Donnerstag, 28. August 2014MESZ07:09 Uhr

Kommentar

WaffenexportNur noch ein normaler Staat
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht am 20.03.2014 am Rednerpult des Bundestags in Berlin und gibt eine Regierungserklärung zur Krim-Krise ab. 

Die Bundesregierung könnte ohne Einbindung des Bundestags über die Waffenlieferungen in den Irak abstimmen. Das wäre ein von der Kanzlerin nicht gewohnter, schlechter Stil - und ein deutlicher Fehler, meint Falk Steiner.Mehr

FrankreichIm Regen stehen gelassen
Francois Hollande steht an der Küste vor einem großen Felsen im Regen, man sieht ihn von hinten.

Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hat die gesamte französische Regierung entlassen. Das war kopflos und überzogen, kommentiert Ursula Welter. Auch ein neues Kabinett führe nicht aus der Krise.Mehr

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Behämmertes Glotzen statt schauendes Staunen - so fasst der Künstler und Autor Sebastian Hennig unsere heutige Sehkultur zusammen. Für ihn ist klar: Wir müssen das vorurteilsfreie Schauen wieder üben und schätzen lernen.Mehr

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Kommentar / Archiv | Beitrag vom 06.08.2012

In eigener Sache

Es darf kein Zweifel an der Unabhängigkeit von Deutschlandradio entstehen. Angeblich konnte der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus einen auf der Startseite von Deutschlandradio Kultur am 20. Juli nach der Sendung dort eingestellten Kommentar "löschen lassen". Der Vorwurf trifft selbstverständlich nicht zu.

Der Intendant hatte die Beschwerden des Wehrbeauftragten schriftlich zurückgewiesen. Der Kommentar sei presserechtlich nicht zu beanstanden. Doch auch im Deutschlandradio gibt es Kommunikationspannen. Die Redaktion hatte den Beitrag ohne Rücksprache entfernt. Aus journalistisch plausiblen Gründen. Die Vehemenz des Angriffs auf den Wehrbeauftragten erschließe sich nicht aus dem Sachverhalt. Kritik müsse an der Sache orientiert bleiben. Diese journalistische Bewertung trifft zu. Da der Kommentar aber gesendet wurde, war die Entscheidung dennoch falsch. Das höchste Gut des Deutschlandradios ist seine Glaubwürdigkeit. Der Kommentar steht wieder im Netz.

Peter Lange
Chefredakteur Deutschlandradio Kultur

(Dieser Beitrag wurde am 6. August 2012, 14:06 Uhr erstellt)