Samstag, 18. April 2015MESZ13:40 Uhr

Lange Nacht

Eine Lange Nacht über Blickwechsel in der KunstWelten und Gegenwelten
Die Kustodin Bettina Werche (M) erläutert am 29.04.2014 im Römischen Haus in Weimar (Thüringen) Details zum Porträt der Herzogin Anna Amalia (1739-1807), das vom 30. April an wieder hier zu sehen ist. Das Gemälde von Angelika Kauffmann (1741-1807) galt jahrzehntelang als verschollen und kehrte 2013 nach Weimar zurück. Das Bildnis von 1788/89 gehörte 1797 zur ersten Ausstattung des Römischen Hauses im Park an der Ilm. (picture-alliance / dpa / Michael Reichel)

Ihre Biografien sind wenig bekannt und trotzdem haben sie ihren festen Platz in der Kunst. Sie stehen für unterschiedliche Epochen, für den unterschiedlichen Umgang mit der Kunst und für das unterschiedliche Leben mit ihr: Angelika Kauffmann lebte als äußerst erfolgreiche Künstlerin im 18. Jahrhundert, schuf beeindruckende Porträts und Allegorien. Mehr

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Lange Nacht / Archiv | Beitrag vom 21.01.2012

Klangpanorama Europa

Eine Lange Nacht über den Sound eines Kontinents

Von Götz Naleppa und Sandra Topan

Das ZKM. Blauer Kubus - Musikstudio (ONUK, ZKM Karlsruhe)
Das ZKM. Blauer Kubus - Musikstudio (ONUK, ZKM Karlsruhe)

Wie klingt Europa? Klangkomponisten in ganz Europa waren in einem internationalen Wettbewerb aufgerufen, mit ihren Mitteln Orte in Europa in fünf Minuten musikalisch zu erfassen. Die Antwort war überwältigend.

Entstanden sind 186 Klanglandschaften, verdichtete Abbilder des urbanen Raums, rhythmische Montagen, akustische Spaziergänge - komponierte Panoramen, die den Realitätsbezug in Frage stellen oder bewusst mit der Dualität von Realität und Vorstellung spielen.

Die zehn Gewinner des Wettbewerbs erhielten als Preis eine neue Herausforderung: in einem einwöchigen Workshop unter der Leitung des vielfach ausgezeichneten Medienkünstlers Thomas Köner im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe aus ihren Stücken ein neues, gemeinsames Europäisches Werk zu komponieren.

In dieser "Langen Nacht" vermitteln Götz Naleppa und Sandra Topan durch Gespräche mit den Künstlern und dem Workshopleiter, durch Mitschnitte der Proben und Konzerte sowie der finalen Uraufführung Eindrücke von dem ungewöhnlichen Schaffensprozess, in dem zehn Künstler mit völlig unterschiedlichem kulturellem und musikalischem Hintergrund zu einer gemeinsamen Arbeit finden. Ein Lehrstück über das Hören - und ein Lehrstück für Europa.