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Kulturnachrichten

Montag, 27. Februar 2017

Görlitz bleibt begehrter Drehort

Bereits zehn internationale Produktionen für 2017 in historischer Altstadt geplant

Das ostsächsische Görlitz bleibt einem Medienbericht zufolge eine begehrte Kulisse für Kinofilme. 2017 seien zehn internationale Filmproduktionen geplant, sagte Oberbürgermeister Siegfried Deinege dem MDR. Derzeit werden in der Region Szenen für den Weltkriegsfilm "Der Hauptmann" gedreht, hieß es. Kommende Woche sollen zudem Dreharbeiten für eine Neuverfilmung des "Zauberlehrlings" beginnen. Bekannt ist Görlitz vor allem durch seine historische Altstadt. Mit mehr als 4.000 Kultur- und Baudenkmälern wird die Stadt in der Lausitz oft als das flächengrößte zusammenhängende Denkmalgebiet Deutschlands bezeichnet. Wegen des historischen Stadtbildes hatte sich Görlitz in den vergangenen Jahren zu einem begehrter Filmdrehstandort entwickelt, was der Stadt den Spitznamen "Görliwood" eintrug. In Görlitz entstanden unter anderem Szenen für internationale Kinoproduktionen wie "Grand Budapest Hotel" und "Inglorious Basterds".

Unternehmen entschuldigt sich für Oscar-Panne

Musical-Romanze "La La Land" irrtümlich als "Bester Film" ausgezeichnet

Das für die Oscar-Umschläge verantwortliche Unternehmen PricewaterhouseCoopers hat sich für die Panne bei der Oscar-Verleihung entschuldigt. Den Laudatoren seien versehentlich die Umschläge für die falsche Kategorie überreicht worden, heißt es in einem Statement der Wirtschaftsprüfer, die seit Jahrzehnten auch für die geheime Zählung und Auswertung der Stimmen bei der Oscar-Abstimmung zuständig sind. "Wir untersuchen derzeit, wie das passieren konnte, und bedauern zutiefst, dass das vorgefallen ist." Bei der Kategorie bester Film hatten die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway zunächst "La La Land" als Sieger verkündet, mussten sich dann aber korrigieren. Gewonnen hat der Film "Moonlight". Die erste Oscar-Gala in der Ära Donald Trump war politisch nicht so laut wie erwartet, hat mit der Auswahl der Preisträger aber ein starkes Zeichen pro Vielfalt gesetzt. Nachdem es im vergangenen Jahr heftige Kritik an der Auswahl der Nominierten gegeben hatte - die Oscars seien zu weiß -, gab es diesmal so viele schwarze Preisträger wie selten zuvor. Die beiden schwarzen Drehbuchautoren des Films "Moonlight", Regisseur Barry Jenkins und Tarell Alvin McCraney, erhielten den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch; ihr Darsteller Mahershala Ali wurde für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Viola Davis gewann für ihren Part in dem Denzel-Washington-Film "Fences" ebenfalls einen Nebendarsteller-Oscar.

US-Schauspieler Bill Paxton gestorben

Schauspieler erlag Komplikationen bei einer Operation

Der US-Schauspieler Bill Paxton ist tot. Paxton spielte unter anderem die Hauptrolle als Sturmjäger in dem Katastrophenfilm "Twister" von 1996. In "Apollo 13" verkörperte er einen der Astronauten eines Unglücksfluges der Nasa. Er spielte auch in vielen TV-Serien mit, etwa in "Big Love" des Senders HBO über eine Familie von Polygamisten. Paxton wurde 61 Jahre alt. Er sei nach Komplikationen bei einer medizinischen Operation gestorben, teilte die Familie in einem Statement an den Branchendienst tmz.com mit. Seine Laufbahn im Film hat sich über vier Jahrzehnte erstreckt. Schauspielkollegen reagierten erschüttert. Elijah Wood brachte seine Trauer beim Kurznachrichtendienst Twitter zum Ausdruck: "Was für ein liebenswürdiger, warmer und netter Mensch. Es ist so traurig, von seinem Tod zu hören."

Patrick Stewart setzt bei Kritik an Trump auf Twitter

Schauspieler hat Spaß an Tweets gegen US-Präsidenten

Der britische Schauspieler Patrick Stewart twittert gerne - und nutzt den Kurzbotschaftendienst auch für Kritik an US-Präsident Donald Trump. "Es macht mir Spaß, so was zu tweeten", sagte der 76-jährige Stewart der "Welt am Sonntag" zu Tweets über Trump. "Aber zurzeit ist es eine Notwendigkeit." Der US-Präsident sorgt immer wieder mit seinen zahlreichen Tweets für Schlagzeilen. "Twitter macht mich glücklich - noch glücklicher wäre ich, würde Twitter den Account von Donald Trump sperren", sagte Stewart. "Denn das würde bedeuten, dass dieser Albtraum vorbei ist." Er könne derzeit nicht erkennen, dass dies bald geschehen werde. Dennoch würde es ihn überraschen, wenn Trump die nächsten vier Jahre im Amt bleibe. "Bis es so weit ist, tweete ich weiter gegen ihn", sagte der Schauspieler.

"Toni Erdmann" gewinnt Independent Spirit Award

Goldene Himbeere geht an "Superman v. Batman" und Hillary-Clinton-Doku-Drama

Am Vorabend der Oscar-Verleihung hat die deutsche Regisseurin Maren Ade in Kalifornien eine erste Trophäe gewonnen. Ihr Erfolgsfilm "Toni Erdmann" erhielt den Independent Spirit Award als bester internationaler Film. Die Spirit Awards werden traditionell einen Tag vor der großen Oscar-Gala vergeben - genauso wie die Goldene Himbeere für den schlechtesten Film des Jahres. Diesen Filmpreis bekam ein Dokumentarfilm über die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Den größten Triumph bei den Independent Spirit Awards feierte das Drama "Moonlight" über einen homosexuellen Afroamerikaner: Der Film, der nur 1,5 Millionen Dollar kostete, erhielt Auszeichnungen als bester Film, für die beste Regie, das beste Drehbuch, die beste Filmtechnik und den besten Schnitt. Er ist auch für acht Oscars nominiert.

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