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Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 21.05.2010

Kilian's Antipodean Dream

(Ursendung)

Von Colin Black

Der Horizont im australischen Outback. (J. Sistermanns)
Der Horizont im australischen Outback. (J. Sistermanns)

Der sorbische Pastor Jan Kilian (1811–1884) hatte einen Traum: Um seinen altlutheranischen Glauben vor dem Zugriff der preußischen Obrigkeit zu retten, wollte er sein Heil in der Fremde suchen. Ziel seiner Auswanderungspläne war zunächst ein Kontinent, von dem er nur eine außerordentlich vage Vorstellung haben konnte: Australien.

Der australische Komponist Colin Black ist in die Heimat Jan Kilians in der Oberlausitz gefahren. Er hat die Klänge seiner Wirkungsstätten aufgenommen, mit den heute dort lebenden Sorben gesprochen und historische Dokumente studiert. Aus diesem Material rekonstruiert er ein akustisches Phantasma seiner eigenen Heimat: Australien wird zu einem schillernden Klangraum zwischen Imagination und Realität. - Jan Kilian hat australischen Boden nie betreten. Er emigrierte 1854 mit 550 weiteren sorbischen Lutheranern nach Texas.

Komposition und Realisation: Colin Black
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2010
Länge: 51'41

Colin Black, geboren 1965, arbeitet für Radio, Film, TV, Theater und Video. "Kilian’s Antipodean Dream" bildet ein Dyptichon mit seiner letzten Arbeit für DKultur (2006): "Alien in the Landscape".

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Audio Links:

Audio-Ausschnitt "Kilian's Antipodean Dream"

Klangkunst

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