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Interview / Archiv | Beitrag vom 29.10.2008

Klimaschutz gegen die Rezession

Ökonom Wagner fordert Regierungen zum Handeln auf

Sonnenaufgang über einem Industriegebiet (AP)
Sonnenaufgang über einem Industriegebiet (AP)

Nach Einschätzung von Gernot Wagner, Ökonom beim Environmental Defense Fund in New York, kann Klimaschutz dazu beitragen, Wege aus der Rezession zu finden. So gebe es die Möglichkeit, durch den Emissionshandel mit CO2 in den USA 150 Milliarden Dollar pro Jahr einzunehmen, sagte Wagner.

Dieses Geld könnte dazu beitragen, die Einkommenssteuer zu senken, was wiederum einige Impulse für die Wirtschaft setzen könnte, betonte er. Gleichzeitig forderte der Ökonom die Regierung auf, jetzt Umweltgesetze zu verabschieden, von denen man in den kommenden Jahrzehnten wirtschaftlich profitieren könne.

Wörtlich sagte Wagner: "Investitionen in die richtige Richtung zu leiten - da haben wir in den letzten Jahren viele Chancen verschlafen. Der Zeitraum selbst für Klimaschutz ist auf langfristige Sicht, bis 2020/2050. Das ist der sehr langfristige Zeitraum, wo wir tatsächlich sehr, sehr viel bewegen müssen."

Aus Klimaschutzgründen müsse es eine globale Antwort geben, an der sich Europa, die USA und Schwellenländer wie China und Indien gemeinsam beteiligten. Aus wirtschaftlicher Sicht mache es Sinn, wenn ein Land vorauseile und sich beispielsweise in der Produktion von Umwelt-Technologien eine Vorreiterrolle verschaffe. "Wenn jetzt bisher Dänemark zum Beispiel eine Vorreiterrolle einnimmt und diese Wirtschaft forciert, das heißt natürlich auch, dass Dänemark besser dasteht, und den wirtschaftlichen Aufschwung auch mittragen kann und Vorteile hat als Volkswirtschaft."

Das gesamte Gespräch mit Gernot Wagner können Sie bis zum 29.10.2009 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören. MP3-Audio

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