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Thema / Archiv | Beitrag vom 24.02.2014

Krieg & Film"Man muss versuchen, der Wahrheit nachzujagen"

Filmemacher Marcel Ophüls: Auch Dokumentarfilmer müssen Geschichten erzählen

Marcel Ophüls im Gespräch mit Christine Watty

Filmemacher Marcel Ophüls im Studio von Deutschlandradio Kultur (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Marcel Ophüls im Studio von Deutschlandradio Kultur (Deutschlandradio - Bettina Straub)

In seinen Filmen hat sich Marcel Ophüls immer wieder mit Krieg auseinandergesetzt. Sein letztes Werk "Veillées d'Armes" zeigt die Arbeit der Kriegsberichterstatter in Jugoslawien. Doch er schränkt ein: "Dokumentarfilm ist nicht das ganz große Kino."

Ophüls nimmt in Berlin an der Konferenz "Krieg erzählen" teil. Er sieht den Dokumentarfilm nicht einzig prädestiniert dafür an, über Krieg zu berichten. "Man kann auch singen", sagte er im Interview und stimmte im Studio einen Chanson an. Wichtig sei es, dass man immer versuche, Geschichten zu erzählen.

Sein Film "Das Haus von nebenan" über Kollaboration in Frankreich während des Zweiten Weltkrieges durfte unter De Gaulle nicht gezeigt werden, was ihn maßlos geärgert hat.

"Wissen sie, dass der De Gaulle mein 'Le chagrin et la pitié' zwölf Jahre verboten hatte, aber 'Path of Glory' war 15 Jahre lang in Frankreich verboten. Und der Unterschied zwischen dem Kubrick und dem kleinen Marcel war, dass es dem Kubrick völlig schnurz war."

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