Seit 20:03 Uhr Konzert
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 20:03 Uhr Konzert
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 25.07.2014

KindertagesstättenZu wenige Erzieherinnen und Erzieher

Die Situation in ostdeutschen Bundesländern ist laut einer Bertelsmann-Studie besonders schlecht

Moderation: Dieter Kassel und Ute Welty

Ein kleiner Junge spielt in einer Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Hannover (Niedersachsen).  (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
Ein kleiner Junge spielt in einer Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt in Hannover (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Weil an deutschen Kitas immer noch rund 120.000 festangestellte Erzieherinnen und Erzieher fehlen, fordert Bildungsexpertin Annette Stein eine gemeinsame "Qualitätsoffensive" von Bund, Ländern und Kommunen.

Annette Stein, Bildungsexpertin von der Bertelsmann Stiftung, hat in der Sendung "Studio 9 am Mittag" eine gemeinsame "Qualitätsoffensive" von Bund, Ländern und Kommunen gefordert, um die frühkindliche Bildung zu verbessern. Ohne den Bund könnten Länder und Kommunen die notwendigen Herausforderungen nicht stemmen. Stein plädierte für ein Bundes-Kita-Gesetz. Darin könne geregelt werden, auf welche Standards man sich verständigt und wie man "das gemeinsam" finanzieren könne - Voraussetzung dabei: "Alle Beteiligten müssen das wollen."

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass in deutschen Kitas immer noch rund 120.000 festangestellte Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Die Personalschlüssel für Kitas in Deutschland weichen laut der Studie teilweise erheblich von einem kindgerechten und pädagogisch sinnvollen Betreuungsverhältnis ab und sind zudem von Bundesland zu Bundesland höchst unterschiedlich.

Situation im Osten besonders "gravierend"

"Die Situation in den östlichen Bundesländern ist sehr gravierend", erklärte Steiner im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Dort würden etwa sechs Kinder unter drei Jahren von einer Erzieherin betreut. In westdeutschen Bundesländern dagegen liege der Durchschnitt bei unter vier Kleinkindern.

"Wir wollen schließlich nicht nur die Betreuung irgendwie, sondern auch eine Bildung sicherstellen," sagte Annette Stein.

Interview

Spielzeugmuseum in Nürnberg Barbie - forever young
Blick auf einen Teil der Barbie-Puppen-Sammlung von Bettina Dorfmann in ihrem Haus in Düsseldorf, die mit ihren 2500 Barbies und Zubehör nicht nur eine der größten Privatsammlungen weltweit besitzt, sondern auch die einzige "Fachärztin für Barbie-Chirurgie" ist. (picture-alliance/ dpa / Horst Ossinger)

Die Barbies im Spielzeugmuseum Nürnberg sollen ihre Schönheit behalten. Deshalb gibt es ein Forschungsprojekt, dass prüft, wie sich der Kunststoff so konservieren lässt, das auch die Nachwelt noch Freunde an den Puppen hat, sagt die Direktorin Karin Falkenberg. Mehr

Flüchtlinge"Migration ist keine Einbahnstraße"
Ein afghanischer Soldat steht vor einer schiitischen Moschee in Kabul, nachdem sich ein Selbstmord-Attentäter in die Luft gesprengt hat.  (EPA dpa-picture-alliance Jawad Jalali)

Migration ist keine Einbahnstraße, sagt der Freiburger Politologe Stefan Rother. Viele Menschen wollten ins Herkunftsland oder zögen in einen anderen Staat weiter. Das werde in der deutschen Debatte nicht ausreichend berücksichtigt.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur