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Mittwoch, 10. Februar 2016MEZ11:54 Uhr

Lange Nacht

Sendung vom 06.02.2016Sendung vom 30.01.2016Sendung vom 23.01.2016
Undatiertes Bild von Wolfgang Amadeus Mozart (Attribut Joseph Hickel um 1783). (picture-alliance / dpa / epa Christie's / Ho)

Eine Lange Nacht über MozartDer Salzburger Lump

Mozart, in ganz Europa gefeiert als Wunderkind, wurde als 35-Jähriger in einem Armengrab ohne Grabstein verscharrt. Er ist als authentische Person unter der Fülle von Informationen, Interpretationen und Mythen kaum noch auffindbar. Seine Werke, der Inbegriff des Schönen, des Vollkommenen, des Harmonischen, sind die meistgespielte, meistgeliebte Musik der Welt.

Sendung vom 16.01.2016
Eine zauberhafte Sequenz aus einem Traum mit einem Mädchen am Meer mit Felsen, umgeben von einem Affen und einem Heißluftballon. (Imago / Westend61)

Eine Lange Nacht der TräumeFaszination Innenwelt

Wunschträume von einer Abenteuerreise oder einem Lottogewinn lösen im Hirn unweigerlich die Schaltkreise des Traumbewusstseins aus. Die Leistungsgesellschaft urteilt zwar ungnädig über jene Zeitgenossen, die am Tag allzu verträumt wirken, inzwischen wird aber auch in der Wissenschaft erkannt, dass Tagträumer recht produktiv sind.

Sendung vom 09.01.2016
Dylan Thomas wurde am 27. Oktober 1914 in Swansea in Wales geboren. (imago stock & people)

Eine Lange Nacht des Dylan ThomasLass uns niemals erwachsen werden

Ein Künstler, wie er im Buche steht. Schon mit 18 Jahren widmet sich Dylan Thomas mit großer Ernsthaftigkeit der Erschaffung einer Lyrik, wie man sie zuvor nicht gehört hatte. Schulabbrecher, gescheiterter Jungreporter, ohne Berufsausbildung - aber die literarische Welt Großbritanniens erkennt auf Anhieb das großartige Talent des unbekannten jungen Mannes aus der walisischen Provinz.

Sendung vom 02.01.2016
Der Schauspieler Fela Anikulapo Kuti aus Nigeria. (imago stock & people)

Eine Lange Nacht über AfrobeatLagos tanzt

1962 herrschte in Lagos Aufbruchstimmung. Eine Hauptstadt feiert ihre politische Unabhängigkeit, und Fela Kuti, gerade von einem Studium der klassischen Musik aus London zurückgekehrt, komponiert die dazu passende, elektrisierende Tanzmusik. Er gründet die Band Africa 70 und entwickelt zusammen mit dem genialen Schlagzeuger Tony Allen einen neuen musikalischen Stil, den Afrobeat.

Sendung vom 26.12.2015
Ein Porträt von Jane Austen. (imago stock & people)

Jane AustenVerführung, Stolz und Sinnlichkeit

In ihren Romanen sehnen sich die Heldinnen stets nach der wahren Liebe und nicht nach einer Versorgungsehe. Aus diesem Grund hat Jane Austen selbst nie geheiratet. Mit der Schriftstellerei sicherte sie sich finanzielle Unabhängigkeit.

Sendung vom 19.12.2015Sendung vom 12.12.2015
Drei Kinder mit Schultasche und Schultüte blicken über die Schulter - der schwarze Wolfgang, Brünhilde und die schwarze Sylvia. (dpa / Koll)

Besatzungskinder in Deutschland nach 1945Zwischen den Welten

Es gab ihn, den meist kurzen Sommer voller Schokolade und Romantik in den Trümmern des 2. Weltkrieges. Deutsche Frauen und die Soldaten der Alliierten hatten im Mai 1945 Hunger nach Leben. So gab es trotz Verbrüderungsverbot und Feindpropaganda Abenteuer echte Liebe oder auch Gewalt.

Sendung vom 05.12.2015Sendung vom 28.11.2015Sendung vom 21.11.2015
Die Hauptangeklagten (L-R) Hermann Göring, Rudolf Heß und Joachim von Ribbentrop auf der Anklagebank während der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesse am 13.02.1946 in Nürnberg. (picture alliance / dpa)

Eine Lange Nacht vom Nürnberger ProzessIm Namen des Volkes

Es war ein Medienspektakel allerersten Ranges, aber kein Tribunal. Es wurde kein Standgericht, wie Churchill forderte, und kein russischer Schauprozess. Im Winter 1945 wurde in Nürnberg die Grundlage der deutschen Nachkriegsrepublik gelegt.

Sendung vom 14.11.2015
Das Reiter-Denkmal des Preußen-Königs Friedrich-Wilhelm III. in Köln. (picture alliance / Oliver Berg)

Die Lange Nacht der Preußen im RheinlandDanke, Berlin!

Sie galten als schroff, stocksteif und humorlos, und außer Drill und Marschmusik konnten die Rheinländer bei den Preußen zunächst keine höhere Kulturmission erkennen. Die Preußen verdächtigten die Rheinländer dagegen des politischen Franzosentums, ja, sie empfanden ihre Lebensart als liederlich.

Sendung vom 07.11.2015
Mit Magneten wird in der Kunsthalle Osnabrück der Schriftzug "Kunst" dargestellt. (picture alliance / dpa / Friso Gentsch)

Eine Lange Nacht über Seitensprünge in der KunstPerspektivwechsel

Bildende Künstler interessieren sich schon lange dafür, ihr Territorium zu überschreiten. Künstler brauchen Musik und Musiker brauchen die Kunst. Die technologische Entwicklung, aber auch der einfache Zugang zu Produktionsmitteln, reizt auch heute Bildende Künstler und Künstlerinnen wie zum Beispiel Michaela Melián, in der Musik weiter zu forschen.

Sendung vom 31.10.2015
Abendstimmung am Platz der Republik im Zentrum von Jerewan, der Hauptstadt Armeniens (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Armenien und seine DiasporaFern vom Ararat

"Die jüngere Schwester der jüdischen Erde", "das gelobte Land am Rande der Welt". In solch poetischen Bildern beschreibt der russisch-jüdische Dichter Ossip Mandelstam seine Eindrücke einer Reise durch die Republik Armenien. Es ist der Blick eines verfolgten Dichters auf ein uraltes christliches Kulturvolk, das seinerseits verfolgt und Opfer eines Genozids geworden war.

Sendung vom 25.10.2015
Eine Lehrerin unterrichtet Migrantenkinder in Deutsch. (imago/Sämmer)

Eine Lange Nacht über junge Migranten in DeutschlandVaterland und Muttersprache

Die Situation jugendlicher Migranten in Deutschland ist bereits seit einiger Zeit in der gesellschaftlichen Diskussion. In Gesprächsrunden darf dann gelegentlich ein Teilnehmer "mit Migrationshintergrund" über die Fremden, die unter uns sind, reden. Tatsächlich aber wird über Migranten geredet, sie sind Gesprächsstoff, jedoch selten sind sie Gesprächspartner. Wird so ihre Integration befördert?

Sendung vom 17.10.2015
Die Siedlung Longyearbyen auf Spitzbergen. (Deutschlandradio / Kerstin Hildebrandt )

Eine Lange Nacht über SpitzbergenEisbären, Polarlicht und arktischer Jazz

Der 1920 in Paris unterzeichnete Spitzbergenvertrag gesteht Norwegen die volle Souveränität über den 62.450 Quadratkilometer großen Archipel im Polarmeer zu. Alle 40 Unterzeichnerstaaten haben allerdings die gleichen Rechte wie Norwegen, was die Ausbeutung von Bodenschätzen und jede andere Nutzung des Landes betrifft.

Sendung vom 10.10.2015Sendung vom 03.10.2015
Hier in der Szene "1. Mai" von rechts: Axel Werner als Lehrer Simrock, Franz Viehmann als stellv. Schuldirektor Kabitzke, Regisseurin Gabriele Denecke und Ulrike Krumbiegel als Antonia. (picture-alliance / dpa / Klaus Franke)

Eine Lange Nacht über DDR-Regisseurinnen Filmemachen um jeden Preis?

In der DDR gab es nur wenige Regisseurinnen. Sich an der Filmhochschule in Babelsberg zu bewerben, um Regisseurin zu werden, war kein emanzipatorischer oder gar politischer Akt. Frauen im Westen Deutschlands hingegen verstanden ihre Filme oft nicht so sehr als Kunstwerke, sondern mehr als politischen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft.

Sendung vom 26.09.2015Sendung vom 19.09.2015Sendung vom 12.09.2015
Eine Skulptur des Sophokles aus römischer Zeit - Ausstellungsstück im Archäologischen Nationalmuseum in Athen. (imago/ Andreas Neumeier )

Eine Lange Nacht der fröhlichen PessimistenDa gibt es nichts zu lachen

Jung, dynamisch, pragmatisch und vor allem optimistisch - diese Eigenschaften zeichnen erfolgreiche Menschen aus. So jedenfalls verheißt es die einschlägige Ratgeberliteratur. Die Unterhaltungsindustrie liefert dazu die Freizeitvariante: Alle sind gut gelaunt, "cool" natürlich. Sie tragen ein Lächeln im Gesicht und verschicken Smileys.

Sendung vom 05.09.2015Sendung vom 29.08.2015Sendung vom 22.08.2015
Voodoo-Pilger in Saut d'Eau (picture-alliance / dpa / epa efe Kena Bentacour)

Eine Lange Nacht über Voodoo Eine Reise zu den Geistern

In Hollywood-Filmen steht Voodoo für Mord und Grauen, aber es gab europäische Intellektuelle, die vom Voodoo fasziniert waren. Manche Ethnologen, die den Voodoo-Kult erforschen wollten, wurden zu seinen Adepten. Woher kommt diese Sehnsucht? Hat Europa durch die Aufklärung etwas verloren, was im Voodoo schillernd-schaurig weiterlebt?

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13.02.2016, 00:05 Uhr Lange Nacht
Von Ursonaten und anderen Tönen
100 Jahre internationaler Dada
Von Florian Felix Weyh
Regie: Doris Bulau
Mit: Andreas Jungwirth; Georg Ringsgwandl, Wolfgang Heisig und Karl Riha
(Wdh. v. 23./24.06.1995)
Am 5. Februar 1916 gründete Hugo Ball mit seiner Freundin Emmy Hennings in Zürich in der Spiegelgasse 1 das Cabaret Voltaire. Modern, provokativ und erfinderisch rechnete diese neue Kunstrichtung unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges mit den verlogenen Idealen der Gesellschaft ab, die den Krieg herbeigeführt hatten. Dem Kreis der Dadaisten schlossen sich bald weitere Künstler an: Tristan Tzara, Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp, Max Ernst oder Wassily Kandinsky. Zu Beginn der 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts war Dada bereits ein weltumspannendes Netzwerk. Vom Dada gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur heutigen zeitgenössischen Kunst aus. Vor 100 Jahren unterbrach Tzara seine Gedichtvorträge oft durch Schreien oder Schluchzen, Trommeln oder Schlagen. Wie damals leben auch 100 Jahre später solche Vorträge von gelegentlichem Gedränge im Saal und von bewusst verstörenden Überraschungsmomenten. Diese erwarten gewiss auch die Zuhörer dieser legendären 'Langen Nacht' aus dem Jahre 1995 - mit Karl Riha, Georg Ringsgwandl, Wolfgang Heisig und Andreas Jungwirth.

Informationen zur Sendung

Die "Lange Nacht" ist aus urheberrechtlichen Gründen nur punktuell als Audio-on-demand abrufbar. Wir empfehlen zur Aufzeichnung den Dradio-Recorder.

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Fazit

100 Frauen machen dasMachen statt untergehen
Rechts: Die Künstler- und PR-Agentin, Journalistin und Buchautorin Heike-Melba Fendel, Geschäftsführerin der PR- und Künstleragentur Barbarella Entertainment GmbH. Links: Die Schriftstellerin Annika Reich. Reich porträtiert in ihrem neuen Roman "Durch den Wind" die Generation der Mitte-30-Jährigen. Als Autorin wurde sie 2003 mit der Erzählung "Teflon" bekannt. (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

"Wir machen das" - unter diesem Motto haben sich Frauen aus Kunst, Wissenschaft und dem öffentlichen Leben zusammengetan, um Menschen auf der Flucht zu helfen. Geschlossene Grenzen und Abschiebung sind für die Gründerinnen der Bewegung keine Option.Mehr

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