Montag, 22. Dezember 2014MEZ23:06 Uhr

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsDie "Stummbürger" von Dresden
Pegida-Demonstranten in Dresden halten am 15. Dezember 2014 Banner hoch.

Die Presseschau blickt heute unter anderem auf Matthias Matussek. "Was geht im Abendland?", fragt er sich, machte sich für die "Welt" auf zu den Pegida-Demonstrationen nach Weimar und Dresden - und suchte Hilfe bei Goethe und Schiller.Mehr

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Fazit

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.10.2012

Kleiner Verlag mit großen Erfolgen

Jung-und-Jung-Lektor Paul Jandl: Bei uns gelten andere Parameter als in großen Verlagen

Paul Jandl im Gespräch mit Dieter Kassel

Deutscher Buchpreis 2012
Deutscher Buchpreis 2012 (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Beim Salzburger Jung und Jung Verlag wurde gestern gefeiert. Das Haus konnte bereits zum zweiten Mal den renommierten deutschen Buchpreis holen: Der Roman "Landgericht” der Berliner Autorin Ursula Krechel ist bestes deutschsprachiges Buch des Jahres.

Der Lektor des Verlags Jung und Jung, Paul Jandl, ist überzeugt, dass eines der Erfolgsrezepte seines Hauses das gemeinsame Nachdenken von Autor, Lektor und Verleger über die Konzeption eine Buches ist. "Es sind vielleicht andere Parameter, die in diesem Verlag zählen, als es in den größeren oder den Konzernverlagen der Fall ist", sagte Jandl. Das sei ein Nachdenken über die Themen, die Motive und über die Konstruktion eines Buches.

Die diesjährige Buchpreisträgerin Ursula Krechel habe in der Entstehungsphase von "Landgericht" an den Verlag ständig kleine Briefchen, Essays, tagebuchartige Notizen geschickt und darin dokumentiert, woran sie arbeite und was es werden solle. "Mit diesen Episteln versorgt sie den Verlag. Das heißt: Man ist in einem frühen konzeptuellen Stadium dabei", erklärte Jandl. Später habe der Verlag dann Teil um Teil des Buches zu sehen bekommen und die Zusammenarbeit wurde dann immer enger.

Der Deutsche Buchpreis habe für den Verlag Jung und Jung eine sehr große wirtschaftliche Bedeutung, betonte Jandl. "Das sind Auflagen, die über die 100.000 gehen und noch darüber hinaus gehen können. Das sind Auflagen, die wir sonst nicht haben." Mit den Erlösen könnten dann auch andere Publikationen, darunter die oft mit nur sehr kleinen Auflagen herausgebrachten Lyrik-Editonen, finanziert werden, sagte Jandl. "Wenn einen das Glück trifft, den Buchpreis zu bekommen, dann sind andere schöne Dinge möglich und das ist eigentlich die größte Freude daran."

Hören Sie das Gespräch mit Paul Jandl mindestens bis zum 10. März 2013 als MP3-Audioin unseren AOD-Bereich.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.


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