Seit 20:03 Uhr Konzert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr Konzert
 
 

Kompressor | Beitrag vom 28.10.2015

KulturerbeIst die deutsche Friedhofskultur einmalig?

Norbert Fischer im Gespräch mit Timo Grampes

Der Friedhof der Familie von Treskow auf dem Gelände des Tierparks Friedrichsfelde in Berlin. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)
Der Friedhof der Familie von Treskow auf dem Gelände des Tierparks Friedrichsfelde in Berlin. (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Eine Initiative aus mehreren Verbänden strebt die Aufnahme der deutschen Friedhofskultur auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes an. Darüber sprechen wir mit Kulturwissenschaftler Norbert Fischer, der diese Initiative unterstützt.

Die deutsche Friedhofskultur soll immaterielles Kulturerbe werden. Heute reichen mehrere Verbände und die Kulturbehörde Hamburgs den Antrag offiziell ein.

Was aber macht die deutsche Friedhofskultur aus? Der Kulturwissenschaftler Norbert Fischer, der eines der Gutachten für den Antrag erstellt hat, sieht das Besondere in der "Naturlandschaft", in die die "Erinnerungskultur" eingebettet werde: Der englische Landschaftsgarten des 18. Jahrhunderts sei einst Leitbild gewesen.

Als Beispiel nennt Fischer den Parkfriedhof Ohlsdorf in Hamburg - der "bis heute weltweit größte und vielleicht auch schönste Parkfriedhof der Welt". Dort verschwinde der Tod hinter einer "landschaftlich großartig gestalteten Kulisse". Friedhöfe in Deutschland seien zugleich sozialer Treffpunkt, manche würden als Parks genutzt oder als Orte kultureller Aufführungen.

Auf die weltweite Unesco-Liste kann es die deutsche Friedhofskultur erst in einem zweiten Schritt schaffen - frühestens Ende 2016. Dann können Vorschläge von der bundesweiten Liste für das internationale Kulturerbe eingereicht werden.

Mehr zum Thema:

Kultur zwischen Grabsteinen - Friedhof als Stätte der Kunst
(Deutschlandradio Kultur, Religionen, 05.07.2015)

Inszenierte Beerdigung - Dürfen Künstler ertrunkene Flüchtlinge begraben lassen?
(Deutschlandradio Kultur, Kommentar, 16.06.2015)

Grabstätten - Was bleibt
(Deutschlandradio Kultur, Deutschlandrundfahrt, 25.01.2014)

Fazit

Alexander von HumboldtKein Gelehrter im Elfenbeinturm
Das Denkmal Alexander von Humboldts auf der Straße Unter den Linden in Berlin vor der Humboldt-Universität, geschaffen um 1900 von R. Begas und M.P. Otto. (picture alliance / ZB / Hubert Link)

Alexander von Humboldt gilt als Gelehrter mit universalen Kenntnissen. Und er war seiner Zeit voraus: Bereits 1800 warnte er vor dem Klimawandel. Und er ist auch heute noch wichtig, glauben Humboldt-Biografin Andrea Wulf und Humbold-Forum-Chef Neil MacGregor. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur