priester im Tempel. Von ihm wird berichtet:

"Ihm erschien aber ein Engel des Herrn, und stand zur Rechten des Räucheraltars. Und als Zacharias ihn sah, wurde er bestürzt, und Furcht überkam ihn. Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist erhört, und Elisabeth, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen" (Lukas 1,11-13).

Nun ist Zacharias nicht mehr der Jüngste. Er kann nicht glauben, dass er noch Vater werden soll. Er lacht den Engel Gabriel aus. Woraufhin der Engel zornig wird und ihn mit Verstummen bestraft. Ein Desaster für einen Priester. Erst als Zacharias nach der Geburt seines Sohnes auf einem Täfelchen schriftlich bestätigt, dass der Junge "Johannes" heißen soll, wird die Strafe von ihm genommen. Zacharias kann wieder reden und seines Amtes walten. "Johannes" heißt dementsprechend übersetzt soviel wie "Gnadengeschenk Gottes". Auch der Maria wird durch den Erzengel Gabriel verordnet, wie ihr Sohn heißen soll.

"Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt von Galiläa, mit Namen Nazareth gesandt, zu einer jungen Frau, die einem Mann namens Josef, aus dem Haus Davids, verlobt war, und ihr Name war Maria. Und er kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, Begnadete. Der Herr ist mit dir. Sie aber wurde bestürzt über dieses Wort und überlegte, was das für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird über das Haus Jakobs herrschen in Ewigkeit und seines Königreichs wird kein Ende sein." (Lukas 1,26–33)

Maria und Elisabeth besuchten einander während der Schwangerschaft. Und vermutlich haben sie da auch über die Namen der Kinder geredet, die in ihnen heranwuchsen.

Warum sind Namen eigentlich so wichtig? Sind sie nicht "Schall und Rauch"? Oder muss man doch sagen: "Nomen est omen", also frei übersetzt: "Der Name ist Programm"?
Der Zürcher Psychoanalytiker Peter Widmer hat vor einem Jahr ein Buch herausgebracht mit dem Titel: "Der Eigenname und seine Buchstaben". Darin beschreibt er unter anderem, wie der Name den "Kern des Psychischen" bildet. Der eigene Name ist das erste, was das Kind, lange bevor es selbst sprechen kann, vor allem von seiner Mutter hört. Das Kind merkt langsam, noch bevor es "ich" sagen: "Dieser Name, das bin ich selbst." Das geschieht vor allem, wenn die Mutter mit dem Kind im Arm vor dem Spiegel steht und fragt: "Ei, wer ist denn das?"

Gebrochen erst, dann immer deutlicher wiederholt der kleine Mensch seinen Namen. Zuerst in der dritten Person - die Mutter hält die Tochter vor dem Spiegel auf dem Arm; sagt die Kleine: "Anna da!", dann in der ersten Person: "Ich, Anna!". Der kleine Mensch zieht den Namen langsam an wie ein enges Kleidungsstück. Der Name gehört dann untrennbar zu ihm. Seine Einmaligkeit, seine Einzigartigkeit, seine Individualität werden in diesem Namen ausgedrückt.

Und in diesem Namen stecken natürlich auch die Hoffnungen, die Erwartungen und sicher auch die Ansprüche, die die Eltern mit der Wahl des Namens verbunden haben. Ein großer Gelehrter soll der Sohn einmal werden, darum heißt er Alexander, frei nach Alexander von Humboldt. Oder ein Fußballer, der von sich reden macht, also heißt er Ronaldo oder Mesut. Oder das Mädchen soll einmal so "bild"-hübsch werden wie die Mona Lisa, also heißt die Kleine Mona oder auch Lisa, was übrigens eine Abkürzung von Elisabeth ist. Und Elisabeth heißt aus dem Hebräischen übersetzt "mein Gott hat geschworen" – er hat ihr nämlich den Sohn Johannes versprochen.
Die Vornamen verraten nicht nur Erwartungen der Eltern, sondern sie sind häufig auch "Ausdruck des Lebensstils, des Wertesystems und des kulturellen Hintergrunds der Eltern", hält der Leipziger Namensforscher Peter Ernst fest.

Arm dran waren zum Beispiel eine zeitlang alle, die Kevin heißen. Für eine Studie der Universität Oldenburg über den Einfluss des Vornamens auf die Bildungschancen eines Kindes schrieb einer der befragten Lehrer auf seinen Fragebogen: "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose". Entsprechend lief bei YouTube ein Video, auf dem zusehen war, wie ein Busfahrer vor Beginn der Reise in den Bus hineinruft: "Heißt hier jemand Kevin?" Ganz hinten meldet sich ein Junge. Darauf der Busfahrer: "Sofort nach vorne kommen, damit ich Dich unter Kontrolle habe, oder besser noch gleich aussteigen!" Beide, der Lehrer wie der Fahrer, zeigen deutlich ihre Vorurteile. "Kevins" stammen nun mal in der Regel aus sozial schwachen Familien. Entsprechend sind die Vorurteile. Das ist so, seit "Kevin" im Jahr 1991 der Spitzenreiter unter den beliebtesten Vornamen wurde. Ein Jahr zuvor war die Filmkomödie "Kevin allein zu Haus'" in den USA angelaufen und bald auch in Deutschland zu sehen. Aber wer weiß schon, dass "Kevin" aus dem Altirischen stammt und soviel heißt wie "anmutig" oder "schön von Geburt" und dass es unter den Iren einen Heiligen namens "Kevin von Glendalough" gibt.

Die Vorurteile über "Kevin" oder "Mandy" oder "Chantal" und ähnliche eher schichtspezifische Vornamen mögen durch Einzelbeobachtungen bestätigt werden. Sie sind dennoch zu hinterfragen wie alle Vorurteile.
In einem Internet-Blogbeitrag, also einer Art Tagebuch im Internet, schrieb eine Lehrerin:

""Ich bin Lehrerin, und ja, natürlich habe ich Vorurteile. Diese beruhen aber auf Erfahrungswerten. Wenn man schon drei extrem stressige Kevins hatte, begegnet man dem vierten mit Skepsis. Dann lass ich die erste Mathearbeit schreiben, und Kevin Nr. 4 macht das richtig gut. In dem Moment schmunzele ich doch höchstens noch über den Namen. Der schlaueste Schüler, den ich je hatte, hieß übrigens Marvin."1 "

Und Marvins waren ja eben so verdächtig wie Kevins. Es ist mitunter nicht leicht, seine Vorurteile lächelnd über den Haufen zu werfen.

Warum sind Namen so wichtig? Wie bereits angedeutet: Namen wirken mit an unserer Identität, an unserer Individualität. Durch unsere Namen werden wir identifizierbar.

Das war einer der stolzesten Momente in meinem Leben: Ich stelle mich jemandem vor und nenne meinen Namen. Daraufhin mein Gegenüber: "Der Otmar Schulz?" Als ich das Kompliment schmunzelnd zurückweise, fährt er fort: "Doch ja, ich habe im Gesangbuch Lieder von Ihnen gesehen. Und Artikel habe ich auch von Ihnen gelesen, und im Radio habe ich Andachten von Ihnen gehört und..." "Schon gut, schon gut", wiegele ich ab. Gut getan hat mir das Lob natürlich trotzdem. Genau wie vor 60 Jahren, als ich meinen Namen zum ersten Mal gedruckt sah. Die Westdeutsche Allgemeine hatte über eine Theateraufführung unseres Schülertheaters berichtet, an der ich als jüngster mitgewirkt hatte, und das auch nur, weil ich recht gut singen konnte. Wenig später stand mein Name sogar dick auf Plakaten. Doch, doch, das hat meiner Eitelkeit schon geschmeichelt. Der Name – das war ich selbst!

Unsere Namen heben uns heraus aus den vielen anderen, machen uns auffindbar in der Gattung "Mensch". Genau wie in der Gattung "Engel" ganze sieben als "Erzengel" aus den "himmlischen Heerscharen" herausgehoben sind, wovon wir wiederum lediglich vier mit Namen kennen. Die aber sind sehr bedeutsam: Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Dabei deutet die Endsilbe "– el" im Hebräischen an, dass sie eng zu Gott gehören. Denn "El" ist im Hebräischen Teil des Gottesnamens Und so heißt Michael etwa übersetzt: "Wer ist wie Gott", Gabriel: "Meine Stärke ist Gott" und Raphael - "Gott heilt". Raphael ist übrigens nur im Buch Tobit, einer Spätschrift des Alten Testaments, erwähnt; er ist der Engel, der das Gebet von Tobit hört (Tob 3,16), ihn auf seiner Reise begleitet und dessen Vater heilt, daher der Name des Engels. Bleibt noch der relativ unbekannte Uriel, dessen Name bedeutet: "Feuer Gottes" oder "Gott ist mein Licht". Er gilt als der Engel, der den Menschen göttliche Geheimnisse offenbart.

Namen heben heraus aus einer Gattung. Namen machen identifizierbar. Nicht nur in der Gattung "Engel" und in der Gattung "Mensch", nein, auch in der Gattung "Tier". Haustiere, Hunde etwa, haben selbstverständlich einen Namen. Mein Hund "Plato" ist in unserem Dorf bekannter als ich, eben bekannt wie ein bunter Hund. Auch Pferde haben Namen oder sogar Hühner. So sind sie mit ihren Eigenarten für ihre Besitzer etwas Besonderes. Heute bekommen auch Schiffe und Züge einen Namen, und Plätze, Schulen und Kirchen sowieso. Der "Willy-Brandt-Platz", die "Käthe-Kollwitz-Schule", die "Marienkirche" – alle sind so unverwechselbar und bekannter als die Straßen drum herum. Meist sind Gefühle und Erinnerungen mit ihnen verbunden. Das macht sie bedeutend und wertvoll.

Die meisten Menschen sind brennend daran interessiert, zu erfahren, was denn ihre Vornamen bedeuten, und woher ihre Nachnamen stammen. Dafür liefert Ulla Fix, früher Professorin in Leipzig, einen interessanten Beleg:

""Als Praktikantin war ich in einer Schule, die - wie sicher die meisten Schulen - ihre Problemklasse hatte: Dreizehnjährige, die schwer in den Griff zu bekommen waren. Dort hatte ich als Anfängerin zu unterrichten. In meiner Not fiel mir, die ich gerade mit höchstem Interesse ein Seminar zur Namensgeschichte besucht hatte, Folgendes ein: Jedes mal, wenn eine Unterrichtsstunde gut gelaufen sein würde – so versprach ich – würde ich zu Beginn der nächsten Stunde die Familien- und Vornamen zweier Schüler erklären. Es klappte tatsächlich. Niemand benahm sich mehr daneben. Jeder wollte etwas über seine Namen wissen. Wie ich erfuhr, waren auch die Familien der Schüler neugierig auf diese Informationen. Die Namenserklärung war für die unerfahrene Praktikantin die Rettung in einer schwierigen Situation. Und für die Schüler war sie ein Stück Selbstfindung."2"

Für die Psychologen unter den Namensforschern gilt der Vorname als jener Teil des Namens, der vor allem durch die Mutter vermittelt wird, die damit entscheidend zur Selbstfindung ihres Kindes beiträgt. Der Familienname hingegen gilt stärker als Anteil des Vaters am Gesamtnamen. Die "Zunamen" oder auch "Hausnamen" oder "Nachnamen" kamen in einer Zeit auf, als die Dörfer wuchsen und hier und da zu Städten wurden und es nicht mehr reichte zu sagen, ein Mensch heiße Georg oder Otto, denn plötzlich gab es zu viele Georgs und Ottos und Hildegards und Annas. Das begann etwa um 900 bis 1000 nach Christi Geburt. Da musste man schon hinzufügen, hier handele es sich um Otto, den Schneider, oder um Georg, den Schäfer. Und entsprechend waren die Berufe ausschlaggebend für die Gestaltung der "Haus"-Namen, also all der Personen, die in einem Haus wohnten und zu einer Familie gehörten. Um 1500 etwa war der Prozess der Namensfindung im Großen und Ganzen abgeschlossen. Die Nachnamen waren im Wesentlichen vergeben, jene die auf Berufe zurückgehen wie Müller, Richter, Meier, Schulze oder auf Ortsnamen wie Vincent Lübeck, Otto Berliner und Ähnliche. Diese Namen gibt es heute noch.

Der eigene Name ist untrennbar mit der eigenen Identität verbunden. Das wissen auch alle Diktatoren, die Menschen in ihren Zuchthäusern als erstes den Namen nehmen und ihnen lediglich eine Nummer zugestehen. So wie es die Nazis in den KZs taten. Es ist offenbar leichter einen Namenlosen zu quälen als einen Menschen, der noch einen Namen und eine eigene Identität besitzt.

