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Kulturnachrichten

Donnerstag, 16. Januar 2014

Zentralrat der Juden: Stephan Kramer legt Amt nieder

Stephan Kramer ist im Zentralrat der Juden nicht unumstritten.

Nun gibt der Generalsekretär der Organisation sein Amt auf. Wie der Zentralrat der Juden mittteilte, scheidet Kramen nach 15-jähriger Tätigkeit bereits Ende Januar auf eigenen Wunsch aus. Nach Informationen des "Tagesspiegels" aus Berlin soll der Posten des Generalsekretärs ganz abgeschafft werden. In Kürze werde die Stelle eines Geschäftsführers ausgeschrieben, der auf Vorschlag des Präsidiums vom Direktorium gewählt werden soll. Präsident Dieter Graumann erklärte, Kamer habe herausragend und vertrauensvoll zum Wohle der jüdischen Gemeinschaft gewirkt. Von einem Zerwürfnis sei keine Rede, schreibt "Der Tagesspiegel".

Germanist von Matt: Max Frisch hatte "extrem forschenden Blick"

"Das Aufregende an dem Buch ist die Art, wie Frisch das Milieu der Ostberliner Schriftsteller und der offiziellen Literaturverwalter studiert."

Dieser Meinung ist der frühere Präsident der Max-Frisch-Stiftung Peter von Matt. Der Germanist sagte im "Deutschlandradio Kultur", Frisch habe das Verhalten der Leute mit "extrem forschendem Blick" studiert. Besonders beeindruckt zeigte sich von Matt von der Art, wie Frisch über Wolf Biermann schreibt. Er schildere ihn als den einzigen wirklich freien Menschen. Das "Berliner Journal" des Autors aus den Jahren 1973 bis 1980 soll am Montag in Auszügen bei Suhrkamp erscheinen. Max Frisch hatte die Aufzeichnungen für 20 Jahre nach seinem Tod sperren lassen.

Daniel Brühl: Keine Oscar-Nominierung

Daniel Brühl hat keine Chance auf einen Oscar.

Der deutsche Schauspieler gehört nicht zu den fünf Nominierten für den Preis als bester Nebendarsteller. Auch das deutsche Stasi-Drama "Zwei Leben" hat es nicht in die Oscar-Endrunde geschafft. Der Film von Regisseur Georg Maas war einer von neun Anwärtern in der Sparte "bester nicht- englischsprachiger Film". Die Kriminalkomödie "American Hustle" und der Weltaum-Thriller "Gravity" gehen in jeweils 10 Kategorien ins Rennen. Das Drama "12 Years a Slave" wurde neunmal nominiert. Auch der Deutsche Filmkomponist Hans Zimmer hat keine Chancen auf seinen zweiten Oscar. Er wurde für seine Musik zu dem Film nicht nominiert.

Nach Berliner Urteil: Kommentare zum Suhrkamp-Streit

"Nüchtern geht die Show zu Ende und räumt das Feld der Protagonisten: Die Verlegerin hat gewonnen, Hans Barlach hat verloren."

So kommentiert das Schweizer Fernsehen SRF das Berliner Urteil im Streit um den Suhrkamp-Verlag. Ein Gericht hatte gestern der Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft zugestimmt. Am Ende bleibe der Eindruck, dass Ulla Unseld-Berkéwicz und Hans Barlach an ihrem persönlichen Triumph und Prestige mehr gelegen habe als am Wohlergehen des Verlags, hält die "Märkische Oderzeitung" fest. Und der "Südkurier" ist der Ansicht, die gestrige Entscheidung löse noch kein einziges der Probleme, mit denen das Haus seit dem Tod des Verlegers Siegfried Unseld zu kämpfen habe. Zahlreiche Autoren seien abgewandert. Zweifel an der Kompetenz seiner Nachfolgerin blieben deshalb bestehen, meint der "Südkurier".

"Sexuelle Vielfalt": Eltern begrüßen Thema im Bildungsplan

Toleranz gegenüber dem Anderssein ist wichtiges Bildungsziel.

Dieser Ansicht ist der Landeselternbeirat Baden-Württemberg. In einer Stellungnahme sprach er sich jetzt dafür aus, das Thema "Sexuelle Vielfalt" stärker im Unterricht einzubringen. Dies schließe ausdrücklich auch die Homosexualität mit ein. Die Eltern betonten, sie hätten nicht die Sorge, dass Kinder durch den neuen Bildungsplan des Stuttgarter Kultusministeriums indoktriniert würden. Vielmehr würden Vorurteile und Ängste abgebaut. Die grün-rote Landesregierung will sexuelle Toleranz künftig als fächerübergreifendes Unterrichtsthema einführen. Die Kirchen hatten die Pläne kritisiert.

Bauhaus-Streit: Gericht entscheidet Ende Januar

Der Ärger um die Bauhaus-Schau in Dessau bleibt.

Das dortige Landgericht hat seine Entscheidung zum Streit eines Enkels des Bauhauskünstlers Oskar Schlemmer mit der Stiftung Bauhaus Dessau vertagt. In dem Prozess geht es um 18 Kostüme einer Schau der Stiftung Bauhaus Dessau. Schlemmers Enkel fordert, dass diese nicht mehr wie bisher gezeigt werden dürfen. Seiner Ansicht nach sind die Kostüme nur minderwertige Reproduktionen von Schlemmers Originalen. Dies sei nicht eindeutig gekennzeichnet. Die Stiftung wies die Vorwürfe zurück. Es sei deutlich zu erkennen, dass die Exponate studentische Arbeiten seien. Das Landgericht will am 27. Januar seine Entscheidung verkünden.

"Welfenschatz": Preußenstiftung lehnt Rückgabe weiter ab

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat ihren Anspruch auf den Welfenschatz bekräftigt.

Es handle sich nicht um NS-Raubgut, auch wenn die Verkäufer als Juden zur Gruppe verfolgter Menschen gehörten, erklärte die Stiftung. Zudem hätten die Händler einen fairen Preis erhalten. Eine Kommission zur NS-Raubkunst hatte gestern Vertreter einer jüdischen Erbengemeinschaft und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angehört. Eine Empfehlung über eine mögliche Rückgabe will sie aber erst in einigen Wochen abgeben. Der Welfenschatz ist der Reliquienschatz des Braunschweiger Doms. Er war 1935 von jüdischen Kunsthändlern an den Staat verkauft worden. Dabei geht es um die Frage, ob dies aus freien Stücken geschah oder auf Druck der Nationalsozialisten.

Schriftsteller Daniil Granin wird zum Holocaust-Gedenktag im Bundestag sprechen

Seit 1996 gedenkt der Bundestag jedes Jahr am 27. Januar der Opfer des Holocaust.

Die Rede an diesem Gedenktag wird der russische Schriftsteller Daniil Granin halten. Das teilte eine Sprecherin des Parlaments mit. Der heute 95-Jährige kämpfte als Freiwilliger im Zweiten Weltkrieg. In seinen Büchern, von denen einige auch auf Deutsch erschienen sind, setzt sich der studierte Ingenieur unter anderem mit der Verantwortung von Wissenschaft und Technik auseinander. Granin ist Mitbegründer des russischen PEN-Zentrums.

Studie: Comedians haben psychotische Persönlichkeitseigenschaften

Comedians verdienen ihr Geld damit, andere zum Lachen zu bringen.

Dabei könnten psychotische Persönlichkeitseigenschaften hilfreich sein. Psychologen der Universität Oxford haben gut 500 Comedians untersucht - und herausgefunden, dass sie eine vergleichsweise starke Tendenz zu impulsivem Verhalten und zur Vermeidung von Intimität haben. Im "British Journal of Psychiatry" schreiben die Wissenschaftler, die kreativen Faktoren für Humor seien denjenigen bemerkenswert ähnlich, die bei Schizophrenie und bipolaren Störungen eine Rolle spielten. In nicht-krankhafter Ausprägung könnten diese Tendenzen für die Fähigkeit zu ungewöhnlichen Gedankengängen verantwortlich sein. - Als Vergleichsgruppen testeten die Wissenschaftler gut 300 Schauspieler und rund 800 Personen, die keinen kreativen Job hatten.

Weltbild-Betriebsrat: Schwere Vorwürfe gegen Kirche

Er sieht in der Insolvenz des Weltbild-Verlags eine bewusste Entscheidung der kirchlichen Eigentümer.

Der Betriebsratsvorsitzende des Augsburger Verlagshauses, Peter Fitz, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, die Kirche habe sich schon seit langem von Weltbild trennen wollen. Es habe immer wieder "Strömungen gegeben, die gegen den Verlag gewettert hätten". Fitz forderte die Kirche auf, sich für den Erhalt des Verlages einzusetzen. Die Gewerkschaft Verdi teilte mit, rund 1.500 der 6.800 Mitarbeiter hätten einen Protestbrief an die Bischöfe unterschrieben. Darin kritisierten sie unter anderem einen "völlig widersprüchlichen Kurs" der Eigentümer. - Der Weltbild-Verlag gehört zwölf katholischen Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der katholischen Soldatenseelsorge Berlin.

"Wolf of Wall Street" in Kenia verboten

Das Banker-Drama "Wolf of Wall Street" ist mehrfach für den Oscar nominiert - in Kenias Kinos wird er nicht laufen.

Das berichten mehrere Medien und berufen sich auf das "Kenya Film Classification Board". Demnach heißt es in einer Mitteilung der Behörde wörtlich: "Es gibt Grenzen und wir glauben, dass die kenianische Öffentlichkeit Besseres verdient hat." Einzelheiten wurden nicht bekannt. Der Film hatte allerdings wegen vulgärer Sprache und heftiger Sex-Szenen bereits für Kritik gesorgt. Golden-Globe-Gewinner Leonardo DiCaprio spielt darin einen kriminellen Investment-Banker mit exzessivem Lebensstil. Auch Nepal und Malaysia hatten den Film bereits verboten.

Italienische Polizei: Mafia-Firmen haben die Uffizien und die Villa von Sting renoviert

Was haben der britische Musiker Sting und die Uffizien in Florenz gemeinsam?

Beide sind offenbar der Mafia aufgesessen. Sowohl Stings toskanische Villa als auch das Museum in Florenz sollen von Firmen renoviert worden sein, die der Camorra gehören. Die italienische Polizei hat in diesem Zusammenhang sechs Verdächtige festgenommen. Die Firmen sollen Scheinrechnungen ausgestellt und insgesamt gut drei Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Durch den Steuerbetrug seien sie in der Lage gewesen, die Renovierungsarbeiten zu einem konkurrenzlos günstigen Preis anzubieten, hieß es.

Verband: Gefangene sollten Lesen und Schreiben lernen können

Der Unterricht für Lesen und Schreiben ist in Gefängnissen nicht ausreichend verankert.

Dieser Meinung ist Peter Hubertus vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung. Es könne nicht sein, dass ein Häftling im Gefängnis Abitur machen, ein anderer aber nicht Lesen und Schreiben lernen könne, kritisierte Hubertus. Die Bundesländer müssten deshalb mehr Geld für Lehrkräfte bereitstellen und Bildung mit Arbeit im Gefängnis gleichsetzen. Denn Bildung sei entscheidend, um nach der Entlassung wieder Fuß zu fassen.

Israelischer Fischer hortete archäologische Schätze

Mit archäologischen Schätzen hat ein Fischer sein Haus dekoriert.

Wie die israelische Zeitung "Haaretz" berichtet, hortete der Mann bis zu 3.000 Jahre alte Tontöpfe und Krüge in seinem Haus - ohne zu wissen, was ihm ins Netz gegangen ist. Nach seinem Tod hatte sich die Erbin an Archäologen gewandt, weil sie bereits vermutete, dass die Töpfe wertvoll sein könnten. Laut den Archäologen handelt es sich unter anderem um Gefäße aus der Römerzeit und Töpfe aus der Byzanz. Die Forscher vermuten, dass die Gefäße aus gesunkenen Schiffen stammten und zum Transport von Wein und anderen Waren dienten. Mittlerweile wurde die Sammlung der Altertums-Behörde übergeben.

Teddys vor Gericht: Kein europäischer Markenschutz für den "Knopf im Ohr"

Vor dem Gericht der Europäischen Union ging es heute um Teddybären -

und zwar um die der Firma Steiff. Das Unternehmen wollte den "Knopf im Ohr" seiner Plüschtiere als Marke europaweit schützen lassen. Das lehnten die Luxemburger Richter aber ab. Sie erklärten, der Marke fehle es an Unterscheidungskraft. Knöpfe und kleine Schilder seien übliche Gestaltungselemente für Stofftiere. Allein daran könnten europäische Verbraucher Steiff-Produkte nicht erkennen, argumentierte das Gericht.

Chinesische Polizei nimmt uigurischen Wissenschaftler und Regierungskritiker fest

Ilham Tohti ist eine der bekanntesten Stimmen der uigurischen Minderheit in China.

Jetzt hat die Polizei in Peking den Wirtschaftswissenschaftler festgenommen. Seine Ehefrau teilte mit, die Wohnung der Familie sei stundenlang durchsucht worden. Polizisten hätten Computer, Handys und sogar Abschlussarbeiten von Tohtis Studenten beschlagnahmt.

Ilham Tohti, der an der Universität Peking unterrichtet, hat die chinesische Uiguren-Politik wiederholt kritisiert. Die Uiguren fühlen sich von der Regierung unterdrückt. Peking hat die muslimische Minderheit zuletzt für mehrere "Terrorangriffe" verantwortlich gemacht und zahlreiche Festnahmen damit begründet.

Israel plant Verbot von Nazi-Symbolen

In politischen Auseinandersetzungen bedienen sich ultraorthodoxe und radikale Gruppen in Israel hin und wieder auch der Nazi-Symbolik.

Das soll jetzt verboten werden. Das israelische Parlamenthat ein Gesetz verabschiedet, das auch das Schimpfwort "Nazi" untersagt. Wer sich nicht daran hält, muss mit bis zu sechs Monaten Gefängnis oder einer Geldstrafe rechnen. Ein zweites Gesetz verbietet die kommerzielle Verwendung von Symbolen, die die Erinnerung an den Holocaust verunglimpfen. Beide Gesetze müssen drei weitere Lesungen passieren, bevor sie in Kraft treten können. - Kritiker sehen in der Neuregelung eine Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung.

Das American Jewish Commitee fordert Regelungen zu NS-Raubkunst

Das American Jewish Commitee (AJC) fordert vom Bundestag einheitliche Regelungen zur Rückgabe von NS-Raubkunst.

Die Direktorin des Berliner AJC-Büros, Deidre Berger, sagte dem ARD-Magazin "Kontraste", es sei skandalös, dass deutsche Museen nur selten die Herkunft ihrer Bestände zurückverfolgten. Das widerspreche der Washingtoner Erklärung von 1998. Berger fordert dazu eine Enquete-Kommission im Bundestag. Ferner empfiehlt sie, Zertifikate für Museen einzuführen. Diese sollten nur dann vergeben werden, wenn die Herkunft aller Exponate nachgewiesen sei.

Das American Jewish Commitee wurde in New York von Juden deutscher Herkunft gegründet. Es setzt sich für einen deutsch-amerikanisch-jüdischen Dialog ein. 1998 eröffnete die Organisation eine Vertretung in Berlin.

Hochschulrektor fordert schnelle Aufklärung im Fall Gurlitt

Der Hochschulrektor für Jüdische Studien in Heidelberg fordert eine schnelle Aufklärung im Fall Gurlitt.

Johannes Heil sagte dem Evangelischen Pressedienst, es sei unverantworlich, wenn auch nur der Anschein entstünde, dass nicht alles getan werde, um die Besitzverhältnisse aufzuklären. Die Kritik am Vorgehen der Behörden sei verständlich, sagte er. In der Münchner Wohnung des Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt hatten Ermittler bereits 2012 die verschollen geglaubte Sammlung seines Vaters beschlagnahmt. Darunter waren unter anderem Werke von Picasso, Chagall, und Matisse. Bei fast 600 Bildern soll es sich um NS-Raubkunst handeln.

Indien: Tausende pilgern zu Götterstatue aus Butter

Sie besteht aus 1.400 Kilo Butter und wird Pindi genannt.

Wie indische Medien berichten, zieht die Skulptur der Göttin Brajeshwari Devi in einem Tempel im Bundesstaat Himachal Tausende Pilger an. Die Skulptur sei von 18 Priestern hergestellt worden und noch bis kommende Woche zu sehen - danach werde sie unter den Gläubigen verteilt. Einer Legende zufolge wurde Brajeshwari Devi in einem Kampf mit Dämonen verletzt. Andere Götter hätten ihre Wunden dann mit Butter geheilt. In Indien gilt Butterschmalz als Heilmittel, zum Beispiel bei chronischen Hautkrankheiten und Gliederschmerzen.

"Forbes" gibt Hauptsitz in New York City auf und zieht nach New Jersey

Seit 1962 residierte das "Forbes"-Magazin mitten in New York City, an der Fifth Avenue.

Jetzt ziehen Redaktion und Verlag in die Provinz, genauer nach Jersey City im US-Bundesstaat New Jersey. Der Forbes-Konzern bekommt dafür in den kommenden zehn Jahren umgerechnet knapp 20 Millionen Euro von dem Bundesstaat. Das Gebäude im Greenwich Village hatte Forbes bereits 2010 an die New York University verkauft und seitdem Miete bezahlt. - Möglicherweise stehen der Belegschaft des Medienkonzerns demnächst weitere Veränderungen bevor: Das "Wall Street Journal" hatte kürzlich berichtet, der deutsche Springer-Verlag sei an Forbes interessiert.

Gratis-Angebot im Netz: Mit Hilfe der NASA den eigenen Namen ins Weltall schicken

Wenn man schon nicht selbst ins All fliegen darf, kann man demnächst zumindest seinen Namen in den Weltraum schicken.

Das Raumschiff "Osiris-Rex" der US-Raumfahrtbehörde NASA wird 2016 einen Mikrochip mitnehmen. Darauf kann man online gratis seinen Namen eintragen lassen. "Osiris-Rex" fliegt zum Asteroiden "Bennu", was etwa zwei Jahre dauern wird. Gesteinsproben von dort sollen bis zum Jahr 2023 wieder auf der Erde landen.

Seinen Namen kann man hier eintragen lassen.

Ab 2016 soll ein Internet-Seekabel Europa und Brasilien verbinden

Der Austausch von Daten zwischen Europa und Brasilien soll ab 2016 schneller und sicherer werden.

Dann soll ein Seekabel durch den Atlantik eine direkte Internetverbindung herstellen. Nach Angaben des staatlichen brasilianischen Telekommunikationskonzern Telebras sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Das neue Kabel soll auch zur Datensicherheit beitragen: Zurzeit machen noch fast alle Seekabel-Verbindungen zwischen Südamerika und Europa den Umweg über die USA - und Brasilien war eines der Hauptziele der Abhöraktionen der amerikanischen Geheimdienste.

"Senioren waren noch nie so vermögend und gebildet wie heute"

Noch nie waren Senioren so vermögend und so gebildet wie heute.

Darauf weist Uwe Kleinemas hin, Geschäftsführer des Zentrums für Alterskulturen der Universität Bonn. Kleinemas sagte dem Evangelischen Pressedienst, das sei allerdings eine Ausnahmeerscheinung. Dieser Trend werde sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht fortsetzen und künftige Generationen würden es wieder schwerer haben. Denn das Risiko der Altersarmut steige. Deswegen müsse die Politik die Interessen ärmerer älterer Menschen stärker berücksichtigen.

Vilsmaier muss im Streit um "Nanga Parbat" zahlen

Joseph Vilsmaier muss im Streit um seinen Film "Nanga Parbat" zahlen.

Das Oberlandesgericht München verurteilte den Regisseur zur Zahlung von mehr als 150.000 Euro an seinen ehemaligen Produzenten Chris Naumann. Naumann hatte seinerzeit den Auftrag, sich um die Finanzierung des Bergsteigerfilms aus dem Jahr 2008 zu kümmern. Weil es der Produzent aber laut Vilsmaier nicht rechtzeitig schaffte, Geld zu besorgen, suchte dieser selbst Sponsoren. Naumann klagte daraufhin auf 275.000 Euro Schadenersatz wegen Vertragsverletzung und Rufschädigung und forderte außerdem sein Honorar. Das Oberlandesgericht bestätigte weitgehend das Urteil des Münchner Landgerichts. Dagegen hatten beide Parteien Berufung eingelegt.

Ex-Außenminister Westerwelle kritisiert Merkels Haltung zur Gleichberechtigung von Homosexuellen

"Bevor ich den Löffel abgebe, ist Schwulsein eine Selbstverständlichkeit."

Dieses Zitat stammt von Guido Westerwelle. Der frühere Bundesaußenminister, der in seiner Amtszeit öffentlich kaum über das Thema Homosexualität geredet hatte, hat sich jetzt im "Stern" dazu geäußert. Der FDP-Politiker wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, persönlich dafür verantwortlich zu sein, dass gleichgeschlechtliche Lebenspartner in Deutschland immer noch nicht die gleichen Rechte haben wie Eheleute. Es gebe leider eine "ganz große Koalition an Spießigkeit" kritisierte Westerwelle. - Er deutete außerdem an, dass zur vollständigen Gleichberechtigung auch Kinder gehören. - Der 52-Jährige lebt seit 2010 in einer eingetragenen Partnerschaft.

Seelsorger Opiéla: "Das Bewusstsein für zugewanderte Sinti und Roma schärfen"

"Wenn wir als Gesellschaft überleben wollen, müssen wir Einwanderung ermöglichen, anstatt vor jeder neuen Welle zu erschrecken."

So sieht es Jan Opiéla, der in Bonn die "Katholische Seelsorge für Roma, Sinti und verwandte Gruppen" leitet. Er forderte im Magazin "Christ und Welt", die Deutschen müssten das Bewusstsein für die verschiedenen Gruppen schärfen. Dafür seien etwa Vorträge in Vereinen, Behörden, Schulen und Universitäten nötig. Die Zuwanderer sollten nach Ansicht Opiélas zu Sprachkursen verpflichtet werden. Als eine Art Vorbild bezeichnete der Pfarrer die Integration von Muslimen seit den 60er-Jahren.

Minderheiten in Brandenburg: Sorben/Wenden-Gesetz passiert Hauptausschuss

Sorben und Wenden in Brandenburg sollen mehr Mitbestimmungsrechte in Kultur- und Bildungsfragen bekommen.

Der Hauptausschuss des Brandenburger Landtags hat den Entwurf zum so genannten Sorben/Wenden-Gesetz angenommen. Die rot-rote Koalition stimmte dafür, die Opposition enthielt sich. Für kommende Woche ist die Abstimmung im Plenum geplant. Das Gesetz gesteht den beiden slawischen Volksgruppen unter anderem mehr Einfluss auf die Ausweisung sorbischer beziehungsweise wendischer Siedlungsgebiete zu. CDU-Fraktionschef Dieter Dombrowski kritisierte, nach dem Gesetzentwurf hätten Kommunen dabei keinerlei Mitspracherechte mehr. - Unter anderem sehen Städte wie Forst, Senftenberg und Lübben ihr Recht auf kommunale Selbstverwaltung beschnitten.

"Welfenschatz": Kommission vertagt Entscheidung über Rückgabe

Die Zukunft des "Welfenschatzes" ist weiter offen.

Eine Kommission zur NS-Raubkunst hörte gestern zwar Vertreter einer jüdischen Erbengemeinschaft und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an - eine Empfehlung über eine Rückgabe will sie aber erst in einigen Wochen abgeben. Bei dem Welfenschatz handelt es sich um den Reliquienschatz des Braunschweiger Doms. Er war 1935 von vier jüdischen Kunsthändlern an den Staat verkauft worden - strittig ist, ob dies unter Zwang oder aus freien Stücken geschah. Das soll die Kommission unter Vorsitz der früheren Verfassungsrichterin Jutta Limbach klären.

Vögel in V-Formation schwingen die Flügel im Takt

Bisher gab es zur Aerodynamik von Zugvögeln nur theoretische Berechnungen.

Jetzt haben britische Wissenschaftler 14 Waldrappen mit Mini-Sensoren ausgestattet. Außerdem untersuchten sie Videos, in denen die Vögel im V-Formationsflug zu sehen sind. Die Forscher beschreiben im Fachjournal "Nature", was die Waldrappen alles unternehmen, um möglichst windschnittig zu sein. So synchronisieren sie zum Beispiel den Takt ihres Flügelschlages mit dem des Vogels, der direkt vor ihnen fliegt. Durch die Anpassungen nutzen die Vögel Aufwinde und vermeiden Abwinde, die durch den Flügelschlag der anderen Tiere entstehen. Waldrappen gehören zur Unterfamilie der Ibisse und haben schwarz-glänzendes Gefieder.

Details lesen Sie hier.

Vermutlich älteste Kirche Englands darf ausgegraben werden

Seit mehr als 30 Jahren ist die vermutlich älteste Kirche Englands mit Sand bedeckt und von einer Betonhülle umgeben.

Jetzt soll das "St. Piran's Oratory" nahe Perranporth in der Grafschaft Cornwall wieder ausgegraben werden. Wie eine Regionalzeitung berichtet, haben Experten den Grabungen nun zugestimmt. Die Kirche soll im fünften oder sechsten Jahrhundert errichtet worden sein und gilt als ältester gemauerter Sakralbau der britischen Hauptinsel. 1980 war das Gebäude zum Schutz vor Witterungsschäden mit Sand und Beton bedeckt worden. Die Freilegung soll im Februar oder März beginnen.

Hier der Link zum Bericht und Bildern der Zeitung "Falmouth Packet".

Regisseur Scorsese über "The Wolf of Wall Street": Der Film ist realistisch

"Wir haben kein bisschen übertrieben."

Das betont der amerikanische Regisseur Martin Scorsese mit Blick auf seinen neuen Film "The Wolf of Wall Street". Der Zeitung "Die Welt" sagte Scorsese, der Film über den von Leonardo DiCaprio verkörperten Wertpapierbetrüger Jordan Belfort orientiere sich an dessen Autobiografie. Die Darstellung kratze sogar nur an der Oberfläche. Sie zeige lediglich einen Ausschnitt dessen, was Belfort
wirklich getrieben habe und was in den 90er-Jahren in der Finanzwelt passiert sei. - Der Film läuft heute in den deutschen Kinos an.

Vorerst kein Beastie-Boys-Platz in New York

Auf den "Beastie Boys Square" werden die New Yorker noch ein wenig warten müssen.

Fans hatten in einer Online-Petion gefordert, einen Platz im der Lower East Side nach der Hip-Hop-Band zu benennen. Der Sender "CBS New York" berichtet nun aber, der Initiator müsse erst noch mehr Unterstützer gewinnen. Er habe sich mit der Bezirksverwaltung darauf geeinigt, in einigen Monaten erneut über das Thema zu beraten. Lokalen Medien zufolge kamen bisher nur gut 1.400 Unterschriften für die Umbenennung zusammen. - Der vorgeschlagene Platz ist auf dem Cover des Beastie-Boys-Albums "Paul's Boutique" von 1989 zu sehen.

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