Samstag, 22. November 2014MEZ12:35 Uhr

Feature

Die Tunnelgräber
November 1963: Der Westberliner Fluchthelfer Klaus-Michael von Keussler beim Tunnelbau unter der Berliner Mauer.

Nach dem Bau der Mauer war der Weg in den Westen von einem Tag auf den anderen versperrt. Zeitzeugen erzählen über Erfolg und Tragödie rund um den Tunnelbau. Mehr

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Hörspiel

Die Schutzbefohlenen
Elfriede Jelinek, 2004

Geschrieben als Reaktion auf Asylproteste in Wien im Dezember 2012, als eine Gruppe von Flüchtlingen die Votivkirche besetzte, wurde der Text durch Zusätze zur Flüchtlingssituation auf Lampedusa erweitert. Mehr

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Feature / Archiv | Beitrag vom 24.11.2012

Joseph von Eichendorff

Fragmente eines nicht erzählten Lebens

Von Renate Beckmann

Joseph Freiherr von Eichendorff
Joseph Freiherr von Eichendorff (Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens (1905))

Eichendorff erlebt die Welt als "gnadenlose und rasende neue Zeit". Er spürt schmerzhaft die Entfremdung des Menschen von der Natur. In einfachen, immer wiederkehrenden Metaphern besingt er Harmonie, Schönheit und Einmaligkeit der Schöpfung.

Als Dichter zieht er sich mehr und mehr auf seine katholische Frömmigkeit zurück, als preußischer Beamter scheitert er. Ausdruck dieses Scheiterns ist das vergebliche Bemühen Eichendorffs, seine Memoiren zu schreiben. Überliefert sind Fragmente eines nicht erzählten Lebens.


Regie: Angelika Perl
Mit: Hille Darjes, Ulrich Matthes, Otto Mellies, Winnie Böwe
Ton: Bernd Bechtold
Produktion: RBB 2007
Länge: 54"30


Renate Beckmann, geboren 1944 in Stettin, studierte in Berlin Germanistik und Kunstgeschichte. Arbeitete bis 1984 als Redakteurin beim Fernsehen der DDR, dann als freie Autorin für Hörfunk, Film und Fernsehen. Zuletzt: "Preußens Gloria und Friedrichs Gicht - Des großen Königs Kriege und Krankheiten" (RBB 2011).