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Kulturnachrichten

Donnerstag, 23. März 2017

Kristjan Järvi verlässt Sinfonieorchester des MDR

2017/18 wird seine letzte Spielzeit in Leipzig

Kristjan Järvi hat seinen Rückzug vom MDR-Sinfonieorchester angekündigt. Er werde nach der Sommerpause 2017 seine letzte Spielzeit in Leipzig beginnen, teilte der Mitteldeutsche Rundfunk in Leipzig mit. "Kristjan Järvi hat das Repertoire des MDR-Orchesters enorm erweitert", erklärte Programmdirektorin Nathalie Wappler Hagen. So habe es der Este geschafft, vor allem junge Leute für die sinfonische Musik zu gewinnen. Der 44-Jährige ist seit 2012 Dirigent des MDR-Orchesters. Außerdem leitet er weitere Orchester und betreibt eine eigene Produktionsfirma.

Buchmesse: Tschechien wird Schwerpunktland 2019

Nächstes Jahr wird sich Rumänien in Leipzig präsentieren

Tschechien wird sich 2019 als Schwerpunktland auf der Leipziger Buchmesse präsentieren. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute unterzeichnet, wie eine Messe-Sprecherin mitteilte. In diesem Jahr präsentiert sich Litauen unter dem Motto "Fortsetzung folgt" auf der Leipziger Buchmesse. Das kleine baltische Land hat 26 neu übersetzte Bücher mit nach Leipzig gebracht, dazu kommen rund 60 Veranstaltungen im Rahmenprogramm. 2018 wird Rumänien das Gastland sein.

Leipziger Belletristik-Preis für Natascha Wodin

Für ihren Roman "Sie kam aus Mariupol"

Der Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse geht an Natascha Wodin. Sie erhält die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Roman "Sie kam aus Mariupol", wie die Jury mitteilte. Das Buch beschäftigt sich mit dem Schicksal von Wodins Mutter, die als Zwangsarbeiterin aus der Sowjetunion nach Deutschland verschleppt wurde. Natascha Wodin wurde am 8. Dezember 1945 in Fürth geboren und wuchs in Lagern für "Displaced Persons" auf. Nach dem Suizid der Mutter wurde sie in einem katholischen Mädchenheim untergebracht. Der Literatur näherte sie sich über eine Tätigkeit als Dolmetscherin an. In ihren Werken setzt Natascha Wodin sich vor allem mit dem Thema der Entwurzelung, Fremdheit und Ortlosigkeit auseinander.

Leipziger Buchpreise für Sachbuch und Übersetzung vergeben

Das teilte die Jury mit

Der Preis der Leipziger Buchmesse in der Sparte Sachbuch/Essayistik geht an Barbara Stollberg-Rilinger für ihr Buch "Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit". Die 1955 geborene Stollberg-Rilinger ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Münster. In der Sparte Übersetzung geht die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung an Eva Lüdi Kong. Sie hat "Die Reise in den Westen" aus dem Chinesischen ins Deutsche übertragen. Lüdi Kong, Jahrgang 1968, lebte 25 Jahre in China, arbeitete in Lehre und Forschung und widmet sich bis heute vorrangig der Übersetzung und Kulturvermittlung.

Asli Erdogan rechnet mit Annahme des Referendums

Autorin durfte nicht zur Leipziger Buchmesse reisen

Die wegen Terrorvorwürfen angeklagte Asli Erdogan rechnet bei dem Referendum am 16. April in der Türkei mit einem Erfolg von Präsident Recep Tayyip Erdogan. "Ich bin pessimistisch. Ich denke, dass die Ja-Stimmen die Mehrheit erlangen werden", sagte sie in einer Videoschaltung aus Istanbul. Der vorübergehend inhaftierten Autorin droht wegen ihrer Arbeit für die inzwischen geschlossene prokurdische Zeitung "Özgür Gündem" lebenslange Haft. Deshalb darf sie die Türkei nicht verlassen.

Kreml reagiert auf Ausladung vom ESC

Der Schlagabtausch geht weiter

Die Ukraine hat das Einreiseverbot für die russische ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa konkretisiert: Sie darf das Land für drei Jahre nicht betreten. Derweil hat auch der Kreml auf die Ausladung in Kiew reagiert: Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte laut Interfax: Das Einreiseverbot werte den Wettbewerb ab. Das sei "ein Schlag für das Image des Eurovision Song Contests". Das russische Staatsfernsehen erwägt, den ESC aus Protest in diesem Jahr nicht im Fernsehen zu übertragen. Der Sender Pervy Kanal will die im Rollstuhl sitzende Julia Samoilowa im kommenden Jahr wieder für eine ESC-Teilnahme nominieren.

Sloterdijk erhält Helmuth-Plessner-Preis 2017

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird im September in Wiesbaden verliehen

Der Philosoph und Schriftsteller Peter Sloterdijk wird in diesem Jahr mit dem Wiesbadener Helmuth-Plessner-Preis ausgezeichnet. Der mit 20 000 Euro dotierte Preis wird zum zweiten Mal von der Stadt Wiesbaden in Kooperation mit der Helmut-Plessner-Gesellschaft vergeben, wie die Stadt mitteilte. "Mit seinen Beiträgen und Büchern hat Peter Sloterdijk in Deutschland - und darüber hinaus - zahlreiche Debatten ausgelöst und Denk-Impulse in weite Teile unserer Gesellschaft gegeben", sagte Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz (CDU). Der Philosoph und Soziologe Helmuth Plessner wäre in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden. Die Preisverleihung soll am 4. September 2017 im Wiesbadener Rathaus stattfinden.

Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig eröffnet

Schon jetzt ein Symbol des politischen Streits mit der Regierung

Nach acht Jahren Bauzeit wurde heute das Haus in Danzig eröffnet. Weil die Konzeption von Gründungsdirektor Pawel Machcewicz dem Geschichtsverständnis der polnischen PiS-Regierung nicht zusagt, wird seit Monaten heftig gestritten. Die Dauerausstellung sollte den 2. Krieg im europäischen Kontext zeigen. Das ist der rechtskonservativen Regierung nicht „national“genug. Zu universalistisch sei der Ansatz, am Beispiel Polens das Leid der gesamten Zivilbevölkerung zu zeigen. Nach Meinung der Nationalkonservativen sollte die polnische Perspektive stärker hervorgehoben werden - die Polen als Opfer der Nazis und Helden im Untergrund sowie an der Front. Vor Monaten schon wollte die Politik das Museum in ein Kulturinstitut umwandeln und deshalb mit dem Museum Westerplatte zusammenlegen. Das untersagte ein Gericht. Auch Danzigs Bürgermeister Pawel Adamowicz warnte: Würden Änderungen an der Ausstellung vorgenommen, wäre es eine Verschwendung von Steuergeldern. Ein Ende des Streits ist nicht absehrbar. Initiiert wurde das Museum unter dem liberal-konservativen polnischen Premier Donald Tusk.

Dunja Hayali gibt "Junger Freiheit" Interview

Sie mache sich aber nicht mit der politischen Tendenz der Zeitung gemein

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali hat der rechtskonservativen Wochenzeitung "Junge Freiheit" ein Interview gegeben und darin für einen offenen Dialog ungeachtet politischer Positionen plädiert. "Wir müssen die Meinung des anderen aushalten können, ohne sie sofort zu verunglimpfen oder persönlich zu werden", sagte die 42 Jahre alte Journalistin der Zeitung. "Wenn der Dialog endet, können wir alle einpacken", betonte sie. Auf ihrer Facebook-Seite erklärte Hayali, sie sei zutiefst davon überzeugt, "dass miteinander reden besser ist als übereinander zu reden". Wenn sie der "Jungen Freiheit" ein Interview gebe, mache sie sich nicht mit der politischen Tendenz der Zeitung gemein. "Wer für den Dialog plädiert, muss eben auch an Grenzen gehen", argumentierte die "Morgenmagazin"-Moderatorin, die bei der Entgegennahme der "Goldenen Kamera" im Februar 2016 ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Hass in sozialen Netzwerken und Beschimpfungen von Journalisten hielt.

Sandmännchen ab April auch in Gebärdensprache

Sendung ist über alle Kanäle zu empfangen

Nach mehr als 57 Jahren wünscht der Sandmann ab April auch in Gebärdensprache eine gute Nacht. Ab dem 3. April zeigt der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) im Internet täglich Gebärdenvideos, in denen gehörlose Kinder und Jugendliche den Sandmann übersetzen, wie der Sender mitteilte. Der Sandmann baue "eine Brücke zwischen den Welten Hörender und nicht Hörender", erklärte RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. Die Sandmann-Folgen in Gebärdensprache können künftig über die Webseite www.sandmann.de, über die Mediatheken von RBB und ARD sowie über die verschiedenen Sandmann-Apps angeschaut werden. Der Sandmann hat jeden Abend rund anderthalb Millionen Zuschauer. Am 22. November 1959 erschien das Sandmännchen zum ersten Mal auf dem Bildschirm.

Florian Ebner geht ins Centre Pompidou

Das teilte das Haus in Paris mit

Florian Ebner wird Chef des Fotografie-Department im Centre Pompidou. Der 1970 geborene Kunsthistoriker tritt sein neues Amt am 1. Juli an. Gegenüber Deutschlandradio Kultur sagte er: "Es ist eine große Freude und auch eine große Verantwortung, ich habe sehr viel Respekt vor dem Ort und vor der Sammlung, auch vor der Arbeit meines Vorgängers – ein großes Abenteuer." Er sei schon als 19-jähriger Fotograf im Centre Pompidou gewesen, habe später auch in Frankreich studiert. "Das war schon immer ein Ort, der mir sehr wichtig war", so Ebner weiter. Der in Regensburg geborene Ebner studierte Fotografie in Arles. 2008/09 leitete er die fotografische Sammlung der Berlinischen Galerie. 2009 wurde er zum Chef des Museums für Photographie in Braunschweig berufen. 2012 ging er zum Folkwang Museum in Essen. 2015 kuratierte er auf der Biennale in Venedig den deutschen Pavillon.

ZDF legt Kultur- und Wissenschaftsredaktionen zusammen

70 Arbeitsplätze werden abgebaut

Das ZDF will seine Kultur- und Wissenschaftsredaktionen zusammenlegen und Doppelstrukturen auflösen. Dazu werde zum 1. April die für 3sat und Arte zuständige Direktion Europäische Satellitenprogramme (ESP) aufgegeben, teilte das ZDF in Mainz mit. Damit entfalle ein Direktorenposten im Sender. Mit der Fusion würden bis 2025 in den Redaktionen und in der Produktion rund 70 Arbeitsplätze abgebaut. ZDF-Intendant Thomas Bellut sagte, dies sei "ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer schlanken Organisation des ZDF, der gleichzeitig die Programmbereiche Kultur und Wissen stärkt".

Kunden kündigen wegen Hassvideos Werbung bei YouTube

Auch der Pharmariese steigt aus

Der Umgang mit Hassvideos setzt Google auch wirtschaftlich unter Druck. Nach den US-Mobilfunkkonzernen Verizon und AT&T und dem Kaufhaus-Konzern Marks and Spencer hat nun auch Johnson & Johnson seine Werbung auf Youtube vorläufig aber weltweit ausgesetzt. Damit solle sichergestellt werden, dass eigene Anzeigen "nicht auf Kanälen erscheinen, die für anstößige Inhalte werben", so das Unternehmen. Google steht in der Kritik, weil bis Dienstag vor Videos Spots mit homophoben und antisemitischen Inhalten zu sehen waren. Der US-Technologiekonzern hat Besserung versprochen.

Alfred-Kerr-Preis für Andreas Breitenstein

"NZZ"-Literaturkritiker wird für "die Kontinuität des literaturkritischen Schaffens" ausgezeichnet

Andreas Breitenstein von der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ) ist mit dem Alfred-Kerr-Preis 2017 für Literaturkritik geehrt worden. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung des Wochenmagazins "Börsenblatt" wurde ihm im Rahmen der diesjährigen Leipziger Buchmesse überreicht. In der Begründung der Jury hieß es, Breitenstein vermittele mit großem Wissen und Sachverstand Nationalliteraturen des gesamten ost- und mitteleuropäischen Raumes. "Auf sein genaues Urteil kann man sich verlassen, denn stets liest und beurteilt er vor einem weiten Horizont, weiß Bücher philosophisch, historisch und politisch einzuordnen und über sie hinauszuweisen", so die Jury. Das habe im heutigen Europa auch politische Bedeutung. Der Alfred-Kerr-Preis wurde 1977 gestiftet, seit 1996 geht er jeweils an eine Einzelperson. Er wird nicht für eine Einzelkritik, sondern für die Kontinuität des literaturkritischen Schaffens vergeben.

NDR-"Extra 3" mit neuem Erdogan-Satire-Song

Neuer Text zu "99 Luftballons"

Die Satiresendung "Extra 3" vom Norddeutschen Rundfunk nimmt ein Jahr nach dem Eklat um "Erdowie, Erdowo, Erdogan" mit einem neuen Text den türkischen Staatspräsidenten Erdogan auf's Korn. Wie der NDR mitteilte, heißt es diesmal zur Melodie von Nenas "99 Luftballons" unter anderem: "Er will, dass Frau'n fünf Kinder kriegen. Klar, dass alle auf ihn fliegen". Mit Blick auf inhaftierte Journalisten wird gesungen: "Die werden erstmal eingelocht. Todesstrafe kommt dann noch." Wegen des ersten satirischen Protests der "Extra 3"-Redaktion war der deutsche Botschaft in Ankara einberufen worden. In der Folge hatte Jan Böhmermann sein "Schmähgedicht" vorgetragen.

Liverpool bereitet 50. Geburtstag von Sgt Pepper vor

Die Beatles veröffentlichten die Platte am 1. Juni 1967

Es ist noch immer das erfolgreichste Album aller Zeiten: "Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band". Liverpool wird das Album der Beatles ein halbes Jahrhundert nach Erscheinen mit einer dreiwöchigen Party würdigen. Dabei erhält jeder der 13 Songs eine eigene Veranstaltung. Das Festival wird von Paul McCartney und Ringo Starr unterstützt. Beide haben allerdings nicht zugesagt, persönlich vorbeizuschauen. Der künstlerische Leiter Sean Doran will aus der ganzen Stadt einen Plattenspieler machen.

Leipziger Preisgeld ein "Ehrensold" für Übersetzer

Literaturkritiker und Juror Burkhard Müller über die literarische Übersetzung

Die Lage der Übersetzer in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert. Das meint auch Literaturkritiker Burkhard Müller, der zur Jury des Leipziger Buchpreises in der Sparte "Übersetzung" gehört. Die "etwas würdelosen Zustände von früher" gebe es nicht mehr, so Müller gegenüber Deutschlandradio Kultur. Dennoch könnten vom Übersetzen nur wenige leben. Die typische Übersetzer-Biografie sei ein "Gemischtwarenladen", der zudem schlecht bezahlt ist. Immerhin würden Übersetzer inzwischen auf "dem Schmutztitel des Buches und bei Rezensionen" genannt. Letztlich sei so aber auch das Leipziger Preisgeld nur ein "Ehrensold", nichts anderes hieße ja Honorar, so Müller. In diesem Jahr für den Leipziger Buchpreis nominiert sind Holger Fock und Sabine Müller, die aus dem Französischen ins Deutsche übersetzen. Gregor Hens (aus dem Englischen), Eva Lüdi Kong (aus dem Chinesischen), Gabriele Leupold (aus dem Russischen) und Petra Strien (aus dem Spanischen).

Madrider Museum muss Meteorit an Finder abgeben

Er ist Spaniens bekanntestes Stück kosmischen Gesteins

Das Nationalen Museum für Naturwissenschaften in Madrid hat einen Meteoriten an die Erbin seines Finders zurückgegeben. Dem war ein langer Rechtsstreit vorausgegangen. In Colomera bei Granada hatte Antonio Pontes den mehr als 100 Kilo schweren Meteorit 1912 in seinem Gemüsegarten ausgegraben. 1934 hatte er ihn dem MNCN als Pfandleihgabe überlassen. "Er ist der erste, der in Spanien gefunden wurde, und wegen seiner Größe auch der wichtigste", erklärt MNCN-Direktor Santiago Merino. Der Brocken war jahrzehntelang in Madrid untersucht worden und 1968 an die University of California geschickt worden. In den Monaten vor der Mondlandung von Neil Armstrong, analysierte die Nasa den Meteoriten. Die Famile Pontes begann sich 2008 offiziell für den Meteoriten zu interessieren. Für die wissenschaftliche Gemeinschaft des südeuropäischen Landes sei der Verlust des Meteoriten von Colomera ein großes Unglück, so der Geologe Javier García Guinea vom staatlichen Forschungsinstitut CSIC. Man stelle sich vor, das Gemälde "Las Meninas" (des spanischen Malers Diego Velázquez aus dem Jahr 1656) tauchte in einem Kaufhaus auf.

Kandidatenliste für Hans Otto Theater steht

Vier Bewerber ausgewählt

Die Findungskommission zur Suche nach einem neuen Intendanten für das Potsdamer Hans Otto Theater hat sich auf vier Kandidatinnen und Kandidaten geeinigt. Sie sollen in die nächste Sitzung eingeladen werden und sich dort vorstellen. Das teilte die Stadtverwaltung am Abend mit. Ein neuer Intendant soll das Theater ab der Spielzeit 2018/19 übernehmen. Die elf Kommissionsmitglieder waren gestern unter Leitung von Oberbürgermeister Jann Jakobs zu ihrer konstituierenden Sitzung im Rathaus zusammengekommen und hatten die 80 eingegangenen Bewerbungen gesichtet. Es lagen den Angaben zufolge 11 Gruppen- und 69 Einzelbewerbungen vor.

Festakt eröffnete Leipziger Buchmesse

Heute Nachmittag werden die Buchpreise verliehen

"Wir brauchen Verlage, Autoren und Journalisten, die Wissen differenziert aufbereiten und Meinungsvielfalt ermöglichen, um ihre Leserinnen und Leser zu befähigen, sich eine eigene fundierte Meinung über das Weltgeschehen zu bilden." Mit einer Rede hat der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, die Leipziger Buchmesse eröffnet. Demokratie lebe vom Diskurs und der Vielfalt an Meinungen. Diese zu fördern, sei eine wesentliche Aufgabe der Buchbranche. Doch um die Meinungs- und Pressefreiheit sei es zunehmend schlecht bestellt: Riethmüller appellierte an die Politik, Meinungsfreiheit in diesen Ländern einzufordern und "nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen". Dem französischen Schriftsteller und Übersetzer Mathias Enard wurde für seinen Roman "Kompass" der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung überreicht. Enard sagte in seiner Dankesrede, er habe in seinem Roman versucht, "von Neuem ein wenig Licht auf den östlichen Teil der Geschichte der europäischen Kultur zu werfen". Häufig werde heutzutage vergessen, dass der Mittelmeerraum ein äußerst lebendiger und wichtiger Teil der europäischen Geschichte sei.

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