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Kulturnachrichten

Dienstag, 17. Juni 2014

Bundespräsident Gauck: Finanzierung des Archivs der DDR-Opposition sicherstellen

Das Archiv der DDR-Opposition kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen.

Bundespräsident Gauck hat sich nun für eine langfristige Finanzierung ausgesprochen. Er wolle bei CDU/CSU und SPD im Bundestag dafür werben, sagte Gauck bei einem Besuch der Einrichtung in Berlin. Die ausschließlich über Projektförderung bezogenen Gelder bedeuteten für das Archiv große Schwierigkeiten. Die Einrichtung dokumentiert den Widerstand gegen die SED-Diktatur zwischen 1945 und 1990. - Gauck gedachte heute auch der Opfer des Volksaufstandes von 1953. Deutschland brauche die Erinnerung an die mutigen Menschen, betonte der Bundespräsident. Vor 61 Jahren forderten mehr als eine halbe Millionen Menschen mehr Demokratie, Freiheit und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bewegung wurde von den Sowjets blutig niedergeschlagen.

Investor für Münchner Abendzeitung gefunden

Die insolvente Münchner "Abendzeitung" geht an die Mediengruppe "Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung".

Wie auf einer Pressekonferenz mitgeteilt wurde, will Verleger Martin Balle das Blatt ab 1. Juli als Tageszeitung mit umfassendem Online-Angebot weiterführen. Balle werde die "Abendzeitung" zusammen mit dem Münchner Rechtsanwalt und Unternehmer Dietrich von Boetticher herausgeben, der sich ebenfalls als Gesellschafter beteiligt. Höchstens 25 der 100 Mitarbeiter sollen ein Angebot bekommen, für das Blatt weiterzuarbeiten. - Die Abendzeitung hatte Anfang März einen Insolvenzantrag gestellt.

Türkei verhängt Nachrichtensperre wegen Isis-Entführungen

Die Entscheidung ist zum Schutz für die Betroffenen notwendig.

Mit dieser Begründung hat ein Gericht in Ankara eine Nachrichtensperre in der Türkei verhängt. Sie betreffe die Berichte, die im Zusammenhang mit der Entführung von türkischen Diplomaten durch sunnitische Dschihadisten im Irak stünden, teilte die Medienaufsichtsbehörde mit. Ministerpräsident Erdogan wirft der Opposition vor, das Thema für politische Zwecke ausbeuten zu wollen und so Menschenleben zu gefährden. Kritiker wiederum beschuldigen Erdogan, die Isis früher unterstützt zu haben und damit für den aktuellen Konflikt mitverantwortlich zu sein.

Isis-Kämpfer hatten in der irkaischen Stadt Mossul fast 50 Menschen im türkischen Generalkonsulat als Geiseln genommen.

Europäischer Gerichtshof rügt Türkei wegen Verletzung der Pressefreiheit

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat gegen die Türkei mehrere Rügen wegen Verletzung der Pressefreiheit ausgesprochen.

Die Richter in Straßburg gaben in insgesamt acht Entscheidungen Beschwerden von Zeitungsverlegern recht. Diese waren zwischen 2002 und 2005 von türkischen Gerichten zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie Stellungnahmen unter anderem der kurdischen Untergrundorganisation PKK abgedruckt hatten. Die Statements hätten aber keine Aufrufe zur Gewalt oder zur Rebellion beinhaltet, erklärte der Gerichtshof. Er entschied, dass die Türkei den Verlegern eine Entschädigung zahlen und die Prozesskosten erstatten muss.

Schriftsteller Kermani fordert "neue Allianz der Vernunft"

"Der Hass ist sehr leicht entflammbar und sehr schwer zu überwinden."

Das sagte der Schriftsteller Navid Kermani zur Lage im Irak. Kermani zeigte sich im Deutschlandradio Kultur von der Dramatik des Konflikts zwischen Sunniten und Schiiten überrascht. Zum Vormarsch der islamistischen Isis-Gruppe erklärte Kermani, einzelne Milizen hätten aufgrund von Chaos und Regierungslosigkeit mit wenigen Truppen die Macht an sich gerissen und verteidigten diese mit äußerster Brutalität. Dadurch habe sich ein Terror-Regime etabliert, das sich diplomatischen Bemühungen entziehe. Kermani forderte neue Allianzen der Vernunft, um der Barbarei Einhalt zu gebieten.

Journalist Augstein verteidigt Projekt "Krautreporter"

Warum die "Krautreporter" in Deutschland so scharf kritisiert werden, versteht er nicht.

Der Journalist und Verleger Jakob Augstein sagte auf dem Tag des Online-Journalismus in Frankfurt am Main, statt an dem geplanten Internet-Magazin herumzunörgeln, sollten deutsche Journalisten selbst versuchen, den digitalen Wandel im Netz selbst mitzugestalten. Es bringe nichts, sich ein "Feenreich" des traditionellen Printjournalismus zurückzuwünschen. Wer das tue, riskiere sein berufliches Leben als Journalist, betonte Augstein. - Den Initiatoren der "Krautreporter" wurde unter anderem mangelnder Unternehmergeist vorgeworfen. Das Magazin wird allein von Nutzern finanziert. Die Macher wollen damit im Internet unabhängig von Klickzahlen und Werbung guten Journalismus anbieten.

Bertelsmann-Buchclub wird Ende 2015 geschlossen

Der Medienkonzern Bertelsmann schließt bis Ende 2015 sein deutschsprachiges Buchclub-Geschäft.

Die Bertelsmann-Tochter "Direct Group" erklärte in Gütersloh, damit ziehe man die Konsequenzen aus der seit Jahren rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklung des Buchclubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Club war 1950 zunächst unter dem Namen "Lesering" gegründet worden und stellte lange Zeit einen Wachstumsmotor des Konzerns dar. Die Mitglieder verpflichteten sich zur Abnahme von mindestens einem Buch pro Quartal und zahlten dafür niedrigere Preise.

Journalist im Osten der Ukraine getötet

Im Osten der Ukraine ist ein russischer Journalist getötet worden.

Der Fernsehreporter war in Lugansk unter Beschuss geraten und dabei schwer verletzt worden, teilte ein Sprecher der russischen Medienholding WGTRK mit. Er sei bewusstlos ins Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben. Zwei andere russische Journalisten wurden nach eigenen Angaben drei Tage lang in der Ostukraine festgehalten und verprügelt. Die Reporter sagten nach ihrer Freilassung, sie seien in einem Keller von Mitgliedern des rechtsextremen Prawy Sektor befragt worden. Die Ukrainer hätten außerdem damit gedroht, sie zu töten.

Polen: Neue Ministerin für Kultur und nationales Erbe nominiert

Polen und Deutschland werden im Kulturbereich vielleicht bald noch enger zusammenarbeiten.

Die Kunsthistorikerin und Architektin Malgorzata Omilanowska wird neue polnische Ministerin für Kultur und nationales Erbe. Sie ist eng mit Deutschland verbunden - nicht nur durch ihr Architekturstudium an der TU Berlin. Die 54-Jährige sitzt im wissenschaftlichen Beirat des Herder-Instituts Marburg und hat einen Reiseführer über Berlin geschrieben. Malgorzata Omilanowska lehrt als Professorin an der Polnischen Akademie der Wissenschaften und war bisher schon Stellvertreterin von Kulturminister Bogdan Zdrojewski, der ins Europa-Parlament wechselt.

Neue Theorie zum Tod "Draculas"

Der legendäre "Graf Dracula" gibt Fans und Forschern weiter Rätsel auf.

Estnische Wissenschaftler behaupten, das Grab des Dracula-Fürsten Vlad Tepes in Neapel entdeckt zu haben. Bislang gingen Experten davon aus, dass sich die Gebeine in Rumänien befinden. Der neuen Theorie zufolge wurde Tepes von Türken gefangen genommen, dann von seiner Tochter frei gekauft und nach Italien gebracht. Rumänische Forscher wollen sich ihren Dracula allerdings nicht nehmen lassen. Sie bezeichneten die neue Theorie als Marketing-Gag. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, soll nun möglicherweise das Grab auf dem neapolitanischen Friedhof Piazza Santa Maria la Nova geöffnet werden. Der walachische Fürst Vlad Tepes war wegen seiner Grausamkeit berüchtigt. Er diente dem irischen Schriftsteller Bram Stoker als Vorlage für seinen Dracula-Roman.

Schweden gibt 2000 Jahre altes Leichentuch an Peru zurück

Für Peru ist dieses Leichentuch ein Kulturgut von nationalem Interesse.

Schweden gibt dem Land eine extrem seltene Textilie aus der Paracas-Kultur zurück. Sie ist rund 2.000 Jahre alt, hat 80 verschiedene Farbtöne und zeigt Tiere und Menschen. Ein schwedischer Diplomat hatte das Tuch vermutlich in den 30er Jahren heimlich außer Landes geschafft und später dem Museum in Göteborg übergeben. Die Textilie gibt Wissenschaftlern bis heute Rätsel auf: Keiner weiß, wie man vor so langer Zeit ein solch komplexes, farbiges und mit verschiedenen Webtechniken hergestelltes Tuch machen konnte.
Die archäologischen Funde der Paracas sind vermutlich so gut erhalten, weil auf der gleichnamigen peruanischen Halbinsel ein sehr trockenes Klima herrscht.

Fußballfans verwandeln Stadion von Union Berlin in Wohnzimmer

Vom Rattansofa bis zur Kunstledercouch ist im Stadion von Union Berlin zur Zeit fast jede Art von Polstermöbel zu finden.

Fußballfans haben es zur WM in ein riesiges Wohnzimmer umgewandelt. Insgesamt 850 Sofas haben sie auf den Rasen geschleppt, um in gemütlicher Atmosphäre die Spiele auf einer Großbildleinwand zu verfolgen. Was Inneneinrichter schockieren würde, macht die Anhänger des Zweitligisten Union Berlin stolz. Das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft sahen sich in ihrem "Wohnzimmer" immerhin 12.000 Menschen an.

Lutheraner: Streit um Homosexualität darf Einheit der Kirche nicht gefährden

Die unterschiedliche Beurteilung von Homosexualität führe zu großen kirchlichen Spannungen.

Das stellt die Vereinigte Lutherische Kirche in Deutschland in einem Text fest, der heute in Hannover veröffentlich wurde. Darin heißt es weiter, dieses Thema sollte auf keinen Fall die Einheit der Kirche gefährden. Diese werde durch Jesus Christus gestiftet; der Status der Gläubigen sei allein durch die Zugehörigkeit zu Christus bestimmt.

Dänemark: Radioserie befasst sich mit schwedischen Tabus

In Dänemark geht eine Radioserie an den Start, die sich mit schwedischen Tabus befasst.

"Danmarks röst" - auf deutsch "Stimme Dänemarks" heißt die Sendung, die im öffentlich-rechtlichen Sender "Radio24syv" ausgestrahlt werden soll. Zum Auftakt soll es um das heikle Thema Einwanderung gehen. Moderator Mikael Javling sagte, das sei das größte Tabu überhaupt. Man wolle den Schweden ein Forum geben, wo sie anrufen und darüber sprechen könnten. Viele trauten sich nur im Internet oder unter einem Pseudonym, sich zu Wort zu melden.

Berlin erinnert an DDR-Volksaufstand vor 61 Jahren

Am 17. Juni 1953 rollten sowjetische Panzer durch die DDR, sie schlugen die Proteste von mehr als einer Million Menschen nieder.

61 Jahre danach erinnert Berlin heute an die Opfer des Volksaufstandes. Bei der zentralen Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof Seestraße in Wedding legen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit am Vormittag Kränze nieder. Auslöser des Volksaufstandes war unter anderem ein Beschluss des SED-Regimes, wonach die Arbeiter für das gleiche Geld mehr leisten sollten.

Nach dem Thronwechsel: Spanien bekommt neue Münzen, Briefmarken und Porträts

Nach dem Thronwechsel in Spanien kommt auf die Künstler dort viel Arbeit zu.

Es müssen neue Münzen geprägt, Briefmarken gedruckt und Porträts angefertigt werden. Die Darstellungen von König Juan Carlos sollen sukzessive durch Bilder seines Sohnes Felipe ersetzt werden. In vielen Schulen, Universitäten, Ämtern und Gerichten müssen Porträts des Königs ausgetauscht werden. Dafür gibt es strenge Vorgaben: für militärische Einrichtungen dürfen nur Bilder mit Uniform verwendet werden, in Gerichten muss der Monarch in einem Talar abgebildet sein, in Schulen in Zivil.

FAZ-Mitherausgeber Nonnenmacher verschiebt Ruhestand

Der Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Günther Nonnenmacher, verschiebt seinen Ruhestand.

Grund ist der unerwartete Tod seines Herausgeber-Kollegen Frank Schirrmacher am Freitag. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung mitteilte, übernimmt Nonnenmacher für eine Übergangszeit Schirrmachers Posten als Feuilleton-Chef. Eigentlich wollte der 65-Jährige Ende Juni in den Ruhestand gehen. Nonnenmacher arbeitet seit 1982 für die F.A.Z. und ist seit 1994 einer ihrer Herausgeber.

Dänemark: Geheimdienst wusste von Abhöraktionen bei Boulvardblatt "Se og Hør"

Die Überwachungsaktionen des dänischen Boulevardblatts "Se og Hør" hätten wohl schon vor Jahren gestoppt werden können.

Jedenfalls hat der Inlandsgeheimdienst PET bereits 2011 den Hinweis erhalten, dass Mitarbeiter der Zeitung Kreditkartendaten von Politikern und Mitgliedern des Königshauses ausspähten. Das bestätigte Dänemarks Justizministerin Karen Hækkerup auf Anfrage einer Oppositionspartei. Es sei äußerst ärgerlich, dass der Geheimdienst der Sache nicht nachgegangen sei, auch wenn man damals das Ausmaß noch nicht habe absehen können. - Der Hinweis stammte von einem Fotografen, der regelmäßig für "Se og Hør" arbeitete. Der Skandal war im April durch die Enthüllungen eines ehemaligen Verlagsmitarbeiter ans Licht gekommen.

China will besser gebildete Soldaten

Übergewicht und Fehlsichtigkeit werden in China bei der Musterung der Soldaten in Zukunft nicht mehr so streng bewertet.

Die chinesische Regierung legt jetzt angeblich mehr Wert darauf, dass die Soldaten gebildet sind. Die Zeitung "China Daily" berichtet, dass die Staatsführung ihre Kriterien für die Aufnahme in die Armee verändert hat. Danach fallen Kandidaten ohne Abschluss einer höheren Schule in Zukunft häufiger durch das Raster. Stattdessen sollten auch Rekruten mit Tattoos aufgenommen werden, die früher beim Militär verboten waren.

Russlands Trainer erteilt WM-Team Twitter-Verbot

Russlands WM-Trainer Fabio Capello will seine Spieler davor bewahren, ein Eigentor zu schießen - auch bei Twitter und Facebook.

Deshalb erteilte er ihnen für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft ein Social-Media-Verbot. Capello sagte im brasilianischen Cuiaba, Tweets könnten Probleme hervorrufen, wenn sie nicht intelligent geschrieben seien. Die Fußballer müssten deshalb einen Monat lang enthaltsam sein. Zu Hause könnten sie dann wieder "durchdrehen". Russland tritt bei seinem WM-Auftaktspiel heute Nacht gegen Südkorea an.

Studie: Zwangsarbeit in 600 DDR-Betrieben

In der DDR sind Häftlinge vom Staat systematisch als Zwangsarbeiter eingesetzt, wirtschaftlich ausgebeutet und politisch unterdrückt worden.

Nach einer Studie haben sich rund 600 Betriebe an dieser Praxis beteiligt. Betroffen waren den Forschern zufolge auch bis zu 200.000 politische Gefangene. Viele Produkte aus DDR-Zwangsarbeit seien in westliche Länder exportiert worden. Die Aufarbeitung des Themas war in Gang gekommen, nachdem der Möbelkonzern IKEA Ende 2012 zugegeben hatte, seit Jahren vom Einsatz von Zwangsarbeitern gewusst zu haben. IKEA finanzierte auch die Studie. In Auftrag gegeben hatte sie die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft.

Evangelischer Präses Rekowski beklagt "religiösen Analphabetismus"

Manfred Rekowski spricht von "religiösem Analphabetismus".

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland beklagt, dass immer weniger Deutsche Kentnisse über die Bibel haben. So wüssten 39 Prozent der Sechs- bis Zwölfjährigen nicht, warum Weihnachten gefeiert werde, sagte Rekowski auf der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft in Wuppertal. Die pädagogische und mediendidaktische Arbeit werde deshalb zu einem immer wichtigeren Baustein der Verbreitung der Heiligen Schrift. Bei dem Treffen beraten rund 60 Vertreter der regionalen Bibelgesellschaften unter anderem über die strategische Ausrichtung für die nächsten Jahre.

Ägypten entlässt hungernden Al-Dschasira-Reporter aus der Haft

Sein Hungerstreik dauerte mehr als 100 Tage.

Der Reporter des arabischen Nachrichtensenders Al Dschasira Abdullah Elschami kommt aus der Haft frei. Das hat die ägyptische Justiz angeordnet, die gesundheitliche Gründe anführte. Elschami hatte die Nahrung verweigert, um damit gegen die lange Zeit seiner Inhaftierung ohne Prozess zu protestieren. Er war vor zehn Monaten verhaftet worden, als er über die gewaltsame Auflösung eines Protestlagers in Kairo berichtet hatte. Dabei waren hunderte Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohmammed Mursi getötet worden. Weitere Al-Dschasira-Mitarbeiter sitzen in Ägypten noch in Haft. Das Vorgehen gegen die Reporter wird international kritisiert.

Google-Glass-Entwicker: "Jede Technologie kann eine Gefahr sein"

"Jede Technologie kann in den falschen Händen eine Gefahr sein."

Das sagte der Datenbrillen-Pionier Thad Starner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Chefentwickler von Google Glass betonte, wie wichtig ihm der Schutz der Privatsphäre sei. Allerdings gehe es ihm nicht darum, technische Möglichkeiten des Endgeräts zu beschränken, sondern die Techniken so zu entwickeln, dass sie ein ethisch korrektes Verhalten begünstigten. Im Fall von Google Glass könne sowohl der Nutzer als auch sein Gegenüber jederzeit sehen, ob das Gerät eingeschaltet sei.

Dänemark: Zimtschnecken entgehen EU-Verbot

Die dänische Zimtschnecke ist gerettet.

Das beliebte Gebäck wird nun doch nicht von der EU verboten. Im November hatten Experten davor gewarnt, dass die süßen Teilchen zu viel Cumarin enthalten. Der EU-Grenzwert werde überschritten. Dänische EU-Gegner hatten die Zimtschnecke deshalb zum Wahlkampf-Thema gemacht. Der dänische Bäckerverband erklärte jetzt, es habe sich herausgestellt, dass die Zimtschnecken laut EU bis zu 50 Milligramm Cumarin pro Kilo enthalten dürfen. Für traditionelle und saisonale Backwaren sei ein so hoher Grenzwert erlaubt. Cumarin steht im Verdacht, Leberschäden zu verursachen.

Berlin erinnert an niedergeschlagenen DDR-Aufstand vor 61 Jahren

"Der Wille zu Freiheit und Demokratie lässt sich nicht dauerhaft unterdrücken."

Das sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zum Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR. Trotz der blutigen Niederschlagung wirkten die Ideen des Protestes in den Köpfen vieler Menschen fort. Woidke erinnerte an jene, die 1953 auf die Straße gegangen seien und dafür Verfolgung und Haft in Kauf genommen hätten. Bei einer zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin wird heute der Opfer des Aufstands gedacht, an dem sich mehr als eine Million Menschen beteiligt hatten. Er wurde von Panzern der sowjetischen Besatzungsmacht niedergeschlagen.

Von der Leyen gedenkt der Anschlagsopfer vom 11. September

"Wir sind dazu aufgerufen, die Freiheit mit Worten und Taten gegen die Rückkehr des Hasses zu verteidigen."

Das schrieb Bundes-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ins Gästebuch des Museums zu den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York. Die Ministerin sagte, der Ort mahne dazu, für Frieden und demokratische Werte aufzustehen und entschlossen gegen Terrorismus vorzugehen. Wer das Mahnmal sehe, könne nachvollziehen, welch tiefe Wunde der Anschlag in die Seele Amerikas gerissen habe. Die Gedenkstätte am einstigen Standort des World Trade Centers wurde im Mai eröffnet und zeigt tausende Gegenstände aus den eingestürzten Türmen und aus dem Besitz der Opfer sowie Fotos und Videos.

BBC vergibt ab Dezember eigenen Musikpreis

Offiziell will die BBC den renommierten BRIT-Awards keine Konkurrenz machen.

Wie der Sender bekannt gab, startet er im Dezember einen eigenen Musikpreis. Die "BBC Music Awards" werden in mehreren Kategorien vergeben und live im Fernsehen übertragen. Der zuständige Manager Bob Shannon sagte, man woll sich nicht nur auf den jüngeren Teil des Musikmarktes konzentrieren, sondern Fans jeden Alters erreichen. - Die BRIT-Awards werden seit 1977 von der britischen Musikindustrie vergeben und von der BBC-Konkurrenz ITV ausgestrahlt. Kritiker werfen den Veranstaltern vor, sich zu sehr am Mainstream zu orientieren.

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