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Kulturnachrichten

Freitag, 29. Juli 2016

Georg Uecker findet Zuspruch bei Freunden und Kollegen

"Lindenstraßen"-Schauspieler hatte seine HIV-Infektion öffentlich gemacht

Georg Uecker hat nach der Bekanntgabe seiner HIV-Infektion positive Reaktionen bekommen. "Viele Freunde und Kollegen haben sich gemeldet", sagte Uecker der Deutschen Presse-Agentur. "Man macht mir Mut und sagt, das habe Signalwirkung. Das ist wirklich toll." Er habe zwar nie ein Geheimnis aus der HIV-Infektion gemacht, aber ein zweites, öffentliches Coming-Out sei dennoch ein besonderer Schritt. Für den habe er sich Zeit lassen wollen, sagte der Schauspieler. Uecker ist nach eigenen Angaben bereits seit mehr als drei Jahrzehnten HIV-positiv. Die vielen Gerüchte, die sich in den vergangenen Jahren immer wieder um seinen Gesundheitszustand rankten, ließen ihn aber inzwischen kalt. Als Anlass, sich öffentlich zu äußern, habe er das sowieso nie genommen. "Ich wollte mich nicht von falschen Behauptungen in eine Ecke drängen lassen." Er habe ganz bewusst auf den richtigen Moment gewartet. Große Pläne für die Zukunft habe Uecker bisher nicht. "Ich habe weiterhin Lust, so zu leben, wie ich es bisher getan habe."

Porträt von Elizabeth I. versteigert

Dank Spendern bleibt das Bild in Londoner Museum

Ein berühmtes Porträt der englischen Königin Elizabeth I. ist für umgerechnet mehr als zwölf Millionen Euro versteigert worden - und bleibt dank mehr als 8000 Spendern in Großbritannien. Wie das Auktionshaus Christie's mitteilte, ging das sogenannte "Armada Portrait" eines unbekannten Meisters an die Royal Museums Greenwich, einen Zusammenschluss von vier Londoner Museen. Das lebensgroße Gemälde der Königin stammt von einem unbekannten Meister und dürfte etwa 1590 entstanden sein. Das "Armada Portrait" soll künftig im Haus der Königin in Greenwich im Südosten Londons ausgestellt werden. Das Gemälde zählte über die Jahrhunderte zum Familienbesitz der Nachfahren von Sir Francis Drake. Die Stiftung Art Fund hatte das nötige Geld gesammelt, um das Bild erwerben zu können, und damit dafür zu sorgen, dass es weiter in Großbritannien der Öffentlichkeit zugänglich bleibt.

Luc Besson wegen Plagiats zu Schadensersatz verurteilt

Gericht sah große Ähnlichkeiten zwischen "Lockout" und "Klapperschlange"

Wegen eines Plagiats ist der französische Filmemacher Luc Besson mit seiner Firma Europacorp zu 465.000 Euro Schadensersatz verurteilt worden. Das Pariser Berufungsgericht sah es als erwiesen an, dass der Europacorp-Film "Lockout" von 2012 übermäßig viele inhaltliche Parallelen zu John Carpenters Kultfilm "Die Klapperschlange" aus dem Jahr 1981 aufweist. Das bereits im Juni gesprochene Urteil wurde vom Sender BFM Business publik gemacht. In erster Instanz wurden Besson und seine Produktionsfirma bereits im vergangenen Jahr zu Schadensersatz verurteilt, damals nur zu 85.000 Euro. Dagegen legte Europacorp Berufung ein und unterlag nun. Das Pariser Berufungsgericht setzte den Schadensersatz zudem viel höher an als die erste Instanz.

Demandt leitet künftig Städel, Liebieghaus und Schirn

Magistrat der Stadt muss der Berufung noch zustimmen

Der neue Städel-Chef Philipp Demandt übernimmt wie sein Vorgänger Max Hollein auch die Leitung der Schirn in Frankfurt. Damit wird der Kunsthistoriker Direktor der beiden unabhängigen Museen Städel und Liebieghaus Skulpturensammlung sowie der städtischen Ausstellungshalle Schirn. Der Berufung als Direktor der Kunsthalle müsse noch der Magistrat zustimmen, teilte das Kulturdezernat mit. Der 45-Jährige leitet derzeit die Alte Nationalgalerie in Berlin und soll Anfang Oktober in Frankfurt anfangen. Die Städel-Verwaltung hatte bereits Ende Juni mitgeteilt, dass Demandt neuer Chef von Städel und Liebieghaus wird. Über die Leitung der Schirn sollte aber erst nach dem Amtsantritt der neuen Kulturdezernentin Ina Hartwig entschieden werden. OB Peter Feldmann freute sich über "einen Erfolg für unsere Kulturstadt". Demandt sprach von einer "großen Freude und Herausforderung". Mit Demandt als Schirn-Direktor sei die Eigenständigkeit und das unverwechselbare Profil der Kunsthalle gesichert, die vor allem bei einem jüngeren Publikum beliebt sei, sagte Hartwig.

Streit um Dietrich-Aufnahmen auf YouTube geht weiter

Bundesgerichtshof hebt Urteil des OLG München in weiten Teilen auf

Niederlage für YouTube: Der Bundesgerichtshof hob ein Urteil des Oberlandesgerichts München in weiten Teilen auf. Dort hatte sich YouTube gegen die Marlene Dietrich Collection GmbH durchgesetzt, die die Verwertungsrechte am Werk der toten Schauspielerin innehat. Auf YouTube waren in der Vergangenheit verschiedene Videoclips abrufbar, die "die Dietrich" unter anderem bei einem Konzert in London 1972 zeigen. Dagegen ging die Gesellschaft mit Sitz in München vor, die sich dem Schutz der Persönlichkeit und des Lebenswerks der 1992 gestorbenen Diva verschrieben hat. Das Münchner Gericht hatte in Deutschland keine Urheberrechte verletzt gesehen - unter anderem deshalb, weil die Sängerin bei dem Auftritt schon US-Bürgerin gewesen sei. Laut BGH genießt Dietrich aufgrund internationaler Abkommen aber die gleichen Rechte wie jeder deutsche Künstler heutzutage. Demnach wären die Aufnahmen geschützt. Damit ist der Streit aber noch nicht entschieden. Die Aufnahmen sind Teil eines Konzertfilms aus dem Jahr 1973 - und nun ist unklar, ob die Rechte nicht dadurch beim Produzenten liegen. Das OLG muss deshalb noch einmal verhandeln.

Polizeischutz beim Wacken Open Air wird verstärkt

Es gebe aber keine konkreten Anhaltspunkte für Anschläge

Die Polizei wird beim Heavy-Metal-Festival in Wacken unter dem Eindruck der jüngsten Terroranschläge die Zahl der Sicherheitskräfte erhöhen. "Konkrete Anhaltspunkte für bevorstehende Anschläge gibt es für Schleswig-Holstein jedoch nicht", sagte Polizeisprecher Stefan Hinrichs. Für das Wacken Open Air gebe es lediglich eine abstrakt hohe Gefährdungslage. Veranstalter und Polizei hätten sich jedoch "intensiv auf denkbare Gefährdungsszenarien vorbereitet und die Einsatzkonzepte danach ausgerichtet", teilte die Polizeidirektion Itzehoe mit. Zu taktischen Details gebe es aus Sicherheitsgründen keine Angaben, hieß es. Das dreitägige Festival ist bereits seit fast einem Jahr ausverkauft. 75 000 Besucher werden erwartet. Mehr als 120 Bands sollen aufspielen.

Sonia Mikich bleibt WDR-Chefredakteurin

Ehemalige "Monitor"-Moderatorin ist seit 2014 im Amt

Die "Chefredakteurin Fernsehen" des Westdeutschen Rundfunks, Sonia Mikich, wird den Sender auch über die Pensionsgrenze hinaus auf diesem Posten leiten. Der Vertrag der 65-Jährigen sei bis Ende 2018 verlängert worden, teilte der WDR in Köln mit. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin "Focus" darüber berichtet. "Sonia Seymour Mikich ist eine erfahrene, profilierte und urteilsstarke Journalistin, deren publizistische Führung in diesen Zeiten wichtiger ist denn je", sagte WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn auf Anfrage. Er freue sich, dass die Chefredaktion auch mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in den USA, Deutschland und Nordrhein-Westfalen in ihrer Hand bleibe. Die ehemalige "Monitor"-Moderatorin hatte Mitte 2014 die Nachfolge von Jörg Schönenborn angetreten, der zum Fernsehdirektor ernannt worden war. In den 90er Jahren hatte sie als ARD-Korrespondentin aus Moskau und Paris berichtet. 2002 übernahm sie als Nachfolgerin von Klaus Bednarz die Redaktionsleitung von "Monitor".

Leipziger Biologe erhält eine Million für Forschung

Mit dem Geld soll unter anderem eine eigene Nachwuchsgruppe gebildet werden

Der Biologe Carsten Meyer vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung bekommt ein "Freigeist-Stipendium" der Volkswagenstiftung über knapp eine Million Euro. Der Leipziger wolle in den kommenden fünf Jahren untersuchen, wie sich gesellschaftliche Entwicklungen auf die Artenvielfalt auswirkten, teilte das Forschungszentrum mit. "Das Aufdecken der komplexen globalen Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Landnutzung und Biodiversität soll künftig helfen, die Artenvielfalt wirkungsvoller schützen zu können", hieß es. Meyer will mit dem Geld eine eigene Nachwuchsgruppe aufbauen und zwei weitere Wissenschaftler einstellen.

Bardentreffen mit mehr Sicherheitsvorkehrungen

Verschärfte Kontrollen und mehr Polizeipräsenz

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat das Nürnberger Bardentreffen begonnen. Bei dem großen Weltmusikfestival soll es nach den Bluttaten der vergangenen Tage in diesem Jahr mehr Taschenkontrollen geben. Die Stadt will den privaten Ordnungsdienst verstärken. Auch die Polizei wird mit deutlich mehr uniformierten und zivilen Kräften im Einsatz sein. Das Festival dauert bis zum Sonntagabend. In den vergangenen Jahren kamen stets um die 200 000 Besucher. Neben internationalen Musikgrößen treten beim Bardentreffen traditionell auch viele Straßenmusiker auf. Die Bühnen stehen auf malerischen Plätzen und in historischen Innenhöfen der Altstadt. Das Festival mit rund 90 Konzerten ist für Besucher gratis. Einen Zaun oder Einlasskontrollen gibt es an den meisten Spielorten nicht.

21 Journalisten in der Türkei vor Gericht

Haftbefehle gegen 42 Journalisten erlassen

Zwei Wochen nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei sind in Istanbul 21 festgenommene Journalisten einem Gericht vorgeführt worden. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Polizisten die Medienvertreter zu dem Gebäude brachten. Sie gehörten zu 42 Journalisten, gegen die Haftbefehl erlassen worden war. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, die Behörden suchten nach denjenigen, die noch auf freiem Fuß seien. Die Türkei hatte nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli den Ausnahmezustand ausgerufen. Bei dem Umsturzversuch kamen 290 Menschen ums Leben. Das Vorgehen der Behörden richtet sich seitdem gegen Personen, die mutmaßliche Verbindungen zum muslimischen Prediger Fethullah Gülen haben. Die Regierung wirft dem in den USA ansässigen Gülen vor, Drahtzieher des Putschversuchs zu sein. Er selbst bestreitet, davon gewusst zu haben. Knapp 16 000 Personen sind wegen angeblicher Verbindungen zu dem Aufstand festgenommen worden. Zudem wurden Zehntausende Beamte entlassen, wie Anadolu meldete.

Dirigent Welser-Möst beklagt Niveau des Musikbetriebs

Das Publikum werde "permanent unterfordert"

Der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst sieht das Niveau des klassischen Musikbetriebs äußerst kritisch. "Auch dort herrscht Oberflächlichkeit. Man nimmt sich nicht mehr die Zeit, sich in ein Thema, in einen Dialog mit einem Kunstwerk zu versenken", sagte er der Wiener Zeitung "Kurier". Es gehe nur noch um den Schein. Die "Verpopisierung" sei stark ausgeprägt. "Das Publikum wird permanent unterfordert." Welser-Möst wird bei den Salzburger Festspielen die Wiener Philharmoniker bei der Neuinszenierung der Strauss-Oper "Die Liebe der Danae" leiten. Die Botschaft der für Sänger und Orchester äußerst schwierigen Oper sei der Aufruf, "unsere westliche Kultur nicht auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen", meinte der ehemalige Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper. Sie sei auch ein Statement gegen Ungebildetheit.

Axel Scheffler hält deutsche Kinderbücher für emotionslos

Kinderbuch-Illustrator lobt den britischen Markt

Der Kinderbuch-Illustrator und "Grüffelo"-Schöpfer Axel Scheffler hält nicht allzu viel vom deutschen Kinderbuchmarkt. "In Deutschland sehe ich in Buchhandlungen oft wenig qualitätsvolle Illustrationen. Vieles sieht flach und emotionslos aus, als sei es aus einem Cartoonbuch abgemalt", sagte der 58-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". In Großbritannien sei dies anders. Das Kinderbuch habe hier eine lange Tradition, es gebe eine größere Vielfalt schöner Kinderbücher. "In Großbritannien ist das Kinderbuch ein großer Wirtschaftszweig und Exportschlager." Der gebürtige Hamburger Scheffler lebt seit mehr als drei Jahrzehnten in England. Das von Julia Donaldson geschriebene und von Scheffler illustrierte Kinderbuch vom "Grüffelo" und der cleveren Maus wurde zum Weltbestseller.

Almodovar warnt vor "Opus Dei"

Regisseur hält erzkatholische Gemeinschaft für gefährlich

Pedro Almodovar (66), spanischer Regisseur und Oscar-Preisträger, nimmt in seinem neuen Film "Julieta" die erzkatholische Gemeinschaft "Opus Dei" ins Visier. Für ihn ist das Opus Dei "die größte und gefährlichste Sekte Spaniens", sagte er im Interview des Magazins "Focus". Das Opus Dei, zu deutsch «Werk Gottes», wurde 1928 von dem inzwischen heiliggesprochenen spanischen Priester Josemaria Escriva de Balaguer (1902-1975) als katholische Laienbewegung gegründet. Dem Opus Dei gehören nach eigenen Angaben weltweit 90.000 Mitglieder an, davon 600 in Deutschland. Die meisten Mitglieder hat es in Spanien.Die Mitglieder sind angehalten, ihr gesamtes Leben zu heiligen - auch durch Askese und körperliche Kasteiung. Kritiker werfen dem Opus Dei Elitedenken, eine Erziehung zu blindem Gehorsam und sektenhafte Strukturen vor.

Michael Keaton enthüllt Sternenplakette

Der einstige "Batman"-Star auf dem "Walk of Fame" verewigt

Michael Keaton (64) hat am Donnerstag vor jubelnden Fans und Fotografen seine Sternenplakette in Hollywood enthüllt. Strahlend kniete der Schauspieler ("Birdman", "Spotlight") auf dem neuen "Walk of Fame"-Stern im Bürgersteig des Hollywood Boulevards nieder. Er habe nie davon geträumt, einmal berühmt zu sein, sagte Keaton, aber er habe seine Sache immer gut machen wollen. Keaton, der in mehr als 50 Filmen mitspielte, wurde im Fledermauskostüm unter der Regie von Tim Burton als "Batman" bekannt. 2015 erhielt er eine Oscar-Nominierung für seine Hauptrolle in der Künstler-Satire "Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit". Zuletzt spielte er mit Mark Ruffalo und Rachel McAdams in dem oscarprämierten Journalismus-Drama "Spotlight" mit.

Klima-Archiv in der Antarktis

Forscher wollen Gletschereis vom Mont-Blanc am Südpol lagern

Wissenschaftler planen aus Gletschern in aller Welt entnommene Eisproben am Südpol für künftige Forschungen sicher zu lagern. Eisschichten der Gletscher seien wahre Klima-Archive, die über die Veränderungen in der Atmosphäre der vergangenen Jahrtausende Auskunft geben, so der französische Forscher Jérôme Chappellaz. Zusammen mit weiteren Kollegen aus Frankreich, Italien und Russland wird Chappellaz im August im Mont-Blanc-Massiv drei Eisbohrkerne mit einer Länge von jeweils 140 Metern aus einem Gletscher holen. In den kommenden zehn Jahren wollen die Forscher rund 20 Eisbohrkerne in aller Welt entnehmen und in die Antarktis bringen. Allein für die ersten fünf Jahre des Projekts brauchen die Forscher zwei Millionen Euro. Doch weil es zunächst keine konkreten Forschungsergebnisse zu erwarten gibt, können viele klassische Finanzierungsquellen nicht angezapft werden. Die Wissenschaftler sind deswegen auf private Spenden angewiesen und haben schon eine Reihe von Zusagen - passenderweise unter anderem von einem Tiefkühlkost-Konzern.

ARD verändert Profil der Senderfamilie

"Einsfestival" heißt künftig "One - Eins für Euch"

Die ARD arbeitet weiter am Profil ihres Angebots. Der vom WDR verantwortete Fernsehsender Einsfestival ändert ab 3. September seinen Namen und heißt künftig "One". Ergänzt wird der Name durch den Claim: "One - Eins für Euch", teilte der Sender in Köln mit. Wichtigste Zielgruppe von "One" sind die "jüngeren Zuschauer zwischen 30 und 49 Jahren", so der WDR. Ihnen sollten vor allem internationale Serien, Musikfestivals, Rote-Teppich-Events und Sport-Highlights geboten werden. Das Design von "One" soll "bunt und vielfältig" sein und an das erst vor einigen Monaten eingeführte Einsfestival-Design anknüpfen. Zu den aktuellen One-Programmhighlights zählen der amerikanische Late-Night-Hit "The Tonight Show Starring Jimmy Fallon", die australische Krimiserie "Miss Fishers mysteriöse Mordfälle", die Emmy-prämierte US-Serie "Nurse Jackie" und das eigenproduzierte Gossip-Magazin "Shuffle" mit Lena Liebkind.

Sibelius bleibt Theaterintendant in Trier

Im neuen Vertrag ist eine Doppelspitze vorgesehen

Trotz Budgetüberschreitungen in Millionenhöhe bleibt Karl Sibelius Theaterintendant in Trier. Ein entsprechender Vertrag mit einer Laufzeit bis Juli 2020 sei am Donnerstag unterzeichnet worden, berichtete die Stadt. Der bisherige Vertrag wäre zum Monatsende ausgelaufen. In dem neuen Vertrag ist eine Doppelspitze mit Generalintendant und kaufmännischem Direktor vorgesehen. Der Steuerungsausschuss, ein städtisches Gremium, hatte das Vertragsangebot an Sibelius gestern abend mit großer Mehrheit beschlossen. Trier hatte dem Intendanten im Juni die kaufmännische Leitung entzogen. Das Theater hatte im vergangenen Jahr ein Minus von 1,3 Millionen Euro gemacht. Einer Prognose zufolge soll das Budget in diesem Jahr in gleicher Höhe überzogen werden. Sibelius ist seit August 2015 Intendant. Das Theater hatte zuletzt auch mit einem Besucherrückgang zu kämpfen, das Programm wurde daher überarbeitet.

Kupferstich von Dürer am Flohmarkt erworben

Sammler gab Kunstwerk an Staatsgalerie Stuttgart zurück

Auf einem Flohmarkt im französischen Sarrebourg hat ein Sammler einen echten Kupferstich von Albrecht Dürer (1471-1528) entdeckt und der Staatsgalerie Stuttgart zurückgegeben. Das Blatt mit der hoheitsvollen Mutter Gottes wurde in der Lost Art-Datenbank des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste als Kriegsverlust geführt, wie die Staatsgalerie mitteilte. Vermutlich sei das auf 1520 datierte Werk bereits an seinem Auslagerungsort in der französischen Besatzungszone nach Kriegsende 1945 gestohlen worden. Der Kupferstich zeigt Maria mit dem Kind, gekrönt von einem Engel. Auf der Rückseite trägt es den Stempel der Staatsgalerie.

Wim Wenders mit neuem Film beim Festival in Venedig

Fünf Filme mit deutscher Beteiligung um Wettbewerb

Der deutsche Regisseur Wim Wenders geht mit seinem Film "Les beaux jours d'Aranjuez" ins Rennen um den Goldenen Löwen beim Filmfestival von Venedig. Die deutsch-französische Co-Produktion ist einer von fünf Filmen mit deutscher Beteiligung im Wettbewerb. Insgesamt wurden 19 Filme nominiert, wie aus dem am Donnerstag in Rom vorgestellten Programm hervorgeht. Wenders hatte den Goldenen Löwen bereits 1982 für den Film "Der Stand der Dinge" gewonnen. Eröffnet werden die 73. Filmfestspiele von Venedig von Damien Chazelles "La La Land" mit Ryan Gosling und Emma Stone. Das Festival auf dem Lido beginnt dieses Jahr am 31. August und endet am 10. September.

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