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Sonntagmorgen | Beitrag vom 13.03.2016

Kein Getränk erzählt so vielWhisky – das Wasser des Lebens

Moderation: Oliver Schwesig

Schottischer Whisky in Flaschen (picture alliance / dpa / Bill Wassman)
Schottischer Whisky (picture alliance / dpa / Bill Wassman)

Vom Getränk irischer Mönche zum Mythos: Whisky ist seit Jahrhunderten ein kulinarischer Dauerbrenner - und kann eine großartige Geschichte erzählen. Der Name stammt von einem schottisch-gälischen Wort für "Wasser des Lebens". Und es hat Gründe, warum die besten Whiskys aus Irland und Schottland kommen.

Weiches Wasser, Gerste, handwerkliches Geschick und viel Geduld. Mehr braucht es eigentlich nicht für einen guten Whisky. Dutzende Sorten und Geschmäcker haben sich im Laufe der Jahrhunderte herausgebildet. Ein brauner Saft, anregend und aufregend. Seit Jahrhunderten ein kulinarischer "Dauerbrenner", der alle Getränkemoden überstanden hat, wohl einmalig in der Ernährungsgeschichte des Menschen.

Seinen Namen hat der Whisky von einem alten schottisch-gälischen Wort für das "Wasser des Lebens". Ein Wasser das eine großartige Geschichte erzählen kann, vom simplen Getränk zum mythisch beladenen Zaubermittel, das bis zu 30 verschiedene Geschmäcker enthalten soll. Manche Kenner sprechen vor dem Genuss sogar mit dem Whisky im Glas.

Etliche Songs wären ohne Whiskey vermutlich nicht entstanden

Schon irische Mönche begannen im 5. Jahrhundert mit der Herstellung von Alkohol, der damals noch medizinischen Zwecken diente. In den Klöstern hieß er lateinisch "aqua vite" – das Wasser des Lebens. Und gerade in alten Zeiten, wo man auf Hygiene und Desinfektion bei den Nahrungsmitteln noch nicht so viel Wert legte, war Alkohol ein haltbares, sauberes Getränk.

Es hat Gründe, warum die besten Whiskys aus Irland und Schottland kommen. Das weiche, kalkarme Wasser der Region ist zum Beispiel dafür verantwortlich. Und was können Experten aus einem Glas herausriechen! Intensiver als manches Parfum: Nussig, pfeffrig, orangig, marzipanig oder ledrig. Wie eine Gräserwiese im Frühling, ein Waldduft im Sommer. Aus einem simplen Handwerk ist fast schon die Herstellung eines Kunstwerks geworden. Musiker, Poeten, Maler, Filmemacher – kaum eine Künstlergruppe, der der braune Alkohol nicht als Inspirationsquelle genutzt wurde. Manche behaupten sogar, dass etliche Songs ohne Gedichte ohne Alkohol gar nicht entstanden wären.


Musikalische Histörchen

Als Eric Clapton am 13. März 1965 mit gerade mal 19 Jahren und nach nur zwei Jahren die "Yardbirds" wieder verließ, weil ihm die Band nach ihrem ersten erfolgreichen Song "For Your Love" zu kommerziell und zu poppig geworden war, schlug die große Stunde von Jeff Beck: Der damals 20-jährige Londoner wurde bei den "Yardbirds" Nachfolger von Eric Clapton als Lead-Gitarrist, obwohl auch seine Zeit dort sehr überschaubar war. Nach Spannungen innerhalb der Band stieg Jeff Beck nicht einmal zwei Jahre später schon wieder aus und wurde seinerseits von niemand geringerem als Jimmy Page beerbt. Jeff Beck startete daraufhin seine Solo-Karriere mit eigener Band; eine Anfrage von "Pink Floyd", die ihn zu der Zeit als Ersatz für den angeschlagenen Syd Barrett gewinnen wollten, hatte derweil keinen Erfolg.


Rätsel

Wir suchten einen Stoff, der oftmals zur Herstellung des Whiskys verwendet wird. Und zwar an einer ganz bestimmten Stelle im Laufe des Herstellungs-Prozesses. Irgendwann kommt nämlich der Moment, wo die Gerste erhitzt wird. Und dafür nimmt man – je nach Region – Torf zur Hilfe, der dann auch für den Geschmack verantwortlich ist.


Brillant oder Bullshit!?
Das Wochenchaos

Die Gattin des türkischen Premiers, Emine Erdogan, erklärt den Harem zu einer Schule, in der Frauen im Osmanischen Sultanat für das Leben vorbereitet werden. Der griechische EU-Abgeordnete Synadinos erklärt die Türken für geistig barbarisch, respektlos, Schmarotzer und unrein. Und: wer AfD aus Protest wählt, stärkt am Ende das linke Lager, sagt Julia Klöckner, die einzige Spitzenkandidatin der Union in Rheinlandpfalz.

Sie können das Sonntagmorgen-Team jederzeit per E-Mail über sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de erreichen. 

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