Freitag, 27. Februar 2015MEZ16:23 Uhr

Lange Nacht

über Bösewichte und VerführerZwielicht am Abgrund
Szene aus dem Stummfilm "Nosferatu" mit Max Scheck (li) aus dem Jahre 1922. (imago / AGD)

Das Böse, sagt man, sei immer und überall. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn wenn es immer und überall wäre, dann würde man es als solches ja gar nicht mehr erkennen. Das Böse ist wesentlich geschickter: Es erscheint am liebsten dort, wo man es nicht erwartet.Mehr

Die Lange Nacht vom Luftangriff auf DresdenBrandstellen
Offizielle Kranzniederlegung an der Gedenktafel vor der Ruine der Frauenkirche im Zentrum von Dresden. Mit Kundgebungen und Kranzniederlegungen gedenken die Dresdner am 13.02.1985 der Opfer der Bombennacht vom 13. auf den 14. Februar 1945. Damals kamen zwischen 20.000 und 25.000 Menschen ums Leben, die Stadt wurde fast völlig zerstört. (picture-alliance / dpa / ADN Zentralbild)

Als die Alliierten ihre Phosphorbomben über Dresden abwarfen, verwandelte sich die barocke Residenzstadt in ein Inferno. Mehr als 25.000 Menschen starben. In den Trümmern stand der Kriegsgefangene Kurt Vonnegut und grub deutsche Leichen aus den Trümmerbergen. 1969 legte er seine Erfahrungen in einem Roman über diesen Aschermittwoch an der Elbe nieder.Mehr

Die Lange Nacht über die Via RegiaDer Königsweg zwischen Ost und West
Mehrere Planwagen fahren auf der alten Handelsstraße "Via Regia" nahe Schmochtitz. (Picture Alliance / dpa / Arno Burgi)

Der Begriff Via Regia beschreibt ursprünglich einen Rechtszustand im mittelalterlichen Straßenwesen. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation waren es Handelswege, die unter dem Schutz der königlichen Zentralgewalt standen. In der Wissenschaft und in der Politik wird Via Regia auch als Metapher für den "goldenen Pfad" verwendet. Mehr

weitere Beiträge

Lange Nacht / Archiv | Beitrag vom 21.01.2012

Klangpanorama Europa

Eine Lange Nacht über den Sound eines Kontinents

Von Götz Naleppa und Sandra Topan

Das ZKM. Blauer Kubus - Musikstudio (ONUK, ZKM Karlsruhe)
Das ZKM. Blauer Kubus - Musikstudio (ONUK, ZKM Karlsruhe)

Wie klingt Europa? Klangkomponisten in ganz Europa waren in einem internationalen Wettbewerb aufgerufen, mit ihren Mitteln Orte in Europa in fünf Minuten musikalisch zu erfassen. Die Antwort war überwältigend.

Entstanden sind 186 Klanglandschaften, verdichtete Abbilder des urbanen Raums, rhythmische Montagen, akustische Spaziergänge - komponierte Panoramen, die den Realitätsbezug in Frage stellen oder bewusst mit der Dualität von Realität und Vorstellung spielen.

Die zehn Gewinner des Wettbewerbs erhielten als Preis eine neue Herausforderung: in einem einwöchigen Workshop unter der Leitung des vielfach ausgezeichneten Medienkünstlers Thomas Köner im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe aus ihren Stücken ein neues, gemeinsames Europäisches Werk zu komponieren.

In dieser "Langen Nacht" vermitteln Götz Naleppa und Sandra Topan durch Gespräche mit den Künstlern und dem Workshopleiter, durch Mitschnitte der Proben und Konzerte sowie der finalen Uraufführung Eindrücke von dem ungewöhnlichen Schaffensprozess, in dem zehn Künstler mit völlig unterschiedlichem kulturellem und musikalischem Hintergrund zu einer gemeinsamen Arbeit finden. Ein Lehrstück über das Hören - und ein Lehrstück für Europa.