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Karaoke, Kunstsubjekte und Køttbullar

Moderation: Marietta Schwarz

Im Berliner Mauerpark gehört zum Karaoke auch das große Publikum.
Im Berliner Mauerpark gehört zum Karaoke auch das große Publikum. (picture alliance / dpa /Bernd Von Jutrczenka)

Im Neonlicht lernen wir in dieser Woche einen Berliner kennen, der penetranten Lärm in Musik verwandelt. In Barcelona beschäftigen wir uns mit einem Krisenphänomen ganz unten und wir begegnen jungen Chinesen, für die Karaoke eine sehr ernste Angelegenheit ist. Außerdem probieren wir kulinarische Zungenbrecher in New York.

Schuldner als Kunstsubjekte
Von Julia Macher
Zwangsräumungen sind in Spanien vor allem in den vergangenen Krisen-Monaten ein großes Thema. Das Land hat besonders strenge Vollzugsrichtlinien. Wer seine Hypothek nicht zahlen kann, fliegt. Daran haben auch ein paar Notfallmaßnahmen wenig verändert. Und so hat der Protest gegen Zwangsräumungen inzwischen seine kreative Seite entdeckt: Betroffene werden in Kunstsubjekte verwandelt und als übergroße Porträts überall in Barcelona plakatiert.

Karaoke bierernst
Von Markus Rimmele
Teehäuser, Theater, Kabarett – damit können viele junge Leute in Chinas Großstädten heute nicht mehr viel anfangen. Von den Bräuchen des alten China hat sich nur wenig durch die Zeiten des Kommunismus gerettet. Und doch entdecken immer mehr Großstadtbewohner, die vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren, ihre Freizeit. Am liebsten singen sie Karaoke. Doch hierbei geht es vor allem um Ehrgeiz und weniger um Entspannung und Spaß.

Køttbullar und Smørebrød erobern New York
Von Claudia Sarre
Eingelegter Hering, geräuchertes Rentier oder gepökelter Stockfisch. New Nordic Cuisine – neue nordische Küche – nennt sich der neuste, kulinarische Trend im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Aquavit, Fika oder Smorgas Chef heißen die Lokale zumeist dänischer oder schwedischer Herkunft. Für den anspruchsvollen New Yorker, immer auf der Jagd nach dem neuen ultimativen Geschmackserlebnis, ist die neue nordische Küche ein gefundenes Fressen.

Der Klang der Baustelle
Von Cornelius Wüllenkemper
Schon lange wird vor den negativen gesundheitlichen Folgen andauernder Lärmbeschallung im Alltag gewarnt – gerade in Metropolen sind die Menschen durch Verkehr und Großbaustellen besonders belastet. Der Musiker und Klangkünstler Dirk Dresselhaus hat aus der Not eine Tugend und aus Baustellenlärm die Grundlage für seine Musik gemacht. "Construction sounds" heißt seine aktuelle Platte und besteht ausschließlich aus Bohrhämmern, Schleifmaschinen und Pressluftmeißeln.

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