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Feiertag / Archiv | Beitrag vom 09.01.2011

Jedem Rede und Antwort stehen, der nach der Hoffnung fragt

Von Pfarrer Lutz Nehk, Berlin

Christliche Taufe (AP)
Christliche Taufe (AP)

In unseren Tagen ist Religion wieder eine Thema, über das öffentlich nachgedacht wird. Wie hat Religion unsere Kultur geprägt? Welche religiösen Einflüsse spielen heute eine Rolle?

Mit seiner Taufe im Jordan beginnt Jesus sein öffentliches Wirken. Er spricht öffentlich über seine Vorstellung von einem lebendigen, einem zeitgemäßen Glauben an Gott. Er wird selbst zum Gespräch, oft zum Streitgespräch. In unseren Tagen ist Religion wieder eine Thema, über das öffentlich nachgedacht wird. Wie hat Religion unsere Kultur geprägt? Welche religiösen Einflüsse spielen heute eine Rolle? Christen haben einen eindeutigen Auftrag sich an der öffentlichen Debatte zu beteiligen. Nicht aus Angst vor dem Fremden, sondern aus Liebe zu den Menschen.

In der St. Matthias-Kirche in Berlin steht seit heute auch Johannes der Täufer an der Krippe. Neben der heiligen Familie, den Hirten und den kürzlich erst eingetroffenen Weisen aus dem Morgenland wirkt er da irgendwie fremd. Seine Kleidung, so wie sie der Evangelist Markus beschreibt: Ein Gewand aus Kamelhaar und einen ledernen Gürtel um die Hüften. (Mk 1,6) Johannes kommt in der Weihnachtsgeschichte eigentlich nur "pränatal" vor, als Maria, schwanger mit Jesus, ihre Cousine Elisabet, schwanger mit Johannes, besucht. In dem Augenblick da Maria Elisabet begrüßt, hüpft das Kind Johannes vor Freude in ihrem Leib. So berichtet es der Evangelist Lukas. (Lk 1, 39ff)

Wenn Johannes jetzt an der Krippe steht, dann deutet dies einen gewaltigen Zeitsprung an, den die Evangelisten in der Berichterstattung über das Leben Jesu machen. Von der Geburt und ein paar knappen Bemerkungen zur Kindheitsgeschichte überspringen sie etwa 30 Lebensjahre. Sie steigen mit ihrem Bericht bei den Ereignissen am Jordan wieder ein. Aus Johannes ist der herbe Bußprediger geworden, der Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden verkündet. Und das Volk zieht in Scharen zu ihm und lässt sich taufen. Unter ihnen ist auch Jesus.

Zusammen mit dem ganzen Volk ließ auch Jesus sich taufen. Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. Jesus war etwa dreißig Jahre alt, als er zum ersten Mal öffentlich auftrat. (Lk 3, 21-23)

Johannes der Täufer an der Krippe – ein seltsames Bild. Wie die Evangelisten in ihren Lebensberichten Jesu einen gewaltigen Sprung von der Geburt über die knappe Kindheitsgeschichte bis zu seinem ersten öffentlichen Auftreten bei der Taufe am Jordan machen, so macht es auch die Liturgie, der Gottesdienst der Kirche. Vor drei Tagen erst wurde der Besuch der Sterndeuter aus dem Osten im Stall vor Bethlehems Toren gefeiert. Und heute steht der erwachsene Jesus am Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. Damit macht er den entscheidenden Schritt in das Licht der Öffentlichkeit.

Gewiss, gerne hätte ich noch mehr über die Kindheit und Jugendzeit Jesu erfahren. Wie hat sich sein Verhältnis zu den Eltern entwickelt? Wie hat der göttliche Knabe die Pubertät überstanden? War er sportlich? Hatte er Freunde? All das scheint für die Evangelisten aber nicht wichtig zu sein. Der Schwerpunkt ist eindeutig das öffentliche Wirken. Diese knapp drei Jahre, in denen alles getan und gesagt wurde, was wir heute unter der Überschrift "Frohe Botschaft Jesu Christi" zusammenfassen.

Diese Intention Jesu haben die Evangelisten genau erfasst: Es ging ihm darum, Öffentlichkeit herzustellen, nichts im Verborgenen zu tun und ganz wenig nur im engen Freundeskreis. Selbst die Familie wurde geweitet um alle, die nach Gott suchen und nach seinem Willen fragen. Und kurz vor seiner Verurteilung und Hinrichtung am Kreuz verweist Jesus noch einmal auf sein "Prinzip Öffentlichkeit". Er steht vor dem Hohenpriester Hannnas, der ihn nach seiner Lehre befragt.

Jesus antwortete ihm: Ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts habe ich im geheimen gesprochen. Warum fragst du mich? Frag doch die, die mich gehört haben, was ich zu ihnen gesagt habe; sie wissen, was ich geredet habe. (Joh 18, 20-23)

Offen vor aller Welt sprechen. Die Orte suchen, wo die Menschen zusammenkommen. Nichts im Geheimen verhandeln. Das sind Grundsätze der Kommunikation Jesu von bleibender Gültigkeit. Die Kommunikation der modernen Jünger Jesu mit den Menschen in der Welt von heute muss daran Maß nehmen.

Im Mai 1971, also vor knapp vierzig Jahren, wurde ein Dokument veröffentlich, das sich mit dem Verhältnis der katholischen Kirche zu den Medien in der modernen Welt befasst. Sehr umfangreich und gleichermaßen grundsätzlich wie praktisch. "Gemeinschaft und Fortschritt der menschlichen Gesellschaft sind die obersten Ziele sozialer Kommunikation und ihrer Instrumente wie der Presse, des Films, des Hörfunks und des Fernsehens." – Der erste Satz des Textes "Communio et progressio" gibt die durchweg positive Stimmung wieder. Und natürlich wird ein genauer Blick auf das "Kommunikationsverhalten" Jesu geworden – mit beachtlichen Erkenntnissen:

Während seines Erdenwandels erwies sich Christus als Meister der Kommunikation. In der "Menschwerdung" nahm er die Natur derer an, die einmal die Botschaft empfangen sollten, welche in seinen Worten und seinem ganzen Leben zum Ausdruck kam. Er sprach ihnen aus dem Herzen, ganz in ihrer Mitte stehend. Er verkündete die göttliche Botschaft verbindlich, mit Macht und ohne Kompromiss. Andererseits glich er sich ihnen in der Art und Weise des Redens und Denkens an, da er aus ihrer Situation heraus sprach. Tatsächlich ist Kommunikation mehr als nur Äußerung von Gedanken oder Ausdruck von Gefühlen; im Tiefsten ist sie Mitteilung seiner selbst in Liebe. Die Kommunikation Christi ist Geist und Leben.

Jesus, der Meister der öffentlichen Kommunikation, sammelt Menschen um sich, die seine Jünger genannt werden. Treffender werden sie in anderen Sprachen seine "Schüler" genannt. Denn es geht ihm doch darum, seine "Kunst" im Umgang mit den Menschen an sie weiterzugeben. Eindeutig mit dem Ziel, seinen Worten und Werken über den Ort und den Augenblick hinaus Bestand zu geben.

Der schnelle Wechsel von der Krippe in Bethlehen an den Jordan, den uns die biblischen Berichterstatter zumuten, entspricht dem schnellen Wechsel von der weihnachtlichen Festzeit zu den Sonntagen im Jahreskreis des Kirchenjahres. Und das wiederum ist ja auch meine Wahrnehmung der Wirklichkeit: Schnell sind die Feiertage Weihnachten, Silvester, Neujahr vorbei und die Welt mit ihren neuen Vorsätzen und alten Problemen hat mich wieder.

So wird in diesem neuen Jahr wohl auch eine Diskussion weitergehen, die Bundespräsident Christian Wulff in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit 2010 angestoßen hat.

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.

Damit hat der Bundespräsident eine Tatsache ausgesprochen, die vielen zwar irgendwie schon längst klar ist, dennoch aber besser nicht laut gesagt werden sollte. Reflexartig wurde entgegnet: Unsere Kultur hat ihre Wurzeln in der christlich-jüdischen Tradition, und: Der Islam ist keine prägende Kultur unserer Geschichte. Die Formulierung "christlich-jüdisch" werde wie ein Kampfbegriff zur Abwehr des Islam gebraucht, sagte ein islamischer Schriftsteller. Und der jüdische Publizist Rafael Seligmann kommentierte: Von der Moslem-Angst gepeinigt erinnere sich der "hilflose Michel" seiner jüdischen Überlieferung und führe sie gegen den Islam ins Feld.

Ich befürchte, dass der Hinweis auf die "christlich-jüdischen Wurzeln", die "christlich-jüdische Tradition" oder das "Christlich-Jüdische" schlechthin bei den meisten Deutschen mehr Fragen auslöst. Was bitte ist das? Was steht dahinter? Welche Werte, welche alltäglichen Dinge werden damit verbunden. Ja gut, Weihnachten. Immerhin gehen noch mehr als die Hälfte der Bundesbürger Heiligabend zum Gottesdienst.

Insgesamt aber wird man auf die Frage nach der Bedeutung der "christlich-jüdischen Tradition" im Leben der Leute nur vage Antworten bekommen. Und das dürfte schwerlich die Grundlage eines breit angelegten Dialogs der Religionen sein, der als ein Königsweg zum Gelingen der Integration beschworen wird. Am Ende werden es nur die Fachleute sein, die miteinander sprechen. Indes wird in der Bevölkerung die Angst vor einem stärker werdenden Islam wachsen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Diskussion in eine neue Richtung gelenkt. Auf dem Bundesparteitag der CDU in Karlsruhe sagte sie im November 2010:

Die Debatte über Migrantinnen und Migranten, gerade die Debatte über die Migranten muslimischen Glaubens hat zu einer breiten Diskussion geführt, die ich ernst nehme. Ich frage Sie: Ist das nicht die Stunde für uns von der Christlich Demokratischen Union, selbstbewusst für unsere Überzeugungen einzutreten? Es ist doch nicht so, dass wir ein Zuviel an Islam haben, sondern wir haben ein Zuwenig an Christentum. Wir haben zu wenige Gespräche über das christliche Menschenbild, über die Werte, die uns leiten und über unsere jüdisch-christliche Tradition. Das müssen wir wieder selbstbewusst nach vorne stellen. Dann werden wir den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft schaffen.

Was Angela Merkel in dieser Rede ihren Parteimitgliedern gesagt hat, das kann als guter Rat allen gesagt werden, die sich in diesem Land einem "C" verbunden fühlen. Einem evangelischen C, einem orthodoxen C, einem freikirchlichen C oder einem katholischen C. Selbstbewusster für die Überzeugungen einstehen. Mehr Gespräche führen über die Werte, die uns in unserer christlich-jüdischen Tradition leiten.

Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und brüderlicher Liebe, seid barmherzig und demütig! Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung! Statt dessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen. Es heißt nämlich: Wer das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht, der bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen vor falscher Rede. Er meide das Böse und tue das Gute; er suche Frieden und jage ihm nach. Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt; aber antwortet bescheiden und ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen. (1. Petr 3. 8-16)

Petrus schrieb diese Worte in einem Brief an "Gemeinden im nördlichen und westlichen Kleinasien. Die Empfänger sind vorwiegend Heidenchristen; sie leben ‚in der Zerstreuung’, weil sie als Christen in der Welt fremd und heimatlos sind. Umso notwendiger ist es für die Christen, ihre besondere Stellung und ihre Sendung in Staat und Gesellschaft zu begreifen." Das ist nicht unbedingt die Situation der Kirche in Deutschland heute – noch nicht. Die Notwendigkeit aber und die Herausforderung, die Sendung und die Stellung der Christen in Staat und Gesellschaft zu begreifen, sind zu jeder Zeit aktuell.

In unserem Land wird öffentlich wieder mehr über Religion gesprochen: Über ihre die Kultur prägende Kraft. Über die Frage, wie stark sich der Staat mit der Religion einlassen darf. Darüber, ob Religion nicht ausschließlich Privatangelegenheit ist und in der Öffentlichkeit nichts zu suchen hat. Ob religiöse Zeichen und Symbole in öffentlichen Räumen hängen dürfen. Ob es einen Gottesbezug im Grundgesetz geben darf.

Keine Frage, die christlichen Kirchen und die anderen Religionen sind nicht nur "angefragt", sondern herausgefordert. Die "Deutungshoheit" der christlich-jüdischen Traditionen sollte nun wirklich nicht bei den politischen Parteien liegen. Der Petrusbrief gibt vor, wie Christen sich in die Diskussion einbringen sollen: Bescheiden und ehrfürchtig. Das, was in dem Mediendokument über den "Kommunikator" Jesus gesagt wurde, wird hier zum Maßstand: "Er sprach ihnen aus dem Herzen, ganz in ihrer Mitte stehend. Er verkündete die göttliche Botschaft verbindlich, mit Macht und ohne Kompromiss. Andererseits glich er sich ihnen in der Art und Weise des Redens und Denkens an, da er aus ihrer Situation heraus sprach." Alles Kämpferische hilft nicht weiter. Wer mit einem christlich-jüdischen Banner in das Schlachtfeld ziehen will, der hat schon verloren.

Ein zweiter Punkt: Die Aufforderung "Rede und Antwort zu stehen", ergeht nicht nur die an, die "von Amts wegen" damit beauftragten, die das berufliche machen. Manchmal ist ihr Zeugnis zu professionell, zu gekonnt, zu sehr einstudiert – und wenig angeglichen an die Art und Weise des Redens und Denkens derer, die zuhören. Öffentlichkeit, das ist ja auch nicht immer die große Bühne, das Rampenlicht. Nicht Anne Will, Günther Jauch, Kerner, Illner und Meischberger. Öffentlichkeit ist auch Freundeskreis, Arbeit, Sportverein, Schule und auf jeden Fall der Stammtisch.

Und ein dritter Punkt ist beachtenswert: Der Petrusbrief spricht von der Hoffnung. Die Frage nach der Hoffnung bewegt die Herzen vieler Menschen, weil es die Frage nach der Zukunft ist. Was wird diese Zukunft bringen? Mit welchen Hoffnungen gestalten Menschen die Zukunft? Diese Frage ist konfessions- und religionsübergreifend. Über ihre Vorstellungen von einer kommenden Welt werden Christen im Dialog mit dem Menschen Zeugnis geben. Das ist nicht die Welt jenseits dieser Zeit. Es ist die Welt, die morgen und übermorgen unser Lebensraum sein wird.

Alle Fragen, die die Christinnen und Christen bewegen, bewegen auch die Menschen anderer Religionen. Mit ihnen öffentlich ein Gespräch zu führen, ist ein Anliegen, das das 2. Vatikanische Konzil in der Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den Nichtchristlichen Religionen beschrieben hat.

Alle Völker sind ja eine einzige Gemeinschaft, sie haben denselben Ursprung, da Gott das ganze Menschengeschlecht auf dem gesamten Erdkreis wohnen ließ; auch haben sie Gott als ein und dasselbe letzte Ziel. Seine Vorsehung, die Bezeugung seiner Güte und seine Heilsratschlüsse erstrecken sich auf alle Menschen, bis die Erwählten vereint sein werden in der Heiligen Stadt, deren Licht die Herrlichkeit Gottes sein wird; werden doch alle Völker in seinem Lichte wandeln.

Die Menschen erwarten von den verschiedenen Religionen Antwort auf die ungelösten Rätsel des menschlichen Daseins, die heute wie von je die Herzen der Menschen im tiefsten bewegen: Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?


Die Musik und Literatur dieser Sendung.
• CD: Saxophon & Orgel, St. Hedwigs-Kathedrale Berlin,
Interpreten: Friedemann Graef (Sopran- und Tenorsaxophon), Florian Wilkes (Orgel), Label: Musikbüro Florian Wilkes, Berlin, Release: 2007,
• Päpstliche Kommission für die Instrumente der Sozialen Kommunikation, Pastoralinstruktion "Communio et progressio" über die Instrumente der sozialen Kommunikation. Veröffentlicht im Auftrag des II. Vatikanischen Konzils, Trier 2. aufl. 1991
• www.bundespräsident.de
• 23. Parteitag der CDU, 16./17.11.2010 in Karlsruhe, Bericht der Vorsitzenden der CDU Deutschlands, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB, Quelle: www.karlsruhe2010.cdu.de
• 2. Vatikanisches Konzil, "Nostra Aetate" Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen; 28. Oktober 1965

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag hat Pfarrer Lutz Nehk, der katholische Senderbeauftragte für Deutschlandradio Kultur.

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