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Interview / Archiv | Beitrag vom 29.03.2016

Jazzkantine-Gründer über Roger Cicero"Er hatte keine Angst vor der Jazzpolizei"

Christian Eitner im Gespräch

Der Sänger Roger Cicero im Spotlight auf der Bühne (picture alliance / dpa / hristian Charisius)
Der Sänger Roger Cicero im Spotlight auf der Bühne (picture alliance / dpa / hristian Charisius)

Roger Cicero sei ein toller Musiker gewesen, der dem deutschen Jazz "ordentlich in den Hintern getreten habe", meint Jazzkantine-Gründer Christian Eitner. Ob Cicero den Jazz verwässert habe, sei eine "typische deutsche" Frage.

Für Christian Eitner ist klar: Roger Cicero war eine Ausnahmeerscheinung. "Er war ein toller Musiker, der vielen Leuten viel Freude gemacht hat und der dem deutschen Jazz ordentlich in den Hintern getreten hat", sagte der Gründer der Jazzkantine bei Deutschlandradio Kultur. Cicero sei ein begnadeter Sänger gewesen, aber auch ein ebenso höflicher wie neugieriger Kollege, so Eitner weiter.

"Cicero hatte keine Angst vor der Jazzpolizei. Er hat gesagt: 'Ich mache jetzt 'mal Swing mit deutschen und erwachsenen Texten!' was gut funktioniert hat". Die Frage, ob Cicero nun mit seiner Musik den Jazz möglicherweise verwässert habe, sei eine "typisch deutsche", meint Eitner. In den USA - dem Heimatland des Jazz - gebe es dieses Schubladendenken nicht. "Und da fragt man auch nicht: 'Darf man das mit dem zusammenmachen?'" Man könne zum Schluss immer diskutiernen ob Cicero möglicherweise zu poppig war oder unbedingt zum Eurovision-Song-Contest fahren musste.

Eitner ist sich sicher: "Roger Cicero hat sehr viel für den Jazz getan". 

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