Es gibt auch Menschen, die ändern ihren Namen freiwillig und damit sicher auch ihre Identität. Heute noch nehmen zum Beispiel viele Mönche oder Nonnen bei ihrem Schritt in den "geistlichen Stand" einen neuen Namen an, meist den eines bzw. einer Heiligen, die schon immer, ab sofort aber in besonderer Weise ihr Vorbild waren und sind. Joseph Aloisius Ratzinger heißt nun eben Benedikt XVI. Nach eigener Aussage gab er sich den Namen im Gedenken an den Ordensgründer Benedikt von Nursia, den "Patron Europas", aber auch an seinen Namensvorgänger Benedikt XV., der als "Friedenspapst" bezeichnet wurde, weil er in seiner Amtszeit von 1914 bis 1922 mehrfach zum Frieden mahnte, wenn auch ohne Erfolg. Gerade in diesem Namenswechsel sieht man: Nomen est omen: Der Name ist Programm.

Das gilt natürlich erst recht für jene Namen in der Bibel, die von höchster Stelle geändert wurden:

Jakob, einer der Erzväter des Volkes Israel, erhält einen neuen Namen, nachdem er in einer für ihn schrecklichen Nacht am Fluss Jabbok mit einem Engel oder gar mit Gott selbst gerungen hat, wie er meint. Ehe der Morgen graut, hört er: Du sollst von nun an nicht mehr Jakob heißen, sondern "Israel" – das heißt soviel wie "Gottesstreiter" oder "Der mit Gott gerungen hat". Sein voriger Name Jakob erinnerte an seine Geburt. Denn Jakob bedeutet "Fersenhalter" und das spielt darauf an, dass er nach seinem Zwillingsbruder Esau auf die Welt kam – seine Hand an der Ferse des Bruders.

Jesus gibt Simon den Beinamen Petrus. Und dass aus einem Saulus ein Paulus wurde, ist vielen bekannt.

Selbstverständlich hatten in der Antike auch die diversen Götter ihre Namen, und je bedeutender ein Gott war, desto mehr Namen hatte er.

Die junge Christengemeinde bekannte im sogenannten Christushymnus, einem der ersten Lieder der Gemeinde, Gott habe Jesus einen Namen gegeben, der über alle Namen ist. Und Gott selbst, dessen Name in Israel nicht ausgesprochen werden darf, wurde mitunter lediglich "der Name" genannt.

All das schwingt mit, wenn ein Täufling getauft wird auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Nicht selten wird ihm dann zugesprochen, was ursprünglich beim Propheten Jesaja für das Volk Israel gilt: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!" (Jesaja 43,1). Christen haben sich manch ein Wort direkt angeeignet, das ursprünglich nur dem Volk Israel galt. Streng genommen handeln Christen unhistorisch, wenn sie das Wort aus dem Buch des Propheten Jesaja für sich in Anspruch nehmen. Doch es ist ein so gutes Wort. Und als Christ lebe ich ja in der Tradition Israels, sodass ich nicht zögere, diese Verheißung auch für mein Leben zu übernehmen. Wen Gott bei seinem Namen ruft, der kann nicht in einer namenlosen Masse untergehen, der wird vielmehr von höchster Instanz erkannt und geliebt und beschützt.

Eine bessere Identität, einen schöneren Namen kann man sich eigentlich gar nicht wünschen.

Quellenangaben:
1 Zitiert nach Pascal Kober: "Namen schaffen gesellschaftliche Vorurteile", in: Publik Forum Februar 2011, S. 8.
2 www.uni-leipzig.de/unigottesdienst/sites/.../files/Ansage270110-Namen.pdf

Musikangaben:
1. Musik: Johann Eccard: Übers Gebirg Maria geht, Thomanerchor Leipzig, CD "Weihnachten.
2. Musik:Rainhard Börner: Wie soll ich dich empfangen, CD "Choräle auf sechs Saiten" Nr. 3 "Stern über Bethlehem".
3. Musik: Mahalia Jackson: Mary had a baby, CD "Gospels and Spirituals Merry Christmas”.
4. Musik: Rainhard Börner: Engel haben Himmelslieder, CD "Choräle auf sechs Saiten" Nr. 3 "Stern über Bethlehem".
5. Musik: J.S. Bach: Sonatina, CD "Downtown Illusions”.

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt beim Senderbeauftragten für Deutschlandradio und Deutsche Welle für den Medienbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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