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Kulturnachrichten

Freitag, 20. Januar 2017

Tabea Zimmermann ist "Künstlerin des Jahres 2017"

Bratschistin ist seit 2013 Vorsitzende des Beethoven-Hauses Bonn

Tabea Zimmermann, international renommierte Bratschistin und Präsidentin des Beethoven-Hauses Bonn, ist "Künstlerin des Jahres 2017" des International Classical Music Awards (ICMA). Die Jury aus Vertretern von Klassik-Magazinen, Online Services und Radiostationen zeichnete die Musikerin aus, die seit 2013 Vorstandsvorsitzende des Stiftungsrates des Beethoven-Hauses ist, wie die Stadt Bonn am Freitag mitteilte. Die ICMA ehrt jährlich Audio- und Videoproduktionen und vergibt Sonderpreise für herausragende klassische Musiker und Musikproduzenten. Zimmermann leitet 2017 zum dritten Mal die "Beethoven-Woche", das Kammermusikfest des Beethoven-Hauses, das an diesem Freitag beginnt.

Hasso Plattner ist Ehrenbürger der Stadt Potsdam

Museum Barberini eröffnet mit Monet, Rodin und Nolde

Wenige Stunden vor der Eröffnung des Museums Barberini in Potsdams historischer Mitte ist Kunstmäzen Hasso Plattner mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet worden. "Wir ehren einen Freund Potsdams für sein gesellschaftliches Engagement in unserer Stadt", sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs bei dem Empfang mit 600 Gästen. Der 72-jährige Milliardär Plattner hatte 1998 das nach ihm benannte Institut für Software-Systemtechnik an der Universität Potsdam gegründet und mit enormen Summen ausgestattet. Mit Millionenspenden für die historische Fassade und das Kupferdach des Landtagsschlosses setzte er deutliche Akzente für den barocken Wiederaufbau der Potsdamer Mitte. Innerhalb von drei Jahren wurde nun in der alten Potsdamer Mitte der Palast Barberini aus dem 18. Jahrhundert wieder aufgebaut. Das neue Potsdamer Kunstmuseum Barberini hat für seine Eröffnungsschauen hochkarätige Kunst aus der ganzen Welt zusammengetragen - darunter etliche Arbeiten von Monet und Rodin.

Empörung über Ehrung von Polanski bei César-Verleihung

Kritiker erinnern an Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Filmemacher

Eine Ehrung von Starregisseur Roman Polanski bei der nächsten Verleihung der französischen César-Filmpreise hat in Frankreich eine Kontroverse ausgelöst. Die Ministerin für Frauenrechte, Laurence Rossignol, nannte die Ehrung wegen alter Vergewaltigungsvorwürfe gegen Polanski "überraschend und schockierend". Die César-Akademie hatte kürzlich bekanntgegeben, dass der polnisch-französische Regisseur Präsident der nächsten César-Verleihung am 24. Februar wird. Wegen der Vorwürfe gegen Polanski, 1977 in den USA eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben, sorgte dies rasch für Aufregung. Die Frauenrechtsgruppe Osez le féminisme (Wagt den Feminismus) rief zu einer Demonstration während der César-Verleihung auf. Bis Freitagmittag hatten mehr als 40.000 Menschen eine Online-Petition gegen Polanski unterschrieben. Für den Regisseur gab es aber auch Unterstützung. Die frühere französische Kulturministerin Aurélie Filippetti sagte, die Vorwürfe gegen Polanski lägen bereits 40 Jahre zurück. "Man kann diese Geschichte nicht immer wieder hervorholen."

Enoch zu Guttenberg erhält Rheingau Musik Preis 2017

Er leitet seit 50 Jahren die Chorgemeinschaft Neubeuern in Bayern

Der Dirigent Enoch zu Guttenberg und die Chorgemeinschaft Neubeuern erhalten den mit 10.000 Euro dotierten Rheingau Musik Preis 2017. Mit ihm würdigt das Rheingau Musik Festival vor allem die Interpretationen des 70-Jährigen der großen Sakralwerke. "Als einer der herausragenden Dirigenten unserer Zeit hat sich Enoch zu Guttenberg mit der Musik auf eine Weise auseinandergesetzt, die ihm internationale Achtung verschafft hat", teilte das Festival in Oestrich-Winkel mit. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 24. Mal vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen der Countertenor Andreas Scholl, die Dirigenten Christoph Eschenbach, Hugh Wolff und Helmuth Rilling sowie der Geiger Gidon Kremer.

Neuer Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker

Kahchun Wong wird ab 2018 vier Jahre das Orchester leiten

Der Singapurer Kahchun Wong wird neuer Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker. Der 30-jährige Dirigent wird von der Saison 2018/19 an für zunächst vier Jahre die Leitung des Orchesters übernehmen. Wong sagte, er wolle mit dem Orchester verstärkt neue, moderne Musik spielen. Sein Traum sei es, den geplanten neuen Konzertsaal in Nürnberg zu eröffnen, der voraussichtlich 2022 fertig sein wird. Der in Singapur geborene Wong studierte Komposition und sammelte als Dirigent in Europa und Asien Erfahrung. Der bisherige Chefdirigent Alexander Shelley geht am Ende der Spielzeit 2016/17 nach Ottawa in Kanada. In der Übergangssaison werden Gastdirigenten das Orchester leiten.

IS zerstört weitere Kulturschätze in Palmyra

Zerstört wurde das Tetrapylon und Teile des römischen Amphittheaters

Die Unesco hat die neuen Übergriffe der Terrormiliz Islamischer Staat auf historische Monumente in der syrischen Oasenstadt Palmyra scharf verurteilt. "Diese Zerstörung ist ein neues Kriegsverbrechen und ein immenser Verlust für das syrische Volk und die Menschheit", sagte Unesco-Chefin Irina Bokowa in Paris. Laut einer Mitteilung der Kulturorganisation der Vereinten Nationen bestätigen Satellitenbilder des UN-Programms Unosat die Zerstörung des Tetrapylons und von Teilen der Bühnenfassade des römischen Amphitheaters. Das Tetrapylon, ein typisches Monument der römischen Architektur, sei ein Symbol für den Geist der Begegnung und die Offenheit Palmyras - "und dies ist auch einer der Gründe, warum es zerstört wurde", sagte Bokowa. Die historische Oasenstadt gehört seit 1980 zum Unesco-Weltkulturerbe.

Unesco: Zerstörungen in Aleppo

Etwa 60 Prozent der Altstadt von Aleppo sind schwer beschädigt

Eine Unesco-Mission hat schwere Schäden am Weltkulturerbe in der lange Zeit heftig umkämpften syrischen Stadt Aleppo beklagt. "Nach einer ersten Schätzung sind ungefähr 60 Prozent der Altstadt von Aleppo schwer beschädigt worden; 30 Prozent wurden völlig zerstört", teilte die Kulturorganisation der Vereinten Nationen in Paris mit. Ein Unesco-Team berichtete nach einem Besuch in den vergangenen Tagen von großen Schäden an der Umayyaden-Moschee, der Zitadelle und anderen historischen Gebäuden. Die Altstadt von Aleppo steht seit 1986 auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes. Die Zerstörung einer der ältesten Städte der Welt sei eine Tragödie für die ganze Menschheit, sagte Unesco-Chefin Irina Bokowa.

Erste Mahler-Uraufführung seit Jahrzehnten

Musikwissenschaftler entdeckte Gustav Mahler-Werk in Paris

Eine bislang unveröffentlichte Version des Erntelieds von Gustav Mahler (1860 - 1911) wird Ende Januar in Tübingen uraufgeführt. Jörg Rothkamm vom Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Tübingen habe das Werk in der "Médiathèque Musicale Mahler" in Paris entdeckt, teilte die Hochschule mit. Zu Gehör kommt das Stück am 31. Januar. Das Erntelied basiert auf einem Gedicht von Gustav Falke (1853 - 1916). Nach Angaben der Universität Tübingen liegen die letzten Gustav Mahler Uraufführungen Jahrzehnte zurück.

