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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 13.01.2010

"Jagdzeit"

Jörg Taszman über einen bewegenden Dokumentarfilm

Als einziges Land der Welt jagt Japan in der Antarktis Wale und tötet bis zu 1000 Tiere pro Jahr, darunter auch Blau- und Finnwale, die vom Aussterben bedroht sind. Greenpeace versucht mit den Aktivisten der "Esperanza", dieses Abschlachten der friedlichen Wale zu verhindern.

In "Jagdzeit" hat die Filmemacherin Angela Graas die Frauen und Männer der Esperanza begleitet, die sich vier Monate im Jahr von ihrer Familie und ihren normalen Jobs verabschieden, um sich einzumischen und der japanischen Walfangflotte die Jagd zu erschweren.

So befinden sich an Bord der "Esperanza" Deutsche, Japaner, Südamerikaner und Niederländer, die sich vor der Kamera zu ihren unterschiedlichen Beweggründen äußern, warum sie sich für die Wale engagieren. Dabei werden auch die fadenscheinigen Gründe ab absurdum geführt, das Töten der Wale diene Japan zu Forschungszwecken. Bestürzend ist, wie brutal und qualvoll die Tiere getötet werden.

Der Film ist eine sensible Studie über den humanistischen Wunsch, bei Unrecht nicht tatenlos zu zusehen. Dabei gelingen der Filmemacherin immer wieder starke Bilder. Ihr Film ist kein Klagelied und verzichtet auf zu reißerische und schockierende Bilder; sondern ein nachdenkliches, manchmal auch lyrisches Plädoyer für Idealismus. Äußerst sehenswert und wirklich auch ein Dokumentarfilm fürs Kino.

Deutschland 2009. Regie: Angela Graas. Länge: 88 Minuten

Filmhomepage "Jagdzeit"

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