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Literatur / Archiv | Beitrag vom 23.01.2007

"Kalter Fisch - ha ha!"

Die Briefe von Virginia Woolf

Frauke Meyer-Gosau, Sarah Schumann und Klaus Reichert im Gespräch mit Dorothea Westphal

Virginia Woolf (AP)
Virginia Woolf (AP)

Es ist schon eine literarische Sensation - nicht nur für die Fans von Virginia Woolf: Erstmals liegt auf Deutsch eine zweibändige Auswahl von Briefen vor, von denen es bislang nur Auszüge zu lesen gab. Zwar gibt es eine englische Ausgabe in sechs Bänden; auf Deutsch aber sind die Briefe bislang noch nicht erschienen. Dabei gibt es so viele davon: über 4000!

Und es gibt viel in diesem Briefwerk zu entdecken: neue Facetten von einer Autorin, die nicht nur eine brillante Romanautorin, Essayistin und Tagebuchautorin war, sondern auch eine emsige und wunderbare Briefschreiberin. Mit Witz, Charme, Ironie und der Freude am Klatsch korrespondiert sie mit ihrer Familie und ihrem großen Freundeskreis aus Künstlern und Literaten und setzt sich lustvoll über die Konventionen des Genres hinweg.

Der Ton der Briefe lässt ahnen, wie schlagfertig sie gewesen sein muss. Ein ganz neues Bild der Autorin kann man darin entdecken, findet der Herausgeber der Briefe Klaus Reichert - handfest und gar nicht ätherisch-feinsinnig, direkt und voll übersprudelnder Phantasie.

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