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Dienstag, 24. Mai 2016MESZ21:38 Uhr

Lange Nacht

Sendung vom 21.05.2016

Kalifornisches StaatsgefängnisHinter den Mauern von San Quentin

Wachturm und Außenmauern des staatlichen Gefängnisses San Quentin in Kalifornien (dpa / picture alliance / EPA / John G. Mabanglo)

Es ist das älteste Gefängnis in Kalifornien, 1852 wurde es am Rande der San Francisco Bay eröffnet: San Quentin ist reich an Geschichte und voller Geschichten. Sie handeln von Gangs, die sich hinter den Mauern der "Bastille by the Bay" einen Krieg liefern.

Sendung vom 14.05.2016Sendung vom 07.05.2016Sendung vom 30.04.2016
Der finnische Regisseur Aki Kaurismäki (picture-alliance / dpa / Chema Moya)

Lange Nacht über den Meisterregisseur Aki KaurismäkiWolken ziehen vorüber

Zwei Finnen treffen sich in einer Bar. "Prost" sagt der eine. Sagt der andere: "Ich bin doch nicht hergekommen, um zu quatschen." Wortkarg und sarkastisch ist auch der finnische Filmemacher Aki Kaurismäki. Seit 1980 hat er rund 20 Filme gedreht, und es sind die schönsten Autorenfilme der letzten Jahre darunter.

Sendung vom 23.04.2016Sendung vom 16.04.2016
Die Villa des ehemaligen Diktators Enver Hoxha in der albanischen Hauptstadt Tirana, aufgenommen am 6.9.2013 (imago / ZUMA Press)

Eine Lange Nacht über Albanien"Hier ist Tirana …"

Kaum vorstellbar, dass es einmal ein Land in Europa gab, das komplett abgeschottet war. Nur eine Stimme drang durch das Rauschen im Äther nach außen: "Hier ist Tirana…". In mehr als 20 Sprachen pries Radio Tirana das "freie und fröhliche Leben der Albaner und die glänzenden Perspektiven, die ihnen der Sozialismus eröffnet". Doch wer konnte das nachprüfen?

Sendung vom 09.04.2016
Günter Grass (M) am 25.04.1969 während einer Diskussion auf der Mitgliederversammlung des deutschen PEN-Zentrums in Mannheim.  (dpa / picture alliance / Roland Witschel)

Eine Lange Nacht über Günter GrassWörter auf Abruf

Günter Grass schrieb und kämpfte gegen die Treuhänder des Status quo und gegen Heilsarmisten jeglicher Couleur. Für den in Danzig geborenen Nobelpreisträger war die Erfahrung der eigenen Fanatisierbarkeit ein starker Motor seines künstlerischen Schaffens und seines politischen Engagements.

Sendung vom 02.04.2016
Ein Sirenen-Aquamanile (um 1230) und ein Löwen-Aquamanile im Bode-Museum in Berlin (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Die Lange Nacht der SirenenDer Gesang, dem niemand widersteht

Homer, Jorge Luis Borges, Dante, James Joyce, Ovid, Platon, Goethe, Kafka, Edgar Allan Poe, Robert Walser, Rainer Maria Rilke, Tomaso de Lampedusa, Christian Andersen, Thomas Mann: Im Lauf der Jahrhunderte hat die Figur der Sirene immer wieder Dichter, Schriftsteller und Philosophen in ihren Bann gezogen, sie mit ihrer morbiden Schönheit verzückt und verschreckt.

Sendung vom 26.03.2016
Der Musiker Giora Feidman kommt zum Schönherz & Fleer CD-Release «AMO» in den Meistersaal in Berlin.  (dpa / picture alliance / Jörg Carstensen)

Die Lange Nacht des Giora Feidman Spiel mir ein Lied vom Frieden, vom Schalom

Von Giora Feidman sprechen, heißt Klezmer erleben. "Wenn ich mein Instrument in den Mund nehme, bin ich kein Jude mehr, sondern trage eine spirituelle Botschaft von Frieden, vom Schalom, in die Welt." Das kann er in ein jüdisches Gebet kleiden, oder mit Mozart ausdrücken, mit einem Tango oder einer Horra aus Israel. Für viele ist er die Inkarnation jüdischer Musik.

Sendung vom 19.03.2016
Eine Straßenschild gibt den Hinweis auf das Musée de l'Assistance Publique und die Ile St Louis am Donnerstag (23.06.2011) im französischen Paris. Im Hintergrund die Cathédrale Notre-Dame. (picture alliance / dpa / Friso Gentsch)

Über die Katakomben von ParisDas Labyrinth unter den Füßen

Über eine Zeitspanne von fast 2000 Jahren lieferte der Untergrund von Paris die Steine, die für den Bau der Stadt erforderlich waren. So entstand ein unterirdisches Stollennetz von 300 Kilometern Länge. 1777 wurde die Generalinspektion der Steinbrüche - Inspection Générale des Carrière - geschaffen, um in Vergessenheit geratenen Hohlräume zu kartieren und zu konsolidieren.

Sendung vom 12.03.2016
Hände symbolisieren eine Streitschlichtung. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt )

Eine Lange Nacht über Mediation und MigrationVom Konflikt zum Dialog

Mediation ist ein Mittel und eine Chance, Konflikte zwischen Menschen jenseits von Rechtsanwälten und Gerichten zu klären. Mediation ist ein altes Geschäft. Schon der attische Grieche Solon (um 600 vor Christus) beschäftigte sich mit der Frage, wie in der Gesellschaft zwischen "oben" und "unten" Gerechtigkeit geschaffen werden kann.

Sendung vom 05.03.2016Sendung vom 27.02.2016Sendung vom 13.02.2016
Der deutsch-französische Maler, Bildhauer und Dichter Hans Arp am 18.3.1960 in Hamburg während der Eröffnung einer Ausstellung mit seinen Werken in der Hamburger Kunsthalle. Arp wurde am 16.9.1887 in Straßburg geboren und starb am 7.6.1966 in Basel. Er gehört zusammen mit Max Ernst zu den Mitbegründern und Hauptvertretern des Dadaismus. (picture alliance / dpa)

Ein Lange Nacht über Ursonaten und andere Töne100 Jahre internationaler Dada

Am 5. Februar 1916 gründete Hugo Ball mit seiner Freundin Emmy Hennings in Zürich in der Spiegelgasse 1 das Cabaret Voltaire. Modern, provokativ und erfinderisch rechnete diese neue Kunstrichtung unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges mit den verlogenen Idealen der Gesellschaft ab, die den Krieg herbeigeführt hatten.

Sendung vom 06.02.2016Sendung vom 30.01.2016Sendung vom 23.01.2016
Undatiertes Bild von Wolfgang Amadeus Mozart (Attribut Joseph Hickel um 1783). (picture-alliance / dpa / epa Christie's / Ho)

Eine Lange Nacht über MozartDer Salzburger Lump

Mozart, in ganz Europa gefeiert als Wunderkind, wurde als 35-Jähriger in einem Armengrab ohne Grabstein verscharrt. Er ist als authentische Person unter der Fülle von Informationen, Interpretationen und Mythen kaum noch auffindbar. Seine Werke, der Inbegriff des Schönen, des Vollkommenen, des Harmonischen, sind die meistgespielte, meistgeliebte Musik der Welt.

Sendung vom 16.01.2016
Eine zauberhafte Sequenz aus einem Traum mit einem Mädchen am Meer mit Felsen, umgeben von einem Affen und einem Heißluftballon. (Imago / Westend61)

Eine Lange Nacht der TräumeFaszination Innenwelt

Wunschträume von einer Abenteuerreise oder einem Lottogewinn lösen im Hirn unweigerlich die Schaltkreise des Traumbewusstseins aus. Die Leistungsgesellschaft urteilt zwar ungnädig über jene Zeitgenossen, die am Tag allzu verträumt wirken, inzwischen wird aber auch in der Wissenschaft erkannt, dass Tagträumer recht produktiv sind.

Sendung vom 09.01.2016
Dylan Thomas wurde am 27. Oktober 1914 in Swansea in Wales geboren. (imago stock & people)

Eine Lange Nacht des Dylan ThomasLass uns niemals erwachsen werden

Ein Künstler, wie er im Buche steht. Schon mit 18 Jahren widmet sich Dylan Thomas mit großer Ernsthaftigkeit der Erschaffung einer Lyrik, wie man sie zuvor nicht gehört hatte. Schulabbrecher, gescheiterter Jungreporter, ohne Berufsausbildung - aber die literarische Welt Großbritanniens erkennt auf Anhieb das großartige Talent des unbekannten jungen Mannes aus der walisischen Provinz.

Sendung vom 02.01.2016
Der Schauspieler Fela Anikulapo Kuti aus Nigeria. (imago stock & people)

Eine Lange Nacht über AfrobeatLagos tanzt

1962 herrschte in Lagos Aufbruchstimmung. Eine Hauptstadt feiert ihre politische Unabhängigkeit, und Fela Kuti, gerade von einem Studium der klassischen Musik aus London zurückgekehrt, komponiert die dazu passende, elektrisierende Tanzmusik. Er gründet die Band Africa 70 und entwickelt zusammen mit dem genialen Schlagzeuger Tony Allen einen neuen musikalischen Stil, den Afrobeat.

