Seit 00:05 Uhr Feature
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 00:05 Uhr Feature
 
 

Literatur / Archiv | Beitrag vom 23.01.2007

"Kalter Fisch - ha ha!"

Die Briefe von Virginia Woolf

Frauke Meyer-Gosau, Sarah Schumann und Klaus Reichert im Gespräch mit Dorothea Westphal

Virginia Woolf (AP)
Virginia Woolf (AP)

Es ist schon eine literarische Sensation - nicht nur für die Fans von Virginia Woolf: Erstmals liegt auf Deutsch eine zweibändige Auswahl von Briefen vor, von denen es bislang nur Auszüge zu lesen gab. Zwar gibt es eine englische Ausgabe in sechs Bänden; auf Deutsch aber sind die Briefe bislang noch nicht erschienen. Dabei gibt es so viele davon: über 4000!

Und es gibt viel in diesem Briefwerk zu entdecken: neue Facetten von einer Autorin, die nicht nur eine brillante Romanautorin, Essayistin und Tagebuchautorin war, sondern auch eine emsige und wunderbare Briefschreiberin. Mit Witz, Charme, Ironie und der Freude am Klatsch korrespondiert sie mit ihrer Familie und ihrem großen Freundeskreis aus Künstlern und Literaten und setzt sich lustvoll über die Konventionen des Genres hinweg.

Der Ton der Briefe lässt ahnen, wie schlagfertig sie gewesen sein muss. Ein ganz neues Bild der Autorin kann man darin entdecken, findet der Herausgeber der Briefe Klaus Reichert - handfest und gar nicht ätherisch-feinsinnig, direkt und voll übersprudelnder Phantasie.

Literatur

Totgesagte leben längerLinker Buchhandel in der Bundesrepublik
Der Buchladen "Schwarze Risse" in Berlin Kreuzberg (Mai 2016).   (imago / Steinach)

Nach der Studentenrevolte 1968 entstanden viele linke Buchhandlungen. Sie verstanden sich als Avantgarde der Republik und waren damit gar nicht so weit entfernt vom Standesbewusstsein ihrer bürgerlichen Kollegen, die stolz waren, es mit einer geistigen Ware zu tun zu haben.Mehr

Polfahrer- und EntdeckerromaneEiszeiten
(dpa)

Ergründen, erforschen, sich erschließen - Menschen mit Eroberungsdrang sind die Helden der Polfahrer- und Entdeckerromane. Sie sind auf der Suche nach dem Verborgenen, hinausgeschickt von Autoren, die sich oft die weite Welt nur erdichten - vom Schreibtisch aus.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur