Mittwoch, 20. August 2014MESZ18:32 Uhr

Interview

Digitale Agenda"Einer muss den Hut aufhaben"
Der Bundesminister für Digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU, l-r), Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) stellen am 20.08.2014 vor der Bundespressekonferenz in Berlin die Digitale Agenda der Bundesregierung vor und beantworten Fragen von Journalisten.

Dass die Bundesregierung die digitale Welt mitgestalten möchte, sei zwar löblich. Sie hinke aber hinter den Entwicklungen der großen Akteure der digitalen Welt - wie etwa Google - hinterher, sagt Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.Mehr

Wirtschaft"Der Westen könnte einen Boom erleben"
Das Frankfurter Bankenviertel

Dass viele Volkswirtschaften schwächeln, hat nichts mit dem Finanzsektor zu tun, sagt der US-amerikanische Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Edward Prescott. Die westlichen Volkswirtschaften litten unter einer zu hohen Regulierungslast, übermäßigen Staatsausgaben und Steuersystemen, die dringend reformiert werden müssten.Mehr

NetzpolitikDie Digitale Agenda ist ein "Bauchladen"
Einzelne Glasfaserkabel der Deutschen Telekom, aufgenommen bei Verlegearbeiten in Hannover.

Die Digitale Agenda der Bundesregierung muss nach Einschätzung der Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann noch an vielen Stellen nachgebessert werden. So müsse sich die Regierung klarer zu den Bürgerrechten im Internet und zur Modernisierung des Datenschutzes bekennen.Mehr

weitere Beiträge

Interview / Archiv | Beitrag vom 15.09.2012

Katholischer Jugendverband: Kirche muss Arbeitsrecht überprüfen

Dirk Tänzler: Geschiedene und Homosexuelle dürfen im Arbeitsleben nicht diskriminiert werden

Bischofskreuz
Bischofskreuz (dapd)

Der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, Dirk Tänzler, hat die katholische Kirche aufgefordert, unterschiedliche Lebensentwürfe zu akzeptieren und nicht zu bewerten.

Geschiedene und wiederverheiratete Menschen oder homosexuelle Lebensgemeinschaften müssten die gleichen Rechte in der Kirche haben wie andere Katholiken auch, forderte Tänzler anlässlich der zweiten Jahrestreffens des Dialogprozesses in der katholischen Kirche. "Ich möchte diese Menschen auch annehmen und in unserer Kirche willkommen heißen", sagte Tänzler.

Die Kirche müsse auf neue Milieus zugehen und auch das Arbeitsrecht daraufhin überprüfen. Derzeit könnten Geschiedene oder Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, offiziell in der katholischen Kirche keinen Job bekommen.

Tänzler betonte, dass in den katholischen Jugendverbänden Demokratie "von unten" praktiziert werde. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene könnten mitentscheiden. Leiter und Leiterinnen würden gewählt, Männer und Frauen seien gleichberechtigt, und es gebe keine Hierarchie zwischen Laien und Klerikern: "Das wollen wir zeigen, dass das auch innerhalb der katholischen Kirche durchaus ein Modell sein kann, wie man Kirche auch leben kann."

Von dem derzeitigen Treffen habe er den Eindruck, dass dort ein Geist der Veränderung wehe, resümierte Tänzler.

Das vollständige Interview mit Dirk Tänzler können Sie bis mindestens zum 15.2. 2013 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören.