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Kulturnachrichten

Montag, 4. Januar 2016

Jazzmusiker Wolfgang Dauner ausgezeichnet

80-Jähriger einer der "Urväter des Jazz in Deutschland"

Der Jazzpianist Wolfgang Dauner (80) hat die Staufermedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg erhalten. "Wolfgang Dauner ist eine Künstlerpersönlichkeit von internationalem Rang, und er zählt zu den Urvätern des Jazz in Deutschland", würdigte Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) den Musiker heute. Dauner präge seit Jahrzehnten die Jazz-Landschaft in Baden-Württemberg, er genieße internationale Reputation und habe immer wieder internationale Musiker nach Deutschland gebracht.

Französischer Schauspieler Michel Galabru gestorben

Paraderolle in Gendarmerie-Filmen mit Louis de Funès

Der französische Schauspieler Michel Galabru ist tot. Der 93-Jährige starb am Montagmorgen in Paris, wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Galabru wurde 1922 in Marokko geboren und begann seine Karriere in den 1950er Jahren im traditionsreichen Pariser Theater Comédie Française. Zur gleichen Zeit erhielt der Franzose erste von insgesamt mehr als 200 Filmrollen. In Deutschland ist er vor allem durch die Polizeikomödien um den «Gendarm von Saint Tropez» bekannt: In der Filmreihe spielte Louis de Funès den cholerischen Gendarmen Ludovic Cruchot, Galabru seinen Vorgesetzten Jérôme Gerber. Nach dem Tod von Louis de Funès im Jahr 1983 spielte Galabru in vielen weiteren Filmem mit, darunter Nebenrollen in Werken wie "Asterix & Obelix gegen Caesar", "Willkommen bei den Sch'tis" und "Der kleine Nick". Frankreichs Gendarmerie würdigte den Schauspieler auf Twitter und legte dort virtuell die Hand zum Gruß an das Gendarmen-Käppi.

Italien legt Rettungsprogramm für Kulturgüter auf

Staat investiert 300 Millionen Euro bis 2018

Die italienische Regierung will erstmals seit Jahren wieder massiv in die Rettung gefährdeter Kunstschätze, Denkmäler und Kulturgüter des Landes investieren. Kulturminister Dario Franceschini stimmte heute einem entsprechenden Programm zu, das in den kommenden drei Jahren ein Paket von 300 Millionen Euro für den Schutz des kulturellen Erbes vorsieht. Es werde keinen Sektor geben, der nicht profitieren werde, sagte Franceschini. Insgesamt würden die Gelder auf 241 Projekte verteilt, teilte das Ministerium mit. Unter anderem sollen 13 Millionen Euro in die Restaurierung der "Domus Aurea" - des goldenen Palastes des Kaisers Nero - nahe dem Kolosseum in Rom fließen. Sechs Millionen sollen dem Schutz von Venedigs Altstadt zu Gute kommen, 3,5 Millionen werden für die Zentralbibliothek von Florenz zur Verfügung gestellt. Kritiker werfen dem Staat seit Jahren vor, dass er seine Kunstschätze verfallen lasse und die Politik sich zu wenig für deren Erhalt einsetze.

US-Filmkritiker wählen "Spotlight" zum besten Film 2015

Verband zeichnet Michael B. Jordan und Charlotte Rampling aus

Die US-Filmkritikervereinigung NSFC hat das Drama "Spotlight" zum besten Film des Jahres 2015 gewählt. Der Film bekam am Abend in New York auch den Preis für das beste Drehbuch. In "Spotlight" werden die Recherchen des mit einem Pulitzerpreis geehrten Investigativ-Teams der Zeitung "The Boston Globe" über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche nacherzählt. Erst im Dezember war das Drama vom Filmkritikerverband von Los Angeles zum besten Film des Jahres gekürt worden. "Spotlight" wurde außerdem für einen Golden Globe in der Sparte "Bester Film" nominiert. Der beste Schauspieler des Jahres war für die Kritiker von NSFC Michael B. Jordan in seiner Rolle als Boxsportler Adonis Johnson im nunmehr siebten Streifen der 1976 gestarteten legendären "Rocky"-Filmreihe. Die 69-jährige Charakterdarstellerin Charlotte Rampling wurde für ihre Rolle in dem britischen Ehe-Drama "45 Years" zur besten Schauspielerin gekürt.

Hollywood-Kameramann Vilmos Zsigmond gestorben

"Oscar"-Preisträger wurde 85 Jahre alt

Vilmos Zsigmond, einer der einflussreichsten Kameramänner Hollywoods, ist tot. Er starb am Neujahrstag in Big Sur in Kalifornien, berichtete heute die "Los Angeles Times". Zsigmond wurde 85 Jahre alt. Der Ungar hatte 1956 den Einmarsch der Roten Armee in Budapest fotografiert und war mit den Bildern in den Westen geflohen. In den USA fand er schnell Arbeit als Kameramann, drehte zuerst aber drittklassige Filme. Anfang der Für Steven Spielbergs "Unheimliche Begegnung der dritten Art" bekam er 1978 einen Oscar. Zu seinen weiteren Arbeiten gehörten "Die durch die Hölle gehen", "Menschen am Fluß", "Fegefeuer der Eitelkeiten" und "Black Dahlia". 2010 drehte er Woody Allens "Ich sehe den Mann deiner Träume".

Schlechte Quoten für Schweiger-"Tatort"

Fernsehkrimi erreichte weniger als 20 Prozent Marktanteil

Weite Teile des Fernsehpublikums konnten sich am Sonntag nicht für den zweiten Teil des Til-Schweiger-"Tatort"-Krimis im Ersten erwärmen. Nur 7,69 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 19,9 Prozent) interessierten sich ab 20.15 Uhr für den Film "Fegefeuer" mit Schweiger als Hamburger Ermittler Nick Tschiller. Der erste Teil, "Der große Schmerz", hatte zwei Tage zuvor mit 8,24 Millionen Zuschauern für "Tatort"-Verhältnisse auch schon unterdurchschnittlich abgeschnitten. Zeitgleich kam der Auftaktfilm zur neuen Staffel des ZDF-Klassikers "Der Bergdoktor" auf beachtliche 7,04 Millionen Zuschauer (18,2 Prozent)- und das fast ohne Werbeaufwand.

Professoren müssen mehr Studenten betreuen

Ein Hochschullehrer für 66 Studierende zuständig

Das Betreuungsverhältnis von Universitätsprofessoren und Studenten hat sich verschlechtert. Wie die Zeitschrift "Forschung & Lehre" berichtet, musste ein Professor 2014 im Durchschnitt 66 Studenten betreuen. Ein Jahr zuvor sei ein Hochschullehrer für durchschnittlich 65 Studenten zuständig gewesen. Die Anzahl der Lehrenden sei im Jahr 2014 zwar um 193 gegenüber dem Vorjahr gestiegen, berichtet die Zeitschrift weiter. Jedoch seien auch 31.390 Studenten mehr an Hochschulen eingeschrieben gewesen als im Vergleichszeitraum 2013. Im Jahr 2014 lehrten 26.773 Professoren an deutschen Universitäten; bundesweit waren 1.768.374 Studenten eingeschrieben.

Berliner Ausstellung mit Lenin-Kopf soll Ende April öffnen

Denkmal war am Stadtrand vergraben

Die große Ausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" soll voraussichtlich Ende April in der Zitadelle Spandau eröffnet werden. Dabei ist auch ein tonnenschwerer Lenin-Kopf aus Granit. "Wir zeigen etwa 100 originale Denkmäler oder Teile davon. Wie mit ihnen umgegangen wurde, sagt viel über deutsche Geschichte", sagte Museumsleiterin Andrea Theissen der Deutschen Presse-Agentur. Um den Kopf war lange gerungen worden. Er ist Teil eines monumentalen Denkmals aus Ost-Berlin, das nach dem Mauerfall abgebaut, in mehr als 100 Teile zerlegt und am südöstlichen Stadtrand der Hauptstadt verbuddelt worden war. Im September 2015 wurde der dreieinhalb Tonnen schwere Granitschädel geborgen und nach Spandau gebracht.

Neuer Direktor in den Bremer Museen Böttcherstraße

Kunsthistoriker Frank Schmidt tritt am 1. Februar an

Neuer Direktor der Museen in der Bremer Böttcherstraße wird der Kunsthistoriker Frank Schmidt. Er soll entgegen anderslautender Meldungen nicht heute, sondern erst am 14. Januar offiziell vorgestellt werden. Der 45-Jährige ist seit Oktober 2011 wissenschaftlicher Direktor der Kunsthalle in Emden und wird seine neue Position am 1. Februar antreten. In Bremen folgt er auf Verena Borgmann, die das Haus seit August 2014 kommissarisch leitete. Schmidt wurde in Wetzlar geboren und hat in Gießen und München studiert. Erfahrungen als Kurator sammelte er unter anderem in Baden-Baden, Ingolstadt und Düsseldorf. Die Museen Böttcherstraße umfassen zwei miteinander verbundene Häuser: Im Ludwig Roselius Museum wird Kunst und Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zum Barock präsentiert. Das Paula Modersohn-Becker Museum zeigt Sammlungen von Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Bernhard Hoetger (1874-1949).

Chanson-Sänger Michel Delpech gestorben

Französisches Hippie-Idol wurde 69 Jahre alt

Michel Delpech sei am Samstagabend seinem Krebsleiden erlegen, teilte seine Frau Geneviève Delpech mit. Delpech war in den 70er Jahren zum französischen Hippie-Idol aufgestiegen. Mit Liedern wie "Les divorcés", "Le chasseur" und "Pour un flirt" dokumentierte der Musiker den gesellschaftlichen Wandel in dieser Zeit - von der Abkehr vom traditionellen Familienbild über die Landflucht bis hin zum Umweltschutz. Delpech war auch als Komponist und Autor tätig. In seinem Buch "Vivre!" (Leben!), das im März erschien, beschrieb er seinen Kampf gegen den Krebs und seine Angst, nicht mehr singen zu können. Präsident François Hollande sagte über ihn auf Twitter, er sei gestorben, ohne altgeworden zu sein. "Seine Chansons haben uns berührt, weil sie von unserem Leben sprachen." Französische Rundfunk- und Fernsehsender änderten nach eigenen Angaben am Sonntag kurzfristig ihre Programme für Sondersendungen über den Künstler.

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