Seit 15:30 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 15:30 Uhr Tonart
 
 

Kulturnachrichten

Montag, 27. März 2017

Jugendstil-Sammlung geht an Wiesbadener Museum

Haus wird damit zu einem wichtigen europäischen Jugendstilzentrum

Das Museum Wiesbaden bekommt von einem Mäzen aus der Stadt 570 Werke aus der Zeit des Jugendstils und des Symbolismus geschenkt. Damit werde das Haus zu einem wichtigen europäischen Zentrum des Jugendstils, teilte das hessische Kunstministerium in Wiesbaden mit. Die Gemälde, Möbel, Plastiken und anderen Werke der beiden künstlerischen Strömungen seien kunstgeschichtlich einzigartig. Die Objekte sollen ab dem 28. Juni 2019 im Südflügel des Museums in einer dauerhaften Ausstellung zu sehen sein. Am Mittwoch, unterzeichnet Kunstminister Boris Rhein (CDU) den Schenkungsvertrag und stellt den Stifter vor.

Millionen-Goldmünze aus Bode-Museum gestohlen

100 Kilo-Münze gilt als eine der seltensten, wertvollsten und reinsten der Welt

Aus dem Berliner Bode-Museum ist eine Goldmünze im Wert von 3,7 Millionen Euro gestohlen worden. Wie die Polizei bestätigte, raubten Einbrecher die ungewöhnliche, etwa 100 Kilo schwere Münze nachts unbemerkt aus dem Gebäude auf der Berliner Museumsinsel. Es wird vermutet, dass die Diebe mit einer Leiter von der S-Bahntrasse vor dem Museum durch ein Fenster eingestiegen sind. Die Münze hat einen Durchmesser von 53 und eine Dicke von 3 Zentimetern, sie zeigt das Bild von Königin Elizabeth II. Das wertvolle Stück, das als eine der seltensten, wertvollsten und reinsten Goldmünzen der Welt gilt, sei eine Leihgabe an das Museum gewesen, hieß es. Die Polizei nimmt an, dass die Diebe sie einschmelzen werden.

Isabelle Huppert: Theater leistet Widerstand

Schauspielerin ist Botschafterin am heutigen Welttheatertag

„Das Theater ist stark, es leistet Widerstand hat die französische Schauspielerin Isabelle Huppert zum heutigen Welttheatertag gesagt. „Theater, das ist der andere, ist Dialog, ist Abwesenheit von Hass, so die Schauspielerin in ihrer vom Internationalen Theaterinstitut (ITI) übermittelten Botschaft. 1961 wurde der 27. März zum „Welttheatertag proklamiert, mit dem an die Bedeutung und Wirkung der Bühnenkunst in der Gesellschaft erinnert werden soll. In aller Welt finden zahlreiche Veranstaltungen rund um Theateraufführungen statt. Außerdem vergibt das Internationale Theaterinstitut in diesem Jahr eine Auszeichnung an die israelische Autorin und Regisseurin Yael Ronen, Begründung von ITI-Präsident Joachim Lux: "Yael Ronen betritt mit ihren Inszenierungen das verminte Gelände interkultureller Konflikte. Ihre Arbeit ist spielerisch, unbefangen, leicht, unideologisch, nie moralin oder politically correct."

Filme könnten schneller ins Streaming kommen

Ende des Jahres soll "Premium-Video-on-Demand" für Hollywood-Produktionen verfügbar sein

Hollywood bereitet laut einem Zeitungsbericht einen Tabubruch vor: Filme könnten demnächst schon weniger als 45 Tage nach dem Kinostart auf Abruf für Zuhause verfügbar sein. Der Preis für "Premium-Video-on-Demand" könnte allerdings bei 30 bis 50 Dollar liegen, schrieb das "Wall Street Journal". Mit einem Start sei Ende des Jahres zu rechnen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Aktuell vergehen mehrere Monate, bis ein Film auf die kleinen Bildschirme kommt. Die Kinos sperren sich gegen einen Verkürzung dieser Zeit, weil sie einen Rückgang der Besucherzahlen befürchten. Ihnen werde derzeit als Ausgleich eine Beteiligung an den Erlösen aus dem künftigen Streaming-Geschäft angeboten, schrieb die Zeitung. Die Kinobranchge steht aktuell stark unter Druck. Wegen der Konkurrenz von Eigenproduktionen von Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon werden Kinofilme Monate nach dem Leinwanddebüt weniger nachgefragt.

Burkhard Kosminski soll Intendant in Stuttgart werden

eutschlandFindungskommission sprach sich einstimmig für den Mannheimer Intendanten aus

Neuer Intendant des Schauspiels Stuttgart soll Burkhard Kosminski werden. Das empfahl die zuständige Findunskommission einstimmig, wie die Stuttgarter Zeitung meldete. Der 56jährige Intendant des Theaters Mannheim soll Nachfolger von Armin Petras werden, der seine Intendanz 2018 vorzeitig beenden wird. Kosminski arbeitete zuvor beim Schauspiel Franbkfurt und an der Berliner Schaubühne. Die endgültige Entscheidung über die Nachfolge von Armin Petras fällt der Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater am 24. April.

Muslime in Deutschland sehr aktiv in Flüchtlingshilfe

Bertelsmann Studie betont gesellschaftliche Brückenbauerfunktion

Muslime in Deutschland sind beim Einsatz für Flüchtlinge wesentlich aktiver als Christen und Atheisten. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung zur Rolle der Religionen haben sich 44 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime im vergangenen Jahr für Asylsuchende eingesetzt. Von Christen sei jeder fünfte, von den Konfessionslosen knapp jeder sechste in der Flüchtlingshilfe aktiv. Zahlenmäßig engagieren sich allerdings mehr Christen als Muslime, weil in Deutschland etwa zehnmal so viele Christen wie Muslime leben. Vorurteile, dass Muslime sich nur wenig in der Flüchtlingshilfe beteiligen und kaum gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, träfen nicht zu, bilanzierte die Stiftung. Auch der Verdacht, dass Muslime die Flüchtlingshilfe für eine religiöse Einflussnahme missbrauchten, werde widerlegt. Allenfalls bei zwei Prozent der Helfer könne von einer Absicht gesprochen werden, Flüchtlinge zu radikalisieren. Die große Mehrheit der Muslime werbe für eine offene Haltung gegenüber anderen Religionen. "Muslime sind mit ihrem Engagement in der Flüchtlingshilfe wichtige Brückenbauer in unsere Gesellschaft", sagte der Experte für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung, Stephan Vopel.

Kulturgroschen für Petra Roth

Deutschen Kulturrat würdigt kulturpolitische Verdienste

Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, erhält den Kulturgroschen des Deutschen Kulturrates. Ausgezeichnet werde sie wegen ihrer besonderen kulturpolitischen Verdienste, teilte der Kulturrat mit. Laudator ist der Regisseur Hans Neuenfels. Die CDU-Politikerin war von 1995 bis 2012 Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main über mehrere Jahre hinweg Präsidentin des Deutschen Städtetags. Der Kulturgroschen wird seit 1992 für kulturpolitische Lebensleistungen oder für eine Leistung langfristiger Tragweite vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen der Filmemacher Edgar Reitz, der Dirigent Daniel Barenboim sowie die Politiker Johannes Rau, Rita Süssmuth, Bernd Neumann und Wolfgang Thierse.

Lincke-Ring für Wolfgang Niedecken

Außenminister Gabriel überreicht Preis

Wolfgang Niedecken (65), Gründer der legendären Kölsch-Rock-Gruppe BAP, hat den Paul-Lincke-Ring 2017 der Stadt Goslar erhalten. Der Künstler nahm die Auszeichnung zu Ehren des Komponisten in Goslar-Hahnenklee entgegen, überreicht wurde der Ring von Außenminister Gabriel. Seit den 70er Jahren habe Niedecken mit BAP die deutsche Rockmusik geprägt und kontinuierlich weiter entwickelt, sagte Goslars Oberbürgermeister Junk. Niedecken stehe für authentische, ehrliche Musik. "Kaum jemand verbindet in seinem Werk so erfolgreich eine hohe persönliche Glaubwürdigkeit, die Liebe zur Heimatregion und die Fähigkeit, eingängige, universal gültige Hits zu schreiben, von denen viele längst zum deutschen Popmusikkanon gehören", heißt es in der Begründung der Jury. Der seit 1955 regelmäßig verliehene Paul-Lincke-Ring erinnert an den Komponisten Paul Lincke, der 1946 in Goslar-Hahnenklee beigesetzt wurde. Gewürdigt werden Komponisten, Textdichter und Interpreten, die sich um die deutsche Unterhaltungsmusik und neue musikalische Bühnenwerke in besonderem Maß verdient gemacht haben.

Zehntausend Menschen feiern Europa in Berlin

Mehr Menschen denn je beim "Pulse of Europe"

Mehr als zehntausend Menschen sind in Berlin am Wochenende auf die Straße gegangen, um ihre Begeisterung für die Europäische Idee zu bekunden. Nach gut 4000 Teilnehmern beim "March of Europe" gestern kamen am Sonntag nach Angaben des Veranstalters 6500 Menschen zum siebten Berliner Treffen der Initiative "Pulse of Europe" - so viele waren es noch nie gewesen. Die Veranstaltungen fanden am Wochenende des Jahrestages der Römischen Verträge statt, die vor 60 Jahren den Grundstein für die Europäische Union legten und wenige Tage bevor Großbritannien offiziell den Austritt aus der Union beantragen will. Bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gendarmenmarkt hielten die Teilnehmer zunächst eine Schweigeminute für die Opfer des internationalen Terrorismus ab. Nach Reden des Künstlers Wolfgang Tillmans und der Publizistin Lea Rosh zersägten Demonstranten aus verschiedenen EU-Ländern symbolisch einen Schlagbaum. Zu "Let the sun shine" tanzten die Europa-Fans im Kreis und sangen - wie bei jeder "Pulse of Europe"-Veranstaltung - zum Abschluss die Europahymne "Ode an die Freude".

Britische Innenministerin will Zugang zu Whatsapp

Debatte über Botschaften beim Kurznachrichtendienst

Nach dem jüngsten Anschlag von London ist in Großbritannien eine Debatte über die Verschlüsselung von Kurznachrichten entbrannt. Anlass sind Medienberichte, die nahelegen, dass der Attentäter Khalid Masood kurz vor dem Anschlag noch den Kurznachrichtendienst Whatsapp nutzte. Die britische Innenministerin Amber Rudd forderte Whatsapp und andere Social-Media-Unternehmen auf, Sicherheitsbehörden Zugang zu verschlüsselten Nachrichten zu gewähren. "In dieser Situation müssen wir sicherstellen, dass unsere Geheimdienste Zugang zu verschlüsselten Whatsapp-Nachrichten haben", sagte Rudd. Sie kündigte an, in der kommenden Woche auf eine Reihe von Firmen mit Vorschlägen für eine Zusammenarbeit zuzugehen. Die Polizei wollte sich zu möglichen Whatsapp-Chats Masoods nicht äußern. Masood war am Mittwoch mit einem Wagen gezielt in Fußgänger auf der Westminster-Brücke in London gefahren. Er tötete vier Menschen und wurde dann von Sicherheitskräften erschossen.

Religionswissenschaftler präsentiert "Penis-Komplex"

Ungewöhnlicher Essay auf der Leipziger Buchmesse

Der Religionswissenschaftler Gerhard Staguhn hält Sexualität für absolut individuell: "Es gibt auf dieser Welt 7,5 Milliarden Sexualitäten", sagte er bei der Präsentation seines Essays "Der Penis-Komplex" auf der Leipziger Buchmesse. Staguhn analysiert das männliche Geschlechtsteil aus biologischer, historischer, psychologischer und persönlicher Sicht. Wer den Penis eingehender betrachten wolle, betrete "das heikle Feld des Obszönen" – und Staguhn hatte deshalb lange Zeit Mühe, einen Verlag für das Manuskript zu finden, wie er in Leipzig erzählte. Der renommierte Verlag zu Klampen aus dem niedersächsischen Springe hat schließlich zugegriffen und nun "Der Penis-Komplex" herausgebracht. Um starke Thesen, die Diskussionen auslösen können, ist Staguhn nicht verlegen: Zum Beispiel behauptet er, die Klitoris sei der bessere Penis, weil sie sensibler sei und der Besitzerin mehr Lust verschaffe als der Penis seinem Besitzer.

Leipziger Buchmesse mit Besucherrekord

285 000 Gäste gezählt

Die Leipziger Buchmesse hat 2017 erneut die Besucherzahl gesteigert. Wie die Veranstalter heute mitteilten, kamen 285 000 Gäste auf die Messe und das dazugehörige Festival "Leipzig liest". Im Vorjahr hatte die Messe rund 260 000 Besucher gezählt. Die Frühlingsschau der Branche habe gezeigt, wie lebendig die Begeisterung der Leser für Bücher und Büchermacher sei, erklärte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. Auch die Messe an sich wuchs. 2493 Aussteller (Vorjahr: 2250) aus 43 Ländern hatten sich von Donnerstag bis Sonntag in Leipzig präsentiert.

Gedenkfeier für Carrie Fisher und Debbie Reynolds

Hunderte Fans trauern in Los Angeles

Drei Monate nach dem Tod von Debbie Reynolds und ihrer Tochter Carrie Fisher haben Hunderte Fans der beiden Schauspielerinnen bei einer öffentlichen Trauerfeier gedacht. Mehr als 9000 weitere verfolgten die live übertragene Zeremonie in Los Angeles laut Reynolds' Website zudem im Internet. Zu sehen waren Filmausschnitte, Musik und Tanz aus den Karrieren der beiden, die so unterschiedlich waren wie Reynolds' Film-Musical "Singin' In The Rain" und Fishers Rolle als Prinzessin Leia in den ersten "Star Wars"-Filmen. Stunden vor Beginn hatten sich Fans vor dem Forest-Lawn-Friedhof an den Hügeln von Hollywood angestellt, um einen der 1200 Sitzplätze im Auditorium zu ergattern. Teil der Show waren neben einem Film und Fotokollagen auch Reden von Freunden und Familienmitgliedern, Tanz- und Chor-Aufführungen sowie eine militärischen Ehrenwache. Reynolds und Fisher waren im Dezember gestorben, nur wenige Tage auseinander. Im Januar wurden beide im kleinen Kreis auf dem Forest-Lawn-Friedhof bestattet.

Kulturnachrichten hören

März 2017
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur