Freitag, 25. Juli 2014MESZ08:43 Uhr

Kommentar

Gaza-KonfliktMitten in Deutschland
Eine junge Frau bei einer pro-palästinensische Demonstration auf dem Römerberg in Frankfurt am Main, 20. Juli 2014

Wenn Israel seine Armee in Marsch setzt, bricht sich Judenhass Bahn. Doch es ist nicht der deutsche und europäische Antisemitismus der 1930er-Jahre, der hier wiederbelebt wird – meint Stephan Detjen. Mehr

EU-SpitzenjobsKleinkariertes Postengeschacher
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und die Regierungschefs David Cameron (Großbritannien), Robert Fico (Slowakei), Xavier Bettel (Luxemburg), Zoran Milanovic (Kroatien) und Helle Thorning-Schmidt (Dänemark) versammeln sich vor einem blauen Vorhang.

Die Postenvergabe für die höchsten EU-Jobs gleicht einem Sudoku-Spiel, meint unsere Brüsseler Korrespondentin Annette Riedel. Bei Personalien gehe es zu allerletzt um die Qualifikation der Bewerber. Mehr

FlugzeugabschussGlücksritter und Dilettanten

Gut möglich, dass ein paar vom patriotischen Taumel besoffene Freischärler in der Ostukraine die Flugzeuge schlichtweg verwechselt haben, meint Gesine Dornblüth. Erkennt Putin jetzt, dass die Geister, die er rief, nicht mehr unter Kontrolle sind?Mehr

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Politisches Feuilleton

StraßenlärmDie tägliche Körperverletzung
Die Rücklichter eines fahrenden Autos auf der Karl-Marx-Allee in Berlin.

Der Lärm von Motorrädern und Sportwagen ist ein Angriff auf die Gesundheit, schreibt die Schriftstellerin Pieke Biermann - und spannt etymologisch eine Brücke zum Kampf an der Waffe. Keine Hoffnungen setzt sie bei dieser Art der Körperverletzung in die Politik.Mehr

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Kommentar / Archiv | Beitrag vom 06.08.2012

In eigener Sache

Es darf kein Zweifel an der Unabhängigkeit von Deutschlandradio entstehen. Angeblich konnte der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus einen auf der Startseite von Deutschlandradio Kultur am 20. Juli nach der Sendung dort eingestellten Kommentar "löschen lassen". Der Vorwurf trifft selbstverständlich nicht zu.

Der Intendant hatte die Beschwerden des Wehrbeauftragten schriftlich zurückgewiesen. Der Kommentar sei presserechtlich nicht zu beanstanden. Doch auch im Deutschlandradio gibt es Kommunikationspannen. Die Redaktion hatte den Beitrag ohne Rücksprache entfernt. Aus journalistisch plausiblen Gründen. Die Vehemenz des Angriffs auf den Wehrbeauftragten erschließe sich nicht aus dem Sachverhalt. Kritik müsse an der Sache orientiert bleiben. Diese journalistische Bewertung trifft zu. Da der Kommentar aber gesendet wurde, war die Entscheidung dennoch falsch. Das höchste Gut des Deutschlandradios ist seine Glaubwürdigkeit. Der Kommentar steht wieder im Netz.

Peter Lange
Chefredakteur Deutschlandradio Kultur

(Dieser Beitrag wurde am 6. August 2012, 14:06 Uhr erstellt)