Freitag, 22. August 2014MESZ21:43 Uhr

Nächste Sendung

23.08.2014, 00:05 Uhr Lange Nacht
"Ich träume noch immer vom Lager..."
Eine Lange Nacht über Gulag-Frauen und ihre Kinder
Von Meinhard Stark
Regie: Rita Höhne
Zwischen Ende der 20er- und Mitte der 50er-Jahre waren mehrere Millionen Frauen im Gulag, dem sowjetischen Straflagersystem, inhaftiert. Sie entstammten allen sozialen Schichten, den verschiedensten nationalen Identitäten und verfügten über ganz unterschiedliche politische und religiöse Überzeugungen. Eines jedoch war allen politischen Gefangenen gleich, sie trugen keinerlei Schuld. Frauen, die jahrelange Gulag-Haft überlebten, erzählen in beeindruckenden Schilderungen über Alltagserfahrungen, Zwangsarbeit, Haftordnung und ihren Kampf ums Überleben. Zu den vergessenen Opfern des stalinschen Terrors gehören ihre Kinder - egal ob vor, während oder nach der Haft geboren. Hunderttausende Mädchen und Jungen vegetierten nach der Verhaftung ihrer Eltern jahrelang in Kinderheimen oder später mit ihren überlebenden Müttern bzw. Vätern in der Verbannung. Zehntausende kamen unter widrigsten Bedingungen im Gulag zur Welt und mussten ihre ersten Lebensjahre, völlig unzureichend versorgt, in kärglichen Kinderbaracken verbringen. Minderjährige sperrte die sowjetische Führung zu Hunderttausenden in „Arbeitsbesserungskolonien“ oder gleich in den Gulag. Die Annäherung der Mütter und Kinder gestaltete sich nach den Jahren der Trennung als problematisch. Wie verlief das erste Wiedersehen? Welche Erwartungen erfüllten sich, welche wurden enttäuscht? Wie gingen sie mit ihren Erfahrungen um? Konnten sie sich ihre Erlebnisse erzählen oder schwiegen sie, in der Hoffnung, den anderen nicht zu belasten? Auch darüber erzählen überlebende Gulag-Frauen und ihre Kinder in dieser 'Langen Nacht'.

Informationen zur Sendung

Die "Lange Nacht" ist aus urheberrechtlichen Gründen nur punktuell als Audio-on-demand abrufbar. Wir empfehlen zur Aufzeichnung den Dradio-Recorder.

August 2014
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Verwandte Links

Fazit

Mexiko Verführung mit Endzeitstimmung

Obwohl sich Yuri Herreras Roman "Der König, die Sonne, der Tod" schlecht verkaufte, bringt der S. Fischer Verlag ihn nun drei Jahre nach der Ersterscheinung noch einmal heraus, in einem Band mit zwei weiteren Romanen des Autors. Mehr

AtonalEchos von der Schweinehaut
Der Eingang zum Club Tresor in der Köpenicker Straße in Mitte am 12.02.2009 in Berlin während der Party "Transducers! Berlin - London - Wien" von Filmbranche und elektronischer Musikszene

Das Festival Berlin Atonal startete im Berliner Club Tresor mit dem Ensemble Modern und Klassikern der Minimal Music. Es klang nach einer Verneigung vor historischen Größen elektronischer Musik. Mehr

Tanz im AugustBewegung, Unterhaltung, Punk

Der Brite Michael Clark, seit 30 Jahren als "Revoluzzer" des klassischen Balletts bekannt, sorgt beim Tanzfestival "Tanz im August" in Berlin für einen ersten Höhepunkt. Bei ihm wird Punk Design.Mehr

weitere Beiträge

Lange Nacht

Sendung vom 09.08.2014

"Denn alles, Welt und Himmel ruht in ihr"

Das Foto zeigt eine schwarze Katze

Sinnlich schnurrend durchstreifen sie die Bücherwelt. Ob Charles Baudelaire oder Doris Lessing, große Literaten haben ihnen gehuldigt und sie in Romanen, Versen und Essays verewigt. Komponisten aller Richtungen haben bewiesen, dass Katzenmusik weit besser ist als ihr Ruf.

Sendung vom 02.08.2014
Nagelneue Häuser mit Mietwohnungen und Eigentumswohnungen sind in Berlin an der Grenze der Bezirke Mitte und Kreuzberg zu sehen.

Gemeinschaft - ein verlorenes Paradies?

Gemeinschaft, so der Soziologe Zygmunt Bauman, ist immer weniger zu finden in der "liquiden Moderne", die durch einen Mangel an Verbindlichkeit, Vielfalt und Beliebigkeit gekennzeichnet ist. Das zeigt sich auch in unseren Siedlungen, in denen "nichts lange genug überdauert, um einem vertraut zu werden.

Sendung vom 26.07.2014
Undatiertes Archivbild eines nachdenklichen Erich Kästners. Er war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist, der vor allem für seine Kinderbücher (z. B. "Emil und die Detektive", "Das doppelte Lottchen")bekannt wurde.

Erich KästnerZwischen allen Stühlen

Er sei "ein Gebinde aus Gänseblümchen, Orchideen, sauren Gurken, Schwertlilien, Makkaroni und Schnürsenkeln", sagte Erich Kästner über sich selbst. Eine Lange Nacht über den Schriftsteller, Kabarettisten und Kinderbuchautor Erich Kästner.

Sendung vom 19.07.2014
Zwei Hände bewegen Münzen über ein Rechenbrett.

MathematikAller guten Dinge sind drei

Alle Menschen zählen: Der Kassierer in der Bank zählt Geld, der Musiker Takte und der Ringrichter die Sternchen des Boxers. Zahlen bestimmen das Leben von Dagobert Duck aus Entenhausen und Graf Zahl aus der Sesamstraße. Und wenn Kinder bis 50 zählen können, sind sie mächtig stolz.

Sendung vom 12.07.2014
Eine Schallplatte wird auf einem Plattenspieler abgespielt

Kommunismus"Tanz schneller, Genosse, und vergiss das Weinen nicht!"

Ob man’s glaubt oder nicht – in der Sowjetunion war es nicht verboten, sich zu amüsieren. Sicher – der Kommunismus musste aufgebaut werden, und das war hart genug. Doch spätestens seit den 50er-Jahren hatte die Partei begriffen, dass etwas Ablenkung und Unterhaltung nicht schaden konnten.

Sendung vom 05.07.2014
Die Hansestadt Lübeck mit der St. Petri Kirche.

Als die Kaufleute die Welt eroberten

Die Hanse war ursprünglich ein Zusammenschluss norddeutscher Kaufleute zum Schutz und Ausbau ihres internationalen Handels. Dieser lockere Bund avancierte sehr erfolgreich zu einer norddeutschen Supermacht des Geldes. Die Hansekaufleute prägten die Märkte des Mittelalters von Russland bis Flandern, von Island bis Venedig.

Sendung vom 28.06.2014
Ein Schmetterling auf der Blüte eines Löwenzahn

BiologieEine Quelle nie versiegenden Staunens

"Mir ist die Biologie des Insekts zugefallen, ich weiß nicht einmal wie. Es endet nie, selbst ein Methusalem käme damit nie zu Ende." Schreibt Jean-Henri Fabre, der legendäre Insektenforscher aus Südfrankreich, der seine faszinierenden Einsichten in das Leben dieser Tiere in der ebenso faszinierenden Prosa seiner zehnbändigen "Souvenirs Entomologiques" der Nachwelt überliefert hat.

Sendung vom 21.06.2014
Mann am Strand

Schweigend steht man vor dem Horizont

Dorthin, wo der Kosmos sich mit glutrotem Atem unserem Planeten zu nähern scheint, gehen unsere Träume, dort siedeln wir bei aufkommender Dunkelheit unsere Hoffnungen an, hier hat die Sehnsucht ihren Ort. Das Meer. Vor seiner unermesslichen Weite stehen wir und werden still.

Sendung vom 14.06.2014
Der brasilianische Abwehrspieler und Kapitän Cafu küsst bei der Siegerehrung im Konfetti-Regen den eroberten WM-Pokal. Brasiliens Fußballnationalmannschaft gewinnt am 30.06.2002 im International-Stadion in Yokohama das Endspiel der 17. Weltmeisterschaft gegen Deutschland mit 2:0. Die Südamerikaner sichern sich mit diesem Sieg als Rekord-Weltmeister ihren fünften Titel. Cafu, schon Weltmeister 1994 geworden, bestritt sein drittes WM-Finale in Folge

Von der Magie des Augenblicks

Trotz aller Probleme ihres Landes wird kaum ein Brasilianer bei der WM der Faszination des Fußballs widerstehen können. Was hat der Sport, was die Politik nicht hat? Über die Faszination des Sports sprechen in dieser "Langen Nacht" der Literaturwissenschaftler Sepp Gumbrecht und die Philosophen Peter Sloterdijk und Gunter Gebauer.

Sendung vom 07.06.2014
Ein Porträt von Chilly Gonzales am Mikrofon.

Alles geschieht zum ersten Mal, auf ewige Weise

Auch im 21. Jahrhundert gibt es Künstler, die sich trauen, dem zeitlosen Bedürfnis der Menschen nach Schönheit, nach Transzendenz und nach Klängen, die die Seele des Menschen nähren, eine Stimme zu geben. Musiker und Literaten zeigen in der "Langen Nacht", wie revolutionär es sein kann, Bewährtes nicht über Bord zu werfen, sondern in die Gegenwart zu integrieren.

Sendung vom 31.05.2014
Ein rund 5000-köpfiger Chor singt Beethovens 9. Symphonie ("Ode an die Freude") gemeinsam mit dem New Japan Philharmonic und Tokyo Symphonie-Orchester am 27.2.2000. Das alljährliche Konzert fand in einem Sumo-Stadion statt.

Götterfunken und Kirschblüten

Wer an Japan und seine Musik denkt, hat vielleicht die eindrucksvollen Töne des Kabuki-Theaters im Ohr, die ekstatischen Klänge der Taiko-Trommeln oder das zarte Sirren des Shamisen. Tatsächlich aber ist diese traditionelle Musik in Japan wenig populär. Allgegenwärtig und bestimmende Größe im japanischen Musikleben ist hingegen die klassische Musik Europas.

Sendung vom 24.05.2014
In einem Raum mit Porträtfotos sitzen Jana Mendes Bogas (l) und Ilona Dothe am 14.09.2013 auf einem Treffen ehemaliger DDR-Heimkinder in der "Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof" in Torgau (Sachsen). 

Vergessen und vergeben?

Es gibt nur Schätzungen zu den Zahlen jener Kinder und Jugendlicher, die in DDR-Heimen, Spezialkinderheimen oder Jugendwerkhöfen unter staatlicher Obhut betreut worden sind. Die Erfahrungsberichte dieser Menschen sind allerdings schockierend.

Sendung vom 17.05.2014
Der palästinensische Philosoph, Schriftsteller und Politiker Sari Nusseibeh, aufgenommen am 18.03.2012 auf der Buchmesse in Leipzig.

Von Utopia nach Arabien

Was ist aus dem Elan der Menschen geworden, die vor über 60 Jahren in den unbekannten Orient aufgebrochen sind? Der palästinensische Intellektuelle Sari Nusseibeh, Präsident der Al Quds Universität in Jerusalem, und Amos Oz berichten von den Anfängen des Staates Israel und ihren Träumen.

Sendung vom 10.05.2014
Ein undatiertes schwarz-weiß Foto des Jazz-Musikers Sidney Bechet der auf einer Klarinette spielt. 

Vom Mississippi an die Seine

Zu den schillerndsten Figuren aus der Frühzeit des Jazz gehört Sidney Bechet (1897 – 1959), ein Virtuose an Klarinette und Sopransaxofon.Schon 1929 war er in Berlin in einer Revue mit Josephine Baker aufgetreten.

Sendung vom 03.05.2014
Ein Spielkasino in Las Vegas, Nevada, USA

Was hier passiert, bleibt hier

Las Vegas ist das Stadt gewordene Glücksversprechen, der entkernte oder besser ins Gegenteil gewendete amerikanische Traum. Eine Stadt, die mit schnellem Geld lockt, mit schnellem Sex und schnellen Kicks. Und die das gerade am wenigsten ist: eine lebendige Stadt.

Sendung vom 26.04.2014
William Shakespeare in einer zeitgenössischen Darstellung.

Brave New World oder "Der Sturm"

"20 Jahre für die Ewigkeit" betitelte Georg Hensel in seinem "Spielplan" das Kapitel über den englischen "playwriter" William Shakespeare. Zwischen 1590 und 1610, zwischen Shakespeares Ankunft im Londoner Theaterleben und seinem Abschied, schuf er 38 Dramen, die das Theater, die theatralische Sicht auf den Menschen, auf die Welt, auf das Leben umgestürzt und für alle Zeiten neu geprägt haben.

Sendung vom 19.04.2014
Die undatierte Aufnahme zeigt die Schriftstellerin Brigitte Reimann im Jahre 1962

LiteraturGuten Morgen, Du Schöne

Die Schriftstellerinnen Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Maxie Wander bilden ein einzigartiges Dreigestirn. In ihrer Literatur sprechen sie offen über Ängste und Sehnsüchte, unerfüllte Träume und Visionen.

Sendung vom 12.04.2014
Das zeitgenössische Porträt zeigt den österreichischen Schriftsteller Arthur Schnitzler (1862-1931).

Literatur"Ich bin ein Dichter für Schwindelfreie"

Wie kein Zweiter steht Arthur Schnitzler für die Literatur des Wiener Fin de Siècle. Der Arzt und Schriftsteller diagnostizierte die Alpträume seiner Generation: ihre enttäuschten Liebeswünsche, das Ungleichgewicht in den Beziehungen zwischen Mann und Frau, die Lebensangst und die verzweifelte Suche nach einem Sinn.

Sendung vom 05.04.2014
Das undatierte Handout zeigt Ludwig Kirchners "Selbstbildnis als Soldat" in der National Portrait Gallery in London. In der National Portrait Gallery in London ist am Donnerstag eine Ausstellung zum 100-jährigen Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs eröffnet worden. Porträtaufnahmen, Gemälde, Fotografien und Filme sollen zeigen, wie der Konflikt über nationale und gesellschaftliche Grenzen hinaus von den Beteiligten erlebt wurde. Die Ausstellung "The Great War In Portraits" läuft bis zum 15. Juni.

Zerrissen nach allen Seiten

"Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden, und eine ungeheure Hoffnung." - Nicht nur Thomas Mann verklärte den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 als "Großen Krieg".

Sendung vom 29.03.2014
Der bekannte Autor Bohumil Hrabal.

Das diamantene Auge der Wirklichkeit

Er liebte Katzen und Bier, arbeitete als Altpapierpacker und schrieb. Am liebsten träumte der in einer Brauerei aufgewachsene Mann in Schenken und Kneipen und lauschte dem von Alkohol befeuertem Redestrom der Gäste. Was er hier an Witz, Weisheit und Wahnsinn aufsog, fand Eingang in Texte, die er zunächst nur für die Schublade schrieb und allenfalls engen Freunden vorlas.

Sendung vom 22.03.2014
Das Bild einer Kasperle-Puppe.

Anarchist und Kinderfreund

Ursprünglich war das Kasperltheater ein derbes Jahrmarktsvergnügen für Erwachsene. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich der Kasperl von einem fast schon ein wenig dämonischen und durchaus aggressiven zu einem stets weiter vermenschlichten und volkstümlichen Charakter.

Sendung vom 15.03.2014
Der Intendant der Städtischen Oper in Berlin, Carl Ebert, aufgenommen 1954.

Fluchtpunkt Türkei

Als Jude sah der Rechtsprofessor Ernst E. Hirsch in Deutschland für sich keine Zukunft mehr und war froh, in der Türkei gebraucht zu werden. Sein Sohn Enver ist nur einer der vielen Zeitzeugen, die vom türkischen Exil erzählen können. 1933 beschloss die türkische Regierung eine Bildungsreform.

Sendung vom 08.03.2014
Die Nahaufnahmen einer Schreibfeder.

Der Lexikograf des Teufels

Ambrose Bierce (1842-1913/14) war der einzige bedeutende amerikanische Schriftsteller, der den Bürgerkrieg (1861-65) als aktiver Soldat von Anfang bis Ende miterlebte. Die Erlebnisse während dieser Zeit prägten seinen Charakter und seine literarischen Werke auf nachhaltige Weise.

Sendung vom 01.03.2014

MiamiDas Tor zur Karibik

Ob Miami Vice, Golden Girls oder CSI: Den meisten Deutschen ist Miami aus dem Fernsehen bekannt. Oder musikalisch: Mit der Combo Miami Sound Machine hat Gloria Estefan den typischen karibischen Miami-Sound weltberühmt gemacht.

Sendung vom 22.02.2014
Der Schauspieler Jürgen Vogel.

FilmDer Star, der keiner sein will

Wenn man an die Stars in der heutigen deutschen Filmbranche denkt, dann fallen einem Namen wie Martina Gedeck oder Matthias Schweighöfer ein, Nina Hoss oder Ronald Zehrfeld, Corinna Harfouch oder auch Florian David Fitz, Bjarne Mädel oder Claudia Michelsen. Aber ein anderer Star sticht besonders hervor.

Seite 1/19