Mittwoch, 1. Oktober 2014MESZ16:16 Uhr

Hörspiel

Ein Palimpsest
Ein Mann sitzt am 04.08.2013 auf einem Steg am Selenter See (Schleswig-Holstein).

Ein Mann wird von Erinnerungen heimgesucht. Immer wieder drängen sich ihm Szenen auf, die er mit seinem Leben nicht in Zusammenhang bringen kann. Mit Hilfe eines Freundes, der als Restaurator arbeitet, findet er zu seiner Geschichte.Mehr

Krieg und TraumataNiemandsland (Teil 1)
Nach der Bekanntgabe des Waffenstillstands am 11. November 1918 versammelt sich eine Menschenmenge vor der Londoner Börse und der Bank of England um das Ende des Ersten Weltkriegs zu feiern.

Der britische Dichter und Leutnant Siegfried Sassoon meldete sich 1914 freiwillig zum Kriegseinsatz, doch 1917 veröffentlichte er in einem Akt bewusster Missachtung der militärischen Autorität seine Stellungnahme "Schluss mit dem Krieg". Mehr

Krieg und TraumataNiemandsland (Teil 2)
Undatiertes Foto als Briefmarke (2014) zum 100.jährigen Gedenken an den Ersten Weltkrieg (1914)

Der aus dem Bergarbeitermilieu stammende Leutnant Billy Prior, ein weiterer Patient von Dr. Rivers, leidet an Erinnerungslücken. Zwischen ihm und seinem Psychiater entsteht eine spannungsreiche Verbindung.Mehr

weitere Beiträge

Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 02.12.2012

Kaspar

Zum 70. Geburtstag von Peter Handke

Der österreichische Schriftsteller Peter Handke
Der österreichische Schriftsteller Peter Handke (AP)

"Das Stück "Kaspar" zeigt nicht, wie es wirklich ist oder wirklich war mit Kaspar Hauser. Es zeigt, was möglich ist mit jemandem. Es zeigt, wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht werden kann. Das Stück könnte auch "Sprechfolterung" heißen.

Die Stimmen, die auf den Helden einsprechen, sollten, obwohl in ihrem Sinn immer ganz verständlich, die Sprechweisen von Stimmen sein, bei denen auch in der Wirklichkeit ein technisches Medium zwischengeschaltet ist: Telefonstimmen, Radio- und Fernsehansagerstimmen, (...) die Sprechweisen von Fußballkommentatoren.

Alle diese Sprechweisen können auf den Text angewendet werden, freilich nur so, dass durch sie der Sinn oder Unsinn des Eingesagten verdeutlicht wird. Kaspar hat keine Ähnlichkeit mit einem Spaßmacher." (Peter Handke)


Regie: Friedhelm Ortmann
Mit: Norbert Kappen, Elisabeth Opitz, Helmut Lohner, Hanns Ernst Jäger
Produktion: WDR 1971
Länge: 78.01 Minuten



Peter Handke, geboren am 6.12.1942 in Kärnten. Vielfach geehrter Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer, Drehbuchautor und Regisseur. Zuletzt: Nestroy-Theaterpreis (2011), Mülheimer Dramatikerpreis (2012).