Sendung vom 26.12.2015
Ein Porträt von Jane Austen. (imago stock & people)

Jane AustenVerführung, Stolz und Sinnlichkeit

In ihren Romanen sehnen sich die Heldinnen stets nach der wahren Liebe und nicht nach einer Versorgungsehe. Aus diesem Grund hat Jane Austen selbst nie geheiratet. Mit der Schriftstellerei sicherte sie sich finanzielle Unabhängigkeit.

Sendung vom 19.12.2015Sendung vom 12.12.2015
Drei Kinder mit Schultasche und Schultüte blicken über die Schulter - der schwarze Wolfgang, Brünhilde und die schwarze Sylvia. (dpa / Koll)

Besatzungskinder in Deutschland nach 1945Zwischen den Welten

Es gab ihn, den meist kurzen Sommer voller Schokolade und Romantik in den Trümmern des 2. Weltkrieges. Deutsche Frauen und die Soldaten der Alliierten hatten im Mai 1945 Hunger nach Leben. So gab es trotz Verbrüderungsverbot und Feindpropaganda Abenteuer echte Liebe oder auch Gewalt.

Sendung vom 05.12.2015Sendung vom 28.11.2015
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28.05.2016, 00:05 Uhr Lange Nacht
Höfling und Revolutionär
Eine Lange Nacht über das Leben Voltaires
Von Kai Lückemeier
Regie: Stefan Hilsbecher
Kein Autor verkörpert die Aufbruchsstimmung des 18. Jahrhunderts stärker als Voltaire. "Verbrennt eure Gesetze und macht deren neue! Woher die neuen nehmen? Aus der Vernunft!", so formulierte er den Schlachtruf eines neuen, freieren Denkens - im Geist der Aufklärung, der Toleranz und des humanitären Fortschritts. Bis heute bezeichnen die Franzosen die Epoche zwischen Rokoko und Revolution als das Zeitalter Voltaires. Die außergewöhnliche literarische Begabung Voltaires, 1694 als jüngster Sohn eines königlichen Hofrats im Herzen von Paris geboren, macht sich früh bemerkbar. Doch erst als er 1726 nach einem Konflikt mit einem Mitglied des Hochadels ins Londoner Exil gehen musste und mit dem naturwissenschaftlich-kritischen Denken des englischen Empirismus in Berührung kam, entwickelte sich das enfant terrible des literarischen Rokoko zum begeisterten Vertreter der Aufklärung. Seine 'Philosophischen Briefe' von 1734 waren eine schonungslose Abrechnung mit den französischen Verhältnissen. Sein Streben nach Anerkennung trieb ihn an den Hof von Versailles, an dem er mittels hemmungsloser Selbstverleugnung eine glänzende Stellung gewann - bis er schließlich in Ungnade fiel.
Als die Marquise du Châtelet, die große Liebe seines Lebens, 1749 im Kindbett starb, folgte er einem Ruf Friedrich des Großen an den Potsdamer Hof, doch das preußische Intermezzo endete nach nur drei Jahren ähnlich unrühmlich wie sein Abschied von Versailles. Seine historische Bedeutung beruht jedoch vor allem auf dem Schaffen in den folgenden Jahren, fern des höfischen Lebens. Er vollendete sein philosophisches Hauptwerk und eine Universalgeschichte, die in der Geschichtswissenschaft neue Maßstäbe setzte. Nebenbei engagierte er sich als Anwalt der Entrechteten, was ihm im französischen Volk den Beinamen "Freund der Unglücklichen" eintrug und dazu führte, dass sich seine späte Rückkehr in seine Heimatstadt Paris zu einem wahren Triumphzug gestaltete.
Die 'Lange Nacht' über den Höfling und Revolutionär versucht eine Annäherung an das wechselvolle Leben des Francois Marie Arouet, genannt Voltaire.

Informationen zur Sendung

Die "Lange Nacht" ist aus urheberrechtlichen Gründen nur punktuell als Audio-on-demand abrufbar. Wir empfehlen zur Aufzeichnung den Dradio-Recorder.

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Unnahbar, seltsam und empfindlich: Als erster radikaler Protestsänger eroberte er mit einem Antikriegslied die Hitparaden. Seit Jahrzehnten enttäuscht Bob Dylan regelmäßig seine Fans und bringt die Welt zum Grübeln. Daran wird auch sein 75. Geburtstag nichts ändern.Mehr

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