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Kulturnachrichten

Dienstag, 29. November 2016

Künast kritisiert Vertagung von Urhebervertragsrecht

"Es ist eine echte Blamage der Koalition"

Die Grünen-Abgeordnete Renate Künast hat die Absetzung des Urhebervertragsrechts von der Tagesordnung des Bundestags kritisiert. "Es ist eine echte Blamage der Koalition, dass sie mit großer Geste eine Unterstützung der Autoren und Autorinnen versprach, nun aber das Gesetz dazu wiederholt vertagt", erklärte die Vorsitzende des Rechtsausschusses. Die Machtkämpfe innerhalb der großen Koalition dürften nicht auf dem Rücken der Autoren stattfinden, so Künast. Der von Justizminister Heiko Maas (SPD) vorgelegte Gesetzentwurf soll sicherstellen, dass Autoren und Künstler für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden. Die für Donnerstag geplante Verabschiedung im Plenum war nach der Runde der parlamentarischen Geschäftsführer abgesetzt worden, wie eine Bundestagsprecherin bestätigte.

Ohnsorg-Schauspieler Jochen Schenck gestorben

Der Hamburger wurde 87 Jahre alt

Der Hamburger Ohnsorg-Schauspieler Jochen Schenck ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Wie nur ganz wenige habe Schenck die Geschichte des Ohnsorg-Theaters mitgeschrieben - als Schauspieler, Regisseur und Oberspielleiter, teilte das Theater mit. Den Angaben zufolge starb Schenck bereits am 24. November an seinem Wohnort in Elmshorn. Schenck wurde am 30. April 1929 in Hamburg geboren. 1938 zog die Familie nach Bremen, wo der Vater als Schauspieler ein Engagement erhalten hatte und schließlich auch den Sohn mit auf die Bühne holte. Mit 27 Jahren wechselte Jochen Schenck ins feste Ensemble des Ohnsorg-Theaters. Mit seiner ersten Ehefrau Christa Wehling (1928-1996) stand er 38 Jahre auf dieser Bühne. Zu sehen war Schenck in etwa 140 Rollen, zuletzt 2003 in "Wenn de Hahn kreiht". Danach übernahm er noch Lesungen und Hörspiele.

Tim Isfort neuer künstlerischer Leiter des Moers Festivals

Reiner Michalke war wegen der schwierigen Finanzlage zurückgetreten

Das renommierte Moers Festival erhält zum 1. Dezember einen neuen Leiter: Der Musiker, Produzent und Kurator Tim Isfort tritt die Nachfolge von Reiner Michalke an, wie die Stadt Moers mitteilte. Michalke hatte wegen der schwierigen finanziellen Situation und der ungewissen Zukunft des Festivals im Sommer seinen Rücktritt bekanntgegeben. Das internationale Festival für improvisierte Musik, zu dem sich seit 1972 jährlich an Pfingsten die Größen der Jazz-Szene am Niederrhein treffen, hatte im Geschäftsjahr 2015 hohe Verluste gemacht. Der in Moers aufgewachsene Isfort ist für die dortige Kultur GmbH kein Unbekannter. Der künftige Festivalleiter arbeitete als Kurator unter anderem beim Moers Festival und bei Ruhr.2010. Von 2008 bis 2012 war er künstlerischer Leiter des Traumzeit-Festivals in Duisburg. Seit 2010 ist Isfort nach Angaben der Stadt treibende Kraft eines Kulturaustauschs mit Myanmar für das Goethe-Institut und das Auswärtige Amt.

"Trapped"-Sänger Colonel Abrams stirbt mittellos

Er wurde 67 Jahre alt

Der für die Hit-Single "Trapped" und den House-Sound der 1980er Jahre bekannte Soul-Sänger Colonel Abrams ist tot. Der in Detroit geborene Musiker starb bereits am vergangenen Donnerstag, dem Thanksgiving-Feiertag, in New York. Das teilten sein Freund und DJ Tony Herbert sowie seine Schwiegertochter Carla Abrams mit. Medienberichten zufolge war er 67 Jahre alt. Unterstützer hatten im Januar eine Spenden-Veranstaltung organisiert, um dem mit gesundheitlichen Beschwerden und Obdachlosigkeit kämpfenden Abrams zu helfen. "Der Colonel ist sehr krank, hat derzeit keine eigene Bleibe und begrenzte finanzielle Mittel", hieß es auf einer Spenden-Website. DJ Marshall Jefferson hatte gewarnt, dass Abrams Gesundheit in "schrecklichem" Zustand sei. Abrams Schwiegertochter sammelte mit einer Online-Kampagne Spenden, um die Beerdigung des mittellos verstorbenen Musikers zu finanzieren.

Pompeji wird behindertengerecht

Italienweit größte barrierefreie Strecke zum Besuch archäologischer Stätten

Weitere Teile des antiken Pompeji können ab Dezember auch von Rollstuhlfahrern besichtigt werden: Am Freitag wird ein drei Kilometer langer barrierefreier Weg in der weltbekannten Ausgrabungsstätte am Golf von Neapel eröffnet. Laut Italiens Kulturministerium handelt es sich um die landesweit "größte barrierefreie Strecke zum Besuch archäologischer Stätten". Für das Projekt "Pompei per tutti" (Pompeji für alle) wurden Höhenunterschiede ausgeglichen, mobile Rampen angebracht und Wege ohne Stolperfallen geschaffen, wie die Tageszeitung "Repubblica" (Onlineausgabe Dienstag) berichtet. Ein kleinerer Teil der Ausgrabungen war demnach bereits vorher barrierefrei erreichbar. Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch Blinde, Alte und Besucher mit Kinderwagen sollen von dem neuen Parcours profitieren.

Mehr als 40 Millionen Euro von Kulturstiftung des Bundes

"Leuchtturmprojekte" bekommen bis 2022 finanzielle Unterstützung

Das Berliner Theatertreffen, die documenta in Kassel und der internationale Tanzkongress gehören dazu: Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderten "Leuchtturmprojekte" in Deutschland können bis 2022 sicher mit finanzieller Unterstützung rechnen. Unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) beschloss der Stiftungsrat Förderungen von insgesamt 41,5 Millionen Euro, wie die Stiftung mitteilte. Spitzenreiter mit künftig 1,9 Millionen Euro jährlich ist das Theatertreffen, das jedes Jahr die deutschlandweit bemerkenswertesten Inszenierungen nach Berlin lädt. Die documenta erhält bis 2022 eine Förderung von insgesamt 4,5 Millionen Euro, für die Donaueschinger Musiktage gibt es 252 000 Euro im Jahr. Die Kulturstiftung des Bundes fördert Projekte, die deutschlandweite Strahlkraft haben und zum internationalen kulturellen Renommee des Landes beitragen können. So ist etwa auch eine Beteiligung am Beethovenjahr 2020 vorgesehen, die Zusammenarbeit zwischen festen und freien Tanzgruppen soll um internationale Partner erweitert werden. Zudem gab es Zuschüsse für zahlreiche Einzelprojekte.

Gottesanbeterin ist "Insekt des Jahres 2017"

Spinnen kommen inzwischen auch in Deutschland vor

Die Gottesanbeterin ist das "Insekt des Jahres 2017". Die Spinnen hätten "eine sehr faszinierende und spannende Biologie", sagte Thomas Schmitt, Vorsitzender des Auswahl-Kuratoriums und Direktor des Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg: Immer wieder kommt es vor, dass ein Weibchen nach der Paarung seinen Partner frisst. Mit der Gottesanbeterin sei darüber hinaus ein Insekt gekürt worden, das sich in den vergangenen Jahren stärker ausgebreitet habe und auf den Klimawandel zu reagieren scheine. "Das Insekt des Jahres soll Insekten in der Öffentlichkeit bekannter machen und mehr Interesse für sie wecken", sagte Schmitt. Zudem solle gezeigt werden, dass die Tiere eine wichtige Rolle in der Natur spielen. Die Gottesanbeterin stammt ursprünglich aus Afrika, ist aber auch im Mittelmeerraum stark verbreitet. In Deutschland war sie ursprünglich am ehesten am Kaiserstuhl und damit in der wärmsten Region des Landes anzutreffen. Mittlerweile ist sie nach Angaben Schmitts auch relativ häufig am Oberrhein, etwa zwischen Ludwigshafen und Mainz, zu finden und tritt auch im Saarland öfter auf.

Achenbach-Restposten werden online versteigert

Der Gesamtschätzpreis liegt bei 160.000 Euro

Restposten aus dem Kunstfundus des verurteilten Kunstberaters Helge Achenbach werden in einer Online-Auktion versteigert. Am Donnerstag kämen in einer live im Internet übertragenen Auktion die sogenannten "Achenbach Art Editionen" unter den Hammer, teilte eine Sprecherin des Berliner Online-Auktionshauses Auctionata mit. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Versteigert werden größtenteils von Achenbach aufgelegte Editionen unter anderem von Georg Baselitz, Imi Knoebel, A.R. Penck, Heinz Mack und Antoní Tàpies. Sie seien von den Künstlern signiert, nummeriert und datiert worden, hieß es. Die Startpreise reichen von 200 bis 4000 Euro. Insgesamt würden rund 250 Papierarbeiten angeboten. Der Gesamtschätzpreis liege bei rund 160 000 Euro. Die Kunst ist Teil der Liquidationsmasse des Unternehmens Achenbach Art Consulting (AAC). Eine weitere Auktion mit Restbeständen sei geplant.

Original-Partitur von Mahler für Rekordsumme versteigert

Auktion der "Auferstehungssymphonie" war ein Ereignis von Seltenheitswert

Die Original-Partitur von Gustav Mahlers Zweiter Symphonie hat bei einer Auktion in London den Rekorderlös von umgerechnet 5,3 Millionen Euro erzielt. Das teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Das Original des auch als "Auferstehungssymphonie" bekannten Monumantalwerks gehörte zum Besitz des US-Geschäftsmannes Gilbert Kaplan, der im Januar starb. Die Zweite Symphonie umfasst im Orignial 232 Seiten und enthält auch Kommentare und Änderungen von Mahler. Sie ist für 90 Musiker und Chor gesetzt und entstand zwischen 1888 und 1894. Die Versteigerung des Manuskripts der Zweiten Symphonie ist ein Ereignis von Seltenheitswert. Laut Sotheby's gab es eine ähnliche Versteigerung zuletzt 1987, als die Partituren von neun Symphonien von Wolfgang Amadeus Mozart zusammen für 2,5 Millionen Pfund versteigert wurden.

Raubkunst in vier von fünf Museen Südniedersachsen

Pilotprojekt "Erst Check" ist damit abgeschlossen

In vier von fünf untersuchten Museen in Südniedersachsen gibt es Verdachtsfälle auf NS-Raubkunst. Das gab die niedersächsische Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) zum Ende des Pilotprojekts "Erst-Check" in Hannoversch Münden bekannt. Dabei waren die Bestände des Stadtmuseums Alfeld, des Heimatmuseums Duderstadt, des Stadtmuseums Einbeck, des Städtischen Museums Hannoversch Münden sowie des Oberharzer Bergwerksmuseums Clausthal-Zellerfeld untersucht worden. Lediglich für das letztere sei ein Verdacht eindeutig auszuschließen, hieß es. Auch seien Kunst- und Kulturgegenstände aus ehemaligen Kolonien und Archäologica mit zum Teil unbekannter Herkunft gefunden worden. Ermöglicht wurde die Untersuchung durch Bundesmittel, die vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg vergeben werden. Ein Netzwerk unterstützt kleinere Museen bei Recherchen zur Herkunft von Sammlungsbeständen. Diese seien aus personellen und finanziellen Gründen oft nicht in der Lage, die Recherchen aus eigener Kraft durchzuführen.

Mathe mangelhaft, NaWi ausreichend

Weltweite TIMSS-Studie: Deutsche Grundschüler schneiden mittelmäßig ab

Deutschlands Grundschüler haben besorgniserregende Probleme mit Mathematik. In diesem Unterrichtsfach sind sie laut Bildungsstudie TIMSS im internationalen Vergleich abgerutscht und liegen nun unterhalb des EU-Durchschnitts. In den Naturwissenschaften blieben die Leistungen der 4000 deutschen Viertklässler zwar auf dem Niveau der Vorgängerstudie von 2011 - aber inzwischen nur noch knapp über dem EU-Wert. Den weltweiten Test-Mittelwert übertrifft Deutschland in beiden Fächern allerdings deutlich. Nach den am Dienstag in Berlin vorgestellten Ergebnissen des 2015 durchgeführten Vergleichstests TIMSS erreichte fast jeder vierte deutsche Schüler in Mathematik nicht die dritte von fünf Kompetenzstufen. Weiterhin nur jeder Zwanzigste schaffte es auf die höchste Kompetenzstufe. Die Schulforscher empfehlen der deutschen Bildungspolitik die gezielte Unterstützung für leistungsschwache und auch herausragende Schüler, eine bessere Lehrerbildung und spezielle Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund.

Würzburgerin gewinnt Bundeswettbewerb Gesang

Angetreten waren 250 Mitbewerber zwischen 22 und 30 Jahren

Die Würzburgerin Jana Baumeister hat den diesjährigen Bundeswettbewerb Gesang im Bereich Oper/Operette/Konzert gewonnen. Die in Darmstadt wohnende 28-Jährige erhielt den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis. Wie die Veranstalter weiter mitteilten, kam die 24 Jahre alte Sängerin Anna-Doris Capitelli aus Hannover auf Rang zwei, gefolgt von der in Bern lebenden 29-jährigen Elissa Huber aus Mosbach. Die Jury hatte in den vergangenen Wochen 250 Teilnehmer des Wettbewerbs gecastet, acht von ihnen wurden am Ende ausgezeichnet. Der Hauptwettbewerb richtet sich an Künstler im Alter zwischen 22 und 30 Jahren. Erstmals waren auch Künstler mit Schweizer oder EU-Pass zugelassen, wenn sie in Deutschland seit mindestens zwei Semestern Gesang studieren oder einen Abschluss erworben haben. In dem Wettbewerb wird im jährlichen Wechsel nach Opern-/Operetten-Talenten und jungen Künstlern aus der Sparte Musical/Chanson gesucht.

Erzgebirge will Unesco-Welterbetitel im zweiten Anlauf

Deutsche und tschechische Partner haben Antrag gemeinsam verbessert

Das Erzgebirge unternimmt einen zweiten Anlauf für den Titel Unesco-Welterbe. Die beteiligten Landkreise, Städte und Gemeinden beschlossen auf ihrer Mitgliederversammlung in Freiberg, bis zum Stichtag 1. Februar 2018 ihren überarbeiteten Welterbeantrag bei der Unesco einzureichen. Im April war der 2014 erstmals gestellte Antrag zurückgezogen geworden. Seither hatte der Welterbeverein nach Empfehlungen des Internationalen Denkmalrats in Paris gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und den tschechischen Partnern zahlreiche Verbesserungen und Konkretisierungen vorgenommen. Das Erzgebirge hat sich nach Darstellung des Vereins seit den ersten Silberfunden im Jahre 1168 zu einer einzigartigen Kulturlandschaft entwickelt. Bergbau und Hüttenwesen hätten die Entwicklung von Landschaft, Kunst und Kultur beeinflusst.

Streit um Dresdner Kulturpalast weitet sich aus

Nach Philharmonie-Chefdirigent Sanderling auch Musikfestspielchef Vogler verärgert über Budgetkürzungen

Der Intendant der Dresdner Musikfestspiele, Jan Vogler, hat verärgert auf die vom Stadtrat in der vergangenen Woche beschlossene Budgetkürzung reagiert. Wichtige Zukunftsentscheidungen für Dresden würden in „Grabenkämpfen zwischen Oberbürgermeister und Stadtrat gefährdet, kritisierte er am Montag und appellierte an die Beteiligten, zu ihren Versprechen zu stehen. Die Festspiele sollen nach einem Stadtratsbeschluss von 2014 die internationale Bespielung des neuen Saales im Kulturpalast organisieren.
Ursprünglich hatte die Stadt dafür einen Zuschuss von 300 000 Euro versprochen, eine Zusage, die der Stadtrat nun aber unerwartet kassiert hat.
Eine Absage der bereits engagierten Künstler und Absprachen wäre viel teurer, warnte Vogler. Am Sonntag hatte Philharmonie-Chefdirigent Michael Sanderling erklärt, dass er seinen Vertrag nicht verlängert. Als Grund nannte er mangelnde Wertschätzung und Unterstützung sowie eine „signifikante und verantwortungslose Beschneidung der künstlerischen Arbeit.

TV-Moderator Hans-Joachim Wolfram gestorben

"Außenseiter - Spitzenreiter"-Erfinder starb mit 82 Jahren

Der frühere DDR-Fernsehmoderator Hans-Joachim Wolfram ist tot. Der Erfinder der Sendung "Außenseiter - Spitzenreiter" starb bereits am 16. November im Alter von 82 Jahren, wie sein langjähriger Regisseur Bernd Gerbsch der Deutschen Presse-Agentur sage. Zuerst hatte der MDR berichtet. Wolfram hatte die Sendung 1972 erstmals im DDR-Fernsehen präsentiert. Im Dezember 2011 moderierte er sie nach fast 40 Jahren zum letzten Mal. Seit Februar 2012 präsentiert Madeleine Wehle "Außenseiter - Spitzenreiter".

Erinnerungstafel für Marcel und Teofila Reich-Ranicki

"Meine Heimat ist die Literatur" vor ehemaligem Wohnhaus

Vor dem ehemaligen Wohnhaus des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) und seiner Ehefrau Teofila (1920-2011) im Frankfurter "Dichterviertel" wird am Freitag eine Erinnerungstafel enthüllt. Dazu werden unter anderen der in London lebende Sohn Andrew und die Enkeltochter Carla Ranicki erwartet. Unter dem Zitat "Meine Heimat ist die Literatur" ist zu lesen: "In diesem Hause lebten von 1974 bis 2013 der Literaturkritiker und Autor Marcel Reich-Ranicki und seine Ehefrau Teofila." Reich-Ranicki und seine Frau hatten sich im Warschauer Ghetto kennengelernt. Nach der Flucht und einigen Jahren in Polen, kam das Paar 1958 nach Frankfurt am Main. Von dort aus arbeitete Marcel Reich-Ranicki unter anderem als Literaturkritiker für die "Zeit" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Von 1988 bis 2001 leitete er "Das Literarische Quartett" im ZDF.

Besucher begeistert vom leeren Palais Barberini

Fertiggestelltes Potsdamer Museum Barberini erstmals geöffnet

Hunderte Besucher haben am Montag das neue Potsdamer Museum Palais Barberini gestürmt - viele zeigten sich begeistert vom Rundgang durch die noch leeren Säle. Bis zum Sonntag ist das von Kunstmäzen Hasso Plattner gestiftete Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Jeder Veranstaltungstag steht unter einem eigenen Motto, das einen Teil der bewegten Geschichte des barocken Palais wiederspiegelt. Es hatte zwischen seiner Erbauung 1772 und seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg unter anderem als Kino, Standesamt, Tanzschule und Bücherei gedient. Eröffnet wird der Museumsbetrieb dann mit einer Ausstellung zum Impressionismus am 23. Januar.

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