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Montag, 30. Mai 2016MESZ05:02 Uhr

Kulturnachrichten

Sonntag, 29. Mai 2016

"Rockavaria": Räumung wegen drohenden Unwetters

Stadion-Innenraum kurzzeitig geräumt, Betrieb der Bühne am Olympiasee ganz eingestellt

Ein drohendes Unwetter hat das "Rockavaria"-Festival im Münchner Olympiapark überschattet. Wegen befürchteter Böen und starker Regenfälle ließen die Veranstalter den Innenraum des Olympiastadions räumen. Die Besucher wurden gebeten, während des Gewitters auf den überdachten Tribünen Schutz zu suchen. Das Sicherheitspersonal wies den Festivalbesuchern den Weg zu den Tribünen. "Uns liegt derzeit eine konkrete Unwetterwarnung mit Hagel, heftigen Böen und Starkregen vor", hieß es auf den Leinwänden. Das Unwetter ließ aber zunächst auf sich warten. Daher kehrten kurze Zeit später die ersten Besucher in den Stadioninnenraum zurück. An der Bühne am Olympiasee wurde der Betrieb ganz eingestellt. Am Abend sollte die Heavy-Metal-Band Iron Maiden im Olympiastadion auftreten.

Hallervorden und Bourani für Sprachkultur ausgezeichnet

Hallervorden erfand Wörter wie "Palim palim" und "Zumsel"

Für ihren individuellen Umgang mit der deutschen Sprache sind Schauspieler Dieter Hallervorden (80) und Sänger Andreas Bourani (32) mit dem Medienpreis der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ausgezeichnet worden. Die beiden nahmen die Preise gestern Abend in Wiesbaden entgegen. Hallervorden verstehe es seit Jahrzehnten, die deutsche Sprache auf vielfältigste Weise zu nutzen, begründete die Jury die Auszeichnung. Der Kabarettist, Schauspieler, Sänger, Synchronsprecher und Moderator spiele mit der Sprache und habe es geschafft, kreative Wortschöpfungen deutschlandweit populär zu machen. "Palim palim" und "Zumsel" hätten Gesprächsstoff geboten. Musiker Bourani ("Auf uns") erhielt den Preis für seine deutschen Liedtexte. Er berühre mit seiner Sprache Millionen Zuhörer, erklärte die Geschäftsführerin der Gesellschaft, Andrea-Eva Ewels.

Münchner Biennale mit Opern-Uraufführung eröffnet

Erstmals unter künstlerischer Leitung von Daniel Ott und Manos Tsangaris

Die Münchener Biennale ist mit einer vom Publikum durchweg positiv aufgenommenen Opern-Uraufführung in eine neue Ära gestartet. Erstmals unter künstlerischer Leitung des Komponistenduos Daniel Ott und Manos Tsangaris zeigte die Biennale die Uraufführung der Oper "Sweat of the Sun" vom irischen Komponisten David Fennessy. Unter der Ägide von Ott und Tsangaris soll das 1988 von Hans Werner Henze gegründete und auf internationale Wirkung bedachte Festival stärker als bislang die Münchner Kulturszene befruchten. Die Biennale zeigt noch bis zum 9. Juni insgesamt 13 Uraufführungen. Sie gilt als eines der weltweit wichtigsten Festivals für zeitgenössisches Musiktheater.

Sam Mendes will nicht mehr bei James Bond Regie führen

Mendes sagte, er wolle Geschichten mit neuen Figuren

Nach seinen Erfolgen mit "Skyfall" und "Spectre" will Sam Mendes nicht mehr bei James-Bond-Filmen Regie führen. "Es ist Zeit für jemand anderen", sagte Mendes beim Literaturfestival in Hay-on-Wye in Wales. Der Ausflug ins 007-Universum sei aber ein "unglaubliches Abenteuer" gewesen. Er selbst wolle sich jetzt auf neue Projekte konzentrieren. "Ich bin ein Geschichtenerzähler und letztlich will ich Geschichten mit neuen Figuren machen", sagte er dem Publikum. Daniel Craig hatte kürzlich ausgeschlossen im kommenden 25. James-Bond-Film wieder den britischen Geheimagenten zu geben wird. Als mögliche neue Bonds werden Tom Hiddleston und Idris Elba gehandelt.

Bundessieger bei "Jugend forscht" gekürt

Die meisten Preise gingen nach Bayern

Drohnenabwehr und 3D-Projektoren: Die Bundessieger des Wettbewerbs "Jugend forscht" sind in Paderborn gekürt worden. Gleich drei Preise gingen nach Nordrhein-Westfalen, zwei Sieger kommen aus Bayern. Den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit erhielt Tassilo Schwarz (17) aus dem bayerischen Seeon. Er entwickelte ein Abwehrsystem zum Aufspüren und Verfolgen von Drohnen. Im Fachbereich "Arbeitswelt" setzte sich der Wuppertaler Tobias Gerbracht (18) durch. Er präsentierte einen Projektor, mit dem er virtuelle Gegenstände im Raum erzeugen kann, so dass der Betrachter sie für reale Objekte seiner Umgebung hält. Beim 51. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" hatten 191 Nachwuchsforscher der Jury insgesamt 110 Projekte vorgestellt.

Bischof: Singen macht die Welt menschlicher

Frank Otfried July sprach zum Abschluss des Deutschen Chorfestes

Singen macht nach Überzeugung des württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July die Welt menschlicher. Im Festgottesdienst zum Deutschen Chorfest 2016 in Stuttgart sprach July von der tieferen Bedeutung des Singens: Es verändere den einzelnen Menschen ebenso wie die Gesellschaft als Ganzes, erklärte er einer Mitteilung der Landeskirche zufolge. "Wo Menschen wie beim Deutschen Chorfest miteinander singen, wird die Welt vielleicht sogar ein bisschen besser." Zu dem Treffen von Donnerstag bis heute kamen mehr als 400 Chöre, Vokalensembles und Vocal Bands aus ganz Europa nach Stuttgart.

Karlsruhe urteilt zu Urheberschutz im Hip-Hop

Kraftwerk-Gründungsmitglied Ralf Hütter klagt gegen Moses Pelham

Es geht um eine Rhythmussequenz von gerade einmal zwei Sekunden, aber für die deutsche Musikbranche steht viel auf dem Spiel: Mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts entscheidet sich an diesem Dienstag, was beim Kopieren fremder Beats und Klänge Vorrang hat - die Kunstfreiheit oder der Urheberschutz. In dem ungewöhnlichen Verfahren haben die Karlsruher Richter es mit einem Streit zwischen den Elektropop-Pionieren Kraftwerk und dem Produzenten und Komponisten Moses Pelham zu tun, der die Gerichte nun schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt. Gestritten wird um eine Klangfolge aus dem Kraftwerk-Titel "Metall auf Metall" aus dem Jahr 1977. Pelham hatte sich daran bedient und den Rhythmus zwanzig Jahre später in Endlosschleife ("Loop") unter das Lied "Nur mir" gelegt, das er 1997 mit der Sängerin Sabrina Setlur aufnahm. Kraftwerk-Gründungsmitglied Ralf Hütter sieht sich dadurch um Teile seines künstlerischen Werkes gebracht.

Aufblasbares ISS-Modul im zweiten Anlauf entfaltet

Am Freitag musste der Test wegen technischer Probleme abgebrochen werden

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der Nasa das Experiment doch noch gelungen. Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul "Beam" in kleinen Schüben auf, bis es ganz entfaltet war. Die Astronauten müssen noch einige Tests vornehmen, um sicherzugehen, dass keine Luft aus dem Modul entweicht. Nach einer Reihe weiterer Vorbereitungen werden sie es dann in etwa einer Woche erstmals betreten. Am Freitag musste der Test nach zwei Stunden wegen technischer Probleme abgebrochen werden.

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