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Kulturnachrichten

Sonntag, 4. Dezember 2016

Weimarer Herderkirche wieder eröffnet

Die Stadtkirche gehört zum Unesco-Weltkulturerbe

Nach sechsjähriger Sanierung ist die Herderkirche in Weimar wiedereröffnet worden. Die Stadtkirche Sankt Peter und Paul ist seit 1999 Bestandteil des Unesco-Weltkulturerbes "Weimarer Klassik". Die Sanierung kostete nach Kirchenangaben rund 3,5 Millionen Euro. Davon übernahmen Bund und Land mehr als zwei Millionen Euro. Das Gotteshaus gehört zu den wichtigsten Bauwerken in Thüringen mit engem Bezug zur Reformation. In dem Gotteshaus ist das von Lucas Cranach dem Jüngeren 1552 vollendete Altarbild, das sein Vater begonnen hatte, zu sehen.

Dönhoff-Preisträger Kermani fordert Visionen für Europa

Kritik an liberaler Politik bei Preisverleihung

Der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani ist heute mit dem Marion-Dönhoff-Preis für internationale Versöhnung ausgezeichnet worden. Der liberalen Politik fehle es derzeit an Visionen für ein lebenswertes Europa, kritisierte Kermani bei der Entgegennahme des Preises in Hamburg. Nur die Aussicht auf Veränderung könne eine Begeisterung erzeugen, die für das Zurückdrängen rechter Populisten notwendig sei. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, der Brexit in Großbritannien und der Sieg der Nationalisten in Polen sind nach den Worten Kermanis möglich geworden, weil sich vor allem junge Menschen nicht mehr für die liberale Demokratie begeistern können. Der Förderpreis ging an den Hamburger Verein "Hanseatic Help", der sich für die Versorgung von Flüchtlingen engagiert. Die Auszeichnungen sind mit je 20.000 Euro dotiert.

Kunst-Datenbank für Katastrophenfälle

Kunstwerke aller kirchlichen Gebäude aufgelistet

Das italienische Erzbistum Chieti-Vasto hat in zehnjähriger Arbeit eine Datenbank aller Kunstwerke in kirchlichen Gebäuden in Italien erstellt. Eine Kopie des digitalen Katalogs wird kommende Woche an die Kulturbehörde der Region Abruzzen übergeben, wie die Online-Zeitung "Chieti Today" meldet. Das rund 16.300 Einträge umfassende Verzeichnis soll in Katastrophenfällen wie Erdbeben helfen, kunsthistorisch wertvolle Stücke zu orten und zu bergen. Die Datenbank wird dem Bericht zufolge bei der Italienischen Bischofskonferenz hinterlegt. Kirchliche Einrichtungen des Adria-Erzbistums Chieti können die Einträge über einen passwortgeschützten Zugang verwalten. Finanziert wurde das Projekt von der Erzdiözese und der Bischofskonferenz in Rom.

Originalausgabe von "Der kleine Prinz" versteigert

Erfolgsgeschichte von Saint-Exupéry ging für 90.000 Euro weg

Für knapp 90.000 Euro ist in Paris ein Exemplar der Originalausgabe von "Der kleine Prinz" versteigert worden. Wie das Auktionshaus Cazo mitteilte, handelt es sich um ein Exemplar der Ausgabe von 1943, das der Autor Antoine Saint-Exupéry einem Freund geschenkt hatte. Es enthält Zeichnungen und Widmungen des Autors. Gekauft hat es ein anonymer Bieter. "Der Kleine Prinz" wurde erstmals im April 1943 vom US-Verlag Reynal und Hitchcock in New York veröffentlicht, wo sich Saint-Exupéry damals aufhielt. Die Geschichte von der Begegnung eines in der Wüste notgelandeten Piloten mit einem kleinen Jungen von einem anderen Stern wurde in 270 Sprachen und Dialekte übersetzt. Weltweit wurden mehr als 145 Millionen Exemplare verkauft.

Grundsteinlegung für neues Bauhaus-Museum in Dessau

Fertigstellung des Neubaus für Jubiläumsjahr 2019 geplant

In Dessau wird heute symbolisch der Grundstein für ein neues Bauhaus-Museum gelegt. Pünktlich zum 100jährigen Jubiläum im Jahr 2019 soll der Neubau fertig sein. Das schlichte Gebäude stellt einen schwebenden Balken mit gläserner Hülle dar. Auf rund 1.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird die umfangreiche Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau erstmals umfassend öffentlich zu sehen sein. Die Kosten von 25 Millionen Euro teilen sich der Bund und das Land Sachsen-Anhalt. Das Bauhaus war als Architektur- und Designschule 1919 in Weimar gegründet worden und 1925 nach Dessau umgezogen. Zu den prägenden Gestalten zählten neben dem Gründer Walter Gropius unter anderem die Künstler Lyonel Feininger, Johannes Itten, Paul Klee und Wassily Kandinsky.

Teheran-Sammlung wohl Anfang 2017 in Berlin

Eröffnungstermin verschoben

Die Ausstellung von Schlüsselwerken einer spektakulären iranischen Kunstsammlung wird voraussichtlich erst Anfang kommenden Jahres in Berlin zu sehen sein. Ursprünglich sollte sie am 4. Dezember in der Gemäldegalerie eröffnet werden, noch aber fehlt die Genehmigung für die Leihgabe. Der Präsident der zuständigen Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Parzinger, sagte dem Magazin "Focus", der neue iranische Kulturminister Seyed Reza Salehi Amiri habe der Ausfuhr der 60 Werke aus dem 1977 vom Schah eröffneten Museum inzwischen zugestimmt. Die Genehmigung "liegt nun beim Präsidenten Hassan Rohani zur Unterschrift". Mit einer Eröffnung der Ausstellung noch vor Weihnachten werde es daher "sehr knapp". Mitte Oktober war der als liberal geltende iranische Kulturminister Ali Dschannti zurückgetreten. Das führte zu einer Verzögerung bei dem Projekt. Die lange unter Verschluss gehaltene Teheran-Sammlung aus der Zeit von Schah Reza Pahlavi gilt als eine der weltweit wertvollsten Sammlungen westlicher Kunst. Der Vorverkauf für Berlin hatte bereits Anfang September begonnen.

Unesco will Kulturgüter in Konflikten besser schützen

Gründung von Schutzfonds und Netzwerk

Die Weltkulturorganisation Unesco will Kulturgüter in bewaffneten Konflikten besser schützen. Bei einer Konferenz in Abu Dhabi beschlossen die Mitgliedstaaten eine Erklärung, in der ein Schutzfonds sowie ein Netzwerk zur Zwischenlagerung bedrohter Kulturschätze angekündigt wird. Mit dem Fonds sollten zudem vorbeugende Maßnahmen zum Kampf gegen illegalen Handel mit Kulturgütern finanziert werden. Ein "internationales Netz von Zufluchtszonen" soll ermöglichen, dass Staaten, deren Kulturerbe durch "bewaffnete Konflikte oder Terrorismus" bedroht ist, Kulturgüter andernorts in Sicherheit bringen. Sitz des Schutzfonds soll Genf sein. Angestrebt sei, den Fonds mit mindestens 100 Millionen Dollar (94 Millionen Euro) auszustatten. Davon sollen 30 Millionen Dollar von Frankreich kommen.

Schliemann-Medaille 2016 geht nach Übersee

Auszeichnung für Sprachwissenschaftler David A. Traill

Die Heinrich-Schliemann-Medaille geht in diesem Jahr nach Übersee: Am 7. Dezember soll die Auszeichnung im deutschen Generalkonsulat in San Francisco (USA) an den Sprachwissenschaftler, Autor und Übersetzer David A. Traill verliehen werden. Wie die Heinrich-Schliemann-Gesellschaft mitteilte, erhält der 74-Jährige die Medaille dafür, dass er jahrelang aktiv die Entwicklung des Schliemann-Museums zu einem Forschungszentrum unterstützte. Das Museum für den Archäologen und Troja-Ausgräber Heinrich Schliemann (1822-1890) war 1980 in dessen Vaterhaus in Ankershagen in der Müritzregion gegründet worden. Es ist bis heute weltweit das einzige Personalmuseum für Schliemann.

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