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Interview | Beitrag vom 11.02.2016

Kurznachrichtendienst TwitterErlahmtes Zwitschern

Im Gespräch mit Wolfgang Stuflesser, ARD-Studio Los Angeles

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Ein Laptop mit Social Media Icons auf dem Bildschirm, dahinter Menschen auf der Rollstreppe eines Einkaufszentrums in Hamburg. (picture alliance / dpa / Axel Heimken)
Twitter mischt noch immer und den bedeutenden Social-Media-Anwendungen mit: Doch die Zweifel an der Zukunft des Dienstes werden größer (picture alliance / dpa / Axel Heimken)

Twitter hat seine Quartalszahlen bekannt gegeben. Der Umsatz ist zwar nach oben geklettert, aber die Nutzerzahlen stagnieren. Hier hat der Kurznachrichtendienst ein echtes Problem.

Twitter macht zwar noch immer Verlust, darf sich aber über deutlich gestiegene Einnahmen freuen: Höhere Werbeeinnahmen ließen den Umsatz im vergangenen Quartal um rund 48 Prozent nach oben klettern, auf umgerechnet knapp 630 Millionen Euro.

Doch diese Zahl ist für Anleger und Beobachter weniger interessant als die Anzahl der Nutzer. Und hier hat Twitter ein echtes Problem. Zum ersten Mal in der neunjährigen Geschichte des Unternehmens gelang es nicht, die Zahl der Twitter-Nutzer zu steigern.

Diese ist stattdessen um zwei Millionen gesunken und liegt nun bei 320 Millionen. Zum Vergleich: Fünf Mal so viele Menschen gehen mindestens einmal im Monat auf ihre Facebook-Seite.

Twitter wird durchaus rege genutzt - aber eben nicht von der breiten Masse

Nach Ansicht unseres Korrespondenten Wolfgang Stuflesser wird Twitter durchaus rege genutzt - aber eben nicht von der breiten Masse, sondern eher von technikinteressierten Menschen und den Medien.

Hinzu komme, dass das Unternehmen immer noch nicht wisse, wie es richtig Geld verdienen könne, sagte Stuflesser im Deutschlandradio Kultur. Vorschläge aus der Unternehmensführung wirkten ab und an "wirr".

Der Dienst werde sicher nicht verschwinden, meint er. Die Firma aber vielleicht schon - Stuflesser sieht Twitter inzwischen als Übernahmekandidaten.

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