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Kulturnachrichten

Mittwoch, 16. März 2016

Köln bewilligt 60 Millionen mehr für Opernsanierung

Ohne Budgeterhöhung hätten die Bauarbeiten nicht fortgesetzt werden können

Der Kölner Stadtrat hat weitere 60 Millionen Euro für die Sanierung der Oper und des Schauspielhauses bewilligt und das Budget damit auf 347 Millionen Euro aufgestockt. Das teilte ein Sprecher der Stadt mit. Im vergangenen Jahr war deutlich geworden, dass die Sanierung der Kölner Bühnen mindestens drei Jahre länger dauern und wenigstens 100 Millionen Euro mehr kosten wird als ursprünglich geplant. Insgesamt werden sich die Gesamtkosten am Ende wohl zwischen 400 und 460 Millionen Euro bewegen. Das aus der Nachkriegszeit stammende Gebäudeensemble aus Opern- und Schauspielhaus sollte ursprünglich im vergangenen November wiedereröffnet werden. Dieser Termin wird nun bis mindestens bis Ende 2018 verschoben.

Luther-Schriften neu im Weltdokumentenerbe

Auch ein Druck der 95 Thesen ist darunter

Die Unesco hat 14 Manuskripte, Briefe und Drucke des Reformators Martin Luther (1483-1546) in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen. Die Urkunden dazu sollen morgen in Wittenberg an elf deutsche Bibliotheken überreicht werden, die die einzigartigen Dokumente verwahren, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin mitteilte. Unter den Dokumenten befinde sich auch einer der wenigen erhaltenen Plakatdrucke seiner 95 Thesen, die Luther 1517 an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen haben soll. "Mit Blick auf das Reformationsjubiläum im nächsten Jahr bekommt diese Würdigung durch die Unesco besonderes Gewicht", erklärte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Beteiligt sind Archive und Bibliotheken in Berlin, Dessau-Roßlau, Dresden, Gotha, Heidelberg, Jena, Weimar, Wittenberg, Wolfenbüttel und Worms.

Reste aus Achenbach-Kunstfundus werden versteigert

Darunter Weke von Baselitz, Beuys und Meese

Aus dem Fundus zeitgenössischer Kunst des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach (63) werden im Sommer die letzten Reste versteigert. Am 18. Juni kommen in Köln Kunstwerke aus der liquidierten Firma Achenbach Art Consulting (AAC) unter den Hammer. Es handele sich um "Restbestände diverser Kunstwerke aus der Provenienz Achenbach", teilte das Auktionshaus Van Ham mit. Insgesamt 240 Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Grafiken werden angeboten. Darunter sind Arbeiten bekannter Künstler wie Georg Baselitz, Joseph Beuys, Sol Lewitt, Thomas Struth, A.R. Penck und Jonathan Meese. Außerdem werde ein Konvolut von rund 50 Bronze-Affen von Jörg Immendorff versteigert.

Buchbranche geht optimistisch in Leipziger Buchmesse

Herausforderungen der Digitalisierung seien gemeistert worden

Die Buchbranche geht trotz eines leichten Umsatzrückganges im Vorjahr mit Optimismus in die Leipziger Buchmesse 2016. Der Buchhandel habe die Herausforderungen der Digitalisierung im vergangenen Jahrzehnt gemeistert, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, in Leipzig. "Die Branche ist zukunftsfähiger denn je." Auf der Leipziger Buchmesse präsentieren sich vom 17. bis 20. März 2250 Aussteller (Vorjahr: 2263) aus 42 Ländern. Ein Themenschwerpunkt ist in diesem Jahr die Flüchtlingsbewegung und deren Herausforderungen an die Gesellschaft.

Neues Urhebervertragsrecht beschlossen

Für "gedeihliches Auskommen" von Künstlern und Verwertern

Das Bundeskabinett hat eine Reform des Urhebervertragsrechts beschlossen. Ziel des Gesetzentwurfes von Justizminister Heiko Maas (SPD) ist es, Schriftstellern, Journalisten, Filmemachern, Designern, Drehbuchautoren oder Komponisten eine gerechtere Vergütung ihrer Arbeit zu sichern. Maas sagte, es gehe um ein "gedeihliches Auskommen" sowohl für Kreative als auch die Verwerter ihrer Leistungen, beispielsweise Verlage. Nach Protesten von Verlegern, Agenten und auch Autoren hatte der Minister einen Reformentwurf seines Hauses aus dem Herbst zugunsten der Verwerter-Seite nachgebessert. Das stieß auf scharfe Kritik der "Initiative Urheberrecht", die nach eigenen Angaben die Interessen von rund 140 000 Urhebern und ausübenden Künstlern vertritt.

Deutscher Nationalpreis für Kriegsgräberfürsorge

50.000 Euro für Gedenk-, Bildungs- und Jugendarbeit

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird mit dem Deutschen Nationalpreis 2016 ausgezeichnet. Er erhält die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Gedenk-, Bildungs- und Jugendarbeit, wie die Stiftung in Hamburg mitteilte. Der Preis wird am 15. Juni in Berlin verliehen. Der Volksbund habe sich seit 1919 beispielhaft in Deutschland und Europa um die Versöhnung ehemaliger Kriegsgegner und die Zukunft der Erinnerung verdient gemacht, hieß es zur Begründung. Der Volksbund pflegt in 45 Staaten die Gräber von 2,7 Millionen Kriegstoten, Soldaten wie Zivilisten. Seit 1991 legte er 330 Friedhöfe des Zweiten Weltkriegs und 188 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa an oder richtete sie her.

Verband: Viele Jazzmusiker können von Gagen nicht leben

Gagen seien zu niedrig, viele Förderprogramme auf Popmusik ausgerichtet

Viele Jazzmusiker in Deutschland können nach Einschätzung eines Berufsverbands allein von ihren Gagen nicht leben. "Wir sehen, dass sehr viele Leute nur schwierig mit Jazz ihren Lebensunterhalt verdienen können", sagte der Geschäftsführer der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ), Jonas Pirzer. Darauf deute auch eine heute veröffentlichte Umfrage hin. Der Verband hatte mit der Universität Hildesheim online Musiker befragt. Knapp 1400 Befragte äußerten sich zu ihrem Jahreseinkommen. Davon gaben knapp 70 Prozent an, mit Auftritten und Musikunterricht weniger als 12 500 Euro im Jahr zu verdienen. Das hänge zum einen mit niedrigen Gagen zusammen, sagte Pirzer, aber zum Beispiel auch damit, dass manche Förderprogramme auf Popkünstler ausgerichtet seien.

"Thunderbirds"-Produzentin Sylvia Anderson gestorben

Anderson wurde 88 Jahre alt

Die britische Produzentin und Autorin Sylvia Anderson, die vor allem für die Marionettenserie "Thunderbirds" bekannt wurde, ist tot. Sie starb nach kurzer Krankheit im Alter von 88 Jahren zu Hause im englischen Bray, wie ihre Tochter Dee Anderson bestätigte. Anderson hatte mit ihrem Ehemann Gerry in den 60er Jahren die Marionettenserie geschaffen und dem Charakter Lady Penelope ihr Aussehen und ihre Stimme geliehen. Gerry Anderson war 2012 gestorben. "Sylvia war eine Mutter und eine Legende - ihr Intellekt was phänomenal, aber ihre Kreativität und Beharrlichkeit waren unerreicht", sagte Tochter Dee Anderson.

Festakt zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse 2016

Für Besucher öffnet die Buchmesse am Donnerstag

Mit einem Festakt wird heute Abend die Leipziger Buchmesse 2016 eröffnet. Dabei wird im Gewandhaus der mit 20 000 Euro dotierte Preis zur Europäischen Verständigung verliehen. Er geht in diesem Jahr an den Historiker Heinrich August Winkler. Bis zum Sonntag präsentieren rund 2200 Aussteller ihre Neuheiten rund ums Buch auf dem Messegelände. Begleitend wird in der gesamten Stadt das Festival "Leipzig liest" veranstaltet. Im vorigen Jahr kamen rund 251 000 Besucher zur Messe und zum Lesefest. Die Veranstalter erwarten in diesem Jahr einen ähnlich großen Publikumszuspruch.

Lutherstube auf Wartburg wird restauriert

Zum Reformationsjubiläum 2017 ist sie fertig

Mit 2,35 Millionen Euro ist die Vorburg der Wartburg Eisenach erstmals umfassend saniert und restauriert worden. Das Geld kommt von Bund und Land. "Besucher können somit ab Mai wieder dem Weg folgen, den Martin Luther am 4. Mai 1521 beim Eintreffen auf der Burg erstmals gegangen ist", sagte Burghauptmann Günter Schuchardt. Der von Reichsacht und Kirchenbann verfolgte Reformator hatte dort als Junker Jörg zehn Monate gelebt und das Neue Testament ins Deutsche übersetzt. Restauratoren arbeiten noch an der Lutherstube. 2017 wird auf der Wartburg neben Wittenberg und Berlin eine der drei zentralen Reformationsausstellungen zu sehen sein. Das Thema in Eisenach: "Luther und die Deutschen".

Rumänien wird 2018 Gastland der Leipzig Buchmesse

2017 wird es Litauen sein

Rumänien wird 2018 das Gastland der Leipziger Buchmesse sein. Der Kulturminister des osteuropäischen Landes, Vlad Alexandrescu, und Messe-Direktor Oliver Zille werden am Freitag in Leipzig eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen, wie das rumänische Kulturministerium mitteilte. 2017 wird Litauen Gastland der Buchmesse sein. In diesem Jahr hat die Messe kein Partnerland. Stattdessen gibt es einen Programmschwerpunkt zu Flucht und Vertreibung.

Spielberg und Ford drehen "Indiana Jones 5"

Der fünfte Teil der Abenteuerserie soll im Juli 2019 in die Kinos kommen

US-Regisseur Steven Spielberg (69) wird Hollywood-Schauspieler Harrison Ford (73) für "Indiana Jones 5" vor die Kamera holen. Indiana Jones sei einer der größten Helden der Kinogeschichte, sagte Disney-Chef Alan Horn in US-Medien. Seit 1981 ist Ford viermal für Spielberg in der Rolle des abenteuerlichen Archäologie-Professor Henry Walton Jones vor die Kamera getreten, zuletzt 2008 in "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels". Über eine fünfte Folge wurde in Hollywood schon lange spekuliert.

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