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Im Gespräch | Beitrag vom 07.03.2016

Kabarettist Peter GrohmannDer erste Wehrdienstverweigerer im Ländle

Peter Grohmann im Gespräch mit Ulrike Timm

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Peter Grohmann war einer der Kläger beim Prozess um den Polizeieinsatz bei Stuttgart 21 (dpa / picture alliance / Wolfram Kastl)
Einer von der wehrhaften Sorte: Peter Grohmann war auch einer der Kläger beim Prozess um den Polizeieinsatz gegen Stuttgart 21-Gegner (dpa / picture alliance / Wolfram Kastl)

Kleinverleger, Autor, Kabarettist, Theatergründer, Plakatkleber – Peter Grohmann ist ein vielseitiger Kulturarbeiter. Der politisch engagierte Stuttgarter ist in diesem Jahr mit der Stauffer-Medaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden.

Peter Grohmann wurde vor 79 Jahren in Breslau geboren, als Kind im Dresdner Bombenhagel verschüttet, absolvierte nach nur vier Jahren Schule eine Ausbildung zum Schriftsetzer und war der erste Wehrdienstverweigerer im Ländle. Bekannt wie der sprichtwörtliche bunte Hund in Stuttgart, verleiht der altlinke Aktivist mit den "AnStiftern" einen jährlichen Friedenspreis und denkt auch sonst nicht ans Aufhören.

"Wenn man was kriegt, muss man es auch annehmen"

Als Mitbegründer des Theaterhauses Stuttgart ist Grohmann kürzlich nun mit der Stauffer-Medaille des Landes Baden-Württemberg geehrt worden. Er sei eine "Ausnahmepersönlichkeit", die mit ihrem vielfältigen Engagement das kulturelle Leben und die politische Kultur in Baden-Württemberg mitgeprägt habe.

"Man kriegt schon einen Schreck", sagte er Ulrike Timm in unserer Sendung "Im Gespräch": "Man sagt: Ah, jetzt sind Wahlen, da schmeißen sie schnell noch ihre Medaillen unters Volk."

Doch: "Wenn man mal was kriegt, muss man es auch annehmen."

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