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Im Gespräch | Beitrag vom 04.02.2016

Jim RaketeWarum Selfies die Leute einsam machen

Moderation: Susanne Führer

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Der Fotograf Jim Rakete zu Besuch im Funkhaus vom Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio/Maurice Wojach)
Der Fotograf Jim Rakete zu Besuch im Funkhaus vom Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio/Maurice Wojach)

Jim Rakete zählt zu den bekanntesten Fotografen Deutschlands. Legendär sind seine Schwarz-Weiß-Portraits, die er mit einer uralten Plattenkamera geschossen hat. Warum er die Fotografie liebt und Facebook-Selfies verachtet, erzählt er im "Gespräch".

Der gebürtige Berliner Jim Rakete bekam mit vier Jahren seine erste Kamera; schon als Schüler verwandelte er sein Zimmer in eine Dunkelkammer. Mit 17 Jahren schmiss er die Schule,  um bei einem Theaterfotografen jenes Handwerk zu lernen, das ihn bis heute nicht losgelassen hat – auch, wenn er zwischendurch ebenfalls erfolgreich als Musikmanager gearbeitet hat. In mehr als vier Jahrzehnten hat er zahllose Stars und  Politiker auf seine ganz eigene Weise portraitiert: "Ich bin Jäger", sagt er über sein Bedürfnis, den "wahren Moment" einer Begegnung festzuhalten.

 Facebook-Fotos - eine schlechte Sitte

Für die (Un-)Sitte der Facebook-Generation, sich immer und überall mit dem Smartphone selbst abzulichten, hat Rakete indessen nur Verachtung übrig: "Das Selfie ist eine ganz furchtbare Eigenschaft, weil es das Gegenteil von Fotografie ist." Es sei  "ein ganz dummes Unterfangen. Das macht die Leute wirklich einsam".

Seine Entscheidung, Fotograf zu werden, hat er nie bereut. Auch wenn der Beruf heutzutage "selbstgewähltes Elend" sei: "Die Fotografie hat mich nicht reich gemacht, sondern glücklich."

 

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