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Feiertag | Beitrag vom 13.03.2016

Jahr der BarmherzigkeitSelig die Barmherzigen, sie finden Erbarmen

Von Pfarrer Lutz Nehk, Katholische Kirche

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Das Schweißtuch der Veronika - Kreuzweg der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin von Otto Herbert Hajek (1963) (Lutz Nehk)
Das Schweißtuch der Veronika - Kreuzweg der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum in Berlin von Otto Herbert Hajek (1963) (Lutz Nehk)

Das Thema Barmherzigkeit hat Hochkonjunktur, vor allem in der katholischen Kirche mit dem vom Papst ausgerufenen außerordentlichen Jahr dazu. Doch was genau ist Barmherzigkeit? Klar ist: Wer sich auf die "jüdisch-christlichen Wurzeln" unserer Gesellschaft beruft, wird daran nicht vorbei kommen.

Barmherzigkeit – dieses Wort ist derzeit in aller Munde. Vor allen Dingen in der katholischen Kirche wird in diesem Jahr viel darüber gesprochen. Der Grund: Papst Franziskus hat ein "außerordentliches Heiliges Jahr" ausgerufen und dieses Jahr als ein "Jahr der Barmherzigkeit" am 8. Dezember letzten Jahres in Rom feierlich eröffnet. Heilige Jahre gibt es eigentlich nur alle 25 Jahre. Dennoch steht es einen Papst natürlich frei, von dieser Regel abzuweichen. Und das tut er aus gutem Grund. Er ist davon überzeugt, dass die Kirche ihre Berufung zur Barmherzigkeit in dieser Welt neu entdecken muss. Als er im März 2015 das Heilige Jahr ankündigte, tat er es ausdrücklich in der Überzeugung, dass die Kirche sich "geistlich bekehren" muss:

"Liebe Schwestern und Brüder, ich habe oft darüber nachgedacht, wie die Kirche noch mehr ihren Auftrag, Zeugin der Nächstenliebe zu sein, erfüllen kann. Es ist ein Weg, der mit einer geistlichen Bekehrung beginnt. Und diesen Weg müssen wir gehen."

Die Wochen vor dem Osterfest sind eine Zeit der "geistlichen Bekehrung". Fasten, Gebet und Werke der Nächstenliebe stehen jetzt auf dem Programm vieler Menschen. Fast alle katholischen Bischöfe Deutschlands haben in ihren Fastenhirtenbriefen dazu aufgerufen, diese Zeit als Besinnung auf die Barmherzigkeit zu nutzen. So schreibt der Berliner Erzbischof Heiner Koch, die Barmherzigkeit sei das "Kernstück des christlichen Glaubens". Die Kirche müsse daran immer wieder ihre "Worte, Taten, Ordnungen und Strukturen überprüfen." Der Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige schreibt an die Gläubigen, dass "bei uns Menschen, die sich als barmherzig erweisen, von anderen lächerlich gemacht werden". Es sei aber "nicht das Schlechteste, für einen 'Gutmenschen' gehalten zu werden oder sich in der Nachfolge Jesu Christi darum zu bemühen, ein barmherziger Mensch zu sein". Und Wolfgang Ipolt, der Bischof von Görlitz, fordert dazu auf, an andere Menschen "Zeit zu verschenken". Er schreibt, das sei "ein Werk der Barmherzigkeit in einer Zeit, in der viele wie im Dauerstress erscheinen und scheinbar keine Zeit haben".

Erstaunlich ist, wie schnell und wie offen und auch wie dankbar das "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" angenommen wurde. Es gab einige außerordentliche Heilige Jahre in den letzten Jahrzenten. 1983-1984 hatte Papst Johannes Paul II. ein "Heiliges Jahr der Erlösung" ausgerufen. Papst Benedikt XVI. hatte zum 2000. Geburtstag des Apostel Paulus 2007/2008 ein heiliges Jahr durchgeführt. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass diese mit ähnlichem Engagement und mit ähnlicher Begeisterung angenommen wurden. Es gibt viele Initiativen, die die Barmherzigkeit zu ihrer Sache machen. In kurzer Zeit waren Flyer, Arbeitshilfen und Bücher dazu auf dem Markt. Keiner, so scheint es, will die Chance verpassen, sich in Sachen Barmherzigkeit zu profilieren. Ich habe den Eindruck, dass es geradezu ein Aufatmen gibt, dass jemand, in diesem Fall Papst Franziskus, das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hat.

Barmherzigkeit, ein vernachlässigtes Thema

Barmherzigkeit ist in aller Munde. Nur, was ist Barmherzigkeit? Wie kann man sie beschreiben und erklären?  Kardinal Walter Kaspar, Theologieprofessor und einst einflussreicher Kurienkardinal, jetzt, im Ruhestand, ein profilierter Vordenker der Kirche, beklagt: Barmherzigkeit ist ein sträflich vernachlässigtes Thema:

"Sobald man den Versuch macht, der zentralen Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes nachzugehen, macht man die erstaunliche, ja erschreckende Feststellung, dass dieses für die Bibel zentrale und für die gegenwärtige Wirklichkeitserfassung aktuelle Thema in den Lexika und in den Handbüchern der dogmatischen Theologie bestenfalls am Rande vorkommt. (…) In neueren Handbüchern fehlt sie oft ganz, und wenn sie überhaupt auftaucht, dann eher nebenbei. (…) Dieses Ergebnis kann man nicht anders als enttäuschend, ja als katastrophal bezeichnen. Der Ausfall (…) hat zur Folge, dass dieser Begriff oft verkommen und herabgekommen ist zu einer 'soften' Pastoral und Spiritualität und zu einer blut- und kraftlosen Weichheit, der jede Entschiedenheit und jedes klare Profil abgeht, die es jeden nur irgendwie recht machen will."

Die Klage von Kardinal Kaspar wird mit dem Jahr der Barmherzigkeit nicht aus der Welt geschafft sein. Aber ein kleines Stück auf dem Weg der Neuerschließung der "Barmherzigkeit" wird es wohl vorangehen. Ich bin deswegen so zuversichtlich, weil die Sehnsucht nach Barmherzigkeit in den Herzen der Menschen ganz tief verankert ist. Nicht nur danach, Barmherzigkeit zu erfahren, sondern auch danach, barmherzig sein zu dürfen.

Schon das Wort "Barmherzigkeit" hat für mich den Klang und das Gefühl von Hoffnung und Geborgenheit. Es gehört zu den "warmen" und "runden" Wörtern. Ich finde in ihm das Wort Herz. Es steht immer für emotionale Anteilnahme. Vor allen Dingen wenn ich das B durch ein W ersetze und aus der Barmherzigkeit die Warmherzigkeit wird. In einem Buch über die Herkunft von Wörtern lese ich, dass "barmherzig" von der mittelhochdeutschen Wort "armherzi" stammt und buchstäblich "ein Herz für die Armen habend" bedeutet. (3) Man kann Barmherzigkeit nicht aggressiv aussprechen, ohne seine Bedeutung zu verfehlen. Spöttisch und abfällig, ja, mag sein, dass es auch so gebraucht wird. Aber damit wird noch mehr die "Wehrlosigkeit" der Barmherzigkeit deutlich.

Israel, das Volk Gottes, ist davon überzeugt: Wir haben einen barmherzigen Gott. Das ist der Kern seiner Gotteserfahrung. Zur Genüge hat Israel auch diese Erfahrung gemacht: Gott ist in seiner Gerechtigkeit unbestechlich. Er zürnt und er straft. Jedoch nie ohne Grund. Seine Herrschaft ist keine Willkürherrschaft, die er ohne jede Regel ausübt. Er hat mit dem Volk am Sinai einen Bund geschlossen. Wie er selbst diesem Bund treu ist, so muss auch das Volk diese Bundestreue erweisen. Das ist ihm nicht immer gelungen. Doch das Gerechte Gottes ist nicht der letzte Akt. Das sündige Volk, der sündige Mensch wird nicht verworfen. Barmherzigkeit ist der letzte Akt, der den Raum einer versöhnten Zukunft öffnet. "So wahr ich lebe –spricht Gott -, ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er auf seinem Weg umkehrt und am Leben bleibt." (He 33,11)

In sehr vielen Texten des Alten Testaments wird über die Barmherzigkeit Gottes nachgedacht. Sie wird bestaunt und gepriesen. Wie in diesen Versen aus dem Psalm 103, einem "Loblied auf den gütigen und verzeihenden Gott":

Der Herr ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte.

Er wird nicht immer zürnen, nicht ewig im Groll verharren.

Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden

und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,

so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.

So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,

so weit entfernt er die Schuld von uns.

Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,

so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.

Die Gerechtigkeit und die Barmherzigkeit Gottes sind die eine wichtige Gotteserfahrung des Volkes Israel. Eine andere ist die Barmherzigkeit Gottes als eine Option für die Schwachen. Im Psalm 103 lese ich nämlich auch diesen Vers: "Der Herr vollbringt Taten des Heiles, Recht verschafft er allen Bedrängten." (Ps 103, 6)

Noch deutlicher und konkreter wird der Psalm 146: "Recht verschafft er den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf. Der Herr beschützt die Fremden und verhilft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht." (Ps 146, 7-9)

Barmherzigkeit muss sich im Handeln der Kirche zeigen

An vielen Stellen des Alten Testaments lassen sich ähnliche Formulierungen finden. Hier zeigt sich eine Gotteserfahrung, die sich wie ein roter Faden durch die Bibel zieht: Nicht die Mächtigen, nicht die Wohlhabenden, nicht die Berühmten haben Gottes ungeteilte Aufmerksamkeit. Schon die Erwählung des Volkes Israel selbst ist eine Option für die Schwachen: Kein großes, kein durch Wissen und Kultur herausragendes Volk wird zum Volk Gottes.

Diese Erscheinung Gottes setzt sich im Neuen Testament fort. Der Sohn Gottes – sein menschliches Leben erblickt er in einem Stall und es endet an einem Kreuz. Was für eine armselige Vorstellung, werden viele gedacht haben. Seine öffentlichen Predigten, seine gesellschaftlichen Auftritte, sein Umgang waren geprägt von der Gotteserfahrung des Alten Testaments: "Er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit, den Armen und den, der keinen Helfer hat." (Ps 72, 12)

Der Evangelist Matthäus berichtet über die erste große Predigt Jesu. Jesus hat mit seinem ersten öffentlichen Auftreten die Menschen beeindruckt. "Scharen von Menschen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm", schreibt der Evangelist. Und Jesus beginnt zu den Menschen zu reden und sie zu lehren. Die Bergpredigt ist seine große programmatische Rede. Er beginnt sie mit den Seligpreisungen:

Selig, die arm sind vor Gott;

denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;

denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;

denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft

und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.

(Mt 5, 3-12)

"Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden." Die fünfte der insgesamt neuen Seligpreisungen gilt den Barmherzigen. Auffällig ist, dass hier das menschliche Handeln und die göttliche Verheißung gleich sind: Die Barmherzigen finden Erbarmen. In der Tradition des Volkes Israel ist Gott das Maß der Barmherzigkeit. Er allein ist wirklich barmherzig. Seine Gerechtigkeit wird von seiner Barmherzigkeit überboten. Seine barmherzige "Option für das Leben der Armen" (Kaspar) ist eine nicht zu überbietende und verbindliche Richtlinie menschlichen Verhaltens. Wenn Gott diese Option getroffen hat, wer sind wir Menschen, dass wir anders handeln könnten.

Selig sind also die, die sich an dieser Barmherzigkeit Gottes orientieren – im Urteil über andere und im Einsatz für die Schwachen. Man könnte diese Seligpreisung als eine Aufforderung verstehen, Gott und damit auch Jesus nachzuahmen. Wie er auf die Hilferufe "Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!" des blinden Bettlers Bartimäus am Stadttor von Jericho gehört hat (Mk 10,46 ff), so soll auch ich sensibel sein für all die erbarmungswürdigen Zeichen der Zeit. Jesus ruft den Blinden zu sich und fragt: "Was soll ich dir tun?" Hier wird zuerst einmal die Würde des Menschen ernst genommen, sein Recht zur Selbstbestimmung. Er kann sein Leben, sein Anliegen, seine Not selber beschreiben und erzählen. Er wird nicht sofort Objekt vorbestimmter und genormter Hilfsprogramme.

Der, er barmherzig handelt, wird selber Barmherzigkeit erfahren – Gottes Barmherzigkeit. Das bewahrt mich davor, Barmherzigkeit mit Herablassung zu verwechseln. Ich selber bedarf der Barmherzigkeit, der Barmherzigkeit der Vergebung und der liebenden Zuwendung. Wer selber einmal erfahren hat, wie sich Barmherzigkeit anfühlt, wird umso mehr bereit sein, Barmherzigkeit zu schenken.

Das "heilige Jahr der Barmherzigkeit" ist eine Einladung zur Neubesinnung. Es ist aber kein nach "innen gerichtetes Nachdenken". Es ist praktisches, alltägliches Handeln. Das ist der Wunsch von Papst Franziskus:

"Das außerordentliche heiliges Jahr ist also ein Jahr, um im Alltag die Barmherzigkeit zu leben, die der Vater uns von Anbeginn entgegenbringt. […] Die Kirche ist berufen, als Erste glaubhafte Zeugin der Barmherzigkeit zu sein, indem sie diese als die Mitte der Offenbarung Jesu Christi bekennt und lebt."

Barmherzigkeit muss sich also im konkreten Handeln der Kirche zeigen. Damit ist nicht allein die "Institution" gefordert, sondern auf jeden Fall auch die Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekennen. Mehr noch: Wer sich heute auf die "jüdisch-christlichen Wurzeln" der europäischen Gesellschaft beruft und darauf seine Forderungen aufbaut, das gesellschaftliche Zusammenleben auf dieser Grundlage zu gestalten und darin eine sogar eine "europäische Leitkultur" sieht, der wird an der "Barmherzigkeit", diesem starken Baustein des europäischen Hauses nicht vorbei kommen.

Quellen:

(1) Papst Franziskus, Predigt in der Vatikanische Basilika, 13. März 2015, 
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/homilies/2015/documents/papa-francesco_20150313_omelia-liturgia-penitenziale.html (Abruf: 29.02.2016)

(2) Walter Kardinal Kaspar, Barmherzigkeit. Grundbegriff des Evangeliums – Schlüssel christlichen Lebens, 5., erneut durchges. Aufl., Freiburg: Herder 2015, Seite 19f., 16 Zeilen

(3) https://de.wiktionary.org/wiki/barmherzig (Abruf 29.02.2016)

(4) Papst Franziskus, Bulle "MisercordiaeVultus" zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, Nr. 25

 

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