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Kommentar

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Nach dem Blutbad in einer Jerusalemer Synagoge, rüstet sich Israel gegen neue Anschläge. Bald rücken israelische Bulldozer an und zerstören die Häuser der Attentäter. Die "Zeit"-Korrespondentin Gisela Dachs sieht keine Hoffnung für den Nahen Osten.Mehr

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Kommentar / Archiv | Beitrag vom 06.08.2012

In eigener Sache

Es darf kein Zweifel an der Unabhängigkeit von Deutschlandradio entstehen. Angeblich konnte der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus einen auf der Startseite von Deutschlandradio Kultur am 20. Juli nach der Sendung dort eingestellten Kommentar "löschen lassen". Der Vorwurf trifft selbstverständlich nicht zu.

Der Intendant hatte die Beschwerden des Wehrbeauftragten schriftlich zurückgewiesen. Der Kommentar sei presserechtlich nicht zu beanstanden. Doch auch im Deutschlandradio gibt es Kommunikationspannen. Die Redaktion hatte den Beitrag ohne Rücksprache entfernt. Aus journalistisch plausiblen Gründen. Die Vehemenz des Angriffs auf den Wehrbeauftragten erschließe sich nicht aus dem Sachverhalt. Kritik müsse an der Sache orientiert bleiben. Diese journalistische Bewertung trifft zu. Da der Kommentar aber gesendet wurde, war die Entscheidung dennoch falsch. Das höchste Gut des Deutschlandradios ist seine Glaubwürdigkeit. Der Kommentar steht wieder im Netz.

Peter Lange
Chefredakteur Deutschlandradio Kultur

(Dieser Beitrag wurde am 6. August 2012, 14:06 Uhr erstellt)