Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Aktuell / Archiv | Beitrag vom 31.12.2014

Jahresrückblick 2014Schwarze Zahlen und schwarze Fahnen

Von Martin Hartwig

Ein Anhänger des IS mit der Flagge der Miliz (afp)
Ein Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat mit der Flagge der Miliz (afp)

Das Bild des Jahres 2014 wird geprägt von den schwarzen Fahnen der IS-Terroristen und den Toten der Ebola-Epidemie. Internationale Krisen, Kriege und Katastrophen führten zu unbequemen Fragen - unser politischer Rückblick auf ein eher dunkles Jahr.

Man könnte auch ein Selfie machen und sich schön mit sich selbst beschäftigen. Es gibt ja genug gute Nachrichten:

Deutschland ist größer geworden.

Und zwar um 17.000 Hektar, das entspricht etwa der Fläche von Liechtenstein. Hauptursache dafür ist die Umstellung auf ein einheitliches elektronisches Kartensystem in den örtlichen Liegenschaftskatastern. Bei dem aktuellen rekordverdächtigen Flächenzuwachs schlagen vor allem die Ergebnisse der Neuberechnung Brandenburgs zu Buche. Weitere Bundesländer folgen. Es könnte also noch weiter gehen.

Deutschland ist das beliebteste Land der Welt.

Das ergab eine Untersuchung der Länderimages durch die Nürnberger GFK. Eine starke Wirtschaft, eine gemäßigte Politik, gute Universitäten und eine hippe Hauptstadt seien die Hauptgründe dafür, dass die Bundesrepublik vor den USA auf Platz Eins der beliebtesten Länder liege.

Dann noch der WM-Titel und die schwarze Null. Man könnte sich einfach Joachim Gauck anschließen und sagen:

"Dies ist ein gutes Deutschland. Das beste, das wir jemals hatten."

Prof. Harald Welzer (Deutschlandradio - Bettina Straub)Prof. Harald Welzer (Deutschlandradio - Bettina Straub)Doch es gibt ja auch noch die Anderen. Sie kämpften in Kiew und Gaza, in Kobane und Guinea um überleben. Sie flüchteten auf riskanten Routen übers Meer oder kämpfte gegen völlig enthemmte Gotteskrieger und das hatte fast immer auch Rückwirkungen nach Deutschland. Und so blicken wir in unserem politischen Jahresrückblick zusammen mit Harald Welzer auf ein eher dunkles Jahr zurück.

Mehr zum Thema:

Islamischer Staat - "Der IS betrachtet sich als eine Art Avantgarde"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 18.11.2014)

Islamischer Staat - "Mehr Druck Deutschlands auf Bagdad"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 23.09.2014)

Kleines Wörterbuch des Krieges - Islamischer Staat
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 22.09.2014)

Islamischer Staat - "Absolut ekelhafte, verachtenswerte Tat"
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 03.09.2014)

Islamischer Staat - Brutal und ideologisch
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 29.08.2014)

Weltmeisterschaft - Und der Herr schiedsrichtert
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 12.07.2014)

Weltmeisterschaft - "Brasilien hat sich mit der WM nicht übernommen"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 02.06.2014)

Die Wiege der Fußball-Weltmeisterschaft
(Deutschlandradio Kultur, Kalenderblatt, 13.07.2010)

Studio 9

Yildirims Auftritt in OberhausenEine Fan-Parade für Erdogan
Türkischer Ministerpräsident Yildirim bei seiner Rede in Oberhausen (dpa/Roland Weihrauch)

Der Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Benali Yildirim in Oberhausen dürfte Erdogan-Kritikern, die um die Demokratie in der Türkei fürchten, Bauchschmerzen bereitet haben. Unser Autor wurde Zeuge frenetischen Jubels - von Deutsch-Türken, die von Erdogan nichts zu befürchten haben.Mehr

Clausnitz"Das ist Vergangenheit, die Leute sind darüber hinweg"
Blick auf das Ortseingangsschild von Clausnitz in Sachsen. (dpa / Jan Woitas)

Vor einem Jahr schlug in Clausnitz ankommenden Flüchtlingen lautstarke Ablehnung entgegen. Die Bilder von den verängstigten Menschen gingen um die Welt. Inzwischen haben sich viele von ihnen eingelebt - auch wenn sie nicht unbedingt in dem Dorf bleiben wollen. Die meisten Clausnitzer wollen nicht mehr über die vergangenen Ereignisse sprechen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur