Freitag, 29. August 2014MESZ12:04 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsLauter Verrisse
Die deutsche Schriftstellerin Judith Hermann signiert eines ihrer Bücher (Archivbild von 2009). Hermann - geboren 1970 in Berlin - lebt im Prenzlauer Berg.

Die "FAZ" echauffiert sich über Stil und Story von Judith Hermann Romans "Aller Liebe Anfang". Kein gutes Haar lässt die "SZ" an Milo Raus Theaterstück "The Civil Wars", und die "TAZ" motzt über das neue "Blumfeld"-Album.Mehr

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Fazit

Ruhrtriennale 2014Vom Werden und Vergehen
Schauspieler während einer Probe des Stücks "I AM" von Lemi Ponifasio im "Cour d'Honneur du Palais des Papes" in der französischen Stadt Avignon während des Avignon Festivals am 18. Juli 2014. 

Ein internationales Team mit Darstellern aus Neuseeland, Kanada, der Türkei und Samoa verkörpert den Fluss des Lebens in der Jahrhunderthalle Bochum. Für Lemi Ponifasio ist Theatermachen das Streben nach Wiedergeburt. Mehr

Bildende KunstIm Abflussrohr durchs Museum
"Kunstmuseum" ist der Titel von Gregor Schneiders Raumkunstwerk in Bochum, August 2014

Beklemmende Raumkunst ist das Markenzeichen Gregor Schneiders. Für das Kunstmuseum Bochum hat er nun eine begehbare Skulptur in Röhrenform hergestellt, die durch das Gebäude führt. Ein klaustrophobisches Erlebnis.Mehr

TheaterPreise für eine "flüchtige Kunst"
Theaterregisseur Robert Wilson am 1. Dezember 2013 im Berliner Ensemble

Robert Willson, Krystyna Meissner, Gerard Mortier: Bei der 60. Verleihung der Goethe-Medaille wurden in diesem Jahr drei prägende Theatermacher geehrt. Bei den Laudationen waren wehmütige und kämpferische Töne zu hören.Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.10.2012

Kleiner Verlag mit großen Erfolgen

Jung-und-Jung-Lektor Paul Jandl: Bei uns gelten andere Parameter als in großen Verlagen

Paul Jandl im Gespräch mit Dieter Kassel

Deutscher Buchpreis 2012
Deutscher Buchpreis 2012 (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Beim Salzburger Jung und Jung Verlag wurde gestern gefeiert. Das Haus konnte bereits zum zweiten Mal den renommierten deutschen Buchpreis holen: Der Roman "Landgericht” der Berliner Autorin Ursula Krechel ist bestes deutschsprachiges Buch des Jahres.

Der Lektor des Verlags Jung und Jung, Paul Jandl, ist überzeugt, dass eines der Erfolgsrezepte seines Hauses das gemeinsame Nachdenken von Autor, Lektor und Verleger über die Konzeption eine Buches ist. "Es sind vielleicht andere Parameter, die in diesem Verlag zählen, als es in den größeren oder den Konzernverlagen der Fall ist", sagte Jandl. Das sei ein Nachdenken über die Themen, die Motive und über die Konstruktion eines Buches.

Die diesjährige Buchpreisträgerin Ursula Krechel habe in der Entstehungsphase von "Landgericht" an den Verlag ständig kleine Briefchen, Essays, tagebuchartige Notizen geschickt und darin dokumentiert, woran sie arbeite und was es werden solle. "Mit diesen Episteln versorgt sie den Verlag. Das heißt: Man ist in einem frühen konzeptuellen Stadium dabei", erklärte Jandl. Später habe der Verlag dann Teil um Teil des Buches zu sehen bekommen und die Zusammenarbeit wurde dann immer enger.

Der Deutsche Buchpreis habe für den Verlag Jung und Jung eine sehr große wirtschaftliche Bedeutung, betonte Jandl. "Das sind Auflagen, die über die 100.000 gehen und noch darüber hinaus gehen können. Das sind Auflagen, die wir sonst nicht haben." Mit den Erlösen könnten dann auch andere Publikationen, darunter die oft mit nur sehr kleinen Auflagen herausgebrachten Lyrik-Editonen, finanziert werden, sagte Jandl. "Wenn einen das Glück trifft, den Buchpreis zu bekommen, dann sind andere schöne Dinge möglich und das ist eigentlich die größte Freude daran."

Hören Sie das Gespräch mit Paul Jandl mindestens bis zum 10. März 2013 als MP3-Audioin unseren AOD-Bereich.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.


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