Samstag, 28. Februar 2015MEZ17:00 Uhr

Nächste Sendung

07.03.2015, 00:05 Uhr Lange Nacht
Schmecken darf alles, aber nicht jedem
Eine Lange Nacht über Nahrungstabus
Von Kai Lückemeier und Jan Tengeler
Regie: Jan Tengeler
Alle Kulturen kennen eine Unterscheidung zwischen geeigneten, weniger geeigneten und verbotenen Speisen. Aufgrund religiöser Vorschriften oder gesellschaftlicher Tabus verschmähen wir eine Vielzahl von Nahrungsmitteln, obwohl sie aus biologischer Sicht durchaus bekömmlich wären. Hindus würden nie ein Rind verspeisen, Juden und Muslime kein Schwein, Christen war über Jahrhunderte das Fleisch von Pferden untersagt. Die 'Lange Nacht' wird in der ersten Stunde der Frage nachgehen, ob die Tabuisierung dieser drei Haustierarten nur eine göttliche Laune war, oder ob sich hinter religiösen Reinheitsgeboten nicht auch rationale, ökologische oder gesellschaftliche Beweggründe verbergen. Im Mittelpunkt der zweiten Stunde, die sich den kulturellen Nahrungstabus widmet, stehen unter anderem Hund und Katze, die bei uns als Schmusetiere, andernorts als Delikatesse gelten. Im dritten Teil wird es um die Fragen gehen, warum sich Europäer und Nordamerikaner vor dem Verzehr von Insekten ekeln und ob das Wort von den "Schmetterlingen im Bauch" bald auch eine ernährungspraktische Bedeutung für uns haben könnte.

Informationen zur Sendung

Die "Lange Nacht" ist aus urheberrechtlichen Gründen nur punktuell als Audio-on-demand abrufbar. Wir empfehlen zur Aufzeichnung den Dradio-Recorder.

Februar 2015
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 1

Verwandte Links

Fazit

MuseenMehr Multikulti, bitte!
Werke des Malers Paul Klee stehen am 21.11.2003 im Sprengelmuseum Hannover. (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Themen wie Migration und kulturelle Vielfalt kommen nach Ansicht des Deutschen Museumsbunds (DMB) in der Arbeit vieler Museen zu kurz. Das DMB-Projekt "Kulturelle Vielfalt" hat zum Ziel, mehr Migranten in Ausstellungen locken – und will nebenbei die Sammlungspolitik revolutionieren.Mehr

weitere Beiträge

Lange Nacht

Sendung vom 28.02.2015

Die Frau am Meer

Die Landschaft der Insel Hiddensee in Mecklenburg-Vorpommern. (imago / Westend61)

Sie malte nur Wind und Wogen – die Malerin, die es Anfang des 20. Jahrhunderts immer wieder sommers auf die Insel Hiddensee zog, war trotzdem revolutionär: Clara Arnheim, 1867 in Berlin geboren, bestand darauf, Berufsmalerin zu sein, und weil man Frauen im Kaiserreich die Ausbildung verweigerte, zog sie eben nach Paris.

Sendung vom 21.02.2015
Szene aus dem Stummfilm "Nosferatu" mit Max Scheck (li) aus dem Jahre 1922. (imago / AGD)

über Bösewichte und VerführerZwielicht am Abgrund

Das Böse, sagt man, sei immer und überall. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn wenn es immer und überall wäre, dann würde man es als solches ja gar nicht mehr erkennen. Das Böse ist wesentlich geschickter: Es erscheint am liebsten dort, wo man es nicht erwartet.

Sendung vom 14.02.2015
Offizielle Kranzniederlegung an der Gedenktafel vor der Ruine der Frauenkirche im Zentrum von Dresden. Mit Kundgebungen und Kranzniederlegungen gedenken die Dresdner am 13.02.1985 der Opfer der Bombennacht vom 13. auf den 14. Februar 1945. Damals kamen zwischen 20.000 und 25.000 Menschen ums Leben, die Stadt wurde fast völlig zerstört. (picture-alliance / dpa / ADN Zentralbild)

Die Lange Nacht vom Luftangriff auf DresdenBrandstellen

Als die Alliierten ihre Phosphorbomben über Dresden abwarfen, verwandelte sich die barocke Residenzstadt in ein Inferno. Mehr als 25.000 Menschen starben. In den Trümmern stand der Kriegsgefangene Kurt Vonnegut und grub deutsche Leichen aus den Trümmerbergen. 1969 legte er seine Erfahrungen in einem Roman über diesen Aschermittwoch an der Elbe nieder.

Sendung vom 07.02.2015
Mehrere Planwagen fahren auf der alten Handelsstraße "Via Regia" nahe Schmochtitz. (Picture Alliance / dpa / Arno Burgi)

Die Lange Nacht über die Via RegiaDer Königsweg zwischen Ost und West

Der Begriff Via Regia beschreibt ursprünglich einen Rechtszustand im mittelalterlichen Straßenwesen. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation waren es Handelswege, die unter dem Schutz der königlichen Zentralgewalt standen. In der Wissenschaft und in der Politik wird Via Regia auch als Metapher für den "goldenen Pfad" verwendet.

Sendung vom 31.01.2015Sendung vom 24.01.2015Sendung vom 17.01.2015
Die US-Schauspieler Leonardo DiCaprio (r.) und Tom Hanks (l.) sowie der Regisseur Steven Spielberg stehen am 26.1.2003 in Berlin vor einem Kinoplakat zu ihrem Streifen "Catch Me If You Can". (picture-alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Eine Lange Nacht über HochstapeleiDer große Bluff

Mehr Schein als Sein – wer wäre gegen Versuchungen gänzlich gefeit? "Die Welt will betrogen werden", heißt es im "Narrenschiff" des Sebastian Brant. Der Hochstapler indes gilt als Betrugsspezialist, meist mit sozial imponierendem Habitus. Im Grimm'schen Wörterbuch wird er definiert als "Gauner, der als ein Vornehmer bettelt".

Sendung vom 10.01.2015
Ein schwaz-weiß Bild von Elvis Presley (AFP / Michael Loccisano)

Eine Lange Nacht über Elvis PresleyThe King of Rock'n'Roll

Elvis lebt – das ist klar. Wie kein anderer aus der mittleren Vergangenheit der populären Musik hat Elvis Presley uns angeregt, angewidert, in Erstaunen versetzt, manche Frau zum Träumen gebracht bzw. zu Tränen gerührt und manchen Mann zum Rock´n´Roll.

Sendung vom 03.01.2015
Die Sopranistin Vivienne Segal im Jahre 1934 während einer CBS Radio-Sendung. (Imago / UIG)

RundfunkgeschichteGolden Days of Radio

Bis zum endgültigen Durchbruch des Fernsehens Anfang der 60er-Jahre galt das Radio in den USA als das Unterhaltungsmedium schlechthin. In den "Golden Days of Radio" strahlte jedes der großen Networks eigene Shows und Hörspiele aus, die mitunter bis zu 60 Millionen (!) Hörer an die Apparate fesselten.

Sendung vom 27.12.2014
US-Schauspieler Marlon Brando in einer Szene seines Films "The Wild One" (Der Wilde) von 1953. (picture-alliance / dpaweb / epa Handout)

Die Halbstarken

Die Jugendkultur ist dem Mainstream der übrigen Gesellschaft stets um einige Schritte voraus. In den 50er-Jahren sind es die sogenannten Halbstarken, die den Trend markieren. Sie tragen Lederjacke, Jeans und eine Frisur, die als Ente bezeichnet wird. Der Rock´n Roll ist ihre Hymne. Ihr Ziel: gesellschaftliche Emanzipierung und Teilhabe.

Sendung vom 20.12.2014
Die österreichische Schriftstellerin vor einer Bücherwand Friederike Mayröcker am 9. Dezember 1999. (picture-alliance / dpa / apa Klaus Techt)

"In meinem Herzen läutet ein heller Regen"

"Wenn ich hie und da in den Tiergarten nach Schönbrunn gehe, habe ich wirklich das Gefühl, das sind wahrhaftig Brüder und Schwestern von mir, der Rüssel des Elefanten, das ist mein Rüssel, die Traurigkeit des Äffchens, das ist meine Traurigkeit ...", sagt Friederike Mayröcker in einem Interview.

Sendung vom 13.12.2014
Die Trapezplatte des Dreikönigsschreins liegt in der Vitrine der Domschatzkammer in Köln. (dpa / picture alliance / Oliver Berg)

Fundfieber

Wer hätte von diesem Abenteuer nicht auch schon geträumt: einen verborgenen Schatz zu finden - alte Münzen, Schmuck und Schwerter, das Bernsteinzimmer oder den Schatz der Nibelungen. Ob Sondengänger, Schatztaucher oder Archäologen, sie alle kennen das "Fundfieber", das einen unversehens packt und nicht mehr loslässt.

Sendung vom 06.12.2014
(Deutschlandradio)

Die Rosa-Hellblau-Falle

Frauensenf und rosa Überraschungseier, Piratenkekse und Chips für den "Männerabend" - das Warenangebot setzt zunehmend auf Geschlechtertrennung und erweckt so den Eindruck, als lebten süße Glitzerprinzessinnen und abenteuerlustige Monster-Fighter in unterschiedlichen Welten. Haben wir die traditionellen Geschlechterrollen nicht längst überwunden?

Ein grün leuchtendes Toiletten-Hinweisschild hängt auf dem Messegelände in Frankfurt am Main unter der Decke (picture alliance / dpa / Uwe Zucchi)

Die Rosa-Hellblau-Falle

Frauensenf und rosa Überraschungseier, Piratenkekse und Chips für den "Männerabend" - das Warenangebot setzt zunehmend auf Geschlechtertrennung und erweckt so den Eindruck, als lebten süße Glitzerprinzessinnen und abenteuerlustige Monster-Fighter in unterschiedlichen Welten. Haben wir die traditionellen Geschlechterrollen nicht längst überwunden?

Sendung vom 29.11.2014
Der Regisseur Peter Lilienthal wird am Donnerstag (23.06.2011) in München (Oberbayern) mit dem Ehrenpreis des Metropolis-Regiepreises von der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst ausgezeichnet. Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Bundesverbandes der Film-und Fernsehregisseure e.V. wurde ein neuer Regiepreis ins Leben gerufen, der die Bedeutung und die herausragenden Leistungen des Berufsstandes für die Filmbranche exklusiv, frei und unabhängig ehrt. (picture-alliance / dpa / Ursula Düren)

Poet des fremden Blicks

Einen Nomaden haben sie ihn genannt, einen Wanderer wider Willen, der mit neun Jahren emigrierte, das großbürgerliche Paradies in Berlin-Dahlem verließ. Peter Lilienthal erzählt von seinem lebenslangen Exil, berichtet von Anfängen der deutschen Fernsehkultur, von seinen Dreharbeiten in Nicaragua und von seiner lebenslangen Freundschaft mit Michael Ballhaus.

Sendung vom 22.11.2014Sendung vom 15.11.2014
Ein Mann sitzt am 04.08.2013 auf einem Steg am Selenter See (Schleswig-Holstein). (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Wolken"Sehr weiß und ungeheuer oben"

Für Bertolt Brecht symbolisiert das Bild der Wolke die verblassende Erinnerung an seine Jugendliebe Marie A., bei anderen Schriftstellern steht es für das Fremde und Rätselhafte oder das Vergehen von Zeit. Im Alten Testament stehen Wolken für die Allmacht Gottes.

Sendung vom 08.11.2014
Ein kunstvoll gefertigter Behälter für Gesetzestafeln der Sephardim. Sephardim werden die Juden genannt, die 1492 Spanien verlassen mussten. (picture-alliance / dpa / Wimmer)

SephardimSpanier ohne Vaterland

1492 segelt Christoph Kolumbus in die neue Welt. Im gleichen Jahr erlässt das katholische Königspaar auf der iberischen Halbinsel ein Ausweisungsedikt: Juden, die nicht zum Christentum konvertieren wollen, müssen Spanien verlassen. Tausende Juden gehen in die Diaspora.

Sendung vom 01.11.2014
Eine Person hat ihre Wanderschuhe ausgezogen, daneben steht eine Blechtasse (AFP / Andrew Burton)

"Von einem, der auszog ..."

"Alles würde besser gehen, wenn man mehr ginge", davon war Johann Gottfried Seume überzeugt. Er wusste, wovon er sprach, war er doch zu Fuß von Leipzig bis Sizilien und zurückgewandert. Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau stimmte ihm zu.

Sendung vom 25.10.2014
 Historisches Großfoto mit Hans Flesch, Bereich "Anfänge"  (Deutschlandradio / Bettina Straub  )

Ein Zauberer auf dem Sender

Als 1923/24 in Deutschland die ersten Programmgesellschaften gegründet wurden, herrschte zunächst oft Langeweile im Äther: morgens Gymnastik und kirchliche Feiern, mittags Kochrezepte und Zeitsignale, abends ein Konzert oder ein "belehrender Vortrag" und zum Schluss das Deutschlandlied.

Sendung vom 18.10.2014Sendung vom 11.10.2014
Der Stern von Cole Porter auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles wurde posthum am 21.5.2007 eingesetzt (picture alliance / dpa / Michael Germana)

"I get a kick out of you"

Cole Porters Lieder sind Kürzestgeschichten über die Liebe – über Hoffnung und Begehren, Sehnsucht und Verzicht.

Sendung vom 04.10.2014
Der finnische Autor Kjell Westöf. (picture-alliance / dpa / Thomas Maier)

Finnische LiteraturEin flüchtiges Leuchten

Mit dem Motto "Finnland. Cool." holt uns der Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse bei einem alten Vorurteil ab, dass Finnland nichts zu bieten habe, außer seiner Kälte. Die "Lange Nacht" bietet einen Einblick in die reiche Literaturlandschaft Finnlands.

Sendung vom 27.09.2014
Eine Frau geht während des Sonnenunterganges mir ihrem Hund spazieren. (picture alliance / dpa / Foto: Marius Becker)

FrauenZeit des Umbruchs, Zeit der Chance

"Eines Tages habe ich mir gesagt: Ich bin 40 Jahre alt. Als ich mich von diesem Schock erholt hatte, war ich 50. Die Betroffenheit, die mich damals überfiel, hat sich nicht gegeben", schrieb Simone de Beauvoir in den 60er-Jahren über ihre Erfahrungen des Älterwerdens.

Sendung vom 20.09.2014
Blick auf den Fluß Emajögi in Tarto in Estland, aufgenommen am 29.9.2002 (picture alliance / dpa / Sari Gustafsson)

Baltikum"WIR haben noch die Erinnerung"

Die Geschichte des kleinen baltischen Staates Estland ist bewegt und dramatisch – und kaum bekannt. Es ist eine Geschichte des fortwährenden Versuchs der Auslöschung. Das Gebiet wurde seit Jahrhunderten von Dänen, Deutschen, Schweden oder Russen beherrscht.

Seite 1/21