Montag, 25. Mai 2015MESZ11:31 Uhr

Kommentar

TarifeinheitsgesetzFesseln für die kleinen Gewerkschaften
Mitglieder der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) demonstrieren mit Transparenten und Trillerpfeifen in Berlin vor der Zentrale der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz (picture alliance / dpa/ Sören Stache)

Seine unheilvolle Wirkung hat das Gesetz zur Tarifeinheit schon entfaltet, bevor es überhaupt in Kraft ist. Es spaltet statt zu einen. Es verschärft Tarifkonflikte, statt sie zu befrieden, kritisiert Gerhard Schröder mit Blick auf den Streik der GDL.Mehr

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Politisches Feuilleton

Sudetendeutsche und TschechenVon Normalität weit entfernt
Fahnenabordnungen der Sudetendeutschen auf der Bühne der Schwabenhalle in Augsburg. Dort fand 2014 der 65. Sudetendeutsche Tag unter dem Motto "Geschichte verstehen - Zukunft gestalten" statt. (dpa / picture alliance / Stefan Puchner)

Die Sudetendeutschen treffen sich in Augsburg zu ihrem Pfingsttreffen. Eines ihrer Themen dort ist, ob sie nun ihre Restitutionsforderungen für die Enteignungen nach dem Krieg streichen. Der Journalist Richard Szklorz meint, dies würde weitere Türen nach Böhmen öffnen.Mehr

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Kommentar / Archiv | Beitrag vom 06.08.2012

In eigener Sache

Es darf kein Zweifel an der Unabhängigkeit von Deutschlandradio entstehen. Angeblich konnte der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus einen auf der Startseite von Deutschlandradio Kultur am 20. Juli nach der Sendung dort eingestellten Kommentar "löschen lassen". Der Vorwurf trifft selbstverständlich nicht zu.

Der Intendant hatte die Beschwerden des Wehrbeauftragten schriftlich zurückgewiesen. Der Kommentar sei presserechtlich nicht zu beanstanden. Doch auch im Deutschlandradio gibt es Kommunikationspannen. Die Redaktion hatte den Beitrag ohne Rücksprache entfernt. Aus journalistisch plausiblen Gründen. Die Vehemenz des Angriffs auf den Wehrbeauftragten erschließe sich nicht aus dem Sachverhalt. Kritik müsse an der Sache orientiert bleiben. Diese journalistische Bewertung trifft zu. Da der Kommentar aber gesendet wurde, war die Entscheidung dennoch falsch. Das höchste Gut des Deutschlandradios ist seine Glaubwürdigkeit. Der Kommentar steht wieder im Netz.

Peter Lange
Chefredakteur Deutschlandradio Kultur

(Dieser Beitrag wurde am 6. August 2012, 14:06 Uhr erstellt)