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Radiofeuilleton - Kino und Film

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Radiofeuilleton - Kino und Film / Archiv | Beitrag vom 26.08.2012

Jungenhafter Endsiebziger

Eine Begnung mit der Filmlegende Woody Allen in Paris

Der US-Regisseur Woody Allen
Der US-Regisseur Woody Allen (AP)

"To Rom with love" - so heißt der neue Film von und mit Woody Allen. Zum ersten Mal seit sechs Jahren ("Scoop") stand der US-Regisseur, inzwischen 76 Jahre alt, auch wieder vor der Kamera. Katja Nicodemus hat Allen in Paris getroffen.

Seit Ende der 60er-Jahre dreht Woody Allen Filme - früher hat er es dabei bevorzugt, seine Heimatstadt New York möglichst nicht zu verlassen, doch im weiteren Verlauf seiner Karriere hat er immer häufiger auch in Europa gedreht: London, Paris und Barcelona waren bereits Schauplätze seiner Filme.

"To Rome with Love" spielt nun in Rom - aber Katja Nicodemus, Filmkritikerin von Deutschlandradio Kultur, traf Allen nicht in der italienischen Metropole, sondern in Paris, wo auch Allens letzter Film "Midnight in Paris" spielte:

"Also, es ist schon unglaublich. Man fühlt sich nämlich direkt wie in einem Woody-Allen-Film [...], und wenn er zur Tür reinkommt, denkt man wirklich: Ja, gleich kommt die erste Pointe, jetzt geht der Film los!"

Trotz seiner 76 Jahre strahle Woody Allen immer noch etwas sehr Jugendliches aus und erscheine auch im Interview als "sehr jungenhafter Endsiebziger", berichtet Nicodemus.

Auch diesmal versuche die Regie-Legende wieder, die Klischees über eine Stadt zu einem Gesamtbild, zu einer Art Wahrheit zusammenzuführen und hinter den vielen Klischees über Italien und seine Hauptstadt so etwas wie eine "Rom-Idee" zu entdecken. Genau so habe sich Allen auch auf der Pressekonferenz in Paris geäußert.

Woody Allen: "Rom ist Chaos. Warmherzige, wunderbare Menschen, die die Sonne genießen, auf Treppenstufen sitzen und im Café Espresso trinken und wunderbare Gerichte essen. Sie wissen zu leben, und nichts bedrückt sie. Sie laufen auf der Straße da, wo die Autos fahren, und die Autos fahren auf dem Bürgersteig. Eine große Sorglosigkeit herrscht da. Außerdem lieben sie die Oper, das Kino, gute Architektur und schöne Kleider. Sie lassen es sich gut gehen. In 'To Rome with Love' wollte ich dieses Lebensgefühl einfangen, indem ich viele Personen in vielen Situationen zusammenbringe."


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