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Studio 9

Mahnmal in BerlinSie durften nicht leben
Rosen liegen an der blauen Glaswand des Mahnmals für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie-Morde". In der Berliner Tiergartenstraße Nr. 4 befand sich ab April 1940 die Zentrale der Organisation, die den Massenmord an Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten koordinierte und durchführte.

Unter dem Decknamen "T4" koordinierten die Nationalsozialisten den Mord an geistig oder körperlich beeinträchtigten Menschen. Nun endlich erinnert ein Mahnmahl in Berlin an die Opfer des "Euthanasie"-Programms und klärt über ihr Schicksal auf.Mehr

Uber-VerbotTaxi-Konkurrenz fährt trotzdem
Die Handy-App "Uber" auf einem Smartphone neben dem Logo der Taxi-Vermittlung, Aufnahme vom September 2014

Der Fahrdienstvermittler Uber ist Taxifahrern schon lange ein Dorn im Auge. Die Branche fürchtet Einnahmenverluste und ist deshalb gegen Uber vor Gericht gezogen. Heute wurde der Dienst per einstweiliger Verfügung gestoppt - in Berlin ist er dennoch verfügbar.Mehr

HannoverErst auf der Flucht, jetzt auf der Bühne
Das Schauspiel Hannover arbeitet mit jungen Flüchtlingen.

Sie kommen aus Syrien, Guinea oder Afghanistan, jetzt entdecken sie die Welt des Theaters. Mit dem Projekt "Tor zur Freiheit" holt das Schauspiel Hannover jugendliche Flüchtlinge auf die Bühne. Und manche finden hier sogar ein Stück Heimat wieder.Mehr

weitere Beiträge

Interview

Gespräch vom 02.09.2014

Filmstart "Ohne dich"Auf ewig die Kopftuchtürkin?

In dieser Woche kommt der Film "Ohne dich" mit Katja Riemann und Charly Hübner ins Kino. Die Deutsch-Türkin Meral Perin spielt darin die palästinensische Putzfrau Layla und musste dafür noch nicht einmal ein Kopftuch tragen - ausnahmsweise.

Die Handy-Apps "Uber" und "Taxi Berlin" sind am 11.06.2014 auf einem Smartphone in Berlin zu sehen.

Uber-Prozess"Der Wettbewerb nutzt allen"

Per einstweiliger Verfügung hat das Landgericht Frankfurt die Aktivitäten des Fahrdienstleisters Uber in Deutschland gestoppt. Der Wirtschaftsethiker Christoph Lütge fordert stattdessen eine Änderung des deutschen Personenbeförderungsgesetzes.

Ein russischer Panzer (hier auf der Krim) - die Ukraine bezichtigt Russland mehrer Grenzverletzungen.

Angst vor KriegWächst die Bedrohung für uns?

Die Konflikte rücken gefühlt näher an Deutschland heran: Der Ukraine-Konflikt spielt sich vor der eigenen Haustür ab, viele der IS-Kämpfer kommen aus Deutschland – auch wenn sie die Kämpfe selbst im Irak austragen. Erleben wir eine neue Dimension der Bedrohung?

Holzbretterzaun und Stacheldraht am ehemaligen Straflager Perm 36, das bis 1989 von der Sowjetunion als Gefängnis für Dissidenten und andere Häftlinge benutzt wurde, aufgenommen am 24.07.2009. Die Anlage wird heute als GULAG-Museum benutzt.

Aufarbeitung"Üble Schicksale im DDR-Knast"

Dietrich Hübner und Mara Jakisch verbrachten viele Jahre ihres Lebens hinter Gittern - er in der DDR, sie im sibirischen Gulag. Die Autorin Susanne Schädlich hat ihre Schicksale recherchiert und daraus einen Roman gemacht.

Gespräch vom 01.09.2014
Der Spitzenkandidat der sächsischen CDU für die Landtagswahl, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, spricht am 31.08.2014 in Dresden (Sachsen) zu den Parteianhängern.

Landtagswahl Kritik am sächsischen Nichtwähler

Sachsen hat gewählt. Ganz Sachsen? Nein, nicht einmal die Hälfte der Wähler ging zur Urne. Was das für ein demokratisches Gemeinwesen bedeutet, analysiert der Politologe Werner Patzelt - und geht hart mit den Nichtwählern ins Gericht.

Ein ukrainischer Soldat ruht sich während einer Patrouille im Grenzgebiet aus.

Ukraine-Krise"Die NATO wird von Russland nicht bedroht"

NATO-Generalsekretär Rasmussen hat Pläne der Allianz bekräftigt, angesichts des anhaltenden Konflikts mit Russland ihre Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Der SPD-Politiker Walther Stützle hält die derzeitige Nato-Politik für unklug.

Zweiter Weltkrieg"Lebendiger Teil der Geschichte"

Vor 75 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht Polen. Für einen Großteil der Polen ist das Thema noch immer aktuell. Zugleich würden die Beziehungen zu den Deutschen aber immer normaler, sagt der junge polnische Radio-Reporter Wojciech Szymanski.

Das undatierte Handout des Pabel-Moewig-Verlages zeigt den Comic-Weltraumhelden Perry Rhodan. Am 08.09.2011 erschien der erste Heftroman aus der gleichnamigen Science-Fiction-Serie. Inzwischen gibt es 2600 Bände, und noch immer verkauft der Verlag wöchentlich 80.000 Exemplare.

MuseenBlick ins Ungewisse

In Berlin soll 2017 das "Haus der Zukunft" eröffnet werden. Doch Gründungsdirektor Reinhold Leinfelder muss sich schon jetzt mit Vorbehalten auseinandersetzen, das Projekt könne ein PR-Instrument der Bundesregierung werden.

Gespräch vom 30.08.2014
Flaggen der Europäischen Union vor dem Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel, Belgien (14.5.2012)

Brüssel"Neue EU-Außenbeaufragte muss Klippen umschiffen"

Spitzenpersonal gesucht! Der Politikberater Jan Techau sieht die neue EU-Außenbeauftragte vor großen Herausforderungen. Es müsse eine neue Arbeitsteilung mit der Kommission geben und mehr Mut zum Konflikt mit den Mitgliedsstaaten.

Gespräch vom 29.08.2014
Bücherstapel liegen auf einem Verkaufstisch.

Büchergilde GutenbergGenossen fürs Buch finden

Seit 90 Jahren besteht die Büchergilde Gutenberg. Zeit für Erneuerungen, meint Wolfgang Grätz, Buchhändler und Mitgesellschafter. Das Modell Buchgemeinschaft müsse sich der veränderten Leselandschaft anpassen.

Holzkreuze erinnern in Duisburg am Ort des Loveparade-Unglücks an die Toten.

Bildende Kunst"Duisburg hat eine Chance vergeben"

Kunst sei eine gute Möglichkeit, Traumata zu verarbeiten, sagt Oliver Scheytt. Deshalb sei Duisburgs Absage zum Ausstellungsprojekt von Gregor Schneider zur "Loveparade" eine falsche Entscheidung gewesen.

Ein prorussischer Soldat wacht nahe der ostukrainischen Stadt Donezk an einer Straße, auf der ein Flüchtlingskonvoi unterwegs war und beschossen wurde.

Ukraine-Konflikt"Uns fehlen die objektiven Informationen"

Die OSZE habe zwar keine Belege für einen Einmarsch regulärer russischer Truppen in die Ukraine, sagt Thomas Greminger, der ständige OSZE-Vertreter der Schweiz. Allerdings habe die Organisation die Zahl der freiwilligen russischen Kämpfer unterschätzt.

Eine Gruppe Schüler liest ein Buch.

SchuleSpannendes für Erstleser

Die Schule beginnt und die Eltern der Erstklässler fragen sich, welche Bücher sie ihrem bald lesenden Nachwuchs in die Hand drücken sollen. Die Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, Stephanie Jentgens, hilft mit Tipps weiter.

Gruppe von IS-Kämpfern an der syrisch-irakischen Grenzen auf einem nicht näher bezeichneten Foto, dass die den Dschihadisten nahestehende Gruppe Albaraka News am 17. Juni 2014 auf Twitter veröffentlicht hat.

Islamischer StaatBrutal und ideologisch

Etwa 12.000 Kämpfer aus 74 Staaten seien in den vergangenen Jahren nach Syrien und in den Irak gegangen, um dort für den Islamischen Staat zu kämpfen, glaubt der Terror-Experte Peter Neumann. Insgesamt stünden derzeit etwa 50.000 Kämpfer unter Befehl des IS.

Gespräch vom 28.08.2014
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt

Sichere HerkunftsstaatenStreit um Asylbewerber aus Balkan-Staaten

Die Grünen wollen eine Verschärfung des Asylrechts für Menschen aus Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina im Bundesrat nicht mittragen. Denn laut Grundgesetz müsse jeder Einzelfall geprüft werden, betonte Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt.

Recep Tayyip Erdogan wirft rote Blumen ins Publikum.

TürkeiIn Hass und Liebe gespalten

Einerseits eine repressive Stimmung, andererseits kaum noch Tabu-Themen: So beschreibt der Dokumentarfilmer Osman Okkan die Widersprüche in der türkischen Gesellschaft. Erdoğan habe die türkische Bevölkerung polarisiert wie kein anderer Politiker vor ihm.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eröffnet die Wirtschaftskonferenz zum westlichen Balkan in Berlin, 28. August 2014

Balkan-Konferenz"Die Strahlkraft der EU hat nachgelassen"

Welche Fortschritte machen die Balkan-Staaten bei ihrer Annäherung an die EU? Das ist das Thema der internationalen Balkan-Konferenz in Berlin. Doch vor Ort, in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, blicke so mancher skeptisch nach Brüssel, meint der Balkanexperte Jens Reuter.

Eine Büste von Johann Wolfgang von Goethe im Brentanohaus, aufgenommen am 23.01.2014 in Oestrich-Winkel (Hessen).

Goethe-Preis"Er ist oben, wir sind unten"

Goethe steht vor uns wie ein Monument. Das sagt der Schweizer Peter von Matt. Dabei könnte der Zugang zu dem Dichter einfach sein: Man müsse nur erkennen, dass hinter der "gespenstischen Klassikermaske ein lebendiges Menschengesicht" steckt.

Roma-Familie im mazedonischen Skopje.

SüdosteuropaVölkermord und Traumstrände

Kriege, Gewalt, Armutszuwanderung: Unser Bild vom Balkan ist von negativen Klischees geprägt. Der Historiker Alexander Korb über den Einfluss von Populärkultur und Kriegen auf unsere Vorstellungen.

Eine junge Hand hält eine alte Hand

Sterbehilfe"Das ist kein Dammbruch"

Unter strengen Auflagen sollte ein Freitod mit ärztlicher Hilfe künftig erlaubt sein, sagt Urban Wiesing. Wir dürften die Betroffen nicht alleine lassen, so der Medizinethiker.

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