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Kulturnachrichten

Samstag, 23. Juli 2016

Seehofer sagt Staatsempfang bei den Bayreuther Festspielen ab

Auch auf Roten Teppich wird verzichtet

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat nach dem Amoklauf von München den Staatsempfang zum Beginn der Bayreuther Festspiele am Montag abgesagt. Dies gebiete der Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen, teilte er am Samstag nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München mit. Ebenfalls wird auf die übliche Begrüßung der prominenten Premierenbesucher verzichtet, so die Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe am Samstag. Es wird keinen Roten Teppich für die Ehrengäste geben. "Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gehören in dieser schweren Stunde den Angehören der Opfer des Amoklaufs", sagte Merk-Erbe. Bereits seit Wochen herrschen rund um das Bayreuther Festspielhaus verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Damit werde "auf die derzeit abstrakte Gefährdungslage in Deutschland reagiert, die nach Einschätzung von Experten bundesweiter Sicherheitsbehörden eine Folge der momentanen weltpolitischen Lage ist", teilte die Stadt mit. Für Oberfranken bestünden gegenwärtig allerdings keinerlei Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdungssituation.

US-Forscher: Täter beschäftigen sich mit früheren Amokläufen

Mögliche Vorbildsuche oft ein Grund

Der US-Psychologe Peter Langman ist bestürzt darüber, dass im Zimmer des Amokläufer von München sein Buch "Amok im Kopf - Warum Schüler töten" gefunden wurde. "Das fühlt sich sehr merkwürdig an", sagte der Autor der "Berliner Morgenpost". Es sei allerdings nicht ungewöhnlich, dass sich Attentäter vor ihrem Amoklauf mit ähnlichen Taten beschäftigten. Der 18 Jahre alte Deutsch-Iraner habe in seinem Buch womöglich ein Vorbild gesucht, sagte Langman. Meistens würden sich Täter im Internet informieren. "Andere gehen aber darüber hinaus und recherchieren noch intensiver zu dem Thema." Das Buch sei schon einmal bei einem Amokläufer gefunden worden - 2013 im US-Bundesstaat Colorado.

Der indische Maler S.H. Raza gestorben

Pionier der indischen Kunst durch seine abstrakten Bilder bekannt

Der Maler Sayed Haider Raza, ein Pionier der modernen indischen Kunst, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Als S.H. Raza war er für seine abstrakten, farbenfrohen Bilder bekannt. Mit Auktionserlösen zwischen zwei und drei Millionen Dollar galt er als einer der erfolgreichsten und teuersten zeitgenössischen Künstler Indiens. Raza starb am Samstag in Neu Delhi, berichteten indische Medien unter Berufung auf seinen Freund, den Dichter Ashok Vajpeyi. Raza lebte sechs Jahrzehnte lang in Frankreich, ehe er 2010 nach Indien zurückkehrte. In beiden Ländern erhielt er hohe Auszeichnungen. Raza malte meist in Öl oder Acryl, seine Werke zeigen geometrische Motive wie Kreise oder Dreiecke, die ihre Inspiration oft aus der indischen Philosophie zogen.

CSD-Parade mit großem Polizeiaufgebot

Berlins Regierender Bürgermeister wünscht sich Zeichen für tolerantes Zusammenleben

"Wir gemeinsam müssen uns dafür engagieren, dass diese Stadt und dass unser Zusammenleben wirklich ein offenes, tolerantes und freies Zusammenleben ist." sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Intoleranz und Diskriminierung dürfe kein Raum gegeben werden. Dafür könne jeder jeden Tag etwas tun. Zu dem schwul-lesbischen Demonstrationszug unter dem Motto "Danke für nix" wurden rund 750 000 Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung aus aller Welt erwartet. Nach dem Amoklauf von München am Freitag begleiteten viele Polizisten die Berliner Parade zum Christopher-Street-Day. Vom Kurfürstendamm zogen die Teilnehmer zum Brandenburger Tor zur Abschlusskundgebung.

Eine Robbe aus dem Urmeer ausgegraben

Spektakulärer Fund in Schleswig Holstein

Freizeit-Paläontologen haben in einer Kiesgrube in Schleswig-Holstein Skelettteile einer nach ihren Schätzungen elf Millionen Jahre alten Robbe ausgegraben. Der Fund in Groß Pampau sei eine kleine Sensation, sagte Grabungsleiter Gerhard Höpfner am Sonnabend bei der Vorstellung des Fundes. Weltweit gebe es bisher kaum vergleichbare Funde aus dieser Zeit. Die Grube nordöstlich von Schwarzenbek gilt unter Experten als ungewöhnlich ergiebige Lagerstätte für Großfossilien aus der Zeit des Miozäns (vor etwa 23 bis 5 Millionen Jahren). Seit 1984 wurden dort zehn fast vollständige Skelette von Walen und Haien ausgegraben. Die Robbe soll jetzt präpariert und wie auch die früheren Funde im Lübecker Museum für Natur und Umwelt ausgestellt werden.

Theater Dortmund derzeit beste Bühne in NRW

Große Bühnen in Köln und Bonn können Kritiker nicht überzeugen

Theater Dortmund unter Schauspielintendant Kay Voges gilt in einer Kritikerumfrage der "Welt am Sonntag" als das derzeit beste Theater in Nordrhein-Westfalen. Außerdem überzeugte Voges mit der Uraufführung des Stücks "Die Borderline Prozession" als der besten Inszenierung eines zeitgenössischen Stücks in dieser Saison. Merle Wasmuth vom Dortmunder Theater sowie Jana Schulz vom Schauspielhaus Bochum sind nach Kritikeransicht die besten Schauspielerinnen der abgelaufenen Spielzeit. Kay Voges, der seit 2010 das Dortmunder Schauspiel leitet, ist für seine radikalen Bühnenexperimente bekannt. Die großen Theater in Köln oder Bonn wurden von keinem Kritiker unter die besten Bühnen des Jahres gewählt. Das Düsseldorfer Schauspielhaus mit einem 24 Millionen Euro-Etat musste mehrere Intendantenwechsel verkraften und ist wegen einer Großbaustelle gezwungen, bis 2018 auf Ersatzspielstätten auszuweichen. Große Hoffnungen werden auf den neuen Chef Wilfried Schulz gesetzt. Das Kölner Schauspielhaus konnte an die Erfolgsära unter Karin Beier nicht anknüpfen. Größtes Ärgernis für die Kritiker ist laut Umfrage die Sparpolitik der Kommunen.

Einige Museen spüren Auswirkungen des Kulturgutschutzgesetzes

In Berlin herrscht jedoch Gelassenheit.

Die Staatlichen Museen in Berlin, die insgesamt für 19 Häuser und 15 Sammlungen verantwortlich sind, berichten von keinerlei Komplikationen nach der Verabschiedung der Neuregelung. Gleiches gilt für die Landesmuseen der Hauptstadt. Andere Erfahrungen machen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen für eine Paul Klee-Ausstellung, die nach Angaben einer Sprecherin erstmals eine Absage eines Leihgebers bekommen haben, der sie mit dem Kulturgutschutzgesetz begründete. Auch das Museum Kunstpalast in Düsseldorf und die Bremer Kunsthalle berichten von Verunsicherung unter den Sammlern. Aus dem Sprengel Museum in Hannover hat ein ausländischer Dauerleihgeber aufgrund des neuen Kulturgutschutzgesetzes bereits seine 13 Werke zurückgezogen. Das kürzlich verabschiedete Gesetz soll den illegalen Handel mit Kunstobjekten verhindern, es verbietet die Ausfuhr von "national wertvollem Kulturgut" aus Deutschland. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) appellierte an die Museen, das Gesetz offensiv zu verteidigen.

"The Sphere" zurück an Ground Zero

Skulptur von deutschem Künstler soll an ursprünglichen Standort zurück

Eine Skulptur des deutschen Künstlers Fritz Koenig, die die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York weitgehend unbeschadet überstanden hat, soll wieder am Ground Zero aufgestellt werden. Die rund acht Meter hohe Kugel "The Sphere" solle noch in diesem Jahr in einen neu eröffneten Park auf dem Gelände transportiert werden, teilte die zuständige Behörde Port Authority in New York mit. Koenig hatte die Skulptur Ende der 1960er Jahre geschaffen. Seit dem Terroranschlag stand sie im Battery Park. Der heute 92-jährige Künstler sei aber froh, dass sie nun wieder an den ursprünglichen Standort zurückkomme, so eine Mitarbeiterin seiner Stiftung.

Rihanna spielt bei Thriller-Serie "Bates Motel" mit

Popstar übernimmt Rolle von Janet Leigh

Popstar Rihanna geht erneut unter die Schauspieler und wirkt bei der letzten Staffel der Thriller-Serie "Bates Motel" mit. Die Sängerin übernehme die Rolle der aus dem Grusel-Klassiker "Psycho" bekannten Janet Leigh, gab die Crew der Sendung bei der Comic-Con Messe in San Diego bekannt. Dazu wurde ein Video eingespielt, in dem Rihanna das Engagement bestätigte. "Bates Motel" erzählt die Vorgeschichte zum Roman Psycho von Robert Bloch, der 1960 von Alfred Hitchcock verfilmt wurde.

Schweizer Architekten entwerfen Tower in Tempelhof neu

Dachterrasse und Café sollen Besucher anziehen

Der Tower des stillgelegten Flughafens in Berlin-Tempelhof soll für Besucher öffnen und Einblick in die Geschichte des historischen Gebäudes geben. Das Schweizer Architekturbüro :mlzd habe den Wettbewerb für die Gestaltung des Turmes gewonnen, teilte die Senatsbauverwaltung mit. Dazu gehören eine Dachterasse und ein Café im 6. Obergeschoss sowie Ausstellungsflächen im Empfangsbereich. Das Architekturbüro mit Sitz in Biel hat bereits Entwürfe für Museen, Privathäuser und Schulen gestaltet. 2002 gewann das Büro den Wettbewerb zur Neugestaltung einiger Räume im UN-Hauptgebäude in New York. Mit dem Vorhaben in Tempelhof soll 2017 begonnen werden. Die Eröffnung sei 2019 geplant.

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Fazit

Internationaler Leibniz-KongressEuropa als Universum der Gelehrten
Blick auf die Leibniz Universität in Hannover (Juli 2016) (imago/Rust)

Unter dem Motto "Für unser Glück oder das Glück anderer" wird Hannover im Rahmen des Internationalen Leibniz-Kongresses Schauplatz von mehr als 300 wissenschaftlichen Vorträgen. Dabei setzt die Europa-Vision des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz einen besonderen Akzent.Mehr

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