Konzerthäuser hoffen auf mehr Besucher

Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie: ein "Wintermärchen" für die klassische Musik

Nach der Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie hofft der Vorsitzende der Deutschen Konzerthauskonferenz, Benedikt Stampa, auf erhöhte Besucherzahlen für Konzerthäuser. "Durch die mediale Präsenz dringt das Thema 'Klassische Musik' in Kreise vor, die sich bisher nicht damit beschäftigt haben", sagte Stampa. Was die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 als "Sommermärchen" für den Fußball gewesen sei, könne die Eröffnung der Elbphilharmonie ein "Wintermärchen" für klassische Musik werden, sagte Stampa. Dafür müsse die Klassik demokratisiert werden. Musik sei nur als Werk elitär, das Drumherum solle es nicht sein, sagte der Geschäftsführer und Intendant des Dortmunder Konzerthauses.

US-Schauspieler Miguel Ferrer ist tot

"Twin Peaks"-Schauspieler und Cousin von George Clooney wurde 61 Jahre alt

Der amerikanische Schauspieler Miguel Ferrer, Sohn von Oscar-Preisträger Jose Ferrer ("Cyrano de Bergerac") und der Sängerin Rosemary Clooney ("Everything Happens to Me"), ist tot. Wie US-amerikanische Medien berichteten, erlag Ferrer am Donnerstag einem Krebsleiden. Ferrer, ein Cousin von Hollywood-Star George Clooney, war aus Filmen wie "Robocop", "Alf - Der Film" und "Traffic - Macht des Kartells" bekannt. Er spielte auch in zahlreichen TV-Serien mit, darunter "Twin Peaks" und "NCIS: Los Angeles". Ferrer habe die Welt "heller und lustiger" gemacht, sagte George Clooney über seinen Cousin. Sein Tod habe die Familie schwer getroffen. "Twin Peaks"-Co-Star Kyle MacLachlan drückte auf Twitter seine Trauer aus. In der Mystery-Serie spielte Ferrer den Forensik-Experten Albert Rosenfield.

Zwei gestohlene Van Goghs kehren zurück

Italien gibt zwei gestohlene Van-Gogh-Bilder an ein Museum in Amsterdam zurück.

Ein italienischer Richter habe der Rückgabe zugestimmt, teilte der Direktor des Van-Gogh-Museums, Rueger, mit. Der "Strand von Scheveningen" und "Die Kirche von Nuenen mit Kirchgängern" waren vor 14 Jahren in einer spektakulären Aktion gestohlen worden. Die Diebe waren damals mit einer Leiter auf das Dach des Amsterdamer Museums geklettert, hatten eine Scheibe eingeschlagen und sich dann in den Ausstellungsraum abgeseilt. Im September 2016 fanden italienische Ermittler die Bilder bei einer Razzia im Haus eines neapolitanischen Drogenbarons. Die niederländische Kulturministerin Jet Bussemaker sprach von einer "exzellenten Nachricht". Jeder werde "diese Werke bald wieder im Van-Gogh-Museum genießen können".

Sundance Festival in Park City eröffnet

Robert Redford würdigt die Bedeutung politischer Dokumentationen.

Der Schauspieler und Oscarpreisträger Robert Redford (80) hat am Donnerstagabend im US-Wintersportort Park City (Utah) das Sundance Filmfestival eröffnet. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. Bis zum 29. Januar werden über 120 Spielfilme sowie Dokus und Kurzfilme aus Dutzenden Ländern gezeigt. Unter den Eröffnungsfilmen ist die Dokumentation "An Inconvenient Sequel", die Fortsetzung des Oscar-gekrönten Films "Eine unbequeme Wahrheit", in dem der frühere US-Vizepräsident und Klimaaktivist Al Gore vor zehn Jahren die globale Erwärmung beleuchtete. Das Festival sei nicht direkt politisch, sagte Redford angesichts der anstehenden Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Es sei aber sehr wichtig, Filmschaffende darin zu unterstützen, ihre Geschichten zu erzählen, auch mit politischen Inhalten